Aan,„Sie haben wohl ohne Zweifel bemerkt, daß ſie in feſteſtem einen Gewahrſam iſt— und das wundert mich nicht!“
atürlch Mrs. Davies's Glaube an die Unſchuld des jungen Chi cFrauenzimmers ſtand unerſchütterlich feſt; ſie wollte nur
ihren eigenen Augen trauen, bevor ſie das Gegentheil an—
bil nahm. Ich verſprach alſo, am andern Morgen Jane
nicht l
les: aber
diner gh Eccles zu beſuchen, und alles Erforderliche und Dienſtliche Saucen tetſs zu ihrer Vertheidigung vorzubereiten— natürlich auf „die ihKoſten der Mrs. Davies— obwohl bei der eigenthüm—
lichen Sachlage und der nur noch kurzen Friſt bis zur digen G0 rech Gerichtsſitzung— nur noch wenige Tage— kein ſonder⸗ en halt füßſicher Erfolg zu hoffen war. Als dieß geſchehen, machte r zugeſureot ſich Mrs. Davies eilends wieder davon, um zu ſehen, g— ſoßene was aus dem kleinen Henry, dem Neffen ihres Schützlings, dellag l ſie vongeworden war. s, ealaube ich Des andern Tags beſuchte ich Jane Eccles in New— beende ze gate; ſie war ein hübſches wohlgewachſenes Frauenzimmer rer Nu ate von 22 bis 23 Jahren, nicht eben ſchön zu nennen, aber iht* tule her von beſonders anmuthigen gewinnenden Zügen, in denen fir 15 ſtüh deine gewiſſe Demuth und Milde ſich ausgesprochen haben ** Nuiff würde, ohne einen harten Zug um den Mund, der auf „ ſchnuc nilfeſten Willen und Beharrlichkeit deutete. Als Beweis für die Kirch die letztere Seite ihres Charakters führe ich nur an, daß „ Dise entf ſie trotz ihrer unausſprechlichen Anhänglichkeit an ihren eln fügte Neffen, welcher damals ungefähr acht Jahre alt war, ſich dennoch weigerte ihn zu ſehen, als ihr erſtes zuverſicht— orwiſſentlicſliches Vertrauen wankend zu werden begann.„Sollte mir Ale Teuflh das Schlimmſte begegnen,“ ſagte ſie nämlich,„ſo ſoll a mein Andenken in ſeinem Geiſte nicht verknüpft ſein mit e baut an ii Bildern von Kerker, Unglück und Schande. Jane Eccles vckatenſtubti hatte in ihrer Jugend eine für ihre Verhältniſſe gute Er— Aal daucht, es ziehung erhalten und die Bücher begierig geleſen, welche
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Mrs. Davies ihr ſpäter geliehen; ſie war daher bis zu einem gewiſſen Grade eine gebildete Perſon, und ihre Sprache und Benehmen ſanft, artig und ſozuſagen religiös. Ich fand ſie bei meinen Beſuchen meiſt mit der Bibel in der Hand. Dies beſagte zwar nach meinen Lebenserfah—⸗ rungen nicht viel, denn in neun Fällen unter zehn nehmen die Menſchen unter ſolchen Umſtänden einen Anlauf zur Frömmigkeit, der weder nachhaltig noch frei von Heuchelei iſt. Allein ihre ganze Perſönlichkeit machte einen entſchie⸗ den günſtigen Eindruck auf mich, und ich wunderte mich nun nicht länger über den ſtarren Unglauben, welchen Mrs. Davies in Betreff ihres armen Schützlings an den Tag gelegt hatte. Allein obwohl ich nun, wie ſchon erwähnt, aus meinem perſönlichen Verkehr mit der Verhafteten we⸗ nigſtens die moraliſche Ueberzeugung von ihrer Unſchuld erlangt hatte, wollte es mir dennoch durchaus nicht ge⸗ lingen, in den Unterredungen mit ihr irgend Etwas aus ihr herauszulocken, was die gegen ſie erhobene Anſchuldi— gung zu entkräften vermochte. Anfangs beharrte ſie auf der Verſicherung, die gerichtliche Verfolgung beruhe auf einem offenbaren Irrthum; die von ihr ausgegebenen Noten ſeien keine gefälſchten, ſondern ächte, von der Bank von England ausgegebene Noten geweſen. Es bedurfte langer Zeit, bevor ich ſie zu überzeugen vermochte, daß dieſe Hoffnung, an welche ſie ſich ſo gierig, ſo verzweif— lungsvoll anklammerte, eine trügeriſche ſeie. Dieß gelang mir endlich, und als ich ſie in jenem Augenblick die Farbe wechſeln ſah und das Beben ihrer Stimme hörte, hielt ich ſie entweder für eine vollendete Schauſpielerin oder für das Opfer irgend einer ſchändlichen Bethörung oder eines Complotts.
