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der Schule wird und in deren Vermögeninventar einzutra⸗ gen iſt. 2 l
ad 12. Der ſchon mehrmals mit gutem Erfolg er⸗ theilte landw. Unterricht für junge Bauernſöhne wird auch in dieſem Jahre wieder unterſtützt werden. Eine demnäch⸗ ſtige dießfallſige Bekanntmachung wird das Nähere beſagen.
ad 13. Um Gelegenheit zu geben, die Inſtrumente zur Drainage kennen zu lernen, wurde ein Sortiment die⸗ ſer angekauft. Dieſelben können auf dem Bureau des landw. Vereins von Oberheſſen zu Laubach eingeſehen werden. 5
ad 14. Zu Preiſen für gute Pflüger ſind 100 fl. beſtimmt. Es werden auf 2 Stationen Preispflügen ſtatt⸗ finden und die näheren Beſtimmungen in einer beſonderen Bekanntmachung demnächſt erfolgen. 8
Die Großh. Bürgermeiſter und die Mitglieder unſe⸗ res Vereins werden gebeten, ſich für möglichſt allgemeine Veröffentlichung vorſtehender Bekanntmachung zu bemühen.
Kolnhauſen, den 22. Juni 1852.
Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen. In deſſen Abweſenheit der Vicepräſident: Dr Gros.
Eine Uacht in Teras im Jahr 1849. (Schluß)
Auf dieſe Ermuthigung ſtrich ich mit der Hand über den glänzenden Pelz des ſchönen aber furchtbaren Thieres, und der Jaguar kam ſogleich heran und ſetzte ſich in der einſchmeichelndſten Weiſe auf meine Kniee.
„Herrlich!“ rief Don Ramon,„Sie haben ſchon das Herz der Herzogin gewonnen!“ Während er noch ſprach, ſchlugen die Hunde draußen ein lautes Gebell an, und Jupiter ließ eines dieſer Thiere, das mit ſchäumendem Maule vor Keuchen und Puſten kaum mehr auf den Läu⸗ fen ſich halten konnte, in's Zimmer herein. Der Hund trug eine kleine Blechbüchſe zwiſchen den Zähnen, welche Don Ramon öffnete und die eine Botſchaft von ſeinem Oheim enthielt. Der Oberrichter Peters war mit etwa 20 ſeiner Spießgeſellen mir auf der Ferſe, und konnte je— den Augenblick anlangen. Die dünnen Lippen meines Wirthes verzogen ſich zu einem wilden Lächeln; er tauchte ein Stück Flanell, das Jupiter ihm reichte, in Brannt⸗ wein und rieb dem Hunde ſorgfältig den ganzen Leib ab, welcher die bedeutende Entfernung von Don Joſé's Hauſe in weniger als einer Stunde zurückgelegt hatte.
„Sie ſehen, ich bin meinen Unterthanen ein guter Konig!“ ſagte Don Ramon.„Ich brauche ſie aber auch dieſe Nacht nothwendig. Jupiter, nimm den Marquis mit Dir, und höre auf mein Pfeifen; ich will die Herzogin ſelbſt behalten. Was nun Sie anlagt, Sennor,“ wandte er ſich zu mir,„ſo werde ich Sie, wenn's beliebt, in einem Zimmer laſſen, wo Sie durch ein kleines Loch im Laden Alles ſehen können, was draußen vorgeht. Aber hüten Sie ſich ja, das Fenſter zu öffnen; die Kugeln der Ban— diten würden Ihrer nicht ſchonen. Um Ihnen die Zeit vertreiben zu helfen, nehmen Sie hier einen Bund vor⸗ züglicher Cigarren. Buenas noches!“
Das Zimmer, in welches er mich führte, war klein, aber elegant möblirt und enthielt einen Bücherſchrank voll der beſten ſpaniſchen Werke, welche die Erziehung und den guten Geſchmack ihres Beſitzers bekundeten. Don Ra— mon hatte noch nicht lange die Lampe auf ein kleines Tiſch— chen von Ebenholz geſetzt, als zwei laute gellende Pfiffe durch das Dickicht des nahen Waldes ſchollen. Don Ra⸗ mon's Wange erblaßte— er bließ die Lampe aus und ſagte dumpf und leiſe:„da ſind ſie; das Spiel muß be⸗
ginnen. Gott iſt gerecht!“ und ohne ein weiteres Won ſchlug er die Thüre zu und eilte die Treppe hinunter Die Finſterniß war ſo dicht, daß ich nur durch Betaſtef das Loch im Laden auffinden konnte. Endlich fand ich es blickte hinaus und ſah nun einen Trupp Reiter auf daß
Haus zu ſprengen. Als ſie etwa noch zehn Schritte von
Thore entfernt waren, hielten ſie an und eine Stimme in welcher ich alsbald die des Judge Peters erkannte rief:„He, hollah! öffnet ſogleich euer Haus den Behör den von Texas! Im Namen des Geſetzes fordere ich Eue auf, mir den Spion auszuliefern, der in dieſem Hauſt Zuflucht gefunden hat. Kennt Ihr mich nicht, Ihr Schufte! Ich bin Peters— der General Peters.“ 15
„Tapferer General!“ rief Don Ramon in demüth gem Tone hinter der Thüre hervor—„ich bedaure, Euch nicht gehorchen zu können. Der Wald iſt voll Wölfe ung Jaguars, die mich und meine Leute zerreißen würden Selbſt Ihr, General, ſeid in Gefahr; hört Ihr nicht wit die Hunde bellen?“ N
„Wollt Ihr mich für Narren halten?“ rief der Ge
neral.„Oeffnet ohne Verzug oder ich laſſe Feuer an'!
