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findlicher Soldat auf die Nachricht von dem Attentate gegen Carnot, er habe gewußt, daß Carnot in Lyon ermordet werden solle. Caserio sei durch das Loos für die Ausführung des Attentats bestimmt worden. Der Soldat er— zählte, daß in Folge der Hinrichtung Vailland's und Henry's eine Gruppe von 7 Arnachisten den Tod Carnot's beschlossen habe. Durch das Loos sei Caserio bestimmt worden, der hierüber sehr erfreut gewesen sei. In Folge eines un— bedeutenden Wortwechsels mit seinem Arbeit— geber habe Caserio am 22. Juni letzteren ver— lassen, sich seinen Lohn auszahlen lassen, einen Dolch gekauft und sei nach Lyon abgereist. Der Soldat habe diese Geständnisse vor Gericht wiederholt und die Namen der sieben Mitver— schworenen angegeben. Die Letzteren dürften bereits verhaftet sein oder deren Verhaftung stehe unmittelbar bevor. Der Attentäter Caserio machte gestern ebenfalls Mittheilungen über die internationale Verschwörung, deren Beschluß ir zur Ausführung brachte.
Großbritannien. London, 28. Juni. Eine Depesche aus Glasgow meldet: Heute arbeiten in Schottland nur 500 Bergleute, während dreiundsiebenzigtausend feiern. Alle Unzeichen deuten auf einen anhaltenden Aus— tand hin. Der Schiffsverkehr sowie der Betrieb der Stahlwerke leiden unter Kohlenmangel.
— 29. Juni. Unterhaus. Buxton theilte nit, Loch habe der Regierung mitgetheilt, daß lie Regierung von Transvaal einwillige, die hritischen Unterthanen nicht mehr zum Soldaten— sienst zu zwingen, sowie eine Konvention ab— zuschließen, wodurch England die Meistbe— fünstigung betreffs der Militärpflichtigen ge⸗ bährt und die Swaziland-Konvention um 6 Monat verlängert wird.
Spanien. Madrid. Der Ministerpräsi⸗ dent dementirte auf eine Anfrage formell das in„Imparcial“ wiedergegebene Gerücht, daß die spanische Regierung nach dem Schlusse der
panischen Handelsvertrag zu ratifiziren und nder folgenden Session Indemnität für dieses Vorgehen zu verlangen beabsichtige. Italien. Rom, 28. Juni. Die Regierung gte der Kammer einen Gesetzentwurf vor, durch den ein außerordentlicher Kredit von 150,000 Frs. verlangt wird behufs Repatriirung aus Frankreich. Der entwurf wurde bereits der Budgetkommission hberwiesen. e 29. Juni. Wie die„Italie“ meldet, 0 die Gerichtsbehörde überzeugt, daß zwischen un Attentaten von Lyon und Rom ein Zu— simmenhang bestehe. Der Appellationsgerichts—
gangen ist; auch Caserio scheine sich dorthin begeben zu haben.
— 29. Juni. Die Kammer nahm die nanzvorlage in geheimer Abstimmung mit
— 30. Juni. Der Botschafter von Bülow bnferirte heute längere Zeit mit Crispi, nachdem it schon vorgestern und gestern mit dem Schatz— unister Sonnino und dem Minister des kußern Blanc Besprechungen gehabt hatte. Bulgarien. Sofia. Seit dem Bruche tischen Bulgarien und Rußland haben sich ussische Berichterstatter von Sofia ferngehalten, sit einigen Tagen befinden sich jedoch mehrere Russen in Sofia; doch beschränken sie sich an— heblich auf die Beobachtung der Vorgänge und
Krichterstattung an russische Zeitungen.
Rußland. Petersburg, 29. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin sind mit den Kindern gestern Nachmittag nach Peterhof zurückgekehrt.
Amerika. New⸗Jork, 29. Juni. Der Strike der Eisenbahnbediensteten hat sich jetzt auch auf das Bahnsystem der Northern-Pacific ausgedehnt.
Aus Stadt und Land.
