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welche in kurzer Zest einen blühenden Aufschwung zu verzeichnen hat, neue Freunde zuführen und vor allem junge Zöglinge, die ihr dereinst zur Zierde gereichen, wie so viele, die heute ihre Lehr⸗Anstalt in dankbarer Gesinnung aufsuchten.:

29. Aug. Heute Vormittag 10 Uhr fand die feierliche ntliche Entlassung von 11 Candidaten des Predigerseminars statt. Geh. Kirchenxath Direktor Dr. Diegel entließ Scheidenden auf Grund von Jakobus 1, 22. Candidat Lampas sprach namens der Candidaten über Matth. 24, 35. Von seiten des Ober⸗ consistoriums war Oberconsistorialrath Walz von Darm⸗ stadt erschienen und richtete Worte der Ermahnung an die Abgehenden auf Grund von Jesaj. 41, 4. Erwähnt sei noch die sehr dankenswerthe Mitwirkung des Seminar- chors beim Gottesdienste. Es waren dies mal sehr viele auswärtige Geistliche ersch n und auch die Antheil⸗ nahme der hiesigen Bevölkerung war eine lebhafte. Um 1 Uhr fand im Hotel Trapp ein einfaches Abschieds essen statt.

Büdingen. Der Erbprinz Leopold von Ysenburg⸗ Birstein läßt für sich und die übrigen Prinzen die Nachricht französischer Blätter von der Verlobung mit Fräulein Pullmann durch denRhein. Kurier für völlig unbegründet erklären.

Allerlei.

München, 27. Aug. In der Türkenstraße ist ein vierstöckiger, noch nicht bewohnter Neubau eingestürzt. Die Berufsfeuerwehr brachte bis jetzt 2 Schwerver⸗ wundete aus den Trümmern heraus, 2 Personen sind noch unter dem Schutt begraben.

Ruhmannsfelden in Bayern, 27. August. Eine Feuersbrunst zerstörte 19 Gehöfte mit allen Erntevor räthen und 3 Brauereien.

Lippstadt, 22. Aug. Unsere Stadt befindet sich seit acht Tagen in großer Aufregung. In der letzten Woche hat es nicht weniger als fünf Brande gegeben; an den Bürgermeister und andere Personen sind Droh⸗ briefe geschrieben worden, laut welchen man mit Brennen und Sengen nicht aufhören werde, bis die halbe Stadt in Asche lage Ferner sind auf den Kanaldämmen 100 Obstbäume abgehauen, 9 Pferden auf der Weide die Schwänze abgeschnitten, einem Fabrikanten die Treib- riemen an zwei Maschinen durchschnitten, große Spiegel⸗ scheiben eingeschlagen worden und noch manche andere Schandthat geschehen. Sechs Geheimpolizisten sind in Lippstadt anwesend, haben aber noch nichts entdecken

können.

Halberstadt, 27. Aug. Starke Gewilterregen und

Hagelsturm richten im Harzgebiet große Schäden an.

Essen, 26. Aug. Nachdem kürzlich schon das Pro gramm aufgestellt war, fand heute behufs Schaffung einer Organisation der vereinigten christlichen Bergleute Rheinlands und Westfalens eine Versammlung statt. Anwesend waren 424 Vertreter von 185 Vereinen.

Essen, 27. Aug. In der Strafkammersitzung kam es heute zu einer aufregenden Scene, indem ein Ange klagter bei Verkündigung des Urtheils plötzlich einen Revolver zog und auf den Vorsitzenden schoß. Glück⸗ licherweise ging der Schuß fehl. Hierauf gab der An geklagte, der zu 14 Tagen Haft verurtheilt worden war, auf sich selbst einen Schuß ab, verletzte sich aber nur leicht.

