getreffend: Die Einführung eines neuen Lehrplans für den katholischen Religionsunterricht in den Volksschulen.
Die Großherzogliche Kreis-Schulkommission Friedber
Durch Ausschreib e e insbesondere die Schulvorstände in den katholischen Gemeinden des Kreises. di iind wi 5 roßh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, zu Nr. M. J. 12259 om 1. d. Mts. sint 75 Volkes worden, daß von Seiten des Bischöflichen Ordinariats zu Mainz ein neuer Lehrplan für den katholischen beligionsunterricht 25 en Volksschulen entworfen wurde, daß in Verbindung hiermit zwei Katechismen ausgearbeitet worden sind, von velchen der größere den bisherigen Katechismus seinem wesentlichen Bestande nach unverändert beibehalten hat, deshalb die alte Ausgabe beim Unterricht neben au ohne besondere Schwierigkeit gebraucht werden kann; der kleine Katechismus aber sei für den Gebrauch der vier bezw. drei unteren chulklassen eingerichtet und in durchgängige Uebereinstimmung mit dem großen gebracht, so daß das Lehrpensum der holksschule von unten herauf sich in concentrischen Kreisen erweitert.
Lehrplan und Katechismen sind in amtlicher Handausgabe im Verlage von Franz Kirchheim in Mainz erschienen und haben wir den Juftrag erhalten, dafür besorgt zu sein, daß für die katholischen Gemeinden unseres Kreises diese Schriften in der nöthigen Anzahl auf Kosten
Friedberg den 17. Mai 1893.
er Gemeindekassen beschafft werden, damit nicht blos den betreffenden Schulvorständen, sondern einer jeden katholischen Schulklasse bezw.
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eetreffend einige Abänderungen und Ergänz—
vurfe, betreffend Ergänzung der Bestimmungen
a N neichstages zugestimmt.
0 gach erklärt, entgegen dem von französischer
Sultan von Johore mit Gefolge bei.
Zrinzen Reuß nahmen der Großherzog von
Unständen wollen Sie uns berichten.
Bekanntmachung.
Schwalheim beantragt, solches von der Großh. Oberen landwirthschaftlichen Behörde als zulässig
kimmend angesehen.
Friedberg den 12. Mai 1893.
Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des
inem jeden katholischen Lehrer je ein Exemplar zum dienstlichen Gebrauch zugestellt werden kann. Zuglei i i ieser
5 5 8. N gleich sollen wir bestimmen, daß dieser lehrplan mit Beginn des Schuljahres d. i. alsbald an Stelle des seither maßgebenden Lehrplans vom 30. Oktober 1875 in Kraft zu reten hat. Sie wollen sich sofort wegen Anschaffung dieser Schriften mit den Großh. Bürgermeistereien in Benehmen setzen. Bei etwaigen
Dr. Braden.
Nachdem die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigung und der Anlage ven Wegen in den Baumstücken der Gemarkung
erachtet und der Unterzeichnete zum Commissär
ur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der betheiligten Grundbesitzer auf Mittwoch, een 31. Mai d. J. Vormittags von 10— 11 Uhr in das Rathhaus zu Schwalheim bestimmt. ider anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persönlich noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, werden als für die Bereinigung
Diejenigen betheiligten Grundbesitzer, welche
1.. 8 Bereinigungsbezirks wohnenden Ausmärker auf, zur Wahrung ihrer Interessen . 5 1 wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Verfahrens nicht ehr erfolgt.
Der Vollzugs-Commissär: Dr. Wallau.