Haus legen. Kennt Ihr Peters? wißt Ihr, wer ich bin/ „Peters iſt ein Lump, ein bettelhafter Dieb, ein] Kehlabſchneider,“ verſetzte Don Ramon ruhig; und wenn
ihn meine Hunde nicht zerreißen, will ich ihn mit ei Hand am nächſtem Baum aufknüpfen!
„Ha, ſteht es ſo? Achtung, Kameraden!“ brüllte General Peters.„Zielt auf die Fenſter, Feuer!“
Ein Dutzend Kugeln ſchlug wirkungslos gegen die eiſernen Läden und die Reiter ſchienen abzuſteigen; nach einer Weile dröhnte ein gewaltiger Stoß gegen das Eiſen, thor— die Räuber verſuchten es mit einem jungen Baum ſtamme einzuſtoßen. Da knallte eine zweite Salve, jedoch dießmal aus dem Hauſe abgefeuert, und zugleich ein Ton wie wenn einige ſchwere Körper hinuntergefallen wären, Worte vermögen keinen Begriff von der Scene zu geben,
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welche nun folgte. Unter das Geſchrei und die Flüche der
Angreifenden mengte ſich das erſchrockene Wiehern der,
Pferde und das haſtige Davonſpringen derer, welche ſich nach dem Walde flüchteten. Der Bär und der Jaguar waren zu gleicher Zeit aus einem Fenſter geſprungen,
während im ſelben Augenblick das haſtig geöffnete Thor
die angeſetzte Meute ausſpiee. Dann folgte ein Kampf oder vielmehr ein Blutbad, wie es die Phantaſie eines Salvator Roſa nicht kühner und wilder hätte erfinden können. Aus den Tiefen des Waldes ertönte in entſetz— licher Verworrenheit das verzweifelnde Schmerzgeheul und
Todesgeſchrei der niedergeworfenen und eingeholten Räu-
ber herüber, untermiſcht mit dem Bellen und Gebrüll der wütheuden Thiere, welche ihnen Glied um Glied von Leibe riſſen.
Ich weiß nicht, ob einer der Bande mit dem Leben davon kam; nur ſoviel habe ich ſpäter erfahren, daß Ge—
neral Peters ſeit jener Nacht nicht wieder zum Vorſchein
kam, ſondern von all ſeinen Lieblingsplätzen, wo er ſich herumzutreiben pflegte, ferne blieb.— Das entſetzliche
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Gefecht dauerte etwa eine Viertelſtunde. Als Alles ruhig
war und ich hinunterging, hörte ich Don Ramon ruhig
den Befehl geben, man ſolle am andern Morgen in größ⸗ ter Frühe alle Spuren der blutigen Tragödie entfernen, welche draußen ſtattgefunden hatte. Mich ſchauderte un⸗ willkürlich bei dieſer Eiſeskölte des Mannes, der ſich ſi gräßlich gerächt. Don Ramon bemerkte es, wandte ſich zu mir und ſagte mit jenem Anſtrich wehmüthiger Würde, die ſeiner Race und Nation ſo eigenthümlich iſt!:„Ich be— greife Ihre Gefühle, Sennor, und achte ſie. Die Rache, welche ich ſechs Jahre lang habe verſchieben müſſen, war
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