Ausgabe 
11.12.1852
 
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Darmſtadt zu erfreuen gehabt und 6 der bravpſten und fleißigſten von ihnen ſind mit Prämien bedacht worden.

Und nun noch ein Wort zu Euch, Schülern dieſer Anſtalt. Es iſt Euch leicht gemacht, leichter als Euren Vätern, zu lernen, und Euch vorzubereiten, daß Ihr in reiferen Jahren Euren bürgerlichen Beruf erfüllen könnt. Es iſt Eurer Eltern und Lehrherren Freude und aller, die es wohl mit Euch meinen und Euer Glück, wenn Ihr dies wohl beherzigt; nichts zu leicht nehmt, nichts auf⸗ ſchiebt und auf ſpätere Zeiten rechnet; denn Alles hat ſeine Zeit und die Zeit des Lernens iſt eben die Jugend zeit, die ſich Mancher zurückwünſcht, um das mit oder ohne Schuld Verſäumte nachzuholen, da er es jetzt vor Sorgen, Arbeit und Entfremdung in ſolchen Dingen nicht mehr nachholen kann. 5 6

Ihr ins Beſondere, die Ihr dieſe Schule ſeither be⸗ ſucht habt, fahrt in der Weiſe und mit dem Fleiß fort, welche der Mehrzahl von Euch zum Lobe gereicht; die Früchte ſind Euer und helfen Euer Glück begründen. Und Ihr, die Ihr heute Prämien erhaltet, laßt ſie Euch eine Erinnerung an die wohlbenutzten Stunden und ein Sporn zu immer größerem Eifer ſein Die übrigen Schüler haben bei derſelben treuen Benutzung ihrer Ta lente dieſelbe Auszeichnung zu erwarten, denn nur das iſt der Maaßſtab, der hier angelegt wird.

Beſtrebungen des Vereins nicht blos für den Gewerbe⸗ ſtand ſelbſt, ſondern auch fur das geſammte Publikum iſt, daß es keinem Zweifel unterliegt, daß gute und gediegene Arbeiten eines unterrichteten Gewerbeſtandes Denjenigen zu gute kommen, welche ſolche nöthig haben, und das iſt ja bei Allen der Fall. Es wird daher auch jeder ſſich verpflichtet fühlen, dieſe gute Sache zu unterſtützen,! zu⸗ mal eigene vortheilhafte Belehrung damit verbunden iſt, und der Beitrag von 1 fl. 36 kr., für welchen auch noch das Vereinsblatt geliefert wird, nur ein ſehr geringer iſt, dem Localverein auch hiervon noch der größere Theil, nämlich 1 fl., zur Verfügung bleibt, daher auf deſſen eigenes Intereſſe verwendet werden kann.

Da derſelbe jedoch noch nicht die Theilnahme in Friedberg gefunden hat, welche man erwarten könnte, (die Mitgliederzahl hat ſich bis auf einige über 40 ver ringert) daher ein Zerfallen deſſelben zu befürchten iſt, weil er nur bei einer Mitgliederzahl von 40 Perſonen überhaupt zuläſſig iſt, ſo erlauben wir uns die Bewohner Friedbergs, welche demſelben noch nicht beigetreten ſind, zur Theilnahme einzuladen, indem wir bemerken, daß die Anmeldung auf der deßhalb in Umlauf geſetzten Anmel⸗ dungsliſte oder bei unterzeichnetem Vorſtande des Local⸗ gewerbvereins ſchriftlich erfolgen kann.

Friedberg den 15. November 1852.

Die vorſtehende Auseinanderſetzung wird ohne Zweifel

Jedem die Ueberzeugung aufdringen, wie vortheilhaft die

Fuͤr den Vorſtand des Localge werbver eins:

G. Trapp II.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N Garten⸗Verſteigerung.

(170) Dienſtag den 14. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, wird ein zum Nachlaſſe der dahier verſtorbenen Anton Nern's Wittwe gehörendes Grundſtück, ö Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. Nr. 194/27 110,1 ◻Klftr.= 56 Ruthen Garten in der 14. Gewann an Friedrich Auguſt Söllner, in hiefigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Oktober 1852. In Auftrag: Großh. Heff. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Hofraitheverſteigerung.

