Ausgabe 
12.7.1894
 
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Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsvollzieher Pöpperling in Bingen wurde zum Hilfsgerichtsschreiber in Alzey, der Hilfsgerichtsschreiber Weiß in Mainz zum Hilfs gerichtsschreiber in Lauterbach, der Hilfsgerichtsschreiber Seitz in Gießen zum Hilfsgerichtsschreiber in Butzbach ernannt, ferner zum Hilfsgerichtsschreiber in Mainz der Gerichtsschreiberasp. Hetterich in Mainz, ebenso der Gerichtsschreiberasp. Deichelmann in Oppenheim und der Gerichtsschreiberasp. Müller in Ober-Ingelheim, in Schotten der Gerichtsschreiberasp. Bopf in Offenbach, in Wald-Michelbach der Gerichtsschreiberasp. Weimar in Darmstadt, in Gernsheim der Gerichtsschreiberasp. Distel in Mainz, in Ulrichstein der Gerichtsschreiberasp. Knopf in Darmstadt, in Ortenberg der Gerichtsschreiber asp. Jullmann in Mainz, in Gießen der Gerichts

schreiberasp. Walbrach in Gießen, in Bingen der Ge⸗ müssen ihre Strafe in einer Zelle absitzen, um schreiberasp. Kaiser in Darmstadt, in Homberg der den Mitgefangenen nicht ihre Ideen mittheilen

Gerichtsschreiberasp. Fleischhauer in Homberg, in Nidda der Gerichtsschreiberasp. Bodensohn in Seligenstadt er nannt, das Ehrenzeichen für Mitglieder freiw. Feuer- wehren dem Oberbrandmeister Lulei, dem Hornist Schön,

und dem Feuerwehrmann Deppert in Bensheim verliehen, genommene Gesetzesvorlage betreffend die Unter⸗

dem Hofkapellmeister de Haan in Darmstadt die goldene Verdienst⸗Medaille für Wissenschaft, Kunst ꝛc. verliehen, der A. Janke zu Friedberg zum Hauptlehrer an der

erweiterten Handwerkerschule daselbst ernannt, der Ren- Polizei verhaftete vorgestern einen der gefähr

dant Weigel in Friedberg auf Nachsuchen, unter An erkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt, der Finanzasp. Fröhlich aus Bessungen zum Kakulator bei

der Hauptstaatskasse, der Dammwärterasp. Frank aus kreten

Nierstein zum Kapitän und der J. Vogel aus Berg hausen zum Maschinisten bei dem Regierungsdampfer Hassia ernannt.

Berlin, 9. Juli. Aus Eide wird be richte: Die YachtHohenzollern, die den Tag über in Odde gelegen, traf Samstag Abend hier ein und ging vor Anker. Im Laufe des Tages nahm der Kaiser Vorträge entgegen und erledigte Regierungs-Geschäfte. Bei der Abendtafel wurde der Geburtstag des Prinzen Eitel Fritz gefeiert. Am Sonntag früh gingen die Majestäten an Land und be gaben sich zu Wagen über Vossewangen nach Stahlheim.

9. Juli. Der Bundesrath lehnte den Gesetzentwurf wegen Aufhebung des Jesuiten gesetzes ab und nahm den Antrag Bayerns auf Zulassung der Redemptoristen an.

Kassel, 7. Juli. Die Kinder des deutschen Kaiserpaares trafen, von einer großen Volks menge jubelnd begrüßt, um 5 Uhr auf dem Bahnhof Wilhelmshöhe ein und fuhren in

einem offenen Wagen durch die mit Fahnen

prächtig geschmückte Allee zum Schloß.

Ausland. 5 Oesterreich-Ungarn. Pilsen, 9. Juli. Heute Nacht ist eine Bombe unter furcht barer Detonation vor der Aktien-Bierhalle, den Lokalitäten des deutschen Turn- Vereins und des deutschen Handwerker-Vereins ex plodirt. Im Garten war ein zahlreiches Publikum. Es verlautet, eine Person sei schwer, zwei Offiziere leicht verletzt. Vor dem Be zirksgericht und dem Kreisgericht wurden Bomben gefunden, deren Lunten Gendarmen auslöschten.

Belgien. Brüssel. Ein dem Staats sekretär des Innern des Congostaates zuge gangenes Telegramm berichtet von einem am 18. März erfolgten Angriff der Mahdisten auf die befestigte Stellung bei Mundu, nahe der Wasserscheide des Nils. Der Kommandant Delanghe brachte den Mahdisten eine blutige Niederlage bei. Die Letzteren wurden völlig geschlagen und ließen eine Anzahl Flinten in den Händen der Truppen des unabhängigen Congostaates. Der Hauptmann Bonvaelet und Sergeant Ligot sind in dem Gefechte gefallen.

