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hemmen oder in der öffentlichen Meinung herabzuſetzen. Dieſer Geſchäftsbetrieb, der im Falle des Ueberfluſſes die Verwerthung der Landesproducte und in Zeiten des Bedürfniſſes die Einfuhr aus fernen Gegenden vermittelt, verdient den Schutz der Geſetze und der Behörden und erhält ihn dadurch am wirkſamſten, daß man den, ein künſtliches Aufſchwellen der Preiſe beabſich⸗ tigenden Wucher ſtreng reprimirt und dem befangenen Urtheile, welches beide Klaſſen zuſammen zu werfen geneigt iſt, ent— egen arbeitet. Es iſt dieß um ſo nothwendiger, als ſonſt gerade der ehrliebende Kaufmann, wenn er gewahrt, daß neben möglichen Verluſten auch noch der Haß eines Theils ſeiner Mitbürger ihm droht, veranlaßt werden könnte, zum allgemeinen Nachtheile dieſen Geſchäftszweig ganz zu ver— laſſen und dem Wucher das Feld zu räumen. Sie werden daher in Ihrem Wirkungskreiſe für die richtige Auffaſſung der Verordnung, nicht minder aber auch dafür die ange—⸗ legentlichſte Sorge tragen, daß etwaige Uebertretungen der⸗ ſeiben ohne den geringſten Verzug den zuſtändigen Gerichten angezeigt werden; zuſtändig ſind die allgemeinen Strafge— richte, nicht die Polizeigerichte, indem die verbotenen Hand⸗ lungen und die angedrohten Strafen in das Gebiet der eigentlichen Strafjuſtiz gehören.
Gleichzeitig mit gegenwärtigem Ausſchreiben weiſen, wir ſämmtliche Gerichtsbehoͤrden des Landes an, die Unterſuchung und Aburtheilung ſolcher zu ihrer Kenntniß kommenden Ver⸗ brechen vorzugsweiſe zu beſchleunigen.
Darmſtadt am 2. September 1846.
In Verhinderung des Staatminiſters: N v. L eich ma u n.
Fruchthandel irgend zu
v. Rabenau.
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an die Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und
Polizei⸗Commiſſäre, ſowie an die Gr. Gensdarmerie des Regierungsbezirks.
Betreffend: Die Arretirung des Philipp Claus von Büdesheim, wegen zweckloſen Umherziehens.
Wir beauftragen Sie, den Aufenthalt des Musketiers Philipp Claus von Büdesheim zu erforſchen zu ſuchen, ihn auch im Betretungsfalle zu verhaften und an uns abzulie⸗ fern. Sollten Sie ſonſt eine Auskunft über den Genann⸗ ten zu ertheilen im Stande ſein, ſo werden Sie deßfalls alsbald berichten.
Friedberg den 27. Februar 1852.
Du r fer.
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Kornverkauf zu Friedberg.
Auf dem hieſigen Fruchtmarkte und auch aus der Hand, wird Korn, welches ſich auf dem fiskaliſchen Spei⸗ cher dahier befindet, in kleinen Quantitäten von 1 bis 5 Malter, an Bäcker und Conſumenten(nicht an Händler), ſo weit der Vorrath reicht, und bis auf anderweite Verfü⸗ gung, zu 12 fl. 30 kr., per Malter à 180 Pfund, ab⸗ gegeben.
Die Gr. Bürgermeiſter des hieſigen Rentamtsbezirks
ſind erſucht, dieſes in Ihren Gemeinden bekannt machen
zu laſſen. Friedberg den 5. März. 1852. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß.
Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und
Odenwalde.
Zur Linderung der Noth unſerer hartbedrängten Brüder im Odenwalde und Vogelsberg ſind bis zum 8. d. M. eingegangen und wird hiermit unter herzlichſter Dankſagung beſcheinigt.
A. An Gelddeiträgen: Bei Hrn. Domainenrath Buß
b) die Vogelsberger 3 fl. 5
Bei Hrn. Reg.⸗Sekr. Krach: von Hrn. Reg.⸗Rath Ouvrier a) für die Odenwälder 3 fl., b) die Vogelsberger 3 fl; Advokat Trapp III. fur die Vogelsb. 5 fl.; S. Lindheimer jun. 5 fl.; Ferner für Beide v. Brmſtr. Textor 3 fl.; D. 12 kr.; Burk 18 kr.; K. 3 fl.
