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Personen leben mehr als 41 Prozent in großen Städten. Gerade die größten Städte nehmen am raschesten zu. Berlin zeigt einen jährlichen Zuwachs von 3—4 Prozent; auch die nächst größeren Städte nehmen in den letzten Jahren um mehr als 3 Prozent zu. Dabei ist es außerordentlich merkwürdig, daß die eigentlich eingeborene Bevölkerung der größten Städte unheimlich rasch ausstirbt. Man hat heraus- gerechnet, daß z. B., wenn Paris nicht eine ständige Zuwanderung von außen her aufzu- weisen hätte, diese Millionenstadt in 120 Jahren nur noch 140,000 Menschen zählen würde. Schon jetzt sei fast unmöglich, einen Pariser aufzufinden, dessen Vorfahren drei Generationen lang in Paris ansäßig gewesen wären. Sterben doch von den 60,000 Kindern, welche jährlich in Berlin geboren werden, mehr als die Hälfte vor dem 1. Jahr. Auch in Berlin nimmt die angesessene Bevölkerung ab. Unter 1000 Berlinern sind nur 442, welche als geborene Berliner gelten dürfen, alle andern sind herein— gezogen, die Mehrzahl von dem platten Land. Daß auch sonst in einer Großstadt weit nicht alles Gold ist, was glänzt, beweist folgende Nachricht: die Zahl der Geisteskranken in Berlin beträgt gegenwärtig nicht weniger als 3250. Das ist eine erschreckende Ziffer; unter 1000 Berlinern 2 geisteskrank. Die Zahl der Bevölkerung hat sich in Berlin seit 1861 um das Dreifache vermehrt und die Zahl der Geisteskranken in derselben Zeit um das Vier— zehnfache! Das läßt einen traurigen Rückschluß auf nervenzerstörendes Hasten und Jagen in unsern Großstädten zu.
Weißkraut pr. St. 0—00 Pfg., Zwiebel pr. Ctr. M.
16.40 M., Erbsen 00.00 M., Linsen 00.00 M., Wicken
Handel und Berkehr. 51 2. Qual. M. 4648, Kühe, Stiere und Rinder N Buttermarkt. Butter Qual. M. 56—58, 2. Qual. M. 46—52. Alles per
Friedberg, 23. Mai. kostete per Pfund M. 0.95—1.10, Eier 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 22. Mai. Fruchtpr. Weizen M. 14.00 bis—.—, Korn M. 13.25 bis 00.00, Gerste M. 12.00
bis 14.00, Hafer M. 15.00— 16.00. Alle Preise ver⸗
stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Gießen, 22. Mai. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter pr. Pfd. Mk. 0,90 0,95, Eier per St. 5 Pf., 2 St. 10—11 Pf., Käse pr. St. 5—8 Pf., Tauben pr. Paar Mk. 0,85 1,10, Hühner pr. Stück Mk. 1,20— 1,40, Hahnen pr. Stück Mk. 1,50—2,00, Enten Mk. 0.00—0.00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfund 60 bis 64 Pf., Schweinefleisch pr. Pfund 60— 70 Pf., Kalbfleisch pr. Pfund 60—66 Pf., Hammelfleisch per Pfund 56 bis 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 0,00 0,00 Mark.
7008,00.
Grünberg, 18. Mai. Fruchtpreise. Weizen 14.34 M., Korn 14.10 M., Gerste 13.00 M., Hafer 00.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 3.64 M., Samen 00.00 M.
Frankfurt, 21. Mai. Fruchtbericht. Weizen hies. und Wetterauer M. 14.25— 14.60, kurhessischer M.—.— bis—.—, nordd. 00.00, russ. M. 14.50— 15.25 rum. M. 00.00 bis 00.00, Redwinter M. 14.25— 14.75, Kansas M. 00.00 00.00, La Plata M. 14.40— 14.75, Roggen, hiesiger M. 12.50 12.60, Pfälzer M. 00.00 bis 00.00, russischer M. 12.25— 12.50, Gerste, hies. Futtergerste 10.50— 11.00 M, Braugerste 00.00 bis 00.00 M., Pfälzer M. 00.00- 00.00, frankische M. 0000. bis 00.00, ungarische M. 00.00 00.00, Hafer, hiesiger Mark 00.00 00.00, württemb. Mark 00.00 00.00, bayerischer Mk. 00.00 00.00, russischer Mk. 4.25 bis 16.00, rumänischer und türkischer M. 14.00— 15.75, Mais, mixed M. 10.35 10.65, Donaumais M. 10.30 bis 10.60, russischer Mk. 10.20 10.40. Alles per 100 Kilio netto effektiv loco hier.
Frankfurt, 21. Mai. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 624 Ochsen, 55 Bullen, 783 Kühen, Stieren u. Rindern, 172 Kälbern, 134 Hämmeln, 693 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 65 bis 67, 2. Qual. M. 56—60, Bullen 1. Qual. M. 49 bis
50 Kilo 5 Kälber 1. Qual. 73—75 Pfg., 2. Qual. 63—6
2. Qual. 50—54 Pfg., Schweine 1. Qual. 57— Pfg., 2. Qual. 55— 56 Pfg. Alles per Pfund.
Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 26. Mai 1894. Vorabend 7 Uhr 30 Min.
Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr.
Pfg., Hammel 1. Qual. 62—64 Pig.
1 *
14
Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min. 1— Wochengottesdienst von Sonntag den 27. Mai 4 Wird Morgens 6 Uhr 15 Min., Abends 9 Uhr 15 Min. 1 Geld- Cours. unn, Frankfurt am 22. Mai. 1894.—— Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke„„„„ 1 Wenn, Dollars in GD Dt Denen al marrrososs 0 Englische Sovereighhngs 20. 39 20. 34 2 ai Iderioaol!l,, 63 J fndet en 2 ö 7. Jui Stellensuchende jeden Berufs 6 placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Ostra- Allee 35. 152 5 fbr *** 5 Herr Johann Maria Farina% 1. 5 Jommi gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln miert hat uns den Debit des nichtig allein ächten Cölnischen Wassers e übertragen und empfehlen dasselbe scheinli per Glas zu M. 1.75, uestellt ½ Dutzend„ 9.50, 2 „ Dutzend„00 Ml Die Exped. des Oberh. Anzeigers.. elbe
1
2 8
von 1370/71.
Die Petition an den deutschen Reichstag, die Gewährung eines Ehrensoldes an die Veteranen von 1870,71 betr., kann bis Ende dieser Woche noch bei H. Wagner hier unterschrieben werden.
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Friedberger Vadsahrerbertin.
Jeden Donnerstag Abend, beginnend J Ersatz⸗ mit dem 17. d. Mts. findet ein I Hbedun Familien⸗Abend Gemu
statt. a sofort Friedberg den 12. Mai 1894. schein Der Präsident: 5 1
Freitag den 25. d. Mts., Abends 9 Uhr: un . Haupt Versammlung.
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