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TPT777

Bekanntmachung den Ankauf von Remonten für 1893 betreffend.

Zum Ankaufe von Remonten im Alter von drei und ausnahms⸗ weise vier Jahren sind im Bereiche des Großherzogthums für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt

worden und zwar: N f 6. Mai Lampertheim,

Bickenbach, Groß-Gerau, Gernsheim,

am 555 e

Berlin den 25. Februar 1893.

mächtigten der Kommission vorgestellt werden, sind vom Kauf aus

lossen. 2 Die Verkäufer sind verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine neue Kopf. halfter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben.

Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können

sind die Deckscheine resp. Füllenscheine mitzubringen, auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu koupiren oder über

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Reinheim, Die von der

Pferde mit solchen Fehlern, Kauf rückgängig machen, sind vom

in den Depots als solche erweisen.

Nieder⸗Wöllstadt.

Remonte-Ankaufs-Kommission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. welche nach den Landesgesetzen den Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, ebenso Krippensetzer und Klophengste, sowie Wallache mit ausgeprägter Hengstmanier, sich in den ersten zehn bezw. acht und zwanzig Tagen nach Einlieferung Pferde, welche den Verkäufern nicht eigenthümlich gehören, oder durch einen nicht legitimirten Bevoll⸗

mäßig zu verkürzen.

Fall ist. welche

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

nicht gelitten haben und

in Knochen und Muskulatur ausgebildet sind.

Königlich Preußisches Kriegs ministerium, Remontirungs-Abtheilung. (gez.) Hoffmann ⸗Scholtz

Ferner ist es dringend erwünscht, daß ein zu massiger oder zu weicher Futterzustand bei den zum Verkauf zu stellenden Remonten nicht stattfindet, weil dadurch die in den Remonte⸗ depots vorkommenden Krankheiten sehr viel schwerer zu überstehen sind, als dies bei rationell und nicht übermäßig gefütterten Remonten der Die auf den Märkten vorzustellenden Remonten müssen da⸗ her in solcher Verfassung sein, daß sie durch mangelhafte Ernährung bei der Musterung ihrem Alter entsprechend

Johann Frank wurde als Wasenmeister für die Gemeinde Butzbach und Heinrich Balzer als Wasenmeister für die Gemeinde

Weckesheim verpflichtet.

Peter Krauch zu Rödgen, Franz Karl Dey zu Nieder-Mörlen, Gottfried Leps zu Okarben und Georg Bingel II. zu Rödgen

wurden als Fleischbeschauer

für diese Gemeinden ernannt und verpflichtet.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 15. März. 2. Kammer.

5 in die Tagesordnung ein. Zur Beschaffung von inrichtungsgegenständen für die Zellenstrafanstalt zu Butzbach werden, unter Abstrich von 32,000 Mark 100,000 M. bewilligt. Die Vorstellung einer Anzahl älterer Gerichtsschreiber wegen Anrechnung ihrer Vor⸗ dienstzeit wird für erledigt erklärt. Für Regelung des

Nach Ver⸗ 1 kündigung der Einläufe und Berichtsanzeigen tritt das wesen

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rathung wird fortgesetzt. Kapitel 6768 Titel 111 werden ohne Debatte bewilligt. Bei Titel 12, Münz⸗ wird die gestrige Währungsdebatte fortgesetzt. Der Rest des Etats des Reichsschatzamtes wird ohne Debatte erledigt, ebenso der Etat der Reichsschuld, des Bankwesens und andere kleinere Etats. Zum Etat der Vervollständigung des deutschen Eisenbahnnetzes im Interesse der Landesvertheidigung liegt ein Antrag auf Gewährung von Beiträgen aus Reichsmitteln zum

Neckars bei Hirschhorn werden 37,500 M. verwilligt Bau von strategischen Bahnen vor, insofern die Bau⸗

