v. Weitershauſen im 4. J.⸗R. zum überzähligen Lieut. im 1. JR., v. Gall 1 1. J.⸗R. zum überzähligen deut. im 2. J.⸗R., Beck im 2. J.⸗R. zum überzähligen Lieut. im 3. J.⸗R., Doll im 1. J. R. zum überzähligen Lieut. im 4. J.⸗R., v. Lepel im Garde⸗Reg.⸗ Chevauxlegers zum überzähligen Lieut. im Garde-Reg.⸗Chevaurle⸗ gers; ferner iſt der Oberlieut. v. Normann vom 1. zum 2. J.⸗R. verſetzt worden. Am 10. Juli iſt Pfarrer Sartorius zu Hißkirchen an die Stelle des zum Stadtpfarrer ernannten Garniſonspredigers Rinck zu Darmſtadt ernannt worden.— 12) Dienſtentlaſſung: Am 5. Juli Notar Mann zu Mainz a. ſ. N.— 13) Am 5. Juli wurden die Schullehrer Koch zu Burgpracht und Krapp zu Schaafheim in den Ru⸗ heſtand verſetzt.— 14) Erledigt ſind: die evang. Schulſtelle zu Zotzenheim, R.-B. Worms, mit 298 fl. 32 kr., einſchließlich der Ver⸗ gütung für Heizung des Schullocals; die 1. kathol. Schulſtelle zu Lorſch mit 378 fl. 4 kr.; die evang. Schulſtelle zu Weinolsheim, R.⸗B. Mainz, mit 253 fl. 50 kr., einſchließlich 30 fl. für Heizung des Schul⸗ ſaals.— 5) Geſtorben ſind: 22. Febr. penſ. Kreisregiſtrator Wag⸗ ner zu Darmſtadt; 6. März penſ. Oberforſtſecretär Hauſer zu Darm⸗ ſtadt; 8. Oberarzt Dr. Weinsheimer zu Butzbach; 1. Mai Hauptmann Hoffmann im 4. J.⸗R.; 5. Miniſterialrath Meiſenzahl zu Darmſtadt; 23. Lehrer Preiſer zu Mainz; 12. Juni Lazarethverwalter Haupt⸗ mann Hauß zu Worms; 16. penſ. Revierförſter Huber zu Vaden⸗ rod; 18. peuſ. Oberſteuerbote Liebknecht zu Obernburg; 2m. penſ. Hauptzollamtsdiener Bär zu Darmſtadt; 23. penſ. Oberſteuerdirec⸗ tions⸗Canzleidiener Götz zu Darmſtadt; 6. Juli penſ. Salinenrath Langsdorf zu Salzhauſen.
Eine Uacht in Teras im Jahr 1849. (Fortſetzung.)
„Sie wollen einen Ritt über die Prairien machen und daun über den Red River, San Antonio de Bibrar und St. Louis nach Wisconſin zurückkehren?“ fragte er. „Auf mein Wort, Caballero, das iſt ein ſtarkes Stück Wagniß! Wiſſen Sie wohl, daß in unſeren Wildniſſen oft Menſchen wie wilde Thiere verfolgt werden?“
„Ich bin ein Freund von Abenteuern!“ ſagt' ich.
„Deren können Sie genug erleben!“ gab er zur Antwort.„Sein Sie froh, wenn Sie mit dem Leben davon kommen! Betrachten Sie ſich nur einmal den ehrenwerthen Herrn da drunten, der im Dunkel der Hecke auf⸗ und abſchleicht! Er hat Ihr Pferd an der Hausthüre erkannt und lauert nun, um zu ſehen, was für einen Weg Sie einſchlagen. Sie werden auf Ihrer Reiſe beinahe in jedem Dickicht einen Hinterhalt finden!“
„Jenun, ſo werde ich doppelt auf meiner Hut ſein!“
„Laſſen Sie Ihr Roß abſatteln und bleiben Sie etliche Tage hier,“ fuhr er fort.„Wir wollen dann ein Bedeckungs-Geleite für Sie miethen, und wenn Sie mei— nen Rath annehmen, werden Sie lieber Eingeborne dazu wählen als Texaner. Die Indianer, beſonders die Comant— ſchen, haben ein beſonders ſcharfes Gehör, und ſind nach ihrer Art zuverläſſig, ſo daß ſie, in Ihrem Dienſte, für eine Flinte und ein paar Pfund Schießpulver, Leib und Leben wagen. Die Texaner, d. h. die heutigen, ſind eine Race, die Gott....“ Er vollendete nicht, aber eine bezeich— nende Geberde ſagte mehr als Worte vermocht hätten.