Köln, 26. Aug. Die Katholikenversammlung wurde Abends 8 Uhr im festlich dekorirten Gürzenich-Saale eröffnet. Düsseldorf, 25. Aug. Polizei ein großes Falschmünzernest. räthe falschen Geldes und zahlreiche Werkzeuge wurden beschlagnahmt. An der Spitze der Falschmünzerbande stand ein wegen Münzverbrechens bereits vorbestrafter Uhrmacher; derselbe wurde mit einer Anzahl von Mit schuldigen verhaftet.

Berlin, 28. Aug. Die unter dem Patronat der Kaiserin erbaute Versöhnungskirche wurde heute in Gegenwart der Kaiserin feierlich geweiht.

Berlin, 28. Aug. Der Kaiser ließ dem hiesigen Schuhmachermeister Prenzler zum heutigen hundertsten Geburtstag eine Porzellantafel mit dem kaiserlichen Porträt und 300 Mark überreichen. Der Kaiser hatte Mittheilungen über die bevorstehende Feier in den Zeitungen gelesen.

Breslau, 28. Aug. In Laurahütte um Umgegend tobte in den gestrigen Abendstunden ein furchtbaxes Un wetter. Der Hagel zertrümmerte Tausende von Fenster scheiben. Der Sturm entwurzelte starke Bäume und warf Schornsteine um.

Graudenz. Ein Erlaß des einen kaiserlichen Befehl Cholerafälle in einz lungen von Civilperso thunlichst zu vermeid Kaisers in Elbing 1 dortigen Vereine

Brüssel, 27. exeignete sich g der Station! Antwerpen Blankenberghe-Heyst Abfahrt auf durch ersteren wurden durch di worfen und zertri Schnellzug an der Station in voller Fahrt begriffen.

Bern, 26. g. Gestern Abend

In Rheydt entdeckte die

Oberpräsidenten macht bekannt, wonach wegen der en der Provinz Ansamm gentlich der Kaisermandver Bei dem Empfang des enburg sollen sich nur die en aufstellen. f Eisenbahnzusammenstoß ichmittag um 4 Uhr am Eingang schen dem Extra-Schnellzug von em und dem Personenzug nach g g ach seiner Station

die vier letzten Wager

den verletzt.

bekommt Holz. Orten verwächst das Fadengeflecht zu einer

Bedeutende Vor⸗

eine Dicke von/2 em.

Victoria in Beatenberg nach dem Abendessen Feuct aus. Gegen 11 Uhr war das Hotel und die in der Nähe liegenden Dependenzen vollständig verbrannt.

Hunderte von Fremden wurden obdachlos.

Bern, 27. Aug. Die Königin von Italien ist mit

einem Gefolge von 15 Personen in Zermatt ange⸗

kommen; die Gesellschaft kam über den Monterosa. Beim Gletscher wurde Baron Pecco, einer der Be⸗ gleiter der Königin, vom Herzschlag getroffen; er fiel todt zu Boden. Der Leichnam wurde nach Zermatt gebracht.

Nischni⸗Nowgorod. Trotz amtlichen Dementis stellt sich zufolge einer Bekanntmachung des Gouverneurs heraus, daß die Cholera in der Stadt grassirt. Bisher wurden 68 Cholerafälle konstatirt.

Chiusi, 26. Aug. Ein von Rom nach Mailand gehender Eisenbahnzug f hier mit einer Rangier⸗ maschine zusammen. Ein Heizer und 3 Reisende wur⸗ Die Maschine des Zuges wurde umgestürzt.

Bukarest. Die Cholera breitet sich auch in Süd⸗ bessarabien aus. Der oberste Sanitätsrath hat die Sperrung der ganzen Pruthgrenze verlangt.

Madrid, 26. August. Gestern herrschte in ganz Spanien ein furchtbarer Orkan; die Telegraphenleitungen sind unterbrochen.

Athen, 26. August. Heute Vormittag wurden mehrere starke Erderschütterungen auf der Insel Euboeg verspürt. Eine davon wurde auch in Athen wahrge⸗ nommen; ein Schaden wurde nicht herbeigeführt.

