Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
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Oeffentliche Aufforderung.
(1829) In Folge teſtamentariſcher Anordnung und mit Rückſicht auf den zum Erben eingeſetzten abweſenden Franz Ludwig Carriere iſt ſeither die Verlaſſenſchaft des am 15. Juni 1819 in Griedel verſtorbenen Pfarrvicar Friedrich Ernſt Carriere curatoriſch verwaltet worden. Ebenſo ein Legat, das dieſem Franz Ludwig Carriere aus dem Nachlaß des Amtmann Lieb⸗ knecht zu Butzbach und der Chauſſeebaumeiſter Ludwigs Wittwe ſeiner Zeit angefallen iſt. In⸗ deſſen würde Franz Ludwig Carriere, geb. den 19. Juli 1782 in Braunfels und 1802 Pfarrer in Holzheim, ſpäter in Griedel, falls er noch lebte, ſeit dem 19. Juli l. J. das 70. Lebens⸗ jahr zurückgelegt haben; auch iſt während dieſer ganzen Zeit, ſo lange die Curatel beſteht, kei⸗ nerlei Nachricht von ihm eingegangen. Auf Antrag der Erben wird daher gedachter Franz Ludwig Carriere und wer ſonſt An⸗ ſprüche an die vorerwähnten bisher curatoriſch verwalteten Maſſen zu ha⸗ ben glaubt, hierdurch aufgefordert, dieſe An⸗ ſprüche bei dem unterzeichneten Gericht binnen einer zerſtörlichen Friſt von 60 Tagen, vom erſten Erſcheinen dieſer Aufforderung an gerech— net, geltend zu machen, oder zu erwarten, daß Franz Ludwig Carriere für verſchollen erklärt und alles ſeither curatoriſch verwaltete Vermögen den aufgetretenen Erben ohne weitere Caution überlaſſen wird. Butzbach den 15. November 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel.
Oeffentliche Aufforderung.
(1830) Unterm 27. Februar 1821 entliehen Konrad Buß 1. und Frau von Gambach bei Amtmann Meier in Gießen ein Capital von 500 fl, ebenſo entliehen Tobias Metzger Schlagmüll er und Frau unterm 24. Juli 1821 bei Amtmann Theodor Meier in Gießen ein Capital von 400 fl. und wurden für beide Darlehn verſchiedene Immobilien in Gambacher Gemarkung verpfändet. Die deßfallſigen Ein⸗ träge ſtehen im Pfandbuche von Gambach noch offen, werden aber nicht mehr anerkannt und ſollen längſt erloſchen ſein. Auf Antrag der Intereſſenten und weil die betreffenden Urkunden nicht vorgelegt werden können, werden daher die Rechtsnachfolger der vorbenannten Dar— leiher oder wer ſonſt Rechte aus dieſen Einträgen zu haben vermeint, hierdurch aufgefordert, binnen einer Friſt von ſechs Wo— chen ihre Anſprüche bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden und zu begründen, als ſonſt die beantragte Löſchung beider Ein— träge verfügt werden wird. Butzbach den 15. November 1852.
Großh. Heſſ. Landgericht Ebel.
Oeffentliche Ladung.
(1874) Nach Seite 204 des Hypotheken⸗ buchs der Stadt Friedberg entliehen Georg Martin Philippi und ſeine Ehefrau Phi⸗ lippine, geb. Reul, bei Dr. Freſenius in Erfurt unterm 30. Dezember 1762 ein Kapital von 1000 fl. zu 5 pCt. und verpfändeten ihr auf der großen Straße ſtehendes Wohnhaus neben Joh. Martin Falk und Frau. Rauch Wittwe; die Obligation wurde den 26. April 1763 an den Materialiſten Joh. Jacob Caſimir Leon⸗ hardi zu Frankfurt cedirt.
Ferner entliehen nach Seite 54 deſſelben Hy⸗ pothekenbuchs unterm 19. Februar 1779 Mo- ſes Alexander dahier und Röschen, deſſen Ehefrau, bei dem Papiermüller N. N. Malt
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feld bei Nidda die Summe von 60 fl. und ſetzten zum Unterpfand ihr in hieſiger Juden⸗ gaſſe neben Moſes Bock und Meier Mombur ſtehendes Wohnhaus. 5 Und endlich errichtete nach Seite 67 des Hy⸗ pothekenbuchs unterm 7. Oct. 1814 der zum Bauinſpector der Stadt Friedberg ernannte Joh. Adam Steinhäuſer und ſeine Ehe⸗ frau Margaretha, geb. Wecker, für die treue Verwaltung dieſes Amtes eine Cautions⸗Urkunde in dem Betrage von 500 fl. und gaben zum Unterpfand ihr Wohnhaus, zum Ritter genannt, No. 139, mit Nebenbau, Scheuer und Stallung, auch Hofraithegrund und Gärtchen auf der großen Straße, neben Rathsſchöff Laubinger und Heinrich Weckerling gelegen.
Da die gedachten Kapitalien längſt abgetra⸗
gen, resp. die Verbindlichkeiten aus dem Dienſt⸗
verhältniß ſchon lange erfüllt, die Urkunden aber abhanden gekommen ſein ſollen, ſo werden auf Antrag der Intereſſenten alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an jene Schuld⸗ und Pfandverſchreibungen, beziehungs⸗ weiſe an die benannte Caution bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche um ſo ge⸗ wiſſer binnen zwei Monaten bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte anzuzeigen und zu begründen, als die Urkunden ſonſt für erloſchen erklärt und
die betreffenden Einträge im Hypothekenbuch
gelöſcht werden. Friedberg den 24. November 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 5 Dr. Irle.