Ich befolgte ſeinen Rath, verbrachte einige Tage ſehr angenehm in ſeinem Hauſe, und brach dann, im Ge⸗ leite von ſechs wohlbewaffneten zuverläſſigen Indianern, die er mir ausgewählt hatte, nach der kleinen Stadt Na— cogdoches auf. Es gibt nur noch wenige Städte in Ame— rika, die nicht auf ihre urſprünglichen Namen verzichtet haben; und dieſe rauhklingenden indianiſchen Worte gefal⸗ len mir beſſer als die prunkenden Namen Rom, Karthago, Neapel, London u. ſ. w. für Neſter von etlichen elenden Blockhäuſern und Bretterhütten, die Branntweinſchenken und Kaufläden zugleich ſind und gewöhnlich von ein paar, vor der Juſtiz flüchtigen Spitzbuben gegründet werden. Nacogdoches iſt eine dieſer alten Städte. Zur Zeit der Spanier muß das kleine ländliche Städtchen mikten im Schooße grüner Wälder, mit den luftigen Häuſern und
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5 1% ie ſeiner Bevölkerung von trägen Creolen und ſanftaͤugigele 1 Indianern und den Abkoͤmmlingen der alten Eroberer po Mexiko einen äußerſt behaglichen und idylliſchen Anbliſ 65 0 gewährt haben. Aber heutzutage iſt Alles anders. Diez rech erſten Töne, welche auch hier an mein Ohr ſchlugen, waſ e an, woche ren Geſchrei raufender Trunkenbolde und Flüche. Diele 9 ſetzen ſchmutzigen Straßen, die zerfallenen Gebäude, das leichſſ uf u, e ſinnige und unbehagliche, verworfene Weſen der Ein wol unge lt ſeil ner ſagte mir deutlich, daß Nacogdoches durch den An gener Straße ſchluß von Texas an die Union Nichts gewonnen hatthſ gang not Ich ſtieg im Hotel zum„Rothen Adler“ ab, an deſſe nittler Beſitzer, einen ächten Spanier von der Race von Cervaßſ pace befel tes's Gaſtwirthen, mir Don Joſé Morell ein Empfehlungg Ich* ſchreiben mitgegeben hatte.—„Willkommen, Sennor Ci ages war 4
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chen Don Joſé empfohlen wird, den nehme ich als Freun auf. Beabſichtigen Sie ſich lange hier aufzuhalten?“
ziemlich unſicher. Ich möchte am liebſten noch heute Nach tz beſenkets
werde!“ 5 g f „Da mögen Sie ſehr Recht haben!“ ſagte mei unt, ſagte Wirth.„Ein wohlgefüllter Mantelſack iſt hierzulande ei ſſen; aber Gegenſtand, der viele Liebhaber anzieht und die ſogenan 10 der Hauf ten ehrlichen Leute gar leicht zu Spitzbuben macht. Unte güce ſondern uns geſagt, Caballero, man ſpürt Ihnen bereits nach un 1 nichten Uf lauert Ihnen auf. In den letzten drei Tagen haben we Ialnſengeröhric nigſtens zwölf verſchiedene Leute ſich in meinem Hauff zum Ihrem nach Ihnen erkundigt und umgeſehen; noch heute Morgeſ: es iſt fragte mich Einer, der Sie und Ihr Pferd haarklein be 10 werden ſ ſchrieb, ob Sie nicht hier vorbeigekommen. Kennen Si 1 4 Pa! den Richter Peters?“ 11550 N „O ja,“ verſetzte ich,„ich hatte eines Tags Wu Lohn ein Ehre, meine Reitpeitſche mit ſeinem Rücken bekannt zu n 10 werde machen, als er mir mein Pferd ſtehlen wollte.“ A Die „Fatal für Sie, denn dieſer Judge Peters iſt eil Nut gema Hauptſpitzbube,“ gab mir der Wirth zur Antwort.„J N 5. kenne ihn und habe noch einen alten Span mit ihm zu I 5 brechen.— Doch leſen Sie'mal dieſen Brief hier, de der bezeichne ich geſtern von einem meiner Geſchäftsfreunde erhalten lattenknaben habe, einem achtbaren zuverläſſigen Manne. Wir leben„Hier hier in einem beſtändigen Kriege; Nichts als Hinterhalt, wollen uns Straßenraub, Ueberfälle, häufige Meuchelmorde! Bald bis ner aus Fu den die Judianer, bald die Texaner ſich in Banden um betreten we ſchweifen über die Prairien, um Dörfer und Meiereien jetzigen Jal zu plündern. Das iſt die Freiheit, die wir hier genieße, chen, ſo d
attelt. Mein
Sennor. Ich muß nothgedrungen beſtändig auf der Hu Nehmen S ſein gegen Auſchlaͤge und Complotte wider mein Haus un—zu unſerer meine Gäſte, denn kaum eine Woche vergeht, ohne daß In ei einer dieſer Generäle— oder, beſſergeſagt, Generalſpiß fuhren wir
buben!— mit welchen das Land überſchwemmt iſt, einen Raubzug antritt, der mich und meine Gäſte mittelbar ode unmittelbar betrifft. Allenthalben habe ich daher Einver⸗ ſtändniſſe, und einer meiner Emiſſäre, ein alter Franzose von erprobter Rechtſchaffenheit und Scharfſinn, auf deſſen Angaben ich mich verlaſſen kann, ſchreibt mir nun.. doch, da leſen Sie ſelbſt!“
Ich nahm den Brief und las Folgendes.„Generel Peters hat ſo eben zwanzig Spießgeſellen angeworbeh, und iſt mit ihnen auf dem Wege nach Ihrem Wohnorte Er verfolgt nämlich einen gewiſſen Kapitän Holmer ode Tolmer, welcher reich mit Geld verſehen und das Glüt gehabt zu haben ſcheint, auf der Reiſe über die Prairien mehreren ihm gelegten Hinterhalten zu entgehen. Warnen
den Indian halbe Meil mein Wirtl einen ahnlie die Mannſck zwei von d dieſe Thiere zu und leckte lichkeit. M. Hand und ſchieden; d meines Nef Sie viele den, welch


