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1894.
Dienstag den 27. November.
M 139.
Lberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus
wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
Betreffend: Die Vertilgung der Blutlaus.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 23. November 1894.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt.
Wir erinnern Sie daran, daß nach dem Lokal-Reglement rubr. Betreffs vom 6. Mai 1887(Oberh. Anz. Nr. 55 von 1887) jedes Jahr im Monat November über das Resultat der durch die gewählten Commissionen vorgenommenen Besichtigungen an uns zu berichten ist.
Betreffend: Die Errichtung einer Abdeckerei für den Kreis Friedberg.
Dr. Braden.
Friedberg den 23. November 1894.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Gemeinderechner des Kreises, Wir benachrichtigen Sie unter Bezugnahme auf F. 23 Absatz 2 des Polizeireglements über den Betrieb und die Benutzung der für den Kreis Friedberg errichteten Abdeckerei vom 18. August 1894, daß wir heute die Auszahlung bezw. Erhebung der Entschädigungen für die in den Monaten September und October eingelieferten Viehkadaver und für die Telegrammgebühren verfügt haben.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen dieses zur Kenntniß der Interessenten bringen.
Die Gemeinderechner werden ange—
wiesen, die Quittung der Empfänger durch Unterschrift derselben in der letzten Spalte der ihnen zugehenden Verzeichnisse bewirken zu lassen.
Betreffend: Die Auszahlung der Unfallrenten.
Ur. Braden.
Friedberg den 23. November 1894.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. Das nachstehende Ersuchen des Großh. Landesversicherungsamtes theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Nachachtung mit.
Zu Nr. L. V. 287. Betreffend: Die Auszahlung der Unfallrenten.
Dr. Braden.
Darmstadt am 19. November 1894.
Das Großh. Landesversicherungsamt an die Großh. Kreisämter.
Bei dem Vorstande der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft laufen neuerdings vielfach Klagen der Entschädigungs⸗ berechtigten darüber ein, daß die Großh. Bürgermeistereien sich für die Beglaubigung der Unterschriften auf den Quittungen über Unfallent—
schädigungen jedesmal eine Gebühr von 20 Pf.
von dem Rentenempfänger zahlen ließen.
Bei kleineren Renten bedeutet diese Gebühr, wenn sie noch dazu bei jeder Monatsquittung erhoben wird, eine empfindliche Schmälerung
der Unfallentschädigung.
Mit Rücksicht auf den Inhalt des§ 122 des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886, betr. die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen ersuchen wir Sie deshalb ergebenst, die Großh. Bürgermeistereien nachdrücklichst darauf hinweisen zu wollen, daß sie nicht berechtigt sind, derartige Gebühren von den Entschädigungsberechtigten zu erheben.
Emmerling.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer befürwortet eine Vorlage der Regierung, nach der an jedem Kreisamt ein Kreissekretär mit der Vorbildung eines Ge— richtsschreibers Anstellung finden soll.
Darmstadt. Dem Forstwart Klein zu Gambach wurde aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums der Charakter als„Förster“ verliehen, der Depot-Vize⸗ feldwebel Klingler in Mainz zum Verwalter am Pro— vinzialarresthause daselbst ernannt.
Berlin. Nach Meldungen aus Apia vom 7. Nov. herrschte auf den Samoginseln große Erregung, weil die Aufständischen keineswegs zur Unterwerfung gebracht worden sind. Man hielt den Sturz Malietoa's für sicher. Ein englisches und ein deutsches Kriegsschiff be- finden sich in Apia.
— 24. Nov. Der Kronprinz von Italien ist morgens eingetroffen. Er verlängert auf Wunsch seinen hiesigen Aufenthalt voraussicht— lich bis morgen Abend. Für Morgen ist er zum Frühstück bei dem Kaiser geladen.
