Ausgabe 
6.10.1852
 
Einzelbild herunterladen

dachte die Un⸗ it.Haben a, bahloſen Zu⸗ huer, und na ahm, dieſe Un⸗ 0 ſo foͤnnte und ſelerlich, Ihnen zamhaft machen, de 2 1

de, ſezte ſie welche die vben

und beſtimmt

* 2

d nützen, wenn ch den T 6 i den Tod von en anfatt Einer t, und bemühte

. zu unter⸗ Meberfroſt ſchüt⸗ zeugt, wie auch ann nicht.

e die Kraft ver⸗

des, wie er ſich uchte, und auch gen vorſprach?,

rundete mir die frage hörte, und zen Moment mit aſch wieder ihre und erwiederte es war mein wie Sie ſagen! keinen Bruder!

cht meine garze iſternd und ohne

eſen Worten ſcch wiederholt drin⸗ und Warnung pieſen halte, ent ger Dinge, und ir das arme Ge, fartnäckige Vir⸗ verabredete ich den Bruder del de, ſelbſt gegen en, bis ich käme;

er kehrte nicht ſängniſſes hatte c es ſelbſt hol, ung von ihm 6

317

einer Belohnung auf ſeine Habhaftwerdung in öffentli Blätter einrücken zu laſſen. 9 fentliche Eine Anklageakte ward gegen ſie eingereicht, und

e

hal, zwei Stunden ſpaͤter ſaß Jane Eccles ſchon im Gerichts- br ſaale auf der Bank der Angeklagten. währte kaum zwanzig Minuten, nach deren Verlauf die

Die Verhandlung

Geſchworenen ein einſtimmiges Schuldig über ſie aus⸗ ſprachen, und ihr ſofort der Urtheilsſpruch verkündet wurde,

lichts ſieſolle am Halſe aufgehängt werden, bis ſie todt ſeie.

Mir hatten die beiden geübteſten Advokaten aufgeboten, welche an dieſem Gerichtshofe praktizirten, aber ohne

tur- greifbaren Vertheidigungsgrund war ihre Mühe rein weg⸗

geworfen. Auf die Frage: was ſie für ſich geltend machen könne, damit das über ſie gefällte Urtheil nicht an ihr vollzogen werde, wiederholte ſie ihre vorherige An gabe: die Banknoten ſeien ihr zum Auswechſeln von einer

ch Perſon übergeben worden, in welche ſie das größte Ver

trauen geſetzt, und ſie habe nicht die entfernteſte Ahnung von irgend einem Vergehen oder Unrecht gehabt, welches ſie damit begehe. Auch erklärte ſie nochmals, ſie könne dieſe Perſon nicht ausfindig machen. Ihre Verſicherungen erregten nur ein mitleidiges oder höhniſches Lächeln, und ſie ward von den Gerichtsſchranken abgeführt, da alle nothwendigen Formen erledigt waren.

Das unglückliche Mädchen ertrug das ſoeben über ſie gefällte Todesurtheil mit vieler Feſtigkeit. Nur ein ein⸗ ziges Mal, während ihr die Verurtheilung zum Strange angekündigt wurde, ſchien ihr mühſam⸗errungener Entſchluß wankend zu werden und Muth ſie zu verlaſſen. Ich be⸗ obachtete ſie aufmerkſam und nahm wahr, daß ſie plotzlich einen ſtechenden Blick nach einem Theile der dichtgedräug ten Zuhörerſchaft warf. Auf einen Augenblick erheiterte

ſich ihr Auge, der Ausdruck namenloſen Entſetzens, wel

cher auf eine Weile ihre Züge verdüſtert hatte, ſchwand gänzlich, und ihre theilweiſe Faſſung kehrte wieder zurück. Mein Auge war ſozuſagen inſtinktmäßig ihrem Blicke ge⸗ folgt, und ich hatte einen hochgewachſenen Mann in einem dunklen Mantel in kurzem ſtummem Einverſtändniſſe mit ihr zu entdecken geglaubt. Raſch ſprang ich von meinem Sitze auf, drängte mich mit Gewalt und Eile durch die menſchengefüllten Gänge nach jener Stelle und blickte mich ſcharf um, allein der Mann, wer er auch immer ſein mochte, war fort. N