(Fortſetzung folgt.)
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Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
d MN NN Bekanntmachung.
(1570) Die Lieferung des Bedarfs an Ge⸗ müſe für hieſige Strafanſtalt für das ganze nächſte Jahr, als: Weißkraut, Wirſing, unter⸗ erdige Kohlraben, gelbe Rüben, Sauerkraut, ſowie der Zwiebeln, 0 a Freitag den 8. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Directorial⸗Bürcau dahier in öffentlicher Verſteigerung an den Wenigſtfordernden ver⸗ geben werden. 2 Marienſchloß den 28. September 1852. Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertiguug: Nispel, Secretär.
250— 285 Gulden (1586) liegen zum Ausleihen bei der Kir⸗ chenkaſſe zu Ilbenſtadt bereit.
Friedberg. Heidt, Kirchenrechner.
Bekanntmachung.
(1586) Von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Eichloch zu 100 fl., welche dieſelbe laut Vertrag mit Herrn Simon Lindheimer in Friedberg am 31. Juli 1845 abgeſchloſſen, wurde No. 37 zur Auszahlung gezogen und wird am 1. Januar 1853 dem Inhaber von dem Gemeinde⸗Einnehmer zu Eichloch oder Hrn. Simon Lindheimer in Friedberg gusbezahlt wer⸗ den. Schließlich wird bemerkt, daß von dieſem Tage an der Zinslauf der gezogenen Nummer aufhört. Eichloch am 15. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ph. Plocher J.
Braunkohlen⸗Verkauf. N
(4587) Für die Braunkohlenklötze, welche vom 1. Oktober bis 31. Dezember d. J. von dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk bezogen werden, wird gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Credit
zur Zahlung bis zum 31. März 1853 geſtattet.
Die Preiße der Klötze ſind bis auf Weiteres für
dieſe Bezugsperiode die ſeitherigen, nämlich 10 kr. per Centner für die von Haufen und 11 kr. für
die aus den Schoppen.
Dorheimer Bergwerk den 27. September 1852.
Der Gr. Bergverwalter Jag ein
Obligations-Verlooſung. (1588) Von den von der hieſigen Gemeinde für 1852 abzutragenden Partial⸗Obligationen wurden heute mittelſt Verlooſung die Nummern 41 und 65, jede mit 100 fl., rückzahlbar, was mit dem Anfügen hiermit bekannt gemacht wird, daß der Betrag bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg oder bei der hiefigen
Gemeindekaſſe bis zum 31. Dezember l. J.
gegen Rückgabe der Obligationen und der nicht
fälligen Zinscoupons in Empfang zu nehmen
iſt, da von diefen Tage an weitere Verzinſung
nicht ſtattfindet. 3
Holzhauſen den 26. September 1852. Der n Bürgermeiſter i e d.
Bekanntmachung.
(1570 Montag den 4. k. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in dem Büreau des Batail⸗ lonsverwaltungsraths dahier das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft, parthieweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 25. September 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.
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(1589) Bei dem Auguſtiner Schulfonds da⸗ hier werden gegen erſten Gütereinſatz Darlehns⸗
weiſe 4000 Gulden im Ganzen, oder auch einzeln abgegeben. Friedberg den 29. September 1852. Der Rechner G. F. Nau.
(Butz bach.)
Ankauf von Lebensmittel. (1590) Freitag den 7. Oktober d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in der hieſigen Reitercaſerne die Lieferung bedeutender Quan⸗ titäten Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und Sauerkraut für die Menage der hieſigen Gar⸗ niſon mittelſt Verſteigerung an den Wenigſt— verlangenden in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten zur Nachricht.
Butzbach den 29. September 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter.
S ιπιτ
Privat ⸗ Bekanntmachungen.
Ruſſenſteine (1142) find flets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich
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