3 Dlüter ist nicht ermittelt. Das hiesige Ge⸗
1 Fried ärgniß birgt gegenwärtig noch 63 Anarchisten.
aden berg u Italien. Rom. Einer Meldung der
5 2g. Stef.“ aus Massauah zufolge befindet
N A ich Osman Digma mit seinem Corps in
N 75 Hesreyjeb jenseits von Atbara. General Bara⸗
9 124 ien erklärte den Weg nach Kassala für offen.
. 132 Livorno, 7. August. Lucchesi gestand die
bah 8 40 Ermordung des Publizisten Bandi ein und machte
bach 14 Mutheilungen, die dem Prozesse eine über⸗ bach 1 tachende Wendung geben.
5 1 Montenegro. Cettinje, 8. Aug. Prinz
1 Beer Karagjorgjewitsch verläßt demnächst
1 Letinje und wird sich wegen der Erziehung
ch näher zu
Dr. von Vilbel: 5
aden.
daufnahme auf
achverständigen Schiedsgerichts
er Betheilgel!
de betheilig
eier Kinder in Genf niederlassen. Amerika. NewYork, 6. August. Dem Kerald“ zufolge sollen die Geheimpolizisten n Gray Gables, wo sich die Familie des „Züsidenten Cleveland aufhält, hinter ein Kom⸗ cc zur Entführung der Kinder des Präsi⸗ delten gekommen sein. Die Familie desselben veide daher strenge bewacht. e — 8. Aug. Nach einer Depesche aus Valpa⸗ aud ist Trujillo in Peru von dem Insurgenten— he Semeimario eingenommen worden. Die te ierungstruppen, welche abgeschickt waren, in die Rebellen anzugreifen, erklärten sich für sitelben. hina. Shanghai, 8. Aug. Einer Lloyd⸗ eyesche zufolge löscht die chinesische Regierung ie Leuchtfeuer auf den Leuchtthürmen von [weng und Takao auf Formosa aus. Japan. Yokohama, 6. August. Eine deere Depesche aus Korea meldet: die Japaner omen wiederum siegreich, sie nahmen Seikwan ini geringen Verlusten ein. Die Chinesen ibuden geschlagen und flohen in der Richtung nad Roshit. Die Verluste der Chinesen werden uf 500 Todte und Verwundete geschätzt. Die lapaner sind jetzt im Besitze Asans.
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Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Aufführung des Oratoriums % Ii Schöpfung“ von J. Haydn durch den Musikverein
le am Berflossenen Sonntag gestaltete sich durch die An⸗
dern zu ihrer ißeenheit einer überaus zahlreichen Zuhörerschaft in wesenden und(ahl ser Stadtkirche zu einer ebenso weihevollen wie
schienenen Be⸗
at Beschlüsse
sleisen Feier. Daß ein derartiges Kunstwerk, der nion das Prädikat„volksthümlich“ im edelsten Sinne belggen darf, vor dem ganzen Volk aus allen Ständen i udelloser Weise unentgeltlich aufgeführt wird, das J dhe in der That nicht in vielen Städten und Städt⸗ cdsen in Deutschland zum 2. Mal vorkommen. Möchte e iuch anderwärts gelingen, nicht nur die Reichen
he die Sachber⸗ und Jebildeten in kostspieligen Konzerten, sondern unser
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oll in derartigen Aufführungen um die Werke seiner
keitser zu sammeln, der ideale Gewinn würde nicht allgleiben. Im Namen der Vielen, denen am Sonn- tag em Gotteshause— nicht zum Schaden der Kunst — ide hörbare Beifallsäußerung versagt war, möge aln eser Stelle dem Musikverein, dem Dirigenten und selnen Begleiter, den Solisten und dem Chor aufrich— tige. Beifall und herzlichster Dank für diesen hohen a Genuß ausgesprochen fein Unserem wackeren Chor, ele din wir nur noch etwas größere Kraft in den Frauen⸗ stimnsen wünschen, war es wohl anzumerken, daß er in din Darmstädter Festtagen trotz Anderen seinen Mann güsanden und von dort ein berechtigtes Selbstgefühl mitzepracht hat. Präcis, wuchtig und, soweit der zwar
eie für hohe und reine Kunst noch empfängliches 2
— Sichwerigkeiten bietende Kirchenraum es zuließ, auch klar kaln: die Tonwellen der herrlichen Dankhymne aus dein Shor der Kirche geflossen, immer neue Schönheiten
ach scht klassische Musik nie altert. Die Solistin Frau D. Palser⸗Landmann⸗Gießen, die Herren: Hormann⸗ Fiennffurt, Geissell und Waßmuth-Hanau fügten sich
die kruanisch dem Ganzen ein, sie sind hier so wohlbekannt
ahrel, and(beliebt, daß weiteres Lob gar nicht mehr am
1 Wiez ist. Doch dürfen wir es aussprechen, daß wir h Mleitzes hier schöner gehört zu haben glauben als bei denn Musikfest in Darmstadt.
