Aus Stadt nud Land. f
Friedberg. Die Abhaltung des Stiftungs⸗ festes unserer freiwilligen Feuerwehr ist auf den 24. Juni festgesetzt. Da voraussichtlich eine große Anzahl Gäste von auswärts eintreffen werden, die hier vorhandenen Räumlichkeiten in Gartenwirthschaften zur Aufnahme aller Festtheilnehmer aber nicht ausreichen würden, so ist der Hof des Großh. Schlo auf ein Gesuch hin, bereit willigst zur Verfügung gestellt worden.
r. Bad⸗ Nauheim. In der vorigen Woche sind 616 Kurfremde, im Ganzen jetzt 2900 Personen hier eingetroffen.
es Schwur⸗
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Verzeichniß der Sitzungen d Montag
Gießen. gerichts vom zweiten Vierteljahr: 1. Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Juni, je
Vorm. 9 Uhr, gegen H. Münch Ehefrau und sieben Genossen aus Beienheim, wegen eids und Ver leitung zum Meineid; 2. den 7. Juni,
Vorm. 9 Uhr, gegen K. Baitz aus Windhausen, wegen
schwerer Urkundenfälschung; 3. Freitag den 8. Juni, Vorm. 9 Uhr, gegen Marg. Kempel, K. Kaiser und dessen Ehefrau, sammtlich aus Wenings, wegen Mein—
eids, bezw. Anstiftung da Vorm. 9 Uhr, gegen P betrügerischen Bankerotts; 5 Vorm. 9 Uhr, gegen J. Friedrich und J. Bernhard J., beide aus Angenrod, wegen Meineids, bezw. Verleitung zum Meineid; 6. Dienstag den 12. Juni, Vorm. 9 Uhr, gegen Joh. Westerweller Wittwe und H. Schmidt Ehe— leute, sämmtlich aus Melbach, wegen Meineids, bezw. Verleitung zum Meineid.
Allerlei.
st. Frankfurt. Für die bevorstehende Sommer— und Herbst⸗Saison sind mit Rücksicht auf den Fremden— besuch, namentlich aus den umliegenden Badeorten, im hiesigen Opern- und Schaulspielhause umfassende Vor— bereitungen getroffen worden für ein möglichst reich haltiges, interessantes und abwechslungsvolles Repertoir. Im Opernhause werden sämmtliche Opern Richard Wagners, stets in kurzen Zwischenpausen auf dem Spiel plan erschienen und zwar:„Lohengrin“ u.„Tannhäuser“ in gänzlich neuer Inscernirung und Ausstattung; ferner der„Ring der Nibelungen“:„Rheingold“,„Walküre“, „Siegfried“ und„Götterdämmerung“; endlich„Rienzi“, „Der fliegende Holländer“ und„Die Meistersinger“. Neben den lebensfähigsten Opern der alten italienischen Schule, neben Verdi's„Aida“ und„Othello“, werden die jungen Italiener mit ihren prägnantesten Schöpf— ungen vertreten sein:„Mascagni“ mit„Cavalleria rusticana“,„Freund Fritz“ u. s. w., Leoncavallo mit „Bajazzo“ und den„Medici“. Neu einstudirt wird für die Fremden-Saison Gluck's„Armida“, und jene Opern Mozarts, welche in letzter Zeit nicht gegeben worden sind, wodurch sämmtliche Opern des deutschen Meisters, neben Beethoven und Weber, im Repertoir sein werden, ebenso sämmtliche Opern Meyerbeer's. Auch das musikalische Märchenspiel„Hänsel und Gretel“ von Humperdink, wird wiederholt angesetzt werden. Von großen Ausstattungs-Balleten werden dieses Jahr„Flick und Flock“,„Amor“, und„Excelsior“ abwechselnd zur Aufführung kommen. Im Schauspielhause werden zahl— reiche Novitäten vorbereitet, die in rascher Aufeinander folge, neben den hervorragenden Zugstücken der ab- laufenden Spielzeit, schon zu Beginn der neuen Saison herauskommen sollen. Es sind hiefür folgende Dramen in Aussicht genommen:„Die Weber“ von Hauptmann, „Das Recht zu lieben“, von Nordau,„Ottilie“ von Friesch,„Die gelehrten Frauen“ von Moliere, in deutscher Uebertragung von Fulda,„Hagas Sohn“ von David, „Das Recht auf Glück“ von Wohlbrück,„Der Riegnitzer Bote“ von Lubliner,„Die goldene Lüge“ von Faber; ferner ein neues Drama von F. von Saar und ein solches von M. Greif und endlich ein Schwank von A. Stoltze„Fatale Geschichten“. Im Genre der Operette wird der„Obersteiger“ von Zeller vorbereitet.
