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Obenhelfischer Ahaßer.
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Deutsches Reich. Darmstadt, 14. März. S. K. H. der oßherzog ist zum Besuch nach Koburg ab— eist. r — 14. März. Die Zweite Kammer genehmigte die l Zufnahme einer Anleihe von 3,850,000 Mark für Zwecke e Landeskreditkasse, ebenso 115,181 Mark als Darlehen
Der Vote, a. die betheiligten Gemeinden für Beitragsleistungen N fl, zun Bau der Bahn Hanau-Friedberg. Die Abgeord— men Mülberger und Genossen beantragen bei der
weiten Kammer die Uebernahme aller Kosten der 0 Vulksschulen auf die Staatskasse, oder daß diese wenigstens
le und J. asschließlich die Auszahlung der Kosten bewirke. den bis li un Darmstadt. Die Amtsrichter Becker in Beerfelden ane ud Geilfus in Altenstadt wurden zu Oberamtsrichtern
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stand der enannt, der Reallehrer Nagel zu Friedberg auf Nach—
bon Peter l sthen in den Ruhestand versetzt, das Ehrenzeichen für „ 11 ie reiwilli 7. 1 9 2
5 Ritglieder freiwilliger Feuerwehren dem M. Nagel zu
(eßen ertheilt, der Amtsrichter Weidig in Vilbel zum (Heramtsrichter in Gernsheim, der Amtsrichter Wagner Lorsch zum Amtsrichter in Darmstadt, der Gerichts— (lessor Walter aus Darmstadt zum Amtsrichter in
Hersch, der Gerichtsassessor Welcker aus Darmstadt zum
emtsrichter in Seligenstadt, der Gerichtsassessor br.
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n der Sai on 0 enst anzuzeigen
I. Holl mnyser aus Mainz zum Amtsrichter in Vilbel, der er. breisbauaufseher⸗Asp. Spieß aus Leusel zum Bahn—
5 heister bei den Oberhessischen Eisenbahnen, der Land— 1 Illi grichtsrath Pr. Zimmermann in Darmstadt zum Mit⸗ N ede der Kommission zur Prüfung der Gerichtsschreiber— bei ind Gerichtsvollzieheraspiranten ernannt, der Distrikts—
ennehmer Meißinger in Nieder-Olm nach Groß-Gerau nursetzt, dem Feldschützen Muhl zu Großen⸗Linden das Alg. Ehrenzeichen„Für Verdienste“ verliehen, der sußgendarm Ruhl zum zweiten Universitätsdiener in eßen ernannt. Berlin, 15. März. Der Bundesrath berwies die Vorlage über Ausprägung von 11 heichssilbermünzen den zuständigen Ausschüssen. Berlin, 14. März. Reichstag. Fortsetzung der manden⸗ N ntsberathung. Beim Etat der Zölle und Verbrauchs mern wird zunächst die von der Kommission vorge— ginden, Mar, staagene Erhöhung des Etatansatzes der Einnahmen r, Corsetten uz der Zuckersteuer um 5 Millionen nach längerer 15. in größter Ocbatte angenommen. Ein Antrag der Sozialdemokraten n Preisen bei In Branntweinsteuer auf Vorlegung eines Verzeichnisses „ Usagasse.
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W. Bernbeck.