Die Einnahme betrug 435.60 M. An erd 5 1155 verzeichnen. Die Aus⸗ 5 belief sich auf 286.31 M. und wurde ein Ueber⸗
gü. get. ch won 149.29 M. erzielt.
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aru der gen eines 17jährigen Mädchens 0 dals“ Jahre alte Söhnchen des hiesigen Kirchendieners. der Nau Zlück hatte das Mädchen Geistesgegenwart genug, . eln im Wasser immer tiefer versinkenden Kinde eine 15 101 zu reichen, an die es sich anklammern und so ge— De
rettet werden konnte. Die so plötzlich sich bildende Oeff⸗ nung ist etwa 2½ Meter tief und dadurch entstanden, daß eine sehr starke Sauerwasserquelle zu Tage trat, die mit dem ganz nahe dabei sich befindenden Sauer⸗ brunnen keine Verbindung zu haben scheint, da der Wasserspiegel in diesem tiefer steht. Die Erde ist in einer Breite von etwa 1½¼ Meter nachgerutscht.
Allerlei.
Kreuznach, 6. Aug. Im benachbarten Langenlous⸗ heim gingen heute Nacht sämmtliche Wirthschaftsgebäude von 5 Grundbesitzern in Flammen auf. Große Futter⸗ vorräthe gingen dabei zu Grunde.
München, 8. Aug. In der Steinheilstraße Nr. 9 entstand ein Kleinfeuer, zu dem die Feuerwehr herbei⸗ eilte. Durch das Betreten des Kellers mit einer defekten Laterne seitens eines Privatmannes erfolgte alsdann eine Benzinexploston, bei der 5 Feuerwehrmänner und der Hausbesitzer lebensgefährlich verletzt wurden.
Berlin, 7. Aug. Heute Nachmittag wurde Berlin von einem wolkenbruchartigen, anfangs mit Hagel durch⸗ mischten Gewitterregen heimgesucht, der die niedrig ge⸗ legenen Straßen in kurzer Zeit hoch überschwemmte, so daß mehrfach die Feuerwehr zur Rettung aus Wassers⸗ noth alamirt werden mußte. Bei dem heutigen Ge⸗ witter schlug der Blitz bald nach 4 Uhr im Neuen Palais in Potsdam ein, ging durch die Telegraphen⸗ leitungen und setzte den Feuermelder in Bewegung, wo⸗ durch die Feuerwehren im Neuen Palais und in Pots⸗ dam alarmirt wurden. Irgend welcher Schaden ist nicht entstanden.
Hamburg, 8. Aug. Die berüchtigten„Geld⸗ spindknacker“, welche in der letzten Zeit über fünfzig Geldschränke gesprengt und ausgeraubt hatten, wurden heute entdeckt.
Warmbrunn, 7. Aug. Der Zuchthäusler Koeg⸗ ler, des Raubmordes in Oybin bei Zittau verdächtig, soll im Riesengebirge gesehen worden sein. In der Nacht wurden sofort die verfügbaren Beamten nebst zwei Kompagnien Hirschberger Jager zur Ergreifung des K. nach dem Hochgebirge entsandt.
Graz, 8. Aug. Beim Aufziehen einer neuen Glocke auf den Kirchthurm der hiesigen Michgelkirche riß plötz⸗ lich die Aufzugsvorrichtung; die Glocke stürzte mit dem darauf sitzenden Baumeister Cinate herab und zer⸗ schmetterte den Letzteren.
Rom, 8. Aug. Ueber einen heute früh in Acireale erfolgten Erdstoß wird gemeldet: der Erdstoß erfolgte 6 Uhr 16 Min. Der in Acireale angerichtete Schaden ist nur gering, dagegen sind die Verheerungen in Zaffa⸗ rana groß, woselbst 6 Personen getödtet und mehrere verwundet wurden. Der Präfekt begab sich mit Truppen zur Hilfeleistung an die Unglücksstätte. Auch in Catania und anderen Ortschaften in der Nähe des Aetna wur⸗ den leichtere Erdstöße verspürt, jedoch ist dort kein Schaden angerichtet worden.
Corfu, 9. Aug. Im Judenviertel explodirte eine Bombe und tödtete 7 Personen. Die Explosion wird auf einen Zufall zurückgeführt.
Feuersicheres Baumaterial.
Zum Schutz gegen Feuersgefahr wird in neuerer Zeit namentlich beim Bau von Gewölben anstatt des Ziegelmaterials mehrfach ein Ge— misch von folgender Zusammensetzung ver— wendet: Gute Thonerde und Torfmoor werden in etwa gleichen Mengen gut zerkleinert und innig miteinander vermengt und ein bis fünf Prozent ebenfalls gut zerkleinerten Asbestes zugesetzt, das Ganze in die passende Form ge— bracht, getrocknet und wie gewöhnliche Ziegel gebrannt. Dieses Baumaterial hat neben seiner Feuersicherheit noch andere Vorzüge vor den Ziegelsteinen. Es ist erheblich leichter, man kann es nageln, und es läßt sich bequem mit
dem Messer schneiden und mit dem Hobel glätten.
