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einen Zusatz zu Art. 25, bezüglich des Verab⸗ reichens von Getränken, möglichst vorbeugen.

Dem Bürgermeister Witzel zu Kaschen und dem Bürgermeister Doll zu Groß Winternheim wurde das all gemeine EhrenzeichenFuͤr langjährige treue Dienste ver⸗ liehen.

Berlin, 16 Jan. Reichstag Bei Berothung der Branntwelnsteuernsvelle hebt Staatssekretär v. Maltze hn hervor daß der Zweck der Vorlage, wie der der übrigen Steuervo lagen, in erster Linie ein finanzieller sei Die Vorlogen sollten nicht eine Reschssteuerrelorm im großen Stil einleiten, die Absicht einer solchen Steuerreform be stahe nicht Die Milttärvorlage werde voraussichtlich auch für später keine neuen Steuern oder Steuererboͤh ungen erfordern. Von der Vorlage werde ein Erträgniß von Millionen erwartet Von der Aenderung des Verbältnisses der Reichsfinanzen zu den Einzelstaaten sei Abstand genommen worden, weil man die Steuervor lagen nicht mit einem unnöthigen Balast beschweren wollte, auch mit Rücksicht auf die preußische Steuerrefom Siegle erklärt, die Naltonalltberalen stimmten der Fest setzung des Kontingentsmaxzimums von 8000 Hekroltter für neu errichtete Brennereten zu. Diese Beschränkung müsse ouch für die bereits bestebenden Geltung erhalten

te Partei stimme der Erbhöbung des Verbrauchsabgabe sotzes von 50 auf 55 M., nicht aber der Erböbung von 70 auf 75 M. zu. Ein Bedenken allgemeiner Notur gegen die Vorlage set, daß sie gerade die kleinen Leute treffe Witte(freis) vermißt eine aus eichende Be gründung der Vorlage. Für die Erböbung des Abgabe satzes von 70 auf 75 M. werde keine Mehrbeit vor handen sein. Das Brennereig werbe leide an Ulber produktton. So lange man nicht zur retypen Konsum steuer übergebe, komme keine Rube in das Brennereigewerbe. Der bayerssche Finanzminister v Riedel betont, die durch die Vorlage entstebende Mebrbelastung sei nicht boch und werde den Konsum nicht vermindern Mit der Beibebaltung der bisbe igen volkewirtbschaftlichen Grund; lage der Branntwein besteuerung, nämlich mit der Kon tingentirung und dem differentiellen Steuersotze, stebe und falle der volkswirthschaftliche Tb ail der Vorlage 17. Jan. Auf der Tage ordnung stebt die Inter pellatlon Broemel über de Abänderungen des amtlichen Woagrenverzeschnesses zum Zolltarif In Beantwortung der Interpellation eiklärt Schatzsekretär v. Maltzabn, eine Veröffentlichung des Entwurfs, ganz oder tbeilweise, set unangängig Der Zweck der Interpellation könne aber durch die Ab sicht des Reichskenzsens erreicht werden, zwlichen die meschlüsse den Ausschüsse des Bundesratbs und dem Beschlusse des Bundesratbs selbst emen genügenden Zeitraum zu legen, um den Regierungen Gelegenbeit zu geben, den Handelsvorständen ꝛc von dem Ent wurf Kenntniß zu geben und ihre Aeußerungen entgegenzunebmen. Es folgt die Weherberatbung der Bronntweinsteu⸗rnovelle Übden kon) bält im Inter ss. des Reiches des Brennereigewerbes und der Land wirthschaft den Aufbau der Bronntweinsteuer auf der Bosis des Robspirttus- monopols für das richtigste; dasselbe würde 20% Willtonen einbringen. Finanzmintster v Riedel betonte, es liege im allgemeinen Interesse, die Brennerei als londwirtb sch ftliches Gewerbe zu erhalten Höffel(Elsäßer) spricht gegen die Vorloge und bedauert, daß man zur Aufbringung der erforderlichen Mittel nicht den Tabak herangezogen babe; er empfieblt auch eine stärkere H ron ziebung der Börse v. Kardorff(Reichspartet) betont, wolle man das Brennereigewerbe aufrechterhalten, woll, mon kein Movopol schaffen, so bleibe kein anderer Weg, durch die Branntweinsteuer mebr Geld aufzubringen, als der von der Regierung vorgtschlagere Staudy(kons konstalirt, seine Portei sel darin vollkommen einig, daß sie die spätere Einführung des Monopols wüuͤnscht und daß von der Steuerdifferenz nicht beruntergegangen werden darf, Er bedouert, daß die Regierung die Steuer vor logen pur vom finanziellen, nicht vom wirthschaftlichen Stant punkte aus betrachte. Damit ist die erste Lesung der Vorlage geschlossen. Dieselbe gebt an die Militär komm essson. Die Vorschläge von Bennigsens zur Melt tävorlage über die Bewillgung von 00,0 Mann stott 60 000 Marn mebr an Aus hebung von Rekruten wird in porlomentarischen Kreisen allgemein als gangbarer Weg zur Verhändigung betrachtet Die Zustimmung de Regierung, sowie die Mehrheit des Reichstages ist hier für wabrscheinlsch. e 16. Jan. DerNatlb. Korresp. zu⸗ folge hat die Steuerkommission des Abge ordnetenhauses auch den Antrag des Abge ordneten Eynern auf Einführung der Erbschafts steuer abgelehnt; die Vermögenssteuer wurde angenommen. Die Kommission lehnte den Ge⸗ setzentwurf über die Verbesserung des Volks- schulwesens und des Lehrerwesens ab und beschloß hierauf, der Regierung aus den Ueberschüssen der Einkommensteuer vorläufig zwei Million Mark jährlich für Volksschulzwecke zur Ver⸗ fügung zu stellen. 16. Jan. Gestern hat hier eine Ver sammlung zur Bildung der neuen Partei statt gefunden. Unter den 25 Anwesenden waren keine aktiven Abgeordneten. Zunächst soll mit der Mittelpartei Fühlung genommen werden. Als Hauptförderer des Planes werden der be kannte Afrikaforscher Dr. Peters, C. v. d.

