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italienischen Reise nach Wien zurück.
1894.
Dienstag den 13. März.
N 30.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf.,
ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗
wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahreseonto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.
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Der Unterzeichnete beehrt sich hiermit, die Mitglieder auf Mittwoch den 21. d. Mts., des Vormittags 11
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen zu einer Hauptversammlung 2 Uhr, in das Gasthaus zum Prinzen Carl in Gießen ergebenst einzuladen.
Einziger Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl des Vereinspräsidenten und dessen Stellvertreters für die Periode 1. April
1894 bis dahin 1900. Laubach am 8. März 1894.
Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen: Friedrich, Graf zu Solms-Laubach.
Betreffend: Grabstätten der im Großherzogthum 1870/71 verstorbenen Angehörigen der Französischen Armee.
Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemarkungen sich französische Kriegergräber befinden, wollen uns solches binnen längstens 3 Tagen anzeigen und dabei angeben, wieviel Gräber vorhanden sind und wer dieselben unterhält.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Friedberg den 9. März 1894.
Dr. Braden.
Karoline Jung von Oberhofen, Kreis Hagenau, 17 Jahre alt, wurde auf Grund des§ 3 Abs. 2 des Freiz.-Ges. auf die Dauer von 2 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen. Anton Lerm von Cransberg, Kreis Usingen, 53 Jahre alt, wurde auf Grund des§ 3 Abs. 2 des Freiz.-Ges. auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen.
Deutsches Reich.
Berlin, 9. März. Reichstag. Beim Etat der Reichseisenbahnen entspinnt sich zunächst eine längere Debatte über die von der Kommission vorgeschlagene Erhöhung des Einnahmeansatzes um 3 Millionen. Das Haus tritt schließlich den Beschlüssen der Kommission bei. Im Uebrigen wird der Etat der Reichseisenbahnen ohne wesentliche Debatte erledigt desgleichen die Etats des Reichsschatzamts und des Reichstags. Das Haus geht dann zur Berathung des Extraordinariums des Marineetats über. Nach längerer Debatte wird die Forderung für den Ersatzbau„Preußen“ in nament— licher Abstimmung mit 134 gegen 94 Stimmen ange⸗ nommen. Die Forderung für den Bau von„Ersatz⸗ Leipzig“ wurde mit 117 gegen 95 Stimmen abgelehnt. — 10. März. Die Verlängerung des Handelspro⸗ visoriums mit Spanien wird in erster und zweiter Lesung debattelos genehmigt. Es folgt die zweite Lesung des rusischen Handelsvertrags. Nach längerer Debatte wird Artikel 1 in namentlicher Abstimmung mit 200 gegen 146 Stimmen angenommen. Die weiteren Artikel des Vertrages bis Artikel 18 einschließlich werden debattelos angenommen. Ueber Artikel 6 und 7 wird die Abstimmung ausgesetzt.
Karlsruhe. Im Befinden des Groß— herzogs ist eine Besserung eingetreten, doch be— dingen angreifende Hustenanfälle fortgesetzte
Schonung und die Enthaltung von allen Ge— schäften.
Aus Rom treffen laut Hofbericht günstigere Nachrichten über das Befinden der Kronprinzessin von Schweden ein. Der schwedische Kronprinz trifft morgen in Rom ein zum Auf— enthalt über Ostern.
München, 9. März Der Finanz⸗Ausschuß
der Kammer erklärte die Petition um Ver—
staatlichung der Realschulen einstweilen für
erledigt durch die Erklärung des Ministers, daß er dieser Angelegenheit mit thunlichstem
Wohlwollen gegenüberstehe. Der Ausschuß lehnte ferner die demokratische Petition auf
Trennung von Kirche und Schule kurzweg mit allen Stimmen gegen eine ab.
Dem Wunsche, daß die Lehrer Sitz und Stimme im Schul⸗
1 kollegium haben, ist der Minister günstig ge⸗
stimmt. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Kaiser Franz Josef kommt am 21. März von seiner
Schweden. Christiania, 10. März. Im
Storthing beantragte Ullmann eine Tagesord— nung, in welcher es heißt: In dem Schweigen furchtbarer,
der Thronrede über Fragen, derentwillen das
Ministerium die Regierung übernahm, sehe das Storthing einen neuen Beweis für den Mangel
an Fähigkeit und gutem Willen der Regierung, diese Frage zu lösen, die Selbstständigkeit des Reiches zu behaupten, sowie sein Wohl zu för— dern und beschließe deshalb, daß der offene Brief des Königs mit der Rede den Protokollen beigelegt werden solle.