Zum Reinigen der Handschnuhe
kann statt des Benzins folgendes, neuerdings häufig angewandte einfache Mittel empfohlen werden: Man breitet die Handschuhe glatt auf einem zusammengelegten Handtuche aus, taucht ein Stück Flanell in süße Milch, streicht damit über braune Seife und reibt die Hand⸗ schuhe damit ab. Rein sind dieselben, wenn weiße in nassem Zustande gelb, farbige scharz aussehen. Nachdem sie getrocknet sind, treten die richtigen Farben, wie im neuen Zustande hervor.
Untersuchung der Butter auf ihren etwaigen
Margarinegehalt. N Mischt man Naturbutter mit konzentrirter Schwefelsäure, so nimmt das Gemisch die
Temperatur von 26—270 Celsius an; mischt man dagegen Schwefelsäure mit Margarine,
auf gründet sich ein einfaches und sicheres Ver⸗ fahren um zu prüfen, ob einer Butter Mar⸗ garine zugesetzt ist oder nicht. Man mischt die zu prüfende Butter einfach mit Schwefel⸗ säure und wenn das Gemisch die Temperatur von 290 zeigt, so erscheint es schon verdächtig; steigt die Temperatur auf 300, sorist die Butter im Verhältniß von 1 Theil Margarine auf 13 Theile Butter gemischt; erhöht sich die Temperatur auf 320, so besteht die untersuchte Substanz zur Hälfte aus Naturbutter und zur Hälfte aus Margarine. ö
Gegen Halsweh und Heiserkeit.
Ist Erkältung die Veranlassung von Hals⸗ weh, Katarrh, Schnupfen oder Husten so ist das Allerbeste ein starker Salbeithee, dem man Honig bis zum Süßwerden zusetzt. Beim Schnupfen nimmt man täglich 6. bis 12 mal einen Eßlöffel voll, beim Husten ebensoviel und bei Erkältung des Halses gurgelt man täglich 20— 30 mal damit.— Gegen Halsweh und schmerzhaftes Schlucken besteht auch ein sehr gutes Mittel darin, wenn man Rinderschmalz heiß macht und mittels eines Löffels auf ein Stück Flanel oder einen wollenen Strumpf gießt und diesen so warm als man es leiden kann um den Hals bindet, natürlich nicht so heiß, daß man sich schadet. Halsgeschwüre werden durch das wiederholte langsame Ver— schlucken von Quittenkernschleim mit Honig am besten geheilt, neben fleißigen warmen Um— schlägen.
so steigt die Temperatur auf 31-400. Hier⸗
Berloosung.
Ziehung am 1. Aug. Auszahlung am 1. Sept. 1894. Hauptpreise: Nr. 125381 à 100,000 Fr. N. 21 1721 15163 100126 je 10,000 Fr. N. 18528 37299 37473 43973 57680 80437 98792 98396 114736 117728 je 1000 Fr. Alle übrigen gezogenen Nrn. je 500 Fr.
Stadt Paris 500 Fr.⸗Loose von 1855/60.
Witterung im Juli 1894 in Friedberg. Monatsmittel, berechnet aus dem täglichen höchsten und niedrigsten Stand + 13,79 0 R. Höchster Stand(am 26. Juli) + 26,1 0 R. Niedrigster Stand(am 8. Juli) + 5,5 0 R. Meßbarer Niederschlag an 17 Tagen 116,1 mm.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.
12. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer br. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtlirche.
Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl mit unmittelbar vorausgehender Beichte. Nachmittags 2 Uhr: Herr Candidat Diehl. Gottesdienst in der Burglirche. Vormittags 8 Uhr: Herr Candidat Stotz l. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Flöring. Katechismuslehre für die Knaben.
Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.
Israelitische Gemeinde. Sonntag den 12. August 1894:
Fasten des neunten Av.
(Tempelzerstörung.) Beginn:
Samstag Abend 8 Uhr 40 Min. Sonntag Morgen 5 Uhr 45 Min. Sonntag Nachm. 6 Uhr 30 Min.(Mincha⸗ u. Abendgebet.) Fasten⸗Ausgang 8 Uhr 40 Min. f
Wochengottesdienst von Montag den 13. August an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr 30 Min.
Geld- Cours.
Frankfurt am 9. August 1894. Geber. Nehmer. 43 M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 24 16. 21 — in ½———.— Dollars in Gold. 5 4. 19 4. 15 Ducaten.„ „„F Englische Sovereigns 20. 36 20. 32 Russ. Imperial 16. 67 16. 63
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