Deutsches Reich. Berlin, 18. Mai. Der Bundesrath hat seiner gestrigen Sitzung dem Gesetzentwurfe,
ingen der Militärpensionsgesetze nach den Be— chlüssen des Reichstages, sowie dem Gesetzent—
iber den Wucher, nach den Beschlüssen des
18. Mai. Oberbürgermeister Baum⸗ Seite erfolgten Dementi, über seine Unterred⸗ ung mit dem Botschafter Herbette,„im Laufe es verflossenen Minters habe Letzterer bei aner zufälligen Begegnung auf seine Anreg— ing erklärt, er glaube nicht, daß von einer llianz zwischen Frankreich und Rußland die nede sein könne.“
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 17. Mai. der zu Ehren des Großherzogs von Hessen uf der Schmelz angeordneten Truppenrevue wohnten außer dem Großherzoge der Kaiser, die in Wien anwesenden Erzherzöge und der An dem
eutigen Frühstück bei dem deutschen Botschafter
Hessen, der Herzog und die Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg sowie der bisherige uglische Botschafter Paget nebst Gemahlin heil. Der Großherzog wohnte Nachmittags mit dem Herzog und der Herzogin von Mecklen— vurg einer ihm zu Ehren veranstalteten Fest⸗ ichkeit in der spanischen Reitschule bei. An vem heutigen Galadiner bei dem Kaiser zu Ehren des Großherzogs nahmen die in Wien unwesenden Erzherzöge und Erzherzoginnen, der Prinz von Schaumburg-Lippe, der Sultan von Johore, der deutsche Botschafter Prinz Reuß, die Reichsminister, der Ministerpräsident Graf Taaffe mit den österreichischen Ministern theil. Der Großherzog hat seine Abreise verschoben und wird sich am Freitag nach Linz begeben, um das ihm verliehene Regiment zu be—
sichtigen.
Frankreich. Paris. General Dodds behrt nächstens auf seinen Posten zurück, um vie Expedition gegen Abomey zu leiten. Da⸗
Anarchisten in Paris, nachdem nun schon Mo— nate lang die Pariser Terroristen sich voll— ständig ruhig verhalten hatten, versetzt die französische Hauptstadt in eine nicht geringe Aufregung, und vor Allem wünscht man der Polizei, welche in den meisten Anarchistenver⸗ folgungen ein unerhörtes Mißgeschick hatte, Glück zu ihrem Fang. Die Verhafteten nennen sich: Leveille, Marchand, Spannagel, Bondeau, und Vinchon. — Dem„Reuter'schen Bureau“ geht aus Tripolis vom 16. d. Mts. folgende Meldung zu: Als die Familie des französischen Konsuls heute eine Spazierfahrt unternahm, wurde die— selbe von einer Schaar Eingeborener insultirt und mit Steinen beworfen. Der Kavasse des Konsulats ergriff den Haupträdelsführer; ein türkischer Offizier trat jedoch zu Gunsten des— selben dazwischen. Der Konsul verlangt Ge— nugthuung. Amerika. New⸗York, 18. Mai. Das vom obersten Gerichtshof als gültig erklärte Gesetz gegen die Chinesen ruft die Ausweisung von 104,000 Chinesen aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika hervor.
Aus Stadt und Land.
t. Ilbenstadt. Am Pfingst⸗Dienstag werden die Katholiken der Wetterau eine Wallfahrt nach Ilbenstalt veranstalten um durch Gebet das 50jährige Bischofs⸗ Jubiläum des Papstes zu feiern. Bei dem Hochamt um halb 10 Uhr soll der Geistliche Rath Propst Fehr aus Worms die Predigt halten.
Darmstadt, 18. Mai. Ein heute früh nach Hei⸗ delberg abgelassener Güterzug ist bei der Station Bicken⸗ bach entgleist. Der Schaden an Material ist sehr be⸗ deutend. Zahlreiche Arbeiter sind an der Unfallstelle beschäftigt. Verlust an Menschenleben ist nicht zu be⸗ klagen.
Allerlei.
Bremen, 18. Mai. Das deutsche Schiff„Lina“ aus Stralsund nach Danzig unterwegs, ging auf hoher See unter. Alle an Bord befindlichen Personen wur⸗ den gerettet.
Literarisches. In Waffen starrend präsentirt sich Central⸗Europa auf der soeben erschienenen Dislokationskarte des deutschen Heeres und seiner Grenznachbarn. Herausgegeben von
Die General-, Divisions⸗ und Brigade-Kommandos die Festungen mit detachirten Forts, die befestigten Städte ohne Außenforts, die isolirten Forts, Sperrforts, die Küstenbefestigungen, die Eisenbahnlinien— letztere unter Sonder-Bezeichnung der doppelgleisigen— kurz alle für den Zweck der Karte in Betracht kommenden Details haben gewissenhafte Berücksichtigung gefunden. Trotz der Fat des Gebotenen gewährt diese höchst eitgemäße statistische Karte ein ebenso lebendiges wie 7 55 sachliches Bild der deutschen Heeresmacht im Ver⸗ gleich zu ihren Grenznachbarn.— Preis der Karte: 1 Mark.— Vorcäthig ist die Karte in Friedberg und Bad⸗Nauheim bei Carl Bindernagel.