(1705) Montag den 13. Dezember d. J.,

Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗

hauſe die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Feld⸗

webel Renkers Wittwe dahier gehörende Hof⸗

raithe,

Gemarkung Burg Friedberg:

Pag. Nro. 91/29 Hofraithe, als ein Wohnhaus

und ein Stall an Chriſtoph

Joſt, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Oktober 1852. In Auftrag: Großh. Heff. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1807) Montag den 13. Dezember l. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Glaſermeiſters Chriſtian Wagner deſſen in der Ludwigsſtraße dahier gelegene neuerbaute zwei⸗ ſtöckige Hofraithe, enthaltend 13 Zimmer, 2 Küchen, 3 Kammern, Waſchküche, gut gewölbten Keller, geräumige Stallung mit geſchloſſenem

Hofraum, wegen Veränderung des Wohnſitzes,

öffentlich meiſtbietend unter ſehr vortheilhaften

Bedingungen verſteigert und bemerkt, daß auch

bis zum Verſteigerungstermin ein Handverkauf

mit dem Eigenthümer abgeſchloſſen werden kann.

Friedberg den 17. November 1852.

In Auftrag:

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Garten ⸗Verſteigerung.

(1841) Montag den 13. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag ein den Erben der dahier verlebten Anton Suhradas Eheleute zuſtehendes Grundſtück:

Gemarkung Stadt Friedberg:

3 Prtl. 26 Ruthen Garten in der 3. Gewann in den Liebfrauengärten neben Gottfried Hauſtädt und Heinrich Müller II. Wittwe,

öffentlich meiſtbietend verſteigert, wobei bemerkt

wird, daß fraglicher Garten in 3 Abtheilungen,

wozu ſich derſelbe beſonders eignet, und wenn

Steigliebhaber es wünſchen auch im Ganzen

ausgeboten werden ſoll.

Friedberg den 24. November 1852. In Auftrag: Der Großh. Hefſ. Bürgermeiſter Bender.

Garten ⸗Verſteigerung.

(1875) Montag den 13. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Maria Margaretha Ortenbach, geb. Philippi, zu Wetz⸗ lar ein derſelben zuſtehendes Grundſtück Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 239 Nr. 58 92,4 Klftr.- 47,0 Ruthen Garten in der 15. Gewann, in der Köhlergaſſe an Franz 5 Ruppel, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 2. Dezember 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Holzverſteigerung.

(1900 Montag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr anfangend, werden im Diſtrikte Dickerbuſch

77 Stecken Nadelſcheitholz;

9 Nadelprügelholz; 15 Nadelſtockholz;

1950 Stück Nadel⸗,

1237 ÄWEichen⸗ 0 Wellen;

525 7 Ginſtern⸗

ſodann:

81 Stämme 1096 Kubikfuß Nadelbau⸗

holz und

35 Stück= 125 Kubikfuß Nadelſtangen an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt den 1. Dezember 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.

Zur Nachricht. (1902) Zu Beſprechungen in Sachen, welche die Armencommiſſion angehen, zur Annahme von Unterſtützungsgeſuchen wie zur Ertheilung von Anweiſungen habe ich von heute an die Stunden Montags und Donnerſtags Vor⸗ mittags 9 10 Uhr und Nachmittags 1 2 Uhr beſtimmt.

Friedberg den 1. Dezember 1852. an e, als vorſitzendes Mitglied der Armencommiſſion.

Obligations-⸗Verlooſung. (1879) Bei heutiger Verlooſung wurde No. 26 und 73, zu 100 fl. jede Obligation, zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1853 beſtimmt und find die Beträge bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. ſ. Z. in Empfang zu nehmen.

Oberſaulheim den 21. November 1852. Der Gif. A e en ee

Wohnungsvermiethung.

(1903) Samſtag den 11. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, ſoll in dem Amtslocale des Unter⸗

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