vorzunehmen und wegen Ausdehnung der Streu⸗ nutzung die erforderlichen Anträge baldigst zu stellen, falls die in den Wirthschaftsplänen zur Nutzung vorgesehenen Deckung des Bedürfnisses nicht hinreichen. diesem Jahre liegt die Befürchtung nahe,
In daß
dem Walde ohne empfindlichen Schaden nicht Streu entnommen werden können,
wird so viel
als nothwendig ist, den vollen Bedarf zu decken.
Aber abgesehen davon muß auch noch berück-
sichtigt werden, daß die Waldstreu noch lange nicht das beste und hilligste Stroh⸗Ersatzmittel Weit vortheilhafter stellt sich die Anwen⸗ ese ist in den meisten Fällen als die Waldstreu, sondern i Dungmateria Hilfe der seitens der ist es der Großh. Bezuge von Torfstreu Erleichterungen zu ge— währen, worüber demnächst weitere Mittheilung erfolgen wird. Zum Schlusse möchte noch darauf hinzuweisen sein, daß die umfangreiche Strohfütterung sowohl, als auch im Herbste die Fütterung von Mais c. die Anwendung von Kraftfutter erfordert. Außerdem kann es unter Unständen räthlich oder nothwendig er— scheinen, Futtermittel 5 Jahre mangelnden Wirthschaftsfutters zuzu— kaufen. Hierher gehören beispielsweise die Rübenschnitzel im frischen und getrockneten Zu— stande, die Erdnußkleie ꝛc. Jedenfalls wird die Nachfrage nach allen H andelsfutter mitteln sehr stark werden. Es ist deshalb anzurathen, den Bedarf für's ganze Jahr frühzeitig zu decken. Allerdings ist die beste Conjunctur be— reits verstrichen, da die Handelsfuttermittel im Preise seit einigen Wochen steigen. Indessen spricht die Wahrscheinlichkeit mehr dafür, daß später theuerer, als daß billiger gekauft werden wird. Gemeinsamer bezw. genossenschaftlicher Ankauf ist unter den vorliegenden Verhältnissen sehr zu empfehlen. Unter den Kraftfuttermitteln werden bei den zur Verfügung stehenden proteinarmen Wirthschaftsfuttermitteln die Ab⸗
fälle der Oelfabrikation zur Ergänzung des
Nährstoffgehalts besonders nothwendig sein. Die vorstehenden Ausführungen haben die Maßregeln zur Bekämpfung der Futternoth keineswegs erschöpft. Es ist sicher, daß mancher Leser in der Lage ist, auf Grund seiner Er— fahrung weitere Vorschläge zu machen. Möchte „dies recht ausgiebig geschehen, damit der wichtige Gegenstand erschöpfend besprochen und der drohenden Gefahr allerseits recht wirksam ent⸗ gegengetreten wird.
Aus Stadt und Land.
s. Friedberg, 10. Juni. Gestern fand auf dem Essighaus⸗Felsenkeller die von den Antisemiten einbe— rufene Versammlung statt. Nachdem Ur. Böckel aus Marburg gesprochen, traten Redakteur Hoch von Frank⸗ furt von den Sozialisten und Rechtsanwalt Ie. Held von den Freisinnigen als Redner auf. Die Parteien geriethen so heftig aneinander, daß der die Versammlung überwachende Beamte mit Auflösung drohte, wenn nicht anständiger verfahren werde. Schließlich trennte man sich, ohne eine Resolution gefaßt zu haben.
r. Bad⸗Nauheim. In der vorigen Woche sind 587 Kurfremde, im Ganzen jetzt 2782 Personen hier angekommen.
Gießen, 7. Juni. Schwurgericht. Zur Verhand— lung kommt die Strafsache gegen Heinrich Döring von Windhausen, wegen Meineids. Nachdem die Geschwo— renen die vorgelegte auf Meineid gerichtete Schuldfrage verneint, die auf fahrlässigen Falscheid gerichtete jedoch bejaht hatten, verurtheilte der Gerichtshof den Ange— klagten in eine Gefangnißstrafe von neun Monaten, unter Abzug von einem Monat Untersuchungshaft.— 9. Juni Schwurgericht. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Heinrich Muhly von Allendorf a. d. Oda., wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit. Nach⸗ dem die Geschworenen das„Schuldig“ ausgesprochen wurde der Angeklagte ia eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehren— rechte auf die Dauer von 5 Jahren, verurtheilt. 5
.
Allerlei.
Trier Das Problem der Kostendeckung für die Militärvorlage hat der Baurath Müller hier spielend gelöst; er meinte:„Können wir die Kosten aufbringen?
Das ist eine Kleinigkelt. Wir Deutsche pflegen, wenn
Streuquantitäten zur
zum Ersatz des in diesem
*
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maligen Oelanstrich auf 2 Meter 6
streichen ließ und nach 20jähriger Benützung des Stalles keinen Mörtelabfall bemerkte so glaube ich, daß auch dieser Anstrich bei obiger
haben, dem er weiblich ist Pfennig nicht Mehrforderung nicht.“
wir Abends unser Glas Bier getrunken Kellner 5 Pfennig zu geben, und wenn und dazu schön, kommt es uns auf 10 an. Mehr als dieses kostet die Blankenburg, 8. Juni. Durch ein in Hasselfelde am Harz gestern ausgebrochenes Feuer wurden in drei vom Markte parallel laufenden Straßen 85 Gebäude eingeäschert. 5 Lemberg, 8. Juni. Der Dujester ist gefallen; bei Halicz stehen ungefähr 300 Häuser unter Wasser. Das Bistrizathal, das Solotwinzkathal mit 8 Ortschaften, sowie 9 Dörfer am Duwajec sind überschwemmt. Czernowitz, 9. Juni. Die Materialbahn von Bordujeni zum linken Suczawa⸗Ufer wurde mit über 20 Waggons spurlos weggeschwemmt. Ein großer Dampfbagger wurde von den Fluten umgestürzt und versank. Malmö. dur
Mörtels bei Fenstern und Thüren
Abfallen des Eindringen des Salpeters,
nicht allein dem sondern auch der 8 Mauern sich ansammelnden Dunstes, der sich in Form von Wasser an den Fenstern und Thüren in die Mauern zieht, zuschreib. Ein kleiner Versuch mit diesem Mittel wäre immer⸗ hin zu empfehlen.
Handel und Verkehr.
Butzbach, 10. Juni. Wochenmark. Butter kostete per Pfund M. 1.15—0.00, Käse per Pfd. 46 47 Pf., Eier 2 Stück 11 Pf. 5.
Gießen, 10. Juni. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter pr. Pf. Mk. 0,85— 1,00, Eier
Stück 6 Pf., 2 St. 11— Pf., Käse pr. St. 5—8 Pf.
vünschte Feldkanone, nicht zurückspringt und zum 8 zu 2 aun 8 ist, wurde von einem gewissen Cail erfunden. ie in e 2 1 5 Calais angestellten Schießversuche verliefen günstig. Mk. 1.101,50, Dahneg pr fe 551 12255 1 Rom, 9. Juni. Graf Castellani tritt heute eine Ochsenfleisc pr Pfund 66— 8 Pf., 2 7 un Pfund Fußtour über e Behringstraße, San Fran⸗ 6 50 b eh pe. dend 8b Wan cisco nach Buenos-Aires an. 1 2 5 8 1. Mailand, 9. Juni. Die verheerenden Gewitter fleisch per Pfund 40—70 Pf., F* 1 Kilo nehmen kein Ende. Die Saaten bei Ferrara und 6, 7,00 M., Zwiebeln per Centner M. 12, Kirschen Vicenza sind verwüstet. 8 6 9 bes han kfäct, J. Pant Constantinopel, 9. Juni. Das„Reutersche 0 E. Ben 195 Jeddah von heute: Die Cholera M. 7.50—8.50, Stroh 1 Ctr., Roggenstroh 50 389 ist in Mexka ausgebrochen und sind gestern 60 Personen bis 5.00, Weizenstroh, M. 4.40, neee,— der Epidemie erlegen. Wirrstroh M. 3.40. Angefahren waren agen. New⸗Mork, 8. Juni. 5 Feuer äscherte 170 größten Theil von Fargo in Norddacota ein. ie Repertoir⸗ Brücke der Graet Northern Bahn wurde so beschädigt, 5 daß sie unpassierbar it. Tausende sind obdachlos. der vereinigten 8 e Washington, 9. Juni. Das Gebäude, in dem pernha 5 sich früher das Fordtheater befand und jetzt Regie- Dienstag den 13.: Tristan und Isolde. Gew. Preise. rungsbureaux waren, ist heute eingestürzt. Bis jetzt! Anfang halb 7 Uhr. 4 1 3 sind aus den Trümmern 25 Leichen und viele Ver⸗ Mittwoch den 14.: Cyklus klass. Dramen bei ermäßigten wundete hervorgezogen worden. Da sich gegen 300] Preisen(Art. Abend). Wallensteins Tod. Anfang Angestellte in dem Gebäude befunden haben sollen, be- halb 7 Uhr. fürchtet man, daß noch etwa 200 verschüttet sind. Donnerstag den 15.: San Francisco, 9. Juni. Eine heftige Feuers⸗ Anfang 7 Uhr.* brunst zerstörte eine große Anzahl Häuser; fünf Feuer- Freitag den 16.: Cyklus klass. Dramen(s. Abend). wehrleute sind dabei umgekommen. Gastspiel von F. Mitterwurzer: Hamlet. Anfang Kleine Preise. a Gew. Pr.
balb 7 Uhr. Samstag den 17. Martha. Anfang 7 Uhr.
Heilkraft des Eiweißes. Sonntag den 18. Die Königin von Saba. 7 Uhr. Große Preise.
Für Schnittwunden gibt es kein schneller Montag den 19.: Cyklus klass. Dramen. Gastspiel von heilendes Mittel als einen Ueberzug von rohem F. Mitterwurzer. Wilhelm Tell. Anfang ½7 Uhr. Eiweiß. Es ist dem Kollodium vorzuziehen Kleine 5 3 und hat auch noch den Vortheil, augenblicklich„ zur Hand zu sein. Bekanntlich wird eine Ver⸗ Mech pen 14. Vage sünee schlimmerung der Wunde durch den Zutritt Donnerstag den 15.: Frou-Frou. Gewöhnl. Preise. der Luft hervorgerufen. Das schnell trockene Freitag den 16.: Die schone Helena. Gew. Preise. Eiweiß bildet aber eine Haut, durch welche Samstag den 17.: Vasantasena. Gewohnl. Preise. Gi die Einwirkung der Luft abgeschlossen und die Sorgt den Ja.: Gastspie van d Mitterdme
; 5 5. ustspiel. Bergheim: Mitterwurzer. Gew. Pr. Heilung der Wunde beschleunigt wird. Ferner ist das Eiweiß ein sehr wirksames Mittel gegen Dyssentrie(heftige Darmentzündung, Ruhr). Mit oder ohne Zucker zusammenge⸗ schlagen und dann eingenommen wirkt das Eiweiß einhüllend und die Entzündung des Magens und der Eingeweide besänftigend. Zwei oder höchstens drei Eier genügen an einem Tage bei gewöhnlichen Zufällen. Bemerkens⸗ werth ist, daß das Eiweiß in diesem Falle nicht nur als Arzneimittel dient, sondern auch als eine leichte Nahrung, wie sie für den Patien⸗ ten in solchen Fällen am passendsten ist.