Kiel. S. M. Schiff„Stosch“, Komm. Kap. z. S. v. Schuckmann ist am 21. Novpbr. in St. Thomas in Westindien eingetroffen und wird am 10. Dezbr. nach Puerto Cabello in Venezuela in See gehen; desgleichen haben die abgelösten Besatzungstheile von„Möwe“ und
Sicherem Vernehmen nach reist Wekerle morgen nach Wien, um dem König die Demission des Kabinets zu unterbreiten, falls er die Sanktion der Reformgesetze nicht erlangt. Die Sanktion wird hier noch immer nicht bezweifelt, trotz— dem nach eingelangten Wiener Meldungen die größten Anstrengungen gemacht werden, die Re- formen zu hindern und das Kabinet zu stürzen.
— Franz Kossuth gab in Folge der durch den Debrecziner Zwischenfall aufgeregten Stim— mung der Bevölkerung die Fortsetzung seiner Reise auf.
Frankreich. Nizza. Die Nachricht von der Verurtheilung Romani's rief eine so große Erbitterung hervor, daß die Truppen gestern von 4 Uhr Nachmittags an in den Kasernen konsignirt bleiben mußten, um Zusammenstöße zwischen der französischen und der italienischen Bevölke— rung zu verhüten.
Großbritannien. London. Das Reuter'⸗ sche Bureau meldet über Mombasa aus Mengo am Viktoria-Njansa: Am 29. August wurde in Mengo das englische Protektorat unter feier— licher Aufpflanzung der britischen Flagge pro- klamirt. westlicher Richtung sind jetzt so weit ausgedehnt, daß sie einen Theil von Unyoro mit einschließen.
Portugal. Lissabon, 23. Nov.
Ceremoniel für die heute stattfindende kaiser— kiche Hochzeit ist folgendermaßen festgestellt: Der Tag wird durch 21 Kanonenschüsse ange— kündigt. Die geladenen Personen und Würden— träger versammeln sich Vormittags halb zwölf Uhr in verschiedenen Sälen des Winterpalais. Die Ehrendamen der Kaiserin wohnen der Toilette der Braut bei, die eine Krone trägt. Die Brautschleppe wird von vier Hofchargen getragen. 51 Kanonenschüsse kündigen an, daß der Zug sich von den Gemächern der Braut nach der Kapelle in Bewegung setzt. Voran schreiten Großwürdenträger, alsdann folgt die Kaiserin⸗Wittwe mit der Braut, hierauf der Kaiser, gefolgt von dem Hofminister und drei Generaladjutanten, der König von Dänemark, der König und die Königin von Griechenland, der Großherzog von Hessen und die anderen fürstlichen Gäste. Den Zug schließen die Sena⸗ toren, die Staatssekretäre und sonstige Würden⸗ träger. Der Kaiser, die Kaiserin-Wittwe, die kaiserliche Braut, die Souveräne und Prinzen werden an der Thüre der Kapelle von den Metropoliten, dem heiligen Synod und dem
Die Grenzen von Uganda in nord- Hofklerus empfangen. Sobald der Kaiser die 3 9 9
inmitten der Kirche errichtete Estrade betreten hat, führt die Kaiserin⸗Mutter ihm seine Braut
Händler zu. Der Erzhofpriester überreicht dann auf
„Seeadler“, Transportführer Korv.⸗Kap. Hart- in Weinen und getrocketen Früchten petitionirten goldener Schüssel die Eheringe, die der Beicht⸗
mann, mit dem fahrplanmäßigen Dampfer der beim König um Abschluß eines Handelsver⸗ vater dem Kaiser und
seiner Braut an den
Ostafrikalinie am 21. Nov. die Heimreise von trages mit Deutschland. Zahlreiche Geschäftsleute Finger steckt. Nach der Trauungsceremonie Sansibar aus angetreten. begaben sich in die Kammer, um gegen die neuen treten die hierzu bestimmten Souveräne und Steuern zu protestiren. Die Sitzung war Prinzen heran, um die Kronen über den Häuptern
Ausland. stürmisch. des Kaisers und seiner Braut zu halten. So— Oesterreich-Ungarn. Budapest, 23. Nov. Rußland. Petersburg, 26. Nov. Das dann folgt die Einsegnung der Ehe und die