e Liebesgabenempfüänger wird vom Staatssekretär ssadowsky, der darin eine Profkriptionsliste erblickt, bechaft bekämpft und gegen die Stimmen der Linken helehnt. Es folgt die Berathung des aus dem Etat e Reichsamts des Innern rückständigen Titels be— uffend das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm(. dumm erklärt, für den Kommissionsbeschluß, Be—
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chetten und ligung von 4 Millionen, stimmen zu wollen, behält 98 t aber vor, unter veränderten Umständen mehr zu den e sewilligen. Singer lehnt jede Forderung für das
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serdenkmal ab und weist außerdem auf die schlechte fuanzlage hin. Richter erklärt Namens beider Volks- letteien, sie wären zur Bewilligung der Pauschalsumme 1 4 Millionen bereit, wenn die Regierung bindend erüre, daß es damit genug sei und wenn dies durch de summarischen Anschlag eines neuen Projektes bestärkt wiede. Staatssekretär v. Boetticher kann keine Er⸗ Aung abgeben, hält aber für wahrscheinlich, daß die weündeten Regierungen die angebotene Pauschalsumme cdleptiren. Sollte der Bundesrath sich überzeugen, daß sie ttt reiche, so werde er dem Reichstage neue Vorschläge mitchen. Lieber und Bennigsen bedauern, daß die Elitaldemokratie sich prinzipiell der Dankesschuld gegen zu verewigten Kaiser entziehe. Es sei aber gut, daß dettiefe Kluft, die das übrige Haus von den Sozialdemo— hasen trenne, bei dieser Gelegenheit zu Tage trete. dichel: Seine Partei mache aus ihrem antimonarchischen tmdpunkte kein Hehl, daher könne ihre Ablehnung ie Denkmals nicht überraschen. Hinter der republi⸗ lufschen Idee standen die großen Massen. Der Per- sntichkeit, die 12 Jahre lang das Sozialistengesetz auf— ntterhalten habe, könne man kein Denkmal setzen. [irufe.) Der Antrag der Budgetkommission wird geen die Stimmen der Sozialdemokratie und der Volks⸗ meien angenommen. Bei der wiederholten Abstimmung ee den neuen Aviso„Ersatz Falke“ ergibt sich dessen Abehnung mit 157 gegen 127 Stimmen. Der Rest lelEtats wird ohne erhebliche Debatte erledigt. Darauf
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5 Gross n das Gesetz betreffend Aufhebung des Identitäts—⸗ 1 herveises in dritter Lesung mit 15 auf die Ver⸗ wig zerdung der Einfuhrscheine bezüglichen Ergänzungen en iwie mit der Bestimmung, daß es am 1. Mai in Kraft U 9., nach den Beschlüssen der zweiten Lesung ange— 1 be men. Die Resolution Puttkamer auf Aufhebung Wagner. r gemischten Privattransitlager und der für Mühlen— * ihlber bestehenden Zollerleichterungen wird angenommen. 7 5. März. Dritte Lesung des Etats. Die General⸗ Istiet bitte 1 nur eine längere Rede Liebknecht's „ slasen gm den Militarismus und für eine allgemeine Ab— den b ung. Der russische Handelsvertrag sei ein weiterer t. gottschritt auf dem Wege zum allgemeinen Weltfrieden. veuhe n folgt die Spezialberathung. Beim Etat des Aus⸗ ab Baten 101 ütigen Amts wiederholt Schmidt-Warburg die 1 1 he, ob die Reichs-⸗Regierung die Interessen der 10 susschen Inhaber griechischer Staatspapiere rstütze. Binder gel ul Bünderng
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Der Staatssekretär v. Marschall versichert, daß be— reits früher die Reichsregierung mündlich und schrift— lich gegen die Kürzung der Rechte der griechischen Staats- gläubiger Verwahrung eingelegt habe und selbstver— ständlich auch die weiteren Schritte der vereinigten Gläubiger unterstütze. Beim Militäretat wird ent— sprechend einem Antrage Hammacher's die in zweiter Lesung gestrichene Position von 674,469 M. für den Militärbaufonds unter großer Heiterkeit des Hauses gegen die alleinigen Stimmen der Sozialdemokraten wiederhergestellt,(der Kriegsminister verbeugt sich dankend vor dem Abg. Richter) nachdem vorher an zwei anderen Positionen, die der Kriegsminister für weniger dringlich erklärt hatte, 700,000 M. gestrichen worden waren. Beim Etat der Justizverwaltung entsteht eine lange Debatte über den Antrag Auer, der gegen die merkwürdige Auslegung des§ 43 der Reichsgewerbe⸗ ordnung über Vertheilung von Stimmzetteln und Druck— sachen zu Wahlzwecken an Sonntagen durch sächsische Gerichte protestirt und die Regierungen um ihre Ein- wirkung in dieser Frage ersucht. Der Antrag wird von mehreren Seiten als ein Versuch zur Beeinflussung der Rechtsprechung bekämpft und schließlich zurückgezogen. Im Uebrigen wird der Etat ohne erhebliche Debatte
erledigt. S. M. Schiff„Marie“, Komm.