Hanau, 30. Mai. In dem Dorfe Oberkarlbach bei Schlüchtern entstand gestern Abend ein großer Brand, dem eine Anzahl Gebäude zum Opfer fiel. Auch die Kirche des Ortes wurde zum Theil eingeäschert.
Karlsruhe. Die 30. Jahresversammlung der sudwestdeutschen Konferenz für innere Mission wird am 6. und 7. Juni hier abgehalten. Referate haben über nommen Pastor Dr. v. Koblinski aus Düsseldorf, Pastor!
1. Samstag den 9. Juni, jer aus Friedberg, wegen Montag den 11. Juni,
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Philipps aus Berlin und Pfarrer Naumann aus Frankfurt a. M. Traunstein, 29. Mai. Im Bahnhofe Traunstein
wurden heute Nachmittag von einer Vorspannmaschine uͤberfahren, wovon eines sofort getödtet, und
Kinder schwer
drei eines eines leichter wurde. Sie
N.“ bei heftigem Gewitter
ie gerannt zu sein. zweites Eisenbahnunglück um 8½ Uhr in Spandau
1. M hat sich am Mittwoch zwischen dem Bal Der Köln-Berliner in Charlottenburg fallig ist, entgleiste. Zwei Beamte und mehrere Mitreisende sind verletzt, zum Glück alle nur leicht. 1 Berlin. Zur Turpin⸗ Angelegenheit bemerkt die „Post“: Auf uns die Sa i Eindruck machen, als ob es sich für Turpin um de andel für eine Erfindung, die er angebli
Berlin,
zug, der um
Bill will
das Werk.
Spielen angeleitet würden! Sie würden weniger Dienstag den 5.: Madame Sans⸗Gene.
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Angermünde. In der Kaserne des hier stehen⸗ den Bataillons des 64. Infanterie⸗Regiments ist der daß in Deutschland nur 282 Städte eine . f 282 n 7 5 D 5 Typhus ausgebrochen. Die Zahl der Erkrankungen 189 Se 3 9 5 beträgt über 100 und steigt fortwährend. 182 Städte zwei und nur 129 Städte mehr
Lüttich, 31. Mai. Wie der„Kölnischen Zeitung“ als zwei Spielplätze haben. In Eugland da⸗ gemeldet wird, sind in Jemappes eine aus sechs Per⸗s gegen hat die Stadt London allein 7700 Spiel⸗ sonen bestehende Familie und zwei Kinder an Cholera plätze Wenn irgendwo so können wir in krankt. Gestern ist daselbst eine Person an Cholera]„ n 5 3 5 e ee 42 5[diesem Punkte noch viel von den Engländern Petersburg, 1. Juni. Die Gouvernements Plodzk lernen, sonst wird unser Volk innerlich und und Radom sind vom Minister des Innern für cholera⸗ äußerlich immer mehr verlottern. 5
verdächtig erklärt. New⸗York, 2. Juni. Die Nachricht von dem N 1 5 schweren Eisenbahnunglück in Salvador bestätigt sich. Petroleumlampen und ⸗Kocher schuell und einen Zug, in welchem sich der leicht zu reinigen
Es handelt sich um Präsident Ezeta mit 1500 Soldaten nach Santa Anna 3 l f begab. Das Unglück wurde dadurch veranlaßt, daß Als einfaches Mittel zur schnellen und Der gründlichen Reinigung der Lampen empfiehlt 2 RN 0 5 5. 5 200 Personen ge- sich trockene Holzasche, mit welcher man Brenner
die Insurgenten die Schienen aufgerissen hatten. Zug wurde vollständig zertrümmert, News“ und Glasbecken von innen und außen(ganz
