Ausgabe 
4.2.1852
 
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führten, der die Seinen, zwar oft wunderlich, aber immer zu ihrem Heile führt.

Leonhard zahlte nun ſchnell die rückſtändige Mithe; aber damit nicht zufrieden, ruhte er nicht, bis er ihr altes, theures, väterliches Wohnhaus in der Stadt wieder er kauft hatte. Und nun begannen Vater und Sohn wieder mit neuer Thätigkeit Handelsgeſchäfte, die Gott ſichtbar

lich ſegnete, denn nun mahlten keine harten Steine mehr dabei, ſondern Liebe, Sanftmuth, Friede und Milde. Treuer Fleiß und unbeſtechliche Redlichkeit herrſchten im Hauſe und im Geſchäfte. Die Mutter lebte neu auf. Es war, als habe der ſo tiefgebeugte Vater neue Jugendkraft ge wonnen. Die Kinder wuchſen auf in Gottesfurcht und blühender Geſundheit kurz, Glück und Segen begleitete die Familie auf allen Wegen, ihr Wohlſtand wuchs zur früheren Blüthe und ihr Familienglück trübte kein inneres Leid mehr.

Wohl begegnete Leonhard ſpäter einmal dem Schiffs lieutenant, der ihn ſo mißhandelt hatte; er war kränklich und es ging ihm übel. Statt Rache an ihm zu nehmen, that er ihm Gutes und ſammelte die feurigen Kohlen der Erkenntniß und Reue auf ſein Haupt.

Was ich noch zuſetzen möchte, iſt das: Wenn das Sprüchwort ſo wahr ſagt, daß zwei harte Steine nicht rein mahlen, und dieſe Begebenheit zeigt, daß erſt das Unglück ſie mürbe machen muß, ſo will mir's doch ſchei nen, es ſei beſſer, ſich im rechten Aufſchauen zu Gott ſel ber mürbe zu machen, wenn man ein harter Stein iſt; die Hitzköpfigkeit zu beherrſchen, den Starrkopf zu bändi gen und milde und ſanft zu werden. Das gelingt Dem,

der thut, was Chriſtus ſagt: Wachet und betet, daß Ihr

nicht in Aufechtung fallet!

Miszellen.

Bei der Prüfung eines Schulamts-Candidaten rich tete der Examinator folgende Frage an denſelben:Wie

ßen ſie?Im mittelländiſchen Meere liegen viele In ſeln und ich heiße Müller, lautete die Antwort des Can didaten.

Ein Landwirth begegnete einem Bekannten und redete ihn haſtig an:Wiſſen Sie ſchon, wem bei der letzten Viehausſtellung der erſte Preis zugefallen iſt?? Y,Nein! Mir, Freundchen, mir!

Ein Amerikaner ſoll ſo groß geweſen ſein, daß er jedesmal niederknieen mußte, wenn er den Hut abnehmen wollte!

Zwei Offiziere zechten zuſammen, und der eine äu⸗ ßerte Bedenken, ob ſie wohl eine aufgepflanzte Bowle

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Punſch würden zwingen können.Hoho!, ſagte der An dere,ich wette, mein Burſche trinkt das Ding da allien auf einen Zug aus!, Der Andere geht die Wette ein und Johann wird gerufen. Ex beſieht ſich, als er mit der Wette bekannt gemacht iſt, die Bowle von allen Seiten, und ſagt:Sogleich will ich wieder kommen und Beſcheid ſagen. Nach zehn Minuten erſcheint er wieder mit einem beſtimmten:Es geht!, ſetzt die Bowle an und trinkt ſie wirklich auf einen Zug leer. Sein Herr fragte ihn nun: Warum biſt du denn zuvor hinaus gegangen?,- Ja ſehen Sie, ſagte er,ſo ganz gewiß wußte ich nicht, ob's ginge, da habe ich's dann erſt=mit einem eben ſo großen Napf voll Bairiſch-Bier probirt.,

Ein General trug ſich mit einem Plane herum, den deſſen Adjudant ſo gerne gewußt hätte. Einmal nahm er ſich das Herz und fragte ihn geradezu darum. Der Ge neral legte ihm die Hand auf die Schulter, und ſagte in traulichem Tone:Nun hören Sie aber, können Sie wohl ein Geheimniß bewahren?Wie das Grab, ſagte der Adjudant begierig.Das iſt recht ſchön, ſehen Sie, ich kann es auch, und damit ließ er den Adjudanten ver⸗ blüfft ſtehen.