Den Antrag Breimer auf Anpflanzung von Preißel⸗ beeren in Kommunal- und fiscalischen Waldungen be fürwortet der Ausschuß, indem er die Regierung er⸗ suchen will, Versuche anzustellen. Der Ausschußantrag wird angenommen. Schönberger beantragt als Entschädigung für Geländestellung bei dem Bau der Nebenbahn Reinheim-Reichelsheim für die betheiligten Gemeinden den Mindestbetrag von 60,000 M. einzu⸗ stellen. Entsprechend dem Ausschußantrag wird dem Antrag keine Folge gegeben. Ein Antrag Heinzer⸗ ling und Genossen bezweckt für Erbauung einer Neben⸗ bahn von der Station Bickenbach nach Jugenheim und Seeheim, unter Berücksichtigung von Alsbach, Bewillig⸗ ung eines Betrages von 380,000 M., der auf dem Wege des Staatskredits flüssig gemacht werden soll. Der Ausschuß empfiehlt die Bewilligung. Finanz⸗ minister Weber erklärt die Bereitwilligkeit der Regie⸗ rung zum Bau der Bahn, wenn die Kammer diesen Wunsch ausspreche. Der Ausschußantrag wird gegen 12 Stimmen angenommen. Der Antrag Bergsträßer auf Zulassung der Feuerbestattung wird auf Wunsch von der Tagesordnung abgesetzt, die hierauf erledigt ist. 16. März. Die Interpellation Eck über die In⸗ standstellung eines an die Hohestraße zwischen Echzell und Friedberg grenzenden Straßentheils, welcher vom Staat zu unterhalten ist, wird dahin beantwortet, daß die Unterhaltung für den öffentlichen Verkehr auf dieser Straße nicht Sache des Staates sei. Eck wünscht dringend Abhülfe. Finanzminister Weber erwiedert, daß Verhandlungen über die Angelegenheit im Gange seien. Das Haus geht hierauf zur Berathung der Vor lage über die Aufbringung der zur Errichtung der stehenden Straßen und Eisenbahnbrücken über den Rhein bei Worms erforderlichen Mittel über. Für die beiden Brücken wird der Gesammtbetrag von 7,970,000 M. verlangt. Die Majorität des Ausschusses will die Straßenbrücke abgelehnt haben und für die Eisenbahnbrücke den Betrag von 4,660,000 M. unter der Voraussetzung bewilligen, daß eine Einigung mit der Hessischen Ludwigsbahn erzielt würde; die Minori⸗ tät des Ausschusses will die Eisenbahnbrücke unter dem selben Vorbehalt bewilligen, jedoch auch die Straßen- brücke genehmigen. Nach lebhafter, theilweise sehr er regter Debatte wird der Minoritätsantrag mit 25 gegen 19 Stimmen abgelehnt, der Majoritätsantrag gegen 2 Stimmen angenommen.

Der Amtmann Wick zu Bingen wurde zum Amt⸗ mann in Erbach ernannt, der Direktor der Maschinen fabrik N gel und Kämp zu Hamburg, Reichert, zum ordentl. Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt ernannt.

Berlin. Prinz Heinrich von Preußen siedelt Ende des Sommers nach Berlin und Potsdam über, um den kaiserlichen Bruder von den wachsenden Repräsentationspflichten zu entlasten. Eine Beförderung des Prinzen im Rang soll gleichzeitig damit bevorstehen.

Berlin, 14. März. Reichstag. Die Etatsbe⸗

sekretär v. Maltzahn:

ist die zweite Lesung des Etats erledigt.

mission überwiesen.

kosten die Betriebseinnghmen übersteigen und den Staatshaushalt des Bundesstagtes belasten. Staats⸗ Das Reich habe sich mit den⸗ jenigen Einzelstaaten, deren Bahnbau vom Reiche sub⸗ ventionirt wurde, durch ein Panschalquantum abgefun⸗ den. Zu Mehrzuschüssen sei das Reich nicht verpflichtet und bittet er die Resolution abzulehnen. Dieselbe wird abgelehnt und eine Reihe kleinerer Etats erledigt. Ebenso das Etatsgesetz und das Anleihegesetz. Damit Die allge⸗ meine Rechnung für 18890 wird der Rechnungskom⸗ Die Postdampfernovelle wird in dritter Lesung angenommen, ebenso in der zweiten Lesung der Gesetzentwurf auf Abänderung der Maß⸗ und Gewichtsordnung. Der Gesetzentwurf betreffend Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitig⸗ keiten wird in zweiter Lesung angenommen. 16. März. Reichstag. Der Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Co⸗ lumbien steht zur Berathung. Staatssekretär v. Mar⸗ schall charakterisirt den Inhalt des Vertrages mit Columbien. Redner tadelt lebhaft das Hereinziehen der schwebenden Verhandlungen mit Rußland in die öffentliche Polemik. Der columbische Vertrag wird einer vierzehngliedrigen Kommission überwiesen. Es folgt die erste Lesung der Novelle zum Unterstützungs⸗ wohnsitzgesetz. Hahn(kons.) begrüßt freudig den Ge⸗ setzentwurf als einen Theil der Entschädigung für die großen Opfer, welche die sozialpolitische Gesetzgebung dem platten Lande auferlegt hat und behält sich für später vor, weitere Wünsche vorzubringen. Stolle (Soz.) ist kein prinzipieller Gegner der Herabsetzung der Altersgrenze, die Vorlage belaste namentlich die Landarmenverbände übermäßig. Gamp(R.⸗P.) ver⸗ zichtet auf die grundlegende ÜUmänderung der Armen⸗ gesetzgebung und äußert sich im Uebrigen wesentlich wie Hahn. von Schalscha(Centrum) stimmt dem Gesetzentwurf zu und empfiehlt die Einrichtung besonde rer Armenverbände für Städte und Land. Osann (n. ⸗l.) hält am Prinzip der vollen Freizügigkeit fest.

Die Festlegung des 18. Jahres als Grenze sei be gefunden. Die Aufregung ist groß. denklich. Italien. Rom. Wie von hier gemelden 1 wird, wird das deutsche Kaiserpaar auf der Ausland. Rückreise von Rom nach Berlin in Floreng Schweiz. Bern, 15. März. Der Kaiser seinen kurzen Aufenthalt nehmen, um der Königin:

von Oesterreich ist heute von Territet nach Wien zurückgereist, traf 1 Uhr Mittags hier ein und reiste nach halbstündigem Aufenthalt über Zürich und Romanshorn nach München weiter. Die Kaiserin Elisabeth verläßt Territet morgen Mittag und begibt sich über Bern und Luzern mit der St. Gotthardbahn nach Genua.

Belgien. Brüssel. Mehrere franzssische Geheimpolizisten hielten sich hier seit einigen Tagen auf, um Nachforschungen nach Auar⸗ chisten anzustellen. Vorgestern verhafteten sie, wie bereits gemeldet, den Anarchisten Schouppe

und gestern dessen Bruder. ung wurden zwei Höllenmaschinen und Waffen gefunden. Die Polizei soll Mathieu, dem Ur⸗ heber der Explosion im Restrant Very in Paris, auf der Spur sein.

Bei der Haussuch⸗

Das Gericht habe die

Gewißheit, daß diese Personen hier eine Ver-

schwörung planen.

Weitere Haussuchungen waren erfolglos.

Frankreich. Paris, 15. März. Kammer. N

Turrel befragte die Regierung über die Wirth⸗ schaftspolitik und beklagte, daß an Spanien der Minimaltarif gegen den Prohibitivtarif bewilligt werde. Develle betonte, die Regie⸗ rung beabsichtige keinerlei Verhandlungen zur Abänderung des Zollregimes einzuleiten, man werde sehen, ob gegen gewisse Länder strenger vorzugehen sei.

fuhr nach Spanien. Die Regierung bemüht sich, Konzessionen zu erhalten und einen besseren modus vivendi herbeizuführen.

Rive de Giers, 15. März. derum Lohnstreitigkeiten ausgebrochen.

Der Handelsminister konsta⸗ tirte eine Verringerung der französischen Ein.

Es sind wie Die

Intervention des Loire-Präfekten blieb ohne

Erfolg. den Ausstand. Großbritannien. DerStandard meldet aus Rom, in val kanischen Kreisen hoffe man auf die demnächstige Wiederherstellung der diplomatischen Bezieh

ungen Englands zum Vatikan. Gladstone würde g

einen Gesandten beim Vatikan acereditiren.

Spanien. Madrid, 15. März. eine Dynamitexplosion wurde eine Fabrik in Saint Martin de Provengale in die Luft ge sprengt. Ein Arbeiter wurde getödtet. Bei einer hierauf in der Wohnung des Getbdteten vorgenommenen Haussuchung wurden 2 Orsini bomben und eine große Quantität Sprengstoffe

von England einen Besuch abzustatten. Ei

ist wahrscheinlich, daß das Kaiserpaar bis

Florenz in Begleitung des italienischen Königs paares reisen wird. Rußland. Petersbuürg.

eines Berliner Blattes, daß die russisch-deutschen Handelsvertragsverhandlungen als gescheitert zu betrachten seien, steht mit der thatsächlichen Lage der Angelegenheit in vollstem Widerspruch. Augenblicklich unterliegen die deutschen Forde- rungen im Finanzministerium einer sorgfäl⸗ Alsdann hat die zur

tigen Prüfung.

Die Arbeiter beschlossen einstimmig London, 16. März.

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