Obligations-Verlooſung.
(1879) Bei heutiger Verlooſung wurde No.
26 und 73, zu 100 fl. jede Obligation, zur
Rückzahlung auf den 1. Januar 1853 beſtimmt
und ſind die Beträge bei dem Handlungshauſe
Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M.
ſ. Z. in Empfang zu nehmen.
Oberſaulheim den 21. November 1852. Der Wolnb e. e 15(7
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(18810 In dem ehemaligen Walddiſtrict Hiſ⸗ ſigwald, nahe beim Ort gelegen, läßt die hieſige Gemeinde Donnerſtag den 9. und Freitag den 10. Dezember d. J., jedesmal von Morgens 9 Uhr an: 256½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 191„„„ Prügelholz, 3425 Stück Eichen⸗Wellen und 5347 Cubikfuß Eichen-Stammbolz in 31 Klötzen, in vorſtehender Reihenfolge meiſtbietend verſtei⸗ gern. Gegen genügende Bürgſcheine wird Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. September 1853 geſtattet. Kleinkarben den 30. November 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ströbel.
Zur Nachricht.
(1902) Zu Beſprechungen in Sachen, welche die Armencommiſſion angehen, zur Annahme von Unterſtützungsgeſuchen wie zur Ertheilung von Anweiſungen habe ich von heute an die Stunden Montags und Donnerſtags Vor⸗ mittags 9— 10 Uhr und Nachmittags 1— 2 Uhr beſtimmt. Friedberg den 1. Dezember 1852. e als vorſitzendes Mitglied der Armencommiſſion.
Wohnungsvermiethung.
(1903) Samſtag den 11. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, ſoll in dem Amtslocale des Unter⸗ zeichneten eine in der ſog. Bauverwalterei in dahieſiger Burg befindliche Wohnung, zu welcher Keller, Speicher und ein kleiner Stall gehört,
auf 3 Jahre, vom 11. Februar künftigen Jahrs an, öffentlich vermiethet werden. Friedberg den 4 Dezember 1852. Der Gr. Renkamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß.
Holzverſteigerung. (190) Montag den 13. d. M., Vormit⸗
tags 10 Uhr anfangend, werden im Diſtrikte
Dickerbuſch 7½ Stecken Nadelſcheitholz; 9/%„ Nadelprügelholz;
15„ Nadelſtockholz; 1950 Stück Nadel⸗, 1237 SEichen⸗ u. Wellen; 525„ Ginſtern⸗ ſodann: 81 Stämme= 1096 Kubikfuß Nadelb au⸗ holz und
35 Stück= 125 Kubikfuß Nadelſtangen an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt den 1. Dezember 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt A n g e ee
8 Holzverſteigerungen in den Domanialwaldungen des Forſtamts Friedberg in dem Jahre 1853.
1905) Die Holzernte in den Domanial⸗
8800
Das
von ſt volſſe Bron
Aueheſ
Bemerku .
(1885)
waldungen des Forſtamts Friedberg für das
Jahr 1853 ſoll in den nachbemerkten Zeiträu⸗ men verſteigert werden und kann die dabei be⸗
merkten Materialerträge liefern. A. In dem Revier Hochweiſel: a. in den Monaten März, April und Mai: 457 ſum. Stecken Brennholz und 10 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. B. In dem Revier Oberrosbach: a. in den Monaten Dezember 1852 und Ja⸗ nuar und Februar 1853: 858 ſum. Stecken Brennholz und 71 ſum. Stecken Bau-, Werk⸗ und Nutzholz; b. in den Monaten März, April und Mai: 965 ſum. Stecken Brennholz und 203 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz; c. in den Monaten Juni, Juli und Auguſt: 458 ſum. Stecken Brennholz und 6 ſum. Stecken Bau-, Werk- und Nutzholz. C. In dem Revier Altenſtadt: a. in den Monaten December 1852 und Ja⸗ nuar und Februar 1853: 548 ſum. Stecken Brennholz und 8 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz; b. in den Monaten März und April: 116 ſum. Stecken Brennholz und 12 ſum. Stecken Bau⸗, Werk- und Nutzholz. Die Bekanntmachungen der ſpeciellen Ver⸗ ſteigerungstermine werden, unter Angabe der zur Verwerthung kommenden Sortimente und Holzarten, jedesmal vorher durch die Gr. Re⸗ vierförſter in den Friedberger und Vilbeler An— zeigeblättern, ſowie durch Ausſchreiben in den einzelnen Orten, erfolgen. Rodheim den 28. November 1852. Der Großh. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſtamts Friedberg Rübſamen.
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Privat- Bekanntmachungen. Freiwillige Mobiliarverſteigerung. (1897) Nächſten Mittwoch den 8. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werde ich in meiner Wohnung, in dem Hinterhauſe des Herrn Kümmich dahier, nachfolgende Gegenſtände, als: 1 Glasſchrank, 1 Kommode, Tiſche, Stühle, 1 ſeidenes Frauen- kleid, 1Atlasmantel, 1 Sammethut, Muff u. m. a., alles im beſten Zuſtande befindlich, einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausſetzen, wozu ich die
Steigluftigen einlade. Friedberg den 1. Dezember 1852. Joseph Depireux.
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