Essen, 16. Jan. Die gestrige Bergarbeiter⸗ Versammlung wurde gleich nach der Eröffnung aufgelöst, als ein Bergmann die Bekanntmach⸗ ung des Vorsitzenden von der Verhaftung Ball⸗ manns mitPfui beantwortete. Die An⸗ wesenden verließen ruhig den Saal.

Gelsenkirchen, 16. Im hiesigen Bezirk ist alles angefahren. Der Ausstand ist als beendet anzusehen.

16. Jan. Der Vorsitzende des Berg⸗ arbeiter-Verbandes, L. Schröder, ist heute ver haftet worden.

Saarbrücken, 16. Jan. Der Streik im Saargebiet gilt als beendet. Mit Ausnahme der abgelegten Bergleute ist fast alles ange⸗ fahren.

Ausland.

Frankreich. Paris, 16. Jan. Carnot soll erklärt haben, er werde seinen Posten unter keinen Umständen verlassen. Ribot soll sich in den Couloirs der Kammer ausgesprochen haben, die Regierung werde nach der Bewilligung des Budgets die Auflösung der Kammer ernstlich erwägen. Die allgemeine politische Situation wird immer komplizirter. Die hervorragenden Provinzblätter unterstützen die Angriffe gegen Carnot. Im Elysee kam es gestern zu heftigen Scenen zwischen Carnot und Ribot. Carnot fordert schnellste Beendigung des Panama skandals. Es hat sich eine neue Kammer⸗ gruppe gebildet aus allen Abgeordneten, welche dem früheren Parlamente nicht angehörten, mithin durch den Panamaskandal nicht be⸗ troffen sind. Diese Gruppe will die vollständige Aufklärung des Panamaskandals sichern.