Norwegen. Stockholm, 10. März. Der Reichstag lehnte einen Antrag ab, wonach die Getreidezölle auf den Zollbetrag von 1892 er— höht werden sollten.
Frankreich. Paris, 9. März. Die „Lanterne“ will wissen, es seien fünftausend Mann chinesische Truppen in das Gebiet des oberen Mekong, das nach den französischen und englischen Abmachungen für den Pufferstaat reservirt ist, eingedrungen.
— Nach der„Pol. Corr.“ wurden zwischen dem Pariser und Londoner Kabinet Unterhand— lungen über die Anarchisten eröffnet. Die Franzosen verlangen, daß die anarchistischen Verbrecher als gemeine Verbrecher behandelt und gegenseitig ausgeliefert werden.
Großbritannien. London, 8. März. Herbert Gladstone übernahm heute die Post— Verwaltung und öffentlichen Arbeiten. Lord Tweedmouth ist zum Großsiegelbewahrer mit Sitz im Kabinet ernannt. Gardner behält den Ackerbau.
Spanien. Madrid, 9. März. Das Kabinet hat demissionirt. Die Königin beauftragte Sa— gasta mit der Neubildung.
— 8. März. Hinsichtlich der Zahlung der Entschädigung Maroccos an Spanien ist nun⸗ mehr eine Vereinbarung dahin getroffen, daß fünf Million Pesetas noch im laufenden Jahre, der Rest von 15 Millionen in jährlichen Raten von zwei Millionen zu zahlen sind.
— 10. März. Der Alcalde des Dorfes Fuenterrebello wurde gestern durch die Explo⸗ sion einer von einem Unbekannten in ver⸗ brecherischer Absicht gelegten Dynamitpatrone verwundet und ist Nachts gestorben.
Rom, 8. März. Gegen Abend, nach Schluß der Kammersitzung, explodirte unter in vielen Stadttheilen gehörter
Detonation an der Ecke des Montecitorio-Platzes, vor dem Kammergebäude, eine Bombe. Die äußeren und inneren Fenster des Kammerge— bäudes gingen in Trümmer, ebenso die Fenster der umliegenden Häuser. Soweit bis jetzt fest⸗ gestellt, wurden acht Passanten verletzt, darunter zwei lebensgefährlich; einem älteren Mann sind beide Beide zerrissen worden, einem anderen ein Bein. Polizisten und Militär zerstreuten die auf dem Montecitorio angesammelte Menschen— menge und besetzten die Zugänge. Zwei Per⸗ sonen wurden als der Urheberschaft des Atten— tats verdächtig verhaftet. Nach übereinstimmen— den Aussagen der vernommenen Zeugen wurde die Bombe an das Kammergebäude ge⸗ legt. Die Bombe bestand aus einer Petroleum— kassette, welche sich in einer Holzschachtel befand. Der Explosionsstoff ist noch nicht festgestellt, doch war es jedenfalls nicht nur Schießpulver.
— 10. März. Von den bei der Bomben— explosion Verwundeten liegt der bereits er— blindete Soldat Baldi im Sterben; auch der Zustand des Beamten Molaroni, dem ein Bein amputirt wurde, ist hoffnungslos. Der ver— storbene Angeli ist unter großer Vheilnahme der Bevölkerung und der Beamtenwelt beerdigt worden.
Rumänien. Bukarest, 10. März. Der Senat nahm einstimmig die Handelskonvention mit Belgien an.
Serbien. Belgrad, 9. März. Die Re⸗ gierung beschloß, sofort mit Belgien und Griechenland in Verhandlungen zum Abschlusse eines Handelsvertrages einzutreten und Mon— tenegro auf den Fuß der Meistbegünstigung zu stellen. Die Zustimmung der Skuptschina soll nachträglich verlangt werden.
Rußland. Petersburg. Der hiesige Be— richterstatter der„Pol. Corr.“ versichert auf Grund authentischer Information, daß die Mittheilung des„Gaulois“ über das Bestehen einer zwischen Rußland und Frankreich abge⸗ schlossenen Militärkonvention jeder Begründung entbehre..
Egypten. Kairo, 10. März. Der Khedive reist voraussichtlich Anfang Juni nach der Schweiz, um dort sechs Wochen zu bleiben und alsdann direkt nach Egypten zurückzukehren.