Frankreich. Paris, 9. Juli. Die Kom⸗ mission der Kammer nahm einstimmig den Vertrag mit Deutschland wegen der Abgrenz ung des Hinterlandes von Kamerun an. Der Vertrag dürfte vom Plenum dieser Tage ohne Debatte genehmigt werden.

Die Strafnovelle gegen die Anarchisten bestimmt im einzelnen, daß alle direkten Provo

kationen durch Wort und Schrift zu anarchisti- schen Delicten nicht von Geschworenen, sondern von den Strafkammern abgeurtheilt werden sollen. Außer Gefängniß kann lebenslängliche Landesverweisung ausgesprochen werden; sie ist obligatorisch bei Verurtheilungen zu mehr als einem Jahr Gefängniß. Anarchistische Propa ganda wird mit drei Monaten bis zu zwei Jahren Gefängniß bestraft. Für die Anar chistenprozesse ist der Ausschluß der Oeffent lichkeit vorgesehen. Die Publikation des Prozeß berichts durch die Presse wird mit Geldstrafe bis 10,000 Frs. bedroht. Die Verurtheilten

zu können. Spanien. Madrid, 8. Juli. Der Senat genehmigte die bereits von der Kammer an

drückung des Anarchismus. Serbien. Nisch, 8. Juli. Die hiesige lichsten Auarchisten. Seit zehn Tagen weilte in Nisch ein Fremder, dessen elegantes Auf nur durch den Umstand Verdacht er regte, daß er mit einem Arbeiter der könig lichen Maschinenwerkstätte, Markiewitsch, einen regen Verkehr unterhielt. Drei Tage nach seinem Eintreffen meldeten sich beim Nischer Polizeipräfekten zwei russische Geheimagenten, welche die Unterstützung bei der Ergreifung eines gewissen Cyprian Jegolhowsky, alias Baron Sternberg erbaten. Der Verdacht wandte sich sofort dem bewußten Fremden zu. Seine bei der Post einlangenden Briefe, darunter eine an Baron Sternberg adressirte Geldanweisung über 500 Francs aus Paris, wurden beschlag nahmt. Nachdem an der Identität kein Zweifel mehr war, wollte man zur Verhaftung vor gehen, Sternberg war indessen verschwunden. Vorgestern gelang es der Nischer Polizei, seiner in der Kreisstadt Alexinaz habhaft zu werden, worauf Sternberg gefesselt nach Nisch ins Ge fängniß eingeliefert wurde. Gleichzeitig wurde der Arbeiter Markievics verhaftet. Letzterer betheuerte, den angeblichen Sternberg früher nicht gekannt zu haben. Sternberg wollte gegen hohe Belohnung 6 Bomben von ihm ange fertigt haben, was er aber ablehnte. Amerika. Chicago, 9. Juli. Cleveland hat eine Proklamation erlassen, durch welche der Belagerungszustand über Chicago verhängt wird und alle Theilnehmer von gesetzwidrigen Vereinigungen u. Zusammen rottungen aufgefordert werden, sich vor heute Mittag zu zerstreuen. Gegen Diejenigen, welche diese Warnung mißachten, wird mit entschiedenen Maßregeln vorgegangen werden. Als gestern Nachmittag ein Zug unter dem Schutze der Polizei das Depot verließ, griff die Volksmenge denselben an und begann die Waggons zu zer stören. Die Polizei ließ die regulären Truppen rufen, welche auf die Menge Feuer gaben und mehrere Personen verwundeten, darunter vier tödtlich. Der Menge gelang es schließlich, die Truppen zurückzutreiben. Letztere kehrten nach der Stadt zurück und die Menge setzte die Zer störung des Zuges fort. Neue Verstärkungen von Polizei und Truppen haben sich nach dem Thatorte begeben. Am Freitag wurden 6 der schönsten, noch stehenden Ausstellungsgebäude durch Feuer zerstört. Das Feuer brach in den gesammten Gebäuden zu gleicher Zeit aus, war also gelegt. In Hammond vermüstete eine Volksmenge das Telegraphenbureau und brachte Güterzüge zum Entgleisen, wobei fünf Bedienstete verletzt wurden, darunter einer tödt lich. Ein Salonwagen wurde verbrannt und der Verkehr ist unmöglich. Der Gouverneur von Indiana schickte 750 Mann Miliz nach

Präsident

sellschaft erklärt, daß ihr 667 Waggons, davon 100 sammt der Ladung, verbrannt worden seien.

Aus Stadt und Land.