tödtet und 120 verletzt. Alexandrien, 31
Mai. Der„Daily
wird von hier mitgetheilt, daß in Mekka die Cholera ohne Wasser) mit weichem Papier abreibt. ausgebrochen ist. Das Becken wird spiegelklar und darf nur
. 5 noch mit einem trockenen Tuche nachgewisck Ueber die Behandlung der Tascheuuhr. gde Besonders Küchen ianpes und Pete Eine wirklich gut gehende Taschenuhr ist leumkocher lassen sich auf diese Weise schnell ein so werthvolles Objekt, daß man in der vollständig säubern, da die Asche alles Petro— Behandlung derselben eine größere Sorgfalt an- leum aufzehrt. Zieht man zu der Arbeit ein wenden sollte, als dies gewöhnlich der Fall ist. Paar alte Handschuhe an, so bleiben die Hände Mögen nachstehende Zeilen hierzu beitragen. ganz rein, weil das Putzen ohne Anwendung Man ziehe die Uhr mit größter Regelmäßigkeit irgend einer Feuchtigkeit geschieht. Dieses immer zu derselben Zeit auf. Am geeignesten Putzen mit Asche ist dem vielfach gebräuchlichen wählt man hierzu die Zeit nach dem Aufstehen Auskochen mit Seife und Soda bei weitem morgens. Es soll thunlichst vermieden werden, vorzuziehen, da dieses Verfahren nicht nur viel die Uhr auf eine Marmorplatte überhaupt auf umständlicher ist, sondern mit der Zeit auch eine kalte Fläche zu legen. Bei feinen Uhren die Trennung des Brenners vom Becken zur kann infolge plötzlichen Temperaturwechsels Folge hat. Die scharfe Natronlauge löst durch Zusammenziehen des Metalls die Feder nämlich die Alaunverkittung, welche jene beiden springen. Auch macht die Kälte das Oel in Theile verbindet, auf. der Uhr gerinnen. Die Räder arbeiten dann schlechter und die Uhr geht unregelmäßig. Am*. D 8 ist es, die Uhr beim e in schräger 600 en 1—— 3 Stellung an einen weichen Gegenstand zu. 5 3. 0 zu lehnen. Frei aufgehängt sollte die ul zen eden Sehne 1 der Degel der Uhr au che Nau Jan e ee er Deckel der r gut schließt, damit kein 2 7 g 3 e Schmutz eindringen kann. Auch soll man die deer, 70 1 807 Wasser vermischt. i Uhr nicht in Futter- oder Wollentaschen stecken, 8 3 Joffels einschütten. denn die fortwährende Reibung erzeugt eine Sch Nr e e Abweichen der jungen Menge kleiner Fäserchen, die in die Uhr ein- Schweinchen dadurch herbeigeführt, daß man dringen. Darum ist es sehr zu empfehlen, die das Mutterschwein zu gut füttert oder daß Uhrentäschchen mit Leder auszufüttern. Bei man demselben Nahrnagzmitiel gibt, welche Uhren, die mit einem Schlüssel aufgezogen bei den Jungen Durchfall erzeugen, z. B. Linsen. werden, muß der Schlüssel so genau als mög- Handel und Berkehr lich passen. Ein zu großer Schlüssel verdirbt Friedberg, 3. Juni. Buttermarkt. Butter Ein zu langes Drehen der Uhr- kostete per Pfund M. 0.01.00, Eier 1 Stuck 6 Pf. zeiger 17 e Mindestens alle zwei 0 5. 