Ausgabe 
7.8.1852
 
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r Ankündigung? der Specerei-, Porcellain⸗ und Glas⸗Handlung von J. Goldmann jun. in Friedberg.

(1203) Die tägliche Erfahrung, daß Leute, welche zu mir geſchickt werden um Waare zu holen, ſolche, um daran zu gewinnen, ſehr oft in geringerer Qua⸗ lität anderswo mitnehmen, veranlaßt mich, von nun an allen Düten und

Packeten meinen Namen aufzudrücken.

Empfehlung.

(4312) Unterzeichneter beehrt ſich den Herren. Gr. Heſſ. Staatsdienern ergebenſt anzuzeigen, daß ſein Tuchlager in den erforderlichen Farben zur neuen Uniformirung zu allen Preiſen beſtens aſſortirt iſt, und daß die Farben ſowohl ganz exaet als die Qualitäten acht und nur von niederländiſchem

Fabrikate ſind.

Gleichzeitig bringt derſelbe ſein übriges Lager unter Zuſiche⸗

rung der reellſten Bedienung in geneigte Erinnerung.

D. Strauß,

Doͤngesgaſſe Nro. 8 neu zu Frankfurt a. M.

Einladung. (13130 Sonntag den 8. d. M. will der Unterzeichnete ein Scheibenſchießen auf dem im ſog. Auwäldchen am Weg nach Ilbenſtadt be⸗ ſtimmten Schießplatz mit Bürſchbüchſen abhalten. Die Gaben, welche herausgeſchoſſen werden, beſtehen in zwei fetten Hämmeln und entſpre⸗ chenden Geldpreiſen.

Ich lade daher alle Luſttragende höflichſt mit dem Bemerken ein, daß für Harmonie⸗ und Tanzmuſik, ſowie für gute Speiſen und Ge⸗ tränke beſtens geſorgt ſein wird.

Aſſenheim den 2. Auguſt 1852.

Georg Haas.

Dankſagung.

(1310 Am jüngſt verfloſſenen Freitag, den 30. v. M. hatte mir der Himmel eine ſchwere Prüfung auferlegt. Mein noch nicht 5 Jahre altes Söhnchen, Julius, das ich von hier früh Morgens mit nach Friedberg nahm und in einem dortigen Gaſthauſe nur wenige Minuten allein zurückließ, um Etwas in der Apotheke ab⸗ zuholen, hatte ſich während meiner kurzen Ab⸗ weſenheit verlaufen, ohne daß mir Jemand über ſeinen Aufenthalt Auskunft zu geben ver⸗ mochte. Alle Nachforſchungen in der Stadt blieben ohne Erfolg und ich war volle 12 Stunden über das Schickſal meines Soͤhnchens in der peinlichſten Unge⸗ wißheit, bis ich gegen Mitternacht zu Dor⸗ beim die freudige Nachricht entgegennahm, daß es auf dem Wege zwiſchen Reichelsheim und Florſtadt aufgefunden und nach Haus gebracht worden wäre. Dahin eilend, fand ich, Gott ſei es tauſendfach gedankt, dieſe Nachricht beſtä⸗ tigt. Der 13jährige Karl Becht von Rei⸗ chelsheim, Sohn des daſigen Schmiedmeiſters Herrn Becht, hatte mein, faſt den ganzen Tag umherirrendes Kind auf dem Wege, der von Reichelsheim nach Florſtadt führt, aufgegriffen und hierher gebracht. Dieſer Jüngling war ſomit der von Gott geſandete Retter meines Kindes, daher auch ihm zunächſt den herzlichſten, nie erlöſchenden Dank eines tiefgebeugten, durch deſſen rettende That wieder aufgerichteten Va⸗ ters; dann aber auch an alle die Edelen, die mir bei dieſer Veranlaſſung ihren gefälligen Beiftand gewährt haben; insbeſondere halte ich mich verpflichtet, die Maßnahme des Herrn Schullehrers Gimbel zu Dorheim, der die

Schuljugend zum Aufſuchen meines Kindes ins Feld ſchickte, erwähnen zu müſſen. In dieſer zwar kurzen, für mich aber höchſt traurigen Zeit, gereichten mir die vielen Beweiſe humaner Hand⸗ lungen zum ſchönſten Troſte, ſie werden mir ſtets ſo unvergeßlich bleiben, als meine Dankxarkeit nie erlöſchen wird. Möge der Himmel einen Jeden vor ſolchen und anderen Unfällen bewahren! Aſſenheim den 3. Auguſt 1852. Salomon Reiss.

Nauheimer Teichhaus.

(1315) Sonntag den 8. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet

Henkel.

Selſer brunnen bei Okarben. (13160 Sonntag den 8. Auguſt iſt bei mir gut beſetzte Harmonie und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Jacob Sypre.

Anzeigen (1317) zur Aufnahme in die Nau⸗ heimer Kurliſte werden entgegen ge nommen bei

Friedberg. C. Bindernagel.

Literariſche Anzeige.

(1318) Bei C. Bindernagel in Fried⸗

berg iſt vorräthig:

Der kleine Engländer,

oder die Kunſt, die engliſche Sprache

ohne Lehrer auf eine leichte und ganz

faßliche Art in einigen Tagen richtig ſprechen zu lernen.

Ein Hülfsbuch für Auswanderer. Herausgegeben von f Prof. Dr. F. A. Grün. Sechste vermehrte Auflage. Preis 18 kr.

Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 8. Auguſt 9. Trinitatis

Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Stel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Seriba. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sommerlad. Nachmittags: Hr. Candidat Zimmermann.

Frankfurter Cours vom 5. Aug. 1852

Fer 1 fl. 9 46-47 Friedrichsd' oer 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 57-58 Rand⸗Ducaten. 1 20 Frankſtücke 9 34-35 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler 145% ½ 5 Frankenthaler 5

Preußiſche Caſſenſcheine 5 145%

Fruchtpreiſe.

4. Aug. 30. Juli 28. Jul

Gattung. Fried⸗ 10, Gerns,

berg Mainz] heim

f. f ir, AF

Waizen pr. Malter] 945 10 7 Korn 77 8. 716

Gerſte* 5 30 516 530

Hafer 31501 41 31

Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis zum 13. Auguſt.

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2 5 Fried⸗ Buß⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 1 3 2 77. 51 34.5 44 77 11652 12ʃ Lth. L Milchbrod 145 15 Waſſerweck 115 ½ Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 15¾ 17% Fleiſch-Preiſe. pf 1 11 Ochſenfleiſch 121 12 Kühfleiſch, gemäſtetes 91 9 Rindfleiſch, gemäſtetes 2 2 7 Kalblleiſch 6 f 21 6/5 gemäſtetes e ] Schweinenfleiſch 131 3 Hammelfleiſch 9 9 Schaaflleiſch 5 7 ] Wurſt v.blos Schweinen 14 14 Bratwurſt 16 16 Schwartenmagen 161 16 Geräucherter Speck 22 22 Schinken 5 5 16 17 Dörrfleiſch 16 17 Schweinenſchmalz, e ausgelaſſen 20 21 unausgelaſſen 20 20 Nierenfett 18 18 Hammelsfett 161 16

Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeifſ en Bender. Krau b.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

100 Verbleihe

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