16. Jan. Ribot ließ den Korrespon⸗ denten der Budapester Zeitung,Budapesti Hirlap verhaften und ordnete dessen Aus weisung an. Ferner ließ er die zwei Vertreter eines deutschen, und einen eines italienischen Blattes ausweisen, weil dieselben behauptet haben, Mohrenheim habe Panamagelder em⸗ pfangen. Ribot suchte Mohrenheim persönlich auf und drückte ihm wegen der Verläumdungen sein Bedauern aus. Develle sowie sämmtliche Botschafter besuchten Mohrenheim, den russischen Botschafter, und forderten ihn angeblich auf, seine beabsichtigte sofortige Abberufung vom Czaren nicht zu erbitten. Ribot besuchte den italienischen Botschafter und drückte sein Be dauern aus über die Verläumdungen der fran⸗ zösischen Blätter gegen den früheren Botschafter Menabrea.

17. Jan. Lesseps, Cottu und Fontane bestritten bei der Vernehmung Beziehungen zu Vertretern fremder Mächte gehabt zu haben. Die Regierung bringt heute einen Gesetzentwurf ein, Beleidigungen gegen auswärtige Mächte und deren Vertreter vor das Zuchtpolizeigericht zu verweisen.

Toulon, 16. Jan. Es verlautet, eine Division Panzerschiffe unter Admiral Buge gehe in einigen Tagen von hier nach Tanger; auch mehrere italienische Kriegsschiffe, die in Spezzia vor Anker liegen, werden dorthin in See gehen.

Großbritannien. London, 17. Jan. In Kairo hat ein Ministerwechsel stattgefunden. Die Daily News melden aus Kairo, die Repräsen⸗ tanten Englands hätten die Anerkennung der neuen Minister verweigert, deren Ernennung durch eine französisch-russische Intrigue herbei⸗ geführt worden sei. Die Beziehungen des Khedive zu England seien gespannt.

Italien. Rom. 16. Jan. Der Minister

Marokkaner gefangen genommene Soldat ist infolge der Aufforderung des Gouverneurs von Alhucemas wieder frei gelassen worden.

Aus Stadt und Land.

X Freledberg, 8. Jan. Der für den evangel. Arbsiter⸗Verein angeküadigte Vortrag des Prof Stamm aus Gießen über das Thema: Wie durch den E nfluß des Christenthums die unfreie Arbeit zu einer freien gewo den ist, rand gestern Abend in der Herberge zur Heimath ber gut be⸗ suchtem Hause statt. Prof. Stamm bielt die Gäste bis zu seiner gegen 12 Uher erfolgten Rückfahrt in der an; genehmsten Weise zusammen Der Verein beabsichtigt die dies jäbrige Feier des Geburtstags des Kaisers durch einen Familienabend mit einer kleinen Festlichkeit zu be⸗ gehen. Voraus sichtlich findet die Feier am 29 d Mts. m Pfälzer Hof statt Näheres hierüber wird noch be⸗ kannt gemacht werden

Allerlei.

St. Johann, 16. Jan. Heute Vormittag 9 Uhr fand auf der Grube Reden, Flötz Alexander, eine Explo ston schlagender Wötter stitt. Neun Bergarbeiter sind todt, einer schwerverletzt, ein St. iger ist verletzt. Von den Todten waren 6 verhelrathet. Die Leichen konnten wegen Nachschwadens noch nicht geborgen werden.

Halle, 17. Jan. In der benachbarten Irrenanstalt Nietleben find in den letzten Tagen 18 Personen unter Holeravedächtigen Symptomen erkrankt, wovon bereits

7 gestorben sind. Die bakteriologtsche Untersuchung wurde

angeordnet. Die Anstalt wurde vorläufig von jedem Verkehr abgesperrt.

Königgrätz, 17. Jan Nahe bei der Stadt wurde eine aus 16 Personen bestehende Zigeunerfamilte erfroren aufgefunden.