Kiel. Korv.⸗Kap. v. Lynker, ist am 11. März er in Rio de Janeiro angekommen.
Cronberg. Die Kaiserin Friedrich trifft zwischen dem 15. und 17. März aus England auf Schloß Friedrichshof ein. Dort wird sie kurzen Aufenthalt nehmen und alsdann nach Athen weiterreisen. Mitte April beabsichtigt sie zurückzukehren, um mit der Königin von England an der Hochzeitsfeier in Koburg theil— zunehmen. Schloß Friedrichshof wird dann den dauernden Sommer-Aufenthalt der Kaiserin Friedrich bilden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Budapest, 14. März. Das Oberhaus nahm unverändert die Re— gierungsvorlage betreffend die provisorische Regelung der Handelsbeziehungen mit Ruß⸗ land an.
Belgien. Brüssel, 14. März. Dem „Journ. de Bruxelles“ zufolge reist der König von Schloß Ciergnon nach San Remo ab.
Frankreich. Paris. Der Bugetentwurf für 1895 konstatirt einen Fehlbetrag von 140 Millionen. Zu dessen Deckung sollen verwendet werden: der Ertrag der Konversion, die Er⸗ sparungen bei den Zinsgarantien der Eisen— bahnen und neue Steuern. Demgemäß soll eine Einkommensteuer eingeführt werden, die, das Einkommen nach dem Miethzins bemißt, sowie eine Steuer auf Dienstboten. Zugleich mit dem Budget wird der Entwurf einer Ge- tränkesteuer-Reform eingebracht. Das Budget enthält auch Kredite für die Amortisation und die Arbeiter-Pensionskassen.
— 15. März. In der Madeleine-Kirche fand eine neue Bomben-Explosion statt. Die Explosion erfolgte unterhalb des Thoreingangs der Kirche mit starker Detonation. Die ganze Kirche war mit Rauch erfüllt. Ein Mensch wurde in Stücke gerissen und verkohlt. Der Getödtete ist ein schlecht gekleideter junger Mann. Im Augenblick der Explosion lief ein zweiter Mann die Kirchenstufen herab; dieser wurde von der herbeieilenden Menge aufgehalten, übel zugerichtet und verhaftet. Die Vermuthung, daß der Getödtete identisch sei mit dem Atten⸗ täter, wird bestätigt durch ein bei der Leiche gefundenes Notizbuch, das die Photographie [Ravachol's enthält. Unter dreien von der Polizei verhafteten Personen befindet sich ein Straßenverkäufer Namens Maurel. Dieser kam mit einer tiefen Schenkelwunde in eine Apotheke und gab an, er habe sich beim Ueber⸗ steigen des Gitters an der Madeleine⸗Kirche verletzt; er verwickelte sich beim Verhör in Widersprüche.
Großbritannien. London, 15. März. Das Unterhaus bewilligte mit 198 gegen 9 Stimmen den geforderten Nachtragskredit für
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die Ugandamission. Im Laufe der Debatte er— klärte Grey, die Regierung werde nach Ostern
ihre Entschließung betreffs Ugandas mittheilen.
Spanien. Madrid, 15. März. Der Ministerrath faßte eine Erklärung ab, wonach das neue Kabinet die Politik des früheren fortsetzen werde und sich die Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt als Grund— lage für den nationalen Kredit zum Ziele setze. Besondere Gesetze gegen Störer der sozialen Ordnung werden vorgelegt werden. Die Cortes sind auf den 4. April einberufen. Das Kabinet wird die Annahme des früheren Budgets, in dem es nur Aenderungen in den Einzelheiten vornahm, beantragen.
Portugal. Lissabon. Auswärtigen demissionirte.