A. Hören Sie, man ſpricht ſehr Böſes von Ihnen. B. Nun, was denn? A. Man ſagt, Sie ſind ein Hexen meiſter. B. Dann ſpricht man von Ihnen nur Gutes. A. So, zum Beiſpiel? B. Man ſagt, Sie ſeien gar kein Hexenmeiſter.

N Ein Candidat von ſehr unanſehnlicher Geſtalt begann ſeine Predigt mit den Worten:Fürchtet Euch nicht! Er kann nicht weiter, es war um ihn geſchehen er wie derholte:Fürchtet Euch nicht! Fürchtet Euch nicht! Da rief ein Baur aus der Gemeinde:He wär' mer och der Kerl darnach!

Ein ſehr thätiger und arbeitſamer Fuͤrſt bemerkte mit Mißvergnügen, daß ſeine koſtbare Taſchenuhr oft unrichtig ging, und daß ihm hingegen der Page auf ſeiner ſchlech⸗ ten, ſilbernen Uhr jederzeit die richtige Stunde angeben konnte. Endlich bot er ihm einen Tauſch an, den der Page herzensfroh einging. Aber ſchon am erſten Tage bemerkte der Fürſt mit Verwunderung, daß die eingetauſchte Uhr noch ſchlechter ging, und fragte erſtaunt den Pagen um dieſe unbegreifliche Veränderung.Ja, ja, antwortete dieſer,Euer Durchlaucht müſſen es auch wie ich machen, ich habe ſie alle Stunden genau nach der Thurmuhr gerichtet.

Zwei Frauenzimmer begegneten auf der Straße einem Mohren.Du ſagte die Eine,das iſt ein Mohr! Ja richtig! entgegnete die Andere,man ſieht's ihm gleich an.

Mittwoch den 18. Februar 1852,

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

rr Edictalladung.

(84) Von dem Grundſtück, Band und Seite des Flurbuchs 1/163, No. 12, Grabgarten, 9. Gewann, am alten Haingraben, Gemarkung Friedberg, iſt ein Theil, 45,6[◻Klafter hal⸗ tend, jetzt mit 12/0 bezeichnet, in die Eiſenbahn gefallen. Der letzte Beſitzer deſſelben, Ober⸗ feldwebel Kahl zu Büdingen, behauptet: das Grundſtück ſchon vor 20 Jahren von der Wittwe des Schullehrers Stumpf dahier, auf deſſen Namen es auch im Flurbuch ſteht, ge⸗ kauft, einen Kaufbrief jedoch nicht erhalten zu

haben. Auf Antrag des Großh. Fiskus werden deßhalb alle, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche auf das vorgenannte Grundſtück zu haben glauben, aufgefordet, dieſelben binnen 60 Tagen dahier geltend zu machen, gegenfalls der Kaufbrief für den Großh. Fiskus gerichtlich be⸗ ſtätigt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht

Dr. Irle.

Oeffentliche Ladung.

(16) Alle, welche Forderungen oder ſonflige Anſprüche an das für concursfällig erklärte Vermögen der Moſes Sichels Eheleute von Heldenbergen zu bilden gedenken, werden hier⸗ mit aufgefordert, ſolche im Liquldatlonstermine,

Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchluſſes anzuzeigen und richtig zu ſtellen. Großkarben den 21. Dezember 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Bötticher.

Holz ⸗Verſteigerung.

(159) Das unterzeichnete Rentamt verſtei⸗

ert:

N 1. Montag, den 9. Februar l. J.,

Vormittags 9 Uhr anfangend,

in den DiſtriktenKreuztanne, am Haſſel-

ecker Weg und Tannenwieſe⸗:

8771 Kubikfuß verſchiedenes Nadel- Bau- und Werkholz, worunter Stämme von 619