Einiges über den Hausschwamm.

Aus Anlaß des gegenwärtig so häufigen Vorkommens des Hausschwamms, hauptsächlich in neueren Wohnungen, dürfte es angemessen sein, hier etwas Näheres und Eingehendes über das Wesen dieser dem Bauholze so gefährlichen Krankheit mitzutheilen. Der Hausschwamm (tropfender Faltenschamm, Mexulius destruen⸗ Pers. Boletus lacrymans Wulf) gehört zu den Holznagepilzen und ist einer der gefährlichsten Feinde des Bauholzes, indem er oft die schönsten Gebäude, Schiffe ꝛc. zu Grunde richtet. Er

f erscheint an verbautem Holz, welches an dumpfen

eingeschlossenen Orten, zu denen kein Luftzutritt gelangen kann, sich befindet. Zuerst entsteht er gewöhnlich bei Häusern im Erdgeschoß unter dem Fußboden und den Fußbodenlagern, an Hölzern, die auf feuchter Anschüttung liegen, ist aber von dem Schwamm an vermoderten Bäumen gänzlich verschieden. Zarte weiße Fäden durchdringen dann das Holzwerk, die Zimmerfußböden, ja selbst die feinsten Ritzen des Mauerwerks, durchziehen alle Theile des Hauses und zerstören die organischen Stoffe; das Holz wird brüchig und schwammig und dieselben Eigenschaften wie faules An feuchten, dem Licht unzugänglichen

häutigen Masse und trocknet, nachdem es die angegriffenen Holztheile gänzlich ausgesogen hat, zu einer schmierigen Konsistenz(Bestand) aus. Zieht dann an irgend einer Stelle eine Anzahl Fäden ins Freie, an Luft und Licht, so bildet sich diese Masse gewöhnlich zu einer Scheibe mit den verschiedensten Farben, z. B. gelblichweiß, violett, bläulich, und erreicht mit unter einen Durchmesser bis zu 30 em und Das Schwammge spinste vergrößert sich rasch, bildet ein blätter förmiges Gewebe, von dessen Seitenkanten eine Menge feiner durchsichtiger Fäden auslaufen, die nur dem bewaffneten Augen sichtbar sind. Die äußere Gestaltung des Schwamms hängt nament lich von den örtlichen Verhältnissen ab. In ver stecktem Zustande, an feuchten Fußbodenlagern und sonstigen in nassem Bauschutt und An schüttung liegenden Holztheilen verwächst das Fadengeflecht zu einer häutigen blätterartigen Substanz und behält stets die Gestalt eines handförmigen Geflechts; sobald es jedoch ins Freie tritt, bildet sich die schon erwähnte fleischige Masse in Scheibenform aus. Holz theile, die mit Oelfarbe, Firniß ꝛe. angestrichen und durchdrungen sind, werden nicht so angegriffen, weßhalb man auch bei angestrichenen Thür⸗ verkleidungen, Fußlampris, Thürfutter ꝛc. das Vorhandensein des Schwammes nicht so er kennt als bei unangestrichenen Holztheilen; da gegen erkennt man ihn am angestrichenen Holze an vereinzelten schwarzen Pünktchen, die hie und da zerstreut sind, an dem unangenehmen Modergeruch, den er von sich gibt, am wulstigen

Vorstehen von Farbentheilchen, die gege 5 andern etwas gelblich gefärbt sind, an den dumpfen Klang, den die Holztheile beim Kloßfe mit dem Finger geben, sowie an dem Nach geben des Holzes beim Aufdrücken auf dasselbe, in welch' letzterem Falle jedoch der Haus⸗ schwamm schon weit vorgeschritten ist. Was nun die Mittel anbelangt, die zur Vertilgung