Bei Hrn. Bürgermſtr. Bender: von Hrn. Director Roller 3 fl. 30 kr.; G. S. K. 5 fl. 15 kr.; S. G. K. 1 fl. 45 kr.; EL. und R. K. 1 fl. 45 kr.; Joh Hanſſein und Söhne 1 fl. 24 kr. Fräulein M. M. zur Hälfte für die Odenwälder und zur andern Hälfte für die
Vogelsberger 2 fl.; G. S. in Dorheim unter gleicher Bemerkung
e r,, Bei Hrn. Joh. Steinhäußer; von C. Stelz 3 fl.; Frau Obriſtl. Weber und Frau Kümmich 1 fl. 42 kr; Adam Feiling 12 kr.;
. Ste
Bei Hrn. Cronenberg: von A. Geibel in Bönstadt 1 fl.; Charlotte Vogelsberger hier 30 kr. C. Diel 1 fl.; deſſen Magd 6 Kr. 3 Wittwe Ruppel 12 kr.; Fräulein Achenbach 12 kr.
Bei Hrn. K. Heidt: von L. für die Odenwälder 2 fl.; Fer⸗ ner für die Vogelsberger v. Ungenannt 1 fl.; Ungen. 36 kr.; Ungen. 18 ke.; Ungen. 12 kr.; Ungen. 18 kr.; Ungen. 12 kr.; Ungen. 30 kr.; Ungen. 1 kr.
Bei Hrn. Ph. Pfeffer: von h Pf..
Bei Hrn. Georg Schmidt: von E. B.( fl.; C. Walz 30 kr. Immrods Witwe 24 kr.; Maier Schwarz 30 kr. S. S. für die Odenwalder 1 fl.;
Bei Hru. Mayer Hirſch: von Mendle Garde 30 kr.; M. L. Goldmann 1 fl.; J. Rappold 1 fl. 45 kr.; einer Knabengeſellſchaft 36 kr; M. H. 1 fl.
Bei Hrn. Schäfer in Schwarz zu Reichelsheim 1 fl.; J. Sp. 12 kt.; Ferd. Frick 1 fl.; keine Faſtnachtskreppel gebacken“ 1 fl.; den Zöglingen der Blindenan⸗ ſtalt aus ihrer Sparbüchſe 1 fl.; Hofmann 12 ke.; Pfarrer Landmann in Rendel 3 fl. Bei demſelben:
B. An Naturalien und Kleidungsſtücken:
Von Fr. W. Reuß einige Schoppen Linſen, 2 P. Hoſen, 1 Jäck⸗ cheu, 1 Weſte; Sp. 1 P. Socken, 1 Palantin, 1 P. Hoſen und 1
der Blindenanſtalt: von B. R. 30 kr.; von zwei Kindern 5 kr.;
Frauenhalstuch; Ungenannt von Nauheim einige Schoppen Linſen; W.
Fertſch/ Cent. Reis mit dem Motto:„Vergeſſet nie bei dem Genuß, daß auch der Arme leben muß.); J. Huber 20 Pfund Reis; Gerſon Lindheimer 50 Pf. Reis, 50 Pf. Erbſen mit dem Motto:„Elias wurde in der Theurung auf Gottes alſo nicht Armer in der Zeit allgemeiner Theurung; Gott hat Mittel und Wege genug, dich zu erhalten. Und wenn du auch nicht einzuſehen vermagſt, wie und auf welche Weiſe er dir helfen können, vertraue nur feſt auf ihn, er weiß gewiß Hülfe und Troſt für dich.
Die ſämmtliche bis heute eingegangenen Geldgaben betragen 92 fl. 48 kr. Zur Abwehr des äußerſten Mangels bittet man um wei⸗ tere milde Gaben.
Frievberg den 8. März 1852.
Monats-Bericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg.
Im Monat Februar gingen für obige Anſtalt 377 fl. ein und ſagen hierdurch allen edlen Gebern den herzlichſten Dank!— Es traten wieder zwei Zöglinge ein und wurden dringend zur Aufnahme empfohlen. Dieſelben ſind aus König im Odenwald und Geſchwiſter. Wir werden alsbald eins, und zwar den Knaben, aufnehmen, obſchon wir keine Ausſicht haben, irgend eine Be⸗ zahlung dafür zu erhalten, weil im Augenblicke weder die Eltern noch die Gemeinde im Stande ſind einen Zuſchuß zu den Koſten zu geben; wir hoffen darum zuverſichtlich, daß uns aus andern Gegenden des Landes für dieſen Jungen etwas zu Gute kommt.— 2 Aktien konnten
— wir wieder abſetzen und empfehlen dieſe Angelegenheit zur freundlichen
Berückſichtigung.— Die Geſchich te unſeres Hauſes, welche wir im letzten Berichte vorläufig anzeigten, iſt nun erſchienen und für 9 kr. in der Anſtalt zu haben. g
Friedberg den 3. März 1852.
J. P. Schäfer, Vorſteher der Blinden⸗Anſtalt.
: von Fräulein Kiem 3 fl.; Hr. Director Dr. Curtman 6 fl.; D. B. a) für die Odenwälder 2 fl.,
Ch. C. Weiß 1 fl.; Frau X.„weil ſie 0
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