Friedberg, 9. Juli. Das Mondigler'sche Haus auf dem Haagk mußte abgesprießt werden, da es be denkliche Risse in Folge Unterspülung durch Wasser zeigte. Friedberg. Am Samstag Abend ertrank beim Baden am Kingstule ein 19 jähriger Taubstummer. p. Groß-Karben. Am 5. Juli fand die dies jährige Prämiirung von Jungvieh auf dem Selzer brunnen statt. Obwohl die Betheiligung eine sehr rege war, es waren 73 Anmeldungen erfolgt, konnten doch nur für 12 Thiere: 2 Fasel und 10 Rinder Preise gewährt werden. Die Preisrichter H. Reitz aus Butzbach, Bürgermeister a. D. Jeckel aus Ober-Mörlen und Bürgermeister Fenchel aus Griedel, nebst den durch die Prämiirungs-Ordnung feststehenden Mitgliedern des Preisgerichtes, konnten, verpflichtet durch die Vorschriften des Provinzialvereins und des Landesausschusses, nur nach bestem Wissen und Gewissen in dieser gerechten Weise urtheilen, da die von Großh. Regierung zur Ver fügung gestellten Mittel nicht einfach vertheilt, sondern nach Recht und Gebühr zur Prämiirung entsprechender zur Weiterzucht besonders geeigneter Thiere verwendet werden sollen. Bei dieser Prämiirung zeigte sich wie auch bei vielen anderen Thierschauen, daß öfters Kreuz ungen von reinen Simmenthalern mit hiesigem Land vieh, das allerdings schon einen hohen Bruchtheil Simmenthaler Blut enthält, besser ausfallen, als sog. Reinzuchten von Thieren direkter Originalabstammung. Die Haltungsweise der Thiere in der Schweiz und hier ist eben doch eine zu verschiedene und geht deshalb die Nachkommenschaft unter der veränderten Haltungs- weise schnell zurück. Es konnten daher auch nicht alle alsrein angemeldeten Thiere Preise erhalten, da die Kommissäre lediglich nach den äußeren Formen urtheilen konnten ohne Rücksicht auf Abstammung und vor Allem ohne Rücksicht auf den Besitzer, den die Preisrichter bei der neuen Einrichtung unserer Thierschauen auch nicht kennen konnten, darin besteht eben hauptsächlich der Vorzug der neuen Einrichtung. Wenn der Züchter wegen seiner eventuellen früheren Verdienste prämiirt werden sollte, könnte man ihm ja das Geld direkt zu schicken ohne die umständliche Thierschau. Das ist aber nicht beabsichtigt, sondern das einzelne Thier soll beur theilt werden. Prämien erhielten folgende Landwirthe: Fauerbach, C., in Okarben für einen 9 Monat alten Fasel 30 M., Steubesand, W. in Klein⸗Karben für des gleichen 20 M., Trabandt, J. G. Ph. in Klein-Karben für ein 12 Mon. altes Rind 30 M., Sommerlad, H. in Nieder-Wöllstadt für ein 12 Mon. altes Rind(rein) 30 M., Gruner, H. J. in Klein-Karben für ein 15 Mon. altes Rind 25 M., Seelig, B. in Nieder-Wöllstadt für ein 15 Mon. altes Rind 20 M., Stork, H. J. in Klein⸗ Karben für ein 14 Mon. altes Rind 20 M., Fauerbach, C. in Okarben für ein 24 Mon. altes Rind(rein) 20 M, Fauerbach, J. in Okarben für ein 24 Mon. altes Rind (rein) 15 M., Mocherosch, H. in Burggräfenrode für ein 24 Mon. alt. Rind(rein) 15 M., Eckard, Joh. in Klein⸗Karben für ein 15 Mon. alt. Rind 10 M., Herling, Fr. W. in Rendel für ein 24 Mon. alt. Rind 10 M., 29 M. betrugen die Kosten für Herstellung des Platzes, Lieferung der Kränze und Aufrechterhaltung der Ord nung. Die 126 M., welche von den für die Prämiierung zur Verfügung gestellten Mitteln diesmal nicht ver⸗ wendet werden konnten, bleiben zur Förderung der Vieh zucht in der Sektion Vilbel erhalten. An die Prämii⸗ rung schloß sich ein gemeinsames Mahl an, das gerade aus der Sektion Vilbel sehr schwach besucht war, das aber Gelegenheit zu vielseitiger Aussprache gab. Nament lich fanden die Ausführungen des Kreisveterinärarztes Ur. May über den Stand unserer Viehzucht lebhafte Zustimmung. Man beschaffe Lausplätze fürs Jung⸗ vieh! Thiere, die in Folge schlechter Klauenbildung kaum stehen, vielweniger gehen können, sind nicht prä miirungsfähig. Thiere, die nie an die Luft kommen und ihre Glieder nicht gebrauchen lernen, können nicht eben⸗ mäßige Formen erlangen. Das Fest wurde ausge⸗ zeichnet durch die Gegenwart von Oekonomierath Müller von Darmstadt, der im Auftrage Großh. Oberer landw. Behörde erschienen war. Der Direktor des Vereins Geh. Reg.⸗Rath Dr. Braden und der Vorsitzende der Sektion Graf Oriola nahmen die Prämiirung vor.

Zur gefl. Beachtung.

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Frei marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts- ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen.

Hammond. Die Pennsylvania Eisenbahn-Ge⸗

Die Exped. des Oberhess. Anzeigers.