Paris, 16 Jan. Eine Versammlung von Aktlo; nären und Obligattonsinhabern der Ponamagesellschaft, welche gestern in der Salle Vauzboll stattfand, beschloß die Bildung einer neuen Gesellschaft mit einem Kapital don 150 Milltonen und die Wiederaufnahme der Kanal⸗ Arbetten.

Parts, 16 Jan. Ein deutscher Bankter wurde in Puteauz als der Splonage verdächtig, verhaftet. Der⸗ se be soll angeblich Berichte über die Wuffenfabrik in Puteaux nach Deutschland gesandt haben

Paris, 16. Jan. Gestern ist bier starker Schnee fall und Thauwetter eingetreten. Morgens getzen 9 Uhr entlud sich während eines heftigen Regenschauers über dem Stadtviertel Grénoble ein Gewitter unter mehreren Blotzschlägen, von welchem einer den Esffelthurm auf dem Marsfelde traf.

Parts, 17. Jan. Aus ganz Frankreich werden starke Schneestürme gemeldet. Vesoul ist eingeschneit, die Verbindungen damit sind abgeschnitten Seit gestern Morgen ist dort kein Zug aus Paris eingetroffen. Ebenso ist es mit Belfort.

Tetest, 17. Jan Seit letzter Nacht weht eln hef⸗ tiger Sturm, die Molen sind eisbedeckt, die Arbeit im Hifen ist eingestellt, der Schiffsverkehr unterbrochen; mehreren Dampfern und Segelsch e ffen wurde vom See⸗ amt Hilfe geleistet. In den Straßen kamen zahlreiche Unglücksfälle vor. d

Kemerun, 17. Jin. DieTimes berichtet über ein Eisenbahnunglück zwischen Matiti und Amfose am Congo. nem anderen, der mit Eingeborenen besetzt war, zu⸗ sammen. beladener Waggon, auf dem 154 Kisten mit Dynamit und 82 Tonnen Pulver lagerten Die Waggons wurden oollständtg zerstört, die Leichname größt nthetis in Fetzen gerissen, der einzige anwesende Arzt wurde schwer ver⸗

vundet, 4 Euxopäer und 46 Schwarze sind todt. Die

Zahl der Verwunderen ist noch nicht festgestellt

Kaisers Geburtstag.

Geburtstage sind Freudentage in der Fa⸗ N milie; je höher das Haupt steht, dem die Feier

gilt, um so freudiger. Am 27. Jan. feiert unser

Kaiser diesen Tag, als Vater seines Hohen Hauses, aber auch als Vater seines Volkes, das wie Deutschlands Kaiserin und die frohe Kinder g schaar um den Deutschen Kaiserthron zu den Seinen gehört und gehören will in hellen und dunklen Tagen. Die Freude an Geburtstagen kommt in Gaben zum Ausdruck; und welches werden die Gaben eines treuen Volkes sein, das sich mit seinen Wünschen nicht in ein Bu

in seines Kaisers Hause, sondern in des Kaisers Herz selbst einzeichnen will? Treue um Treue wo deutsche Herzen schlagen, bei gemeinsamem

des Aeußeren Brin hat den Grafen Solms ge beten, dem Reichskanzler mitzutheilen, daß seine Zweifel an der Neigung Italiens für den Dreibund durchaus unbegründet seien. Der

weitaus größte Theil der Nation theile die Ueberzeugung, daß nur in der Fortdauer des Dreibundes eine Gewähr für den Frieden und die Wohlfahrt der Länder liege.

Heydt und Schröder-Poggelow genannt.

Spanien. Madrid, 15. Jan. Der in der Nähe des Forts von Alhucemas durch

Gedenken an das Wort,

Uns aber und Unseren Nachfolgern an der f Kaiserkrone wolle Gott verleihen, allzeit Mehrer des deutschen Reichs zu sein, nicht an kriege rischen Eroberungen,

und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung. Wenn Stürme um das Geburtstagshaus

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welches der erste deutsche Kaiser Wilhelm einst nach Siegen ohne Gleichen an sein geeintes Volk gerichtet hat:

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