Serbien. Belgrad. Der Gesandte in Konstantinopel, Belimirovie, wurde zur Dis— position gestellt.
Bulgarien. Sofia. Prinz Ferdinand begnadigte den Metropoliten Klement.
Rumänien. Bukarest, 14. März. Die Kammer begann die Generaldebatte über die Handelskonvention mit Oesterreich-Ungarn.
Amerika. Washington, 15. März. Der Senat genehmigte mit 44 gegen 31 Stimmen die Vorlage bezüglich der monatlichen Auspräg— ung von 2 Million Dollars aus dem im Staats- schatze befindlichen, von der Prägegebühr her— rührenden Silber.
Rio de Janeiro, 13. März. Heute Nachmittag um drei Uhr begannen alle Batterien von den Regierungsforts ein heftiges Bombardement gegen die Jorgentenforts. Die Insurgenten antworteten ni. Das Bom— bardement dauerte bis vier Uhr und als das Regierungsgeschwader in der Bai eintraf, strichen
Der Minister des
die Insurgentenforts die Flaggen. Die In⸗ surgenten-Offiziere flüchteten inzwischen an
Bord französischer und portugiesischer Kreuzer. Admiral da Gama soll sich an Bord des englischen Kreuzers„Sirius“ befinden. Die Be— endigung des Krieges verursacht große Freude.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Am 19. März feiert das Christ. Eich'sche Ehepaar in voller Rüstigkeit seine goldene Hochzeit.
w. Dorheim, 12. März. Unter überaus zahl⸗ reicher Betheiligung der hiesigen Einwohner sowie vieler Freunde von Nah und Fern fand heute das 50jährige Dienst⸗Jubiläum des hochverdienten hiesigen Lehrers Walther statt. Das ganze Dorf prangte aus Anlaß des Tages in reichem Schmuck und war das Jubiläum ein Fest für die ganze Gemeinde. An dem Festzug nahmen die Kreisschulkommission, die hiesigen Vereine, Gemeinde- und Kirchenvorstand, sowie eine große Menge von Freunden und Verehrern Theil. Nach der durch den Ortsgeistlichen gehaltenen gediegenen Festpredigt erfolgte die Beglückwünschung. Geh. Reg.⸗Rath Or. Braden überreichte dem Jubilar den ihm von S. K. H. dem Großherzog verliehenen Orden, sodann verlas Decan Meyer von Friedberg ein Anerkennungsschreiben der oberen Kirchenbehörde. Im Schulhause wurden sodann zahlreiche Geschenke überreicht. Im Gasthaus„Zur Sonne“ fand zu Ehren des Jubilars unter außer⸗ ordentlich zahlreicher Theilnahme ein Festessen statt, bei dem Geh. Regierungsrath Ur. Braden das Hoch auf den Landesherrn ausbrachte; Schulrath Schmidt feierte den Jubilar als Lehrer und Dr. Weckerling von Fried— berg als seinen treuen Assistenten, der vielen Kranken Trost und Hilfe gebracht, Obmann Backes überbrachte die Glückwünsche des Landes⸗Lehrer-Vereins, während Decan Meyer die Festgemeinde feierte. Das ganze Fest nahm den herrlichsten Verlauf.
Gießen, 14. März. Gestern Abend brach bei der Vorstellung im Circus Lorch ein Theil der sehr stark besetzten Gallerie zusammen. Beschädigt wurde, soweit bis jetzt festgestellt, nur eine Frau von hier, die mit den Beinen zwischen den Brettern stack.
Worms, 12. März. Der Knecht Kaila, welcher als Helfershelfer bei dem an dem Heppenheimer Händler Schreiber verübten Raubmorde verhaftet wurde, ist vor⸗ gestern aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil es ihm gelungen ist, vor dem Untersuchungsrichter nachzuweisen, daß er an dem Abende der Mordthat von 8 bis 12 Uhr im Wirthshaus Karten gespielt habe, auch soll derselbe länger als ein Jahr nicht mehr mit dem Mörder verkehrt haben. Der Mörder Rohrbacher


