Nen beſchze⸗ esch Seltſamen Gedanken ſuchten ſie heim, als ſie nach utn; det gauſe ging. Sie vermochte nicht zu ſchlafen. Sie ent⸗ chen de war ſiharf verzweifelte Pläne. Endlich entſchloß ſie ſich, das en i arme ahoch der Knechtſchaft und die noch peinlichere Sklaverei nielkg. ener Eten Gefühlen, die ihr Stolz verdammte, abzuwerfen. So⸗ i dort gewal ful ſie die Adreſſe der Prima Donna erfahren hatte, n pflege wahrte ſſhachte ſie ſich auf den Weg und ging zu ihr. sgeſtrech währ Als ſie bei jener eintrat, ſprach ſie in ihrer Aufre⸗ lag. dihing folgende kaum zuſammenhängende Worte auf fran⸗ alennen Geſchlſiſch:„Madame, ich bin eine arme Leibeigene und ge⸗ 8 Ai ore einer polniſchen Familie, die erſt kürzlich in Florenz an⸗ 10— ins, kommen iſt.„Ich bin meinem Herrn entflohen; beſchir⸗ artte* liehaßen, beſchuͤtzen Sie mich, die Leute ſagen, ich könne Mütze mit einaſngen! e Nun b, Signora Tereſina, eine heißbluͤtige leidenſchaftliche er da fragtitalienerin, ward von ihrem kunſtloſen Ernſte lebhaft er⸗ Ortiz, ſriffen.„Armes Kind,“ ſprach ſie,„Du mußt viel ge⸗ 8 1 laeen er zufltten haben.“— Dabei faßte ſie Anielka's Hand zwiſchen Black n began ie ihrigen.„Du ſagſt, Du könneſt ſingen, laß mich ein⸗ alen achte emal hören.“ Anielka ſetzte ſich auf eine Ottomane. Sie * ſe Wan in altete. die Hände über ihren Knieen und Thränen fielen 100 5 Raubte 0 hr in den Schooß. Mit klagendem Pathos und vollkom⸗ 5 a ſſe ihn nich nen richtiger Intonation ſang ſie ein Gebet. Tereſina 4 um ihre ce neinte, ſie müſſe dieſe Hymne an die Jungfrau einer In⸗ , egrifßſe sen, piration von Oben danken. enenzuchter ha,(Fortſetzung folgt.)
in den Magen gp Guſtav-Adolf⸗Stiftung.
chloſſe zurü ader ae Die am vergangenen Sonntag(22. Aug.) in Ober⸗ ſtehe, trieb Wan, osbach gehaltene Verſammlung des Wetterauer Zweigver⸗ ſſe fülins der Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung hat auf alle Anweſende m die 9 einen höchſt wohlthätigen Eindruck gemacht. Es waren ſehr Ur vorib ſiſe nah diele Fremde, zum Theil aus ziemlich weiter Ferne, bei dem * über. Dr Feſte erſchienen, die um zwei Uhr zur Begrüßung im neuen .d alnählg Schulhauſe zuſammenkamen. Von hier aus bewegten ſich 1 de ihre Hi unter dem Geläute der Glocken die Mitglieder und Freunde end des keben des Vereins in geordnetem Zuge zur feſtlich mit Laubge⸗ dee um den Te, winden und Blumen geſchmückten, in allen ihren Theilen fragte ſie Gr überfüllten Kirche. Nach Abſingung, des gewöhnlichen Er⸗ oͤffnungsliedes ſprach Oberpfarrer Fuhr am Altar ein Gebet enander zu ſetzt und verlas dann die Schriftſtelle Röm. 14, 16—18. Als veſin. Hauptlied wurde Luthers:„Eine feſte Burg iſt unſer rgrigen geſtatten Gott“ geſungen und die Predigt hielt Pfarrer Strack über ingen wird hen Joh. 6, 1—13. Nach derſelben ſang der in Oberrosbach A ſee hören, un unter der Leitung des Lehrers Werner beſtehende Geſang⸗ „ was Du 155 verein das Lied:„Ach bleib mit dein er Gnade, worauf 8 der Vorſitzende, Prof. Dr. Sell, ausgehend vom 1. Cor. 12, 26 eine kurze Anſprache an die Verſammlung hielt, und der Secretär, Pfarrer Dr. Matthias von Fauerbach, den Bericht erſtattete, welcher ein anſchauliches Bild vom Ver⸗ eine im Großen, wie im Einzelnen zu geben ſuchte. Nur
neuer Abſchnitt t Künſtlerin gewon idren Kummer ve dunſtſchönheiten ei
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das wollen wir hier aus dem Berichte anfü ie i
vorigen Jahre in Oberau, ſo auch in ae 1 h 1 7 Ortsverein entſtanden iſt; alle Einwohner, bis auf 4 oder 5, ſind Mitglieder, und die Beiträge für 1852 ſind mit 8 fl. 30 kr. bereits an die Vereinskaſſe abgegeben.— Wäh⸗ rend ſo auf dem Lande der Verein immer mehr ſich ver⸗ breitet, mußte es auffallen, daß in der Stadt Friedberg das entgegengeſetzte Verhältniß Statt findet, denn kaum die Hälfte der Beiträge, die anfangs gezeichnet waren, werden jetzt noch entrichtet. Iſt denn die Noth der Glaubensge⸗ noſſen beſeitigt? oder iſt das Mitgefühl für dieſelben erkal⸗ tet? oder bedarf unſere Kirche jetzt nicht mehr eines eini⸗ genden Werkes? oder iſt der Wohlſtand ſo geſunken, daß man über die eigene Nothdurft hinaus nichts mehr wie wenig es auch ſein mag, geben kann?— Als Ort der nächſten Jahresverſammlung wurde, wenn keine Einſprache
geſchehe, Niederweiſel beſtimmt.— Eine für die arme evangeliſche Gemeinde zu Heldenbergen erhobene Collekte ergab die Summe von 16 fl. 11 kr.— Bei einem einfa⸗
chen Vesperbrode verſammelten ſich noch auswärtige und einheimiſche Gäſte und blieben bei ernſten und heiteren Ge⸗ ſprächen bis die Sonne ſich ihrem Untergange nahte. Aller⸗ ſeits nahm man ein Gefühl der Befriedigung, eine neue warme Anregung für die Sache mit nach Hauſe und Schrei⸗ ber dieſes wird ſich noch lange an den ſchönen, in Ober⸗ rosbach verlebten Sonntag⸗Nachmittag erinnern.