„S. Friedberg. Unserem in Nr. 75 des O. A. erstatteten Berichte über die Ausgrabungen im Fried— berger Mithrasheiligthum haben wir heute noch er⸗ gänzend beizufügen, daß der bereits erwähnte 3. große Votivaltar nach sorgfältiger Reinigung nicht nur ganz dieselbe Form zeigt, wie der erstgefundene, sondern auch die zum Theil undeutlich gewordene Schrift des ersten Steins ergänzt und verständlich macht. Beide Votiv⸗ altäre sind zweifellos von G. Paulinius Justus einstens an die aufgedeckte Stelle gesetzt worden. Der 3. Stein scheint kaum merklich von seinem ursprünglichen Stand— orte gerückt zu sein, das umgeworfene Mithrasbild der Wand wird ihn im Sturze nach der Linken geneigt haben. Wir theilen die Inschrist, die sich von der mit⸗ getheilten Schrift des 1. Votivsteines nur in der ersten Zeile unterscheibet, gleichzeitig zur Berichtigung der in vor. Nr. angegebenen, nachfolgend mit: VIRTVTI Neri Inf G. PANINI Vs TVS T TVS 00s zu deutsch: Der Tapferkeit des unbesiegten Feld⸗ herrn(zu Ehren setzt diesen Stein) G. Paulinius Justus (2 mal?) Consul. Wir werden demnach getrost den auf beiden Steinen genannten Paulinius Justus als vorübergehenden Befehlshaber unsres Platzes in jener Zeit ansehen dürfen. Der kleinere kaum 40 em hohe Soldatengedenkstein trägt keine gehauene Inschrift; er war frührer weiß gestrichen und die Verzierungen, so⸗ wie Buchstaben der Aufschrift waren mit noch sichtbarer rother Farbe angebracht. Bei diesen Steinen wurden im Schutte 2 mit Blattverzierung versehene Kapitäle und 2 kleine Lämpchen, wie sie zu Cultuszwecken ge⸗ bräuchlich waren, gefunden. Auf den Sockel der Steine gepreßt und festgerostet, lag Knauf und Obertheil eines mit edlem Rost besetzten Messers etwa 1 m davon in der Richtung zum Bahnhofe die Scheide und Spitze. Die Form der 6 Bruchstücke bieten zusammengesetzt das vollkommene Bild eines wohl auch beim Opfern ver⸗ wandten Schlachtmessers von fast 45 em Länge. Waffen und Messer der Römer sind bekanntlich seltene Fund⸗ stucke und der Gegenstand bildet darum trotz seiner Zersplitterung doch ein der Beachtung werthes Stück unseres Gesammtfundes. Andere Sachen namentlich Gefäße aus gelbgrauem,(mit Röthelzusatz) roth,(mit Ruß⸗ zusatz) grau oder schwarz gebranntem Thon, feinste terra sigillata und grünlichem Glas wurden zahlreich, aber immer nur in kleinen Bruchstücken angetroffen. Von Bedeutung wird nur das erhaltene Drittel einer niederen Schüssel mit Schlangenwindungen am Rande und eine beim Ausheben in Stuͤcke zerfallene kleine silberne Schale sein, welche Spuren getriebener Arbeit und schwacher Vergoldung an sich trägt. Im Laufe der bis jetzt von Friedberger Alterthumsfreunden im Auftrage der Stadtgemeindevertretung geleiteten Ausgrabungen
wurden 5 zur Bestimmung der Zeit, in welcher unser nun entgiltig erwiesenes einstiges Mithräum im Gebrauche
stand, wichtige Münzstücke gefunden, deren Bildnisse und Schriftprägungen nur nach vorsichtiger Reinigung genau bestimmt werden können. Zwei Stücke sollen Kaiserin⸗ münzen sein, das Bildniß und den Namen der„Fau— una tragen(3. 161.—80 2), ein Stück zeigt als leser⸗ liche Umschrift„Aurelianus“. Es wird Sache der zu Rathe gezogenen Spezialforscher und Fachmänner sein, zu sagen, ob diese Münze in die angegebene Zeit des O. Marc. Aurel oder 100 Jahre später in die Zeit des Dom. Kurelianus gehören. Jedenfalls steht heute wieder die Anwesenheit der Römer an hiesiger Stelle bis gegen 200 oder 250 nach Chr. Geb. fest. Die zu den aufge⸗ deckten Votivsteinen gehörenden Sockel sind ebenfalls nach vorheriger genauer Auf⸗ und Einzeichnung ihrer Lage zu der blosgelegten Westseite(2) des Heiligthuͤms gehoben und geborgen worden. Die deutlich in einer Länge von 2½ m blosgelegte und aufgezeichnete Mauer durchschneidet schief die jetzige Straße zum Bahnhofe und läuft in der Richtung zum Bahnübergang nach Fauerbach. Am Freitag Nachmittag wurden ferner der wohlerhaltene, schöne Kopf einer Statue(ob zum Bildwerk gehörig steht in Frage), Abends noch die Hälfte eines aus Naumburger Steinmasse gehauenen, nur zum Theil er— haltenen kleinen männlichen Kopfes aufgefunden und unter den Augen des zahlreich anwesenden Publikums ge⸗ reinigt. Zum guten Beschlusse der am letzten Juni vor⸗ genommenen Ausgrabungsarbeit wurde noch ein kleiner Votipstein zu Tage gebracht, der den Schriftkundigen und Forschern viel Freude, aber auch viel Kopfzerbrechen bereiten wird. Wir schließen diesen zweiten Fundbe— richt in der Hoffnung, daß es den vereinten Kräften
gelingt, noch weitere Schätze dem Schooße des aufge⸗ deckten Mithrasheiligthums zu entnehmen und Klarheit in die Inschriften auch des kl. 5. Votivsteines zu bringen. Die reiche Ausbeute der wohl 4 ebm fassenden Fund⸗ grube am Bahnhofe besteht somit bis jetzt aus über 20 wohlerhaltenen einzelnen Stücken nämlich: 1 Mithras⸗ steinbild, 5 Votivsteinen mit 3 Sockeln, 2 Köpfen, 2 Kapitälen, 4 Gefäßen, 1 Messer, 5 Münzen, nebst vielen kleineren nur zum Theil erhaltenen Sachen aus der Zeit der römischen Besetzung der Wetterau. Möchten alle gehobenen Schätze wie die der Folgezeit unserer engeren Heimath Friedberg als Gemeingut zur Augen— weide und Belehrung erhalten bleiben.