Ur. H. Müller, Mitglied des Reichstags. Bearbeitet von A. Herrich.— Im Maßstabe von 1: 3,250,000 nach den zuverlässigsten Quellen gearbeitet, vierfarbig
rauf kehrt der General im Monat November nach Paris zurück, nachdem das Gouverne⸗ ment von Dahomey durch Ballot übernommen worden ist. 5
— Die Entdeckung einer anarchistischen Gombenfabrik und die Verhaftung zahlreicher
anschaulicht diese große, von Le Havre bis Moskau, von Graz⸗Odessa bis Stockholm⸗St. Petersburg reichende Karte aufs übersichtlichste die Vertheilung der Heere Mitteleuropas nach ihren Standquartieren. Alle Trup⸗ pengattungen, Infanterie, Feld- und Fußartillerie ꝛc. in ihren Sondereintheilungen nach Bataillonen, Eskadrons c. sind durch scharf ausgeprägte Signaturen gekennzeichnet.
in sauberstem lithographischen Druck ausgeführt, ver⸗
Auszug aus dem Civilstandsregister der Stadt Friedberg. Getraut: 3. April. Der Hilfsbremser Heinrich Christian Geyer zu Friedberg mit Helene Stock zu Friedberg. 35 Der Pflästerer Heinrich Karl Görg zu Fried berg mit Anna Reitz zu Steinfurth. 9 Der Untermeister Gerhard Mehr zu Kessenich mit Marie Lina Muth zu Friedberg. 3 Der Kaufmann Johann Georg Schmidt zu Friedberg mit der Wittwe des Wirthes Georg Jamin, Susanna Marie, geb. Mondigler. 88 Der Arzt Ur. Hermann Carl Hahn zu Dauborn-Eufingen mit Ottilie Geck zu Melbach. 98 Der Schiffsbauer Vitalis Brand zu Fried— berg mit Katharina Krebs zu Friedberg. 2 Der Maschinist Philipp Jakob Ihrig zu Friedberg mit Marie Katharina Finck zu Friedberg. . Der Metzger Georg Engel zu Friedberg mit Katharina Elisabetha Roos zu Echzell. Geboren: 7. April. Dem Küfer Heinrich Wilhelm Weith 1 Sohn, 12 Dem Gasverwalter Albert August Hampel 1 Tochter. 193 Dem Großh. Schullehrerseminardiener Karl Martens 1 Tochter. 11 Dem Handarbeiter Andreas Repp 1 Sohn. 2 Dem Gerber Karl Michel 1 Tochter. 24. 5 Dem Stationsassistent Konr. Hahn 1 Tochter. 25. Dem Lehrer Philipp Philipps 1 Sohn. 2 Dem Pferdehdl. Feist Löwenthal 1 Tochter. 27 Dem Kaufmann Karl Adam Adolf Fink 1 Tochter. Gestorben: 5. April. Der Großherzogliche Geometer Jakob Beck, 31 Jahre alt. 123 Der Knecht Johs. Schmidt, 52 Jahre alt. 1223 Ein todtgeborenes Söhnchen des Feloschützen Friedrich Zinsheimer. 1 Ein todtgeborenes Söhnchen des Steinhauers Anton Strömer. 17 Marie Bär, 15 Jahre alt. 20. 5 Gertrude Mühl, geb. Mulch, 66 Jahre alt. 2 Heinrich Schultheis, Sohn des Handarbeiters Dominikus Schultheis, 2 Jahre alt. 9923 Der Taglöhner Johs. Bär, 75 Jahre alt. 27 5 Der Landwirth Peter Daniel Lebeau,
78 Jahre alt.
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