5 1 Woch Jahre sollte jede Uhr einmal gründlich aus— Lieben, 8. Mal. Auf dem heutigen Wochen⸗ geputzt werden; denn das Oel trocknet mit der per St. 9 ff 2 et. 1011 5. Ne Pr. St. 8 Zeit auf, Staub setzt sich an verschiedenen Tauben pr. Paar Mk. 0,85, 10, Huhner pr. Stuck Stellen fest und so nützt sich die ganze Maschine⸗] Mk. 1,201.40, Hahnen pr. Stück Mk. 1.502,00, rie ungebührlich ab. Bei Reparaturen vertraue Enten Mk. 0.00 0.00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70 man seine Uhr nur geschickten Händen an.“ A ue und Mind seisc der ain en eee
ee eee 8 5 Schweinefleisch pr. Pfund 60— 70 Pf., Kalbfleisch pr. Ein Pfuscher kann selbst an einer Uhr von Pfund 60—66 Pf., Hammelfleisch per Pfund 56 bis einfacher Konstruktion den größten Schaden 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 6,00 0,00 Mark. anrichten. Sobald im Gange der Uhr auch KH 125 St. 3 Iwiebel pr. Ctr. M.
2 2 7 21 f 222 8— 9,0 4. ex 20* 1
nur die geringste Störung oder Unregelmäßig⸗ f 0. en ee eee keit wahrzunehmen ist, sollte man einen be- mübrten Uhrmacher sogleich nachsehen lassen. Oesterr. 100 fl. Loose vom Jahre 1864. Zieh⸗ Ein kleiner Schaden ist rasch und billig repa- ung am 1. Juni. Auszahlung am 1. September Int. rirt. Läßt man es anstehen, so ist er vielleicht Hauptpreise: Ser. 810 Nr. 26 à 150,000 fl. S. 2155 nie mehr ganz gut zu machen. N. 41 à Gulden 20,000. S. 857 N. 76 6 10,0 fl. ganz N 0 S. 1930 N. 98, S. 3968 N. 91 je 5000 fl. Ferner wurden gezogen die Serien 54 183 339 352 580 796 810 857 897 1064 1325 1665 1766 1930 2009 2155 2191 2242 2300 2356 2798 2817 2980 3174 3378 3968.
Berloosung.
Warum spielt uusere Jugend nicht? l Wenn unsere Knaben konfirmirt sind, so sieht man sie bald Hut im Nacken, Cigarre
Repertoir-⸗Entwurf der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 5.: Mignon. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 6.: Vorstellung bei kleinen Preisen: Hansel und Gretel. Puppenfee. Donnerstag den 7.: Norma. Bajazzo. *— 2 f yreitag den S.: Geschlossen. Tanz oder Schnaps die Langweile todtschlagen. Zamstag den J.: Die Medici. * 2 1 4— 1—* Wenn doch unsere jungen Leute am Sonntag⸗— Sonntag den 10.: Die Jüdin. nachmittag spielen wollten, wenn sie doch zum
sieht es ihren Ge— sich langweilen. Und so langweilen sie sich vom 14. bis zum 20. oder
30. Jahre fast jeden Sonntagnachmittag, den 5 5 Gew. Preise.
Große Preise. Große Preise. Schauspielhaus.
Gew. Pr.
Langweile haben, weniger dumme Streiche Musvech* 5 Arille. Fanchon: Frl. v. Mila als machen, und mehr Geld in die Sparkasse Gast. Gewöhnliche Preise
3 5 Donnerstag den 7.: Madame Sans⸗Gene. Die Engländer spielen viel mehr als Freitag F
Auf dem deutschen Kongreß für Jugend- Porto. Gewöhnliche Preise.
Gew. Pr.
bringe 1 bringen. Hierauf: 4 Basso
wir.
und Volksspiele in Berlin wurde mitgetheilt,
Mon 8
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