Allerlei.
st. Frankfurt. Da das Schauspiel von Sardon „Madame Sans-Gene“ durch seine wirkungsvollen ernsten Momente, ebenso wie durch seine amüsanten heiteren Scenen, und nicht weniger durch die glänzende Ausstattung, welches dasselbe in Frankfurt gefunden hat, immer noch bedeutende Anziehungskraft ausübt, ist von der Theaterleitung die Anordnung getroffen worden, daß die interessante Novität bis zum 8. Juli auf dem Repertoir verbleibt und zwar findet im Frankfurter Schauspielhaus am 3. Juli eine Aufführung derselben statt und im Opernhause am Donnerstag den 5. und am Sonntag den 8. Die beiden letzteren Vorstellungen werden bei ermäßigten Preisen gegeben.
Hannover, 29. Juni. Auf der Strecke Hildes— heim-Diengen explodirte der Locomotiv-Kessel eines Güter- zuges. Die Locomotive ist vollständig zertrümmert, der Tender und die folgenden Wagen haben anscheinend weniger gelitten. Der Führer und der Heizer des Zuges sollen schwer verletzt sein.
Reichenberg, 28. Juni. Bei dem Einsturz eines Hauses in der Gärtnergasse wurden 13 Arbeiter ge⸗ tödtet und 19 schwer verwundet, wovon einige kaum aufkommen dürften; zwei Arbeiter werden noch vermißt und sind wahrscheinlich gleichfalls todt.
Breslau, 30. Juni. Bei dem Einsturz einer Treppe eines Neubaues in der Hubenstraße wurden 12 Per⸗ sonen verschüttet. Bisher sind drei Todte und sieben Verwundete unter den Trümmern hervorgezogen worden. Zwei, deren Tod sicher ist, befinden sich noch darunter. Die Feuerwehr arbeitete über Nacht bis an den Morgen.
Spandau, 27. Juni. In den Trainkasernements ist unter den Soldaten eine heftige Krankheit ausge⸗ brochen, von der in 3 Tagen über 100 Mann befallen wurden. Die Krankheitserscheinungen sind Schwindel, starkes Fieber, Brechen und Durchfall; zahlreiche Fälle sind bedenklicher Natur. Man vermuthet Speisever— giftung.
Krakau, 29. Juni. Im russischen Grenzorte Slomniki nimmt die Cholera bedenkliche Dimensionen
weilig sofort nach Ober-Rosbach sandten.
an; täglich kommen mehrere Cholerafälle vor.
Sitten, 29. Juni. Nicht am Gietroz⸗Gletscher, sondern am Brenehygletscher gab es einen Bruch der Gletscherwasser. Es sind 4 Brücken fortgerissen worden. In den Waldungen hauste das Wasser schrecklich; die Gefahr ist jetzt vorbei.
Charleroi, 30. Juni. Nachts um 1 Uhr fand eine Explosion schlagender Wetter statt in der Grube Zwei der vereinigten Kohlengruben. Zwei Personen wurden getödtet, fünf schwer verwundet.
Shanghai. In den Kohlengruben in Hsing Knochow wurde kürzlich ein alter Schacht wieder er— öffnet. Man fand darin 170 Leichen, die Opfer einer Grubenkatastrophe, die vor 400 Jahren stattgefunden. Die Erinnerung an dieses Unglück ist noch nicht er⸗ loschen und die Archive enthalten darüber vollständige Berichte. Die Leichen waren wohl erhalten; es war keine Fäulniß eingetreten. Sie sahen aus, als ob der Tod erst gestern eingetreten wäre. Als man sie aber beerdigen wollte, blieben nur Staubhaufen übrig. Die chinesischen Arbeiter flohen erschreckt davon und nichts konnte sie bewegen, die Arbeit in dem Schacht aufzunehmen.
Für die kinderreiche Familie in Ober⸗Rosbach sind noch eingegangen: von E. N. M, J., einige Klei⸗ dungsstücke waren ebenfalls eingegangen, die wir je⸗ Nachdem wir heute den Restbetrag der bei uns eingegangenen
Gelder an Herrn Pfarrer Eßlinger übersandt haben,
schließen wir unsererseits die Sammlung mit bestem Danke für die edlen Spender. Die Expedition.
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