Der nächſte Akt in dieſem traurigen Drama war die Entſcheidung des Geheimen Raths auf den Bericht des Recorders. Sie kam; auf mehrere Urtheile erfolgte der Befehl zum Aufſchub, aber Jane Eccles war nicht da⸗

runter. Sie ſollte mit noch neun And Hhnterchend en, e ee ie Angſt und das Unbehagen, welche von ei ſo unglückſeligen Geſchäfte ganz 0 ſind 905 die ich, weil Mr. Flint's Abweſenheit ſich in die Länge zog, allein zu tragen hatte, rieben mich beinahe auf, und ich begab mich am Abend des Tages, an welchem die Entſcheidung des Geheimen Rathes eingetroffen war, früher als gewöhnlich und in einem Anfall von wahrem Unwohlſeyn zu Bette. Ich konnte übrigens nicht ſchlafen ſondern warf mich unruhig im Bette herum und bemühte mich vergebens, mir die düſteren ſchaurigen Bilder aus dem Sinne zu ſchlagen, welche die Erinnerung an das arme Mädchen und ihr raſch ſich vollendendes Schickſal in mir wach rief, als man eilig an der Thüre meines Schlafzimmers pochte, und die Dienerin mir meldete, einer der Schreiber habe einen Brief mit meiner Adreſſe und der Bezeichnung alshoͤchſt dringend gebracht. Ich ſprang aus dem Bette, erfaßte den Brief und überlas ihn raſch. Er kam von dem Kaplan von Newgate, einem ſehr würdigen, menſchenfreundlichen Manne, und berichtete mir, daß Jane Eccles, ſeit ſie die Entſcheidung des Ge heimen Raths vernommen, all ihre bisherige Kraft und ihren Stoicismus verloren und ſich nun dem wildeſten Schreck und Entſetzen ergeben habe. Sobald ſie wieder zuſammenhängend reden konnte, hatte ſie den Verwalter des Gefängniſſes dringend gebeten, doch recht ſchnell nach mir zu ſenden. Allein der Beamte hatte ihr dieſe Bitte nicht gewährt, weil der Zweck derſelben nicht nur ganz vergeblich, ſondern auch gegen die Hausordnung war. Da⸗ gegen hatte der Kaplan mir aus eigenem Antrieb die Nachricht hievon geſandt, in der Annahme, es könnte mir ſelbſt ein Dienſt damit geſchehen, wenn ich noch eine Un⸗ terredung mit der Unglücklichen habe. Er hielt es für unmöglich, daß die Sheriffs mir noch eine kurze Zuſam⸗ menkunft mit der Verurtheilten erlaubten, falls ich noch zeitig genug käme, und bat mich, die Bitte der Armen zu erfuͤllen, da es ihr, wenn es auch für ihr Schickſal in dieſer Welt nichts mehr helfen konnte, doch vielleicht den Sturm der Gefühle in ihrem Innern, der ſie in dieſem Augenblicke ſo ſehr aufregte, beſchwichtigen und ſie in den Stand ſetzen konnte, mit Faſſung und Ergebung der letzten ſchweren Stunde entgegen zu gehen. (Fortſetzung folgt.)

Für Jacob Sommer in Hochweiſel 91 ferner bei der Expedition dieſes Blattes eingegangen: Von F. und N. 2 fl.

165 ö 1

Betammmachungen von Be⸗ hoͤrden.

rr

Obligations-Verlooſung, der Gemeinde Framersheim.

(1588) Bei heutiger Verlooſung wurde die No. 33, à 200 fl., zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1853 gezogen, und wird der Betrag am Verfalltage von dem Handlungshaus Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. ausbezahlt. Framersheim den 13. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Rodrian.

5% 285 Gu lden

(1885) liegen zum Ausleihen bei der Kir⸗ chenkaſſe zu Jlbenſtadt bereit. Friedberg. Heidt, Kirchenrechner.

(Butz bach.) Ankauf eee

(1590) Freitag den 8. Oktober d. J., des

Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hieſigen Reitercaſerne die Lieferung bedeutender Quan⸗ zitäten Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und Sauerkraut für die Menage der hieſigen Gar⸗ niſon mittelſt Verſteigerung an den Wenigſt⸗ verlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten zur Nachricht. Buß bach den 29. September 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Aus zuleihen. (1589) Bei dem Auguſtiner Schulfond da⸗ hier werden gegen erſten Gütereinſatz darlehns⸗ weiſe

4000 Gulden im Ganzen, oder auch einzeln abgegeben. Friedberg den 29. September 1852. Der Rechner G. F. Na u.

Güterverſtei gerung.

(160) Montag den 11. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hiefigem Rath⸗

hauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Michael Müllers Wittwe und deren Kinder dahier die denſelben zustehenden Güterſtücke in den Ge⸗ markungen Stadt und Burg Friedberg nochmals unter dem Anfügen verſteigerk, daß bei annehm⸗ baren Geboten die Genehmigung alsbald er⸗ theilt werden ſoll und Nachgebote nicht mehr angenommen werden. Friedberg den 4. Oktober 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Güterverpachtung. (1605) Montag den 11. October d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in biefigem Rath⸗ hauſe die zur zweiten Pfarrei dahier gehörenden Güterftücke in der Gemarkung Dorheim, be⸗ ſtehend in 3 Morgen, 2 Viertel, 15 Ruthen, öffentlich meiſtbietend auf zwölf Jahre verpachtet.

Friedberg den 4. Oktober 1852.

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

8

.