Alles das nicht vollkommen gesunde Holzwerk muß unbedingt beseitigt, sämmliches feuchte An⸗ füllungsmaterial weggeschafft und durch trocke⸗ nen Sand, Kies, Hammerschlag, Kohlengrus rc. ersetzt werden. Das Material vegetabilischen Theile, als Pflanzenreste, Holz späne ꝛc. oder gar animalische Abhänge ent halten und muß vollkommen trocken sein. Die

unter dem Fußboden gebildete Luftraum von der äußeren Luft nicht abgeschlossen werden, weil er sonst gerade Veranlassung zur Ent stehung des Hausschwamms geben würde. Es müssen daher Luftzüge unter dem Fußboden angelegt werden, die mit einander verbunden sind und deren Mündungen man mit einer Heizung, Kamin ꝛc. in Verbindung setzt, so daß nirgends stockende uud faulende Luft ent stehen und eine Zirkulation der Luft fort während stattfinden kann. Die Auslauföff⸗ nungen müssen mit Gittern verschlossen werden, damit Ratten und Mäusen der Eingang ver⸗ wehrt wird. Gut ist es auch, wenn zu den Unterlagern der Fußböden Eichenholz verwendet wird, da dieses mehr Dauer gewährt als Nadelholz, jedoch darf man die vielverbreitete Meinung nicht theilen, daß dasselbe vom Schwamme verschont bleibe, wenn für diesen günstige Umstände vorhanden sind, und gutes trockenes, kerniges Nadelholz widersteht, wenn es mit frischer Luft in Berührung kommt, dem Schwamme auch vollkommen. Eine hauptsäch liche Veranlassung zur Entstehung des Haus schwamms ist namentlich die Verwendung solchen Holzes, welches zu einer Zeit geschlagen wird, wenn dasselbe im Saft steht; hievor kann nicht genug gewarnt werden, denn der aufsteigende Saft ist zur Schwammbildung sehr geeignet. ständigen Entfernung und Beseitigung der vom Schwamme angegriffenen Holztheile bestreiche man die mit dem angesteckten Holze in Be rührung gestandenen Holztheile mit einer Auf lösung von Eisen oder Kupfervitriol. Das Bestreichen des Holzes mit einer Kochsalzlösung, welche aber so stark eingekocht werden muß, bis die Ansetzung von Kristallen beginnt und dann heiß aufzustreichen ist, leistet auch gute Dienste. Auch das sogenannte Kastnersche Mittel: 4 Scheffel Torfasche, 6 Metzen Salz und 1 Pfund Salmiak mit kochendem Wasser zu einem dicken Brei gerührt, mit welchem dann die Fundamente und Mauern innerlich bewirft, ist ein bewährtes Gegenmittel. Das wirksamste Mittel jedoch ist von allen immer hin die schon erwähnte sorgfältige Ventilation unter dem Fußboden durch Kanäle, welche auf

einer Seite ins Freie und auf der anderen Seite in den Schornstein ausmünden. Da wo der Schwamm schon weit vorgeschritten ist muß unbedingt sämmtliches angestecktes und verpestetes Holzwerk herausgerissen, die ganze von den Pilzsporen durchzogene Anfüllung be seitigt und sämmtliches Material durch neues ersetzt werden, da auch bei dem geringsten Zu rücklassen eines kranken Stoffes das Uebel fortwuchert und wieder auftritt: jede Nachsicht und Schonung wegen übel angebrachten Er⸗ sparnißrücksichten ist hier verwerflich. Sehr häufig ist die Meinung verbreitet, daß das Auftreten des Hausschwammes nicht verhütet werden könne und schon mancher Baumeister, der bei der Ausführung eines Neubaues nicht die ge⸗

dieser gefährlichen Holzkrankheit anempfohlen werden können, so sind folgende zu empfehlen: vom Schwamm angegriffene und auch

darf keine

Fußbodenlager in Räumen, die nicht unter⸗ wölbt sind, unterstütze man durch gemauerte Pfeiler oder Unterzüge, hiebei darf aber der

Nach der sorgfältigen und voll⸗

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