Verſammlung in Wiesbaden.
Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die zehnte Hauptverſammlung des Geſammtvereins der Guſtav⸗ Adolf⸗Stiftung
am 7., 8. und 9. September d. J. in Wiesbaden ſtattfinden wird. Der Centralvorſtand in Leipzig, ſowie der Vorſtand des Naſſ. Hauptvereins haben zu dieſer Ver⸗ ſammlung alle Glanbensgenoſſen und Freunde des Vereins eingeladen. Anmeldungen wegen der Wohnung ſind an Herrn Pfarrer Steubing zu richten. Das Anmeldebüreau bei der Ankunft wird im„Taunus-Hotel“ ſein.
Friedberg am 26. Auguſt 1852.
Dr. Matthias.
Aufforderung und Bitte.
Diejenigen Ortsvereine und einzelne Mitglieder der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung, welche ihre Beiträge für 1851—52 noch nicht entrichtet haben, werden brüderlich gebeten, die⸗ ſelben doch nunmehr ſammeln, beziehungsweiſe an den Caſſirer, Herrn Apotheker Wahl dahier, abgeben zu wollen, damit die Jahresrechnung geſchloſſen werden kann.
Friedberg den 8. Auguſt 1852.
Dr. Matthias.
dieſer Vollkomme! erbebende Saite i e der Muſik. Wah
iF und zitterte, uu ald batte ſie ſich in Sängerin zu Füßt! nit bieſem Nantt de mit Beifall Ju gelbe Name, kn unte denn ſie nich g ein ruhmreiche einer Maſe un en, in ihnen eig Liebe, Elben l. 1
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
A ονν Bekanntmachung.
(13865) Auf freiwilliges Anſtehen wird Miliwoch den 22. September d.. Nachmittags 3 Uhr, die in Gonzenheim(bei Homburg v. d. H.) gelegene Erbleihmühle des F. Minoprio auf der Mühle ſelbſt öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert.
Die Mühle beſteht aus einem Wohnhaus, Scheune, Stallung, Mühlenwerk mit 2 Gän⸗ gen, Garten und Ackerland von circa 3 Mor⸗ gen.(Das Tabakswerk mit den dazu gehöri⸗ gen Hebewellen, Säuberern, Kasten und Sieben wird nicht mitverkauft.) Mühle, Gebäuden
werden im Termin
Liquidation der
Und Tandereſen rönnen zweimal in der Woche, Dienſtag und Donnerſtag von 3-6 Uhr Nach⸗ mittags in Augenſchein genommen werden. Die näheren Bedingungen der Verſteigerung bekannt gemacht, doch er⸗ ch vorher nähere Auskunft. Auguſt 1852. Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗ Amt Dr. v.
theilt Eigenthümer au Homburg den 14.
Edictalla dung. (1429) Nach mißlungenem Güteverſuche iſt über das im hieſigen Amtsbezirke befindliche n des Sattlermeiſters Au⸗ Dick zu Frankfurt a. M. förmlicher Parliqular⸗Concurs erkannt und zur
15 dieſem Verfahren geltend zu. machenden Forderungen Termin auf Meng 80 27. k. M., Vormittags 8 Uhr, vdt. Schlarbaum.
überſchuldete Vermöge guft Chriſtian Fiſcher⸗
beſtimmt worden. Die betreffenden Gläubiger werden daher hierdurch vorgeladen, in obigem Termine bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte ihre gedach⸗ ten Forderungen, unter Angabe ihrer Beweis⸗ mittel, bei dem unterzeichneten Gerichte anzu⸗ melden und zu begründen, und haben ſich ſo⸗ dann auch über die Wahl eines Maſſecurators, wozu vorläuſig der Thierarzt Peter Stoll da⸗ hier beſtellt worden iſt, zu vereinigen.
Die Bekanntmachung des demnächſt ergehen⸗ den Präclufivbeſcheides wird lediglich durch An⸗ ſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden.
Nauheim am 23. Auguſt 1852.
Kurfürſtliches Juſtizamt Kro ebe
aupt.


