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Beamten;einen Kanonenſchuß kann das Schiff noch zu⸗ rückbringen!

Warum nicht gar! verſetzte der Seemann mit un⸗ veränderlicher Ruhe;'s wäre zwar möglich, wenn Ihr den Admiral noch zeitig genug ſprechen könntet; aber ich denke, wir werden ſchon noch ein Stündchen oder zwei u rudern haben, bis wir mit dem conträren Wind und der ſtarken Fluth fertig werden!

Und er hatte leider Recht, denn wir brauchten in

Folge eines mir unerklärlichen Bootsmannskunſtgriffes bei'm Rudern, deſſen ſich unſere Ruderer bedienten, obwohl ſe aus allen Kräften zu arbeiten ſchienen, mehr als an derthalb Stunden, bis wir den Hafen erreichten, und in⸗

zwiſchen war alle Möglichkeit verloren, dieColumbia wieder zur Umkehr zu zwingen.

Ich wußte wohl, es war unmöglich, den Bootseigen⸗ thümer einer Mitſchuld an dem Entkommen des verfolgten

Verbrechers zu überführen, und ich wollte daher lieber

meinen bittern Aerger ſchweigend verſchlucken, als durch

eine Kundgebung deſſelben das unverkennbare Vergnügen des alten Spitzbuben von Seemannes noch erhöhen. Genen fee

Monats⸗Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.

In dem abgelaufenen Monat gingen zum beſten oben genannter Anſtalt 212 fl. 50 kr. ein, wovon 106 45 i in Elberfeld 1 wurden. Wie viel die Anſtalt durch die Noth im Odenwalde und Vogelsberg in den Hintergrund getreten iſt, beweiſen die Zahlen, wenn man eine Vergleichung mit dem Monat April 1851, wo 328 fl. 21/ kr. aus dem Inlande allein eingingen, anſtellt. Und doch hat ſich die Zahl der Zöglinge von damals bis jetzt um gerade noch einmal ſo viel vermehrt. Damals waren es nur 8 und jetzt find es 16 Zöglinge. Wir bitten darum recht ernſtlich, da nun die größte Noth an den ge⸗ nannten Orten vorüber ſein dürfte, unſerer wieder zu gedenken. Aktien verkauften wir wieder 12 Stück: nach Friedberg, Höchſt, Baben⸗ hauſen, Ulfa, und zwei ſchon früher eingezahlten wurden der Anſtalt von Aſſenheim aus geſchenkt. Da wir noch immer welche haben, ſo bitten wir um Abnahme und bemerken, daß das Anlehen kein unver⸗ zins liches iſt, ſondern daß wir recht gerne 4 pCt. geben. Der zweite Rechenſchaftsbericht iſt in der Anſtalt unentgeldlich zu haben.

Friedberg den 1. Mai 1852. J. P. Schäfer,

Vorſteher der Blinden⸗Anſtalt.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N Edictalladung.

(63) Anſprüche jeder Art an das Vermö⸗

gen des Georg Nicolaus von Wiſſelsheim, über

welchen Concurs erkannt worden, ſind Mittwoch den 16. Juni d. J.,

Morgens 9 Uhr, 0

bei Vermeidung des ohne Präcluſtvdecrets er⸗

folgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier

anzuzeigen und zu begründen.

Gläubiger, welche nicht in Selbſtperſon er⸗ scheinen, haben ihre Mandanten mit Special⸗ vollmachten zu verſehen, gegenfalls unterſtellt wird, ſie wären den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beigetreten.

Friedberg den 14. April 1852.

Großh. d e D

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Edietalla dung.

(633) Nachverzeichnete Grundrenten, als:

1) Die dem Herrn Grafen Ferdinand Max⸗ miljian zu Aſenburg und Büdingen zu Wächtersbach zuſtehenden, und zwar:

a) in der Gemarkung Aſſenheim, im jähr⸗ chen 1 Wi von 100 fl. 40 kr. 3 hell.,

p) in der Gemarkung Bönſtadt, im Geld⸗ anſchlag von 100 fl., und

c) in der Gemarkung Btuchenbrücken, im Geldanſchlag von 52 fl.,

2) die dem Herrn Grafen Friedrich von Lei⸗ ningen Weſterburg zu Ilbenſtadt in der Gemarkung Ilbenſtadt zuſtehenden, durch Allodification vom Erblehen entſtandenen, im jährlichen Geldanſchlag von 444 fl. 26 kr. 2 hell.,

3) die dem Herrn Wilhelm Hugo Joſeph Freiherrn von Wetzel, genannt von Car⸗ ben, auf Obermörlen, in der Gemarkung Ober- und Niederrosbach zuſtehenden, durch Allodification von Erblehen entſtan⸗ denen Grundrenten, im jährlichen Geld⸗ anſchlage von 227 fl. 29 ¼ kr.,

4) die dem Herrn Grafen Max von Solms⸗ Rödelheim in der Gemarkung Oſſenheim zustehenden, durch Allodification der Erb⸗ leihmühle des Heinrich Weiſenſee entſtan⸗ denen, im jährlichen Geldanſchlag von 158 fl. 53 ½¼ kr.,

5) die den Söhnen des Freiherrn Max von Löw von und zu Steinfurth, nämlich den Freiherrn Auguſt und Oscar von Löw, vertreten durch den Gr. Regierungsrath

Küchler zu Gießen, in der Gemarkung Wiſſelsheim zuſtehenden, durch Allodifica⸗ tion von Erdlehen entſtandenen Grund⸗ renten, im jährlichen Geldanſchlag von 120 fl. 31 kr., ſollen nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgelöſt werden.

Es werden deßhalb alle bei dieſen Ablöſun⸗ gen bekannten und unbekannten Betheiligten hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsan⸗ ſprüche ſogewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als ſonſt die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an die genannten Berechtigten geſtattet werden wird.

Friedberg den 16. April 1852.

Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle.

Oeffentliche Bekanntmachung.

(668) Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß der Philipp Jacobi, ledig, Sohn des Philipp Jacobi J. von Rodheim, für einen Verſchwender erklärt worden iſt, daß ihm in der Perſon des Philipp Jacobi IV. und Philipp Reeb von Rodheim zwei Curatoren beigegeben worden find und daß alle Rechtsgeſchäfte, welche ohne Zuſtimmung der beſtellten Curatoren mit dem gedachten Philipp Jacobi, ledig, fernerhin abgeſchloſſen werden, weder für ſolchen noch für deſſen Curatoren eine Rechtsverbindlichkeit be⸗ gründen.. Zugleich werden alle Diejenigen, welche an den genannten Philipp Jacobi, ledig, Forderun⸗ gen zu bilden haben, aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß im Termine Mittwoch den 26. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und näher zu begründen, als ſonſten ſie bei Regulirung der Vermögensver⸗ hältniſſe deſſelben nicht berückſichtigt, vielmehr mit ihren Anſprüchen ausgeſchloſſen werden. Großkarben den 21. April 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Bötticher.

Edicetalla dung.

(669) Ueber das Vermögen des Bäckermei⸗ ſters Jakob Kreuder und deſſen Ehefrau Mar⸗ garetha, geborene Becker, zu Großkarben, iſt der formelle Concurs erkannt worden. Es wer⸗ den demnach ſämmtliche Gläubiger und zwar ſowohl die bis jetzt bekannten als unbekannten aufgefordert, zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und Vorzugskechte, Wahl eines Maſſecurators und Gläubiger⸗Ausſchuſſes ꝛc. Mittwoch den 9. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr,

bei Vermeidung des ftillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Concursmaſſe dahier zu erſcheinen. Auch ſollen im Termin Vergleichs⸗ vorſchläge gemacht und die Ausbleibenden den von der Mehrzahl der erſcheinenden Gläubiger gefaßt werdenden Beſchlüſſen als ſtillſchweigend beigetreten erachtet werden. Großkarben am 19. April 1852. Großb. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius.

Pferde-Verſteigerung.

(717) Mittwoch den 12. Mai l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden auf freiwilligen An⸗ trag des Herrn Poſtmeiſter Helmolt in dem Poſtgebäude dahier 4 noch in gutem Zuſtande befindlichen Pferde unter ſebr vortheilhaften Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. Mai 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bin e.

Bekanntmachung.

(732) Donnerſtag den 13. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die ſtädtiſchen Begraßungen in der Stadt und Burggemarkung, einſchließlich der Feldwege, für das Jahr 1852 öffentlich meiſtbietend verpachtet, Friedberg den 3. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Immobiliar⸗-Verſteigerung.

1733) Mittvoch den 12. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des dahier verſtorbenen Ja⸗ cob Dönges gehörende Hofraithe und Garten, wie dieſe in No. 25 des Intelligenzblattes ge nauer bezeichnet ſind, zu Folge eingelegten Nach⸗ gebots, nochmals mit dem Anfügen verſteigert, daß nunmehr den Letztbietenden der unwider⸗ rufliche Zuſchlag ertheilt wird. Friedberg den 3. Mai 1852. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Arbeits⸗Verſteigerung.

(155) Donnerſtag den 13. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll auf hiefigem Gemeinde⸗ hauſe die zur Umbauung der hieſigen Orts⸗ ſtraße erforderliche Pflaſtererarbeit, veranſchlagt zu fl. 156, wenigſtnehmend veraccordirt werden. Kleinkarben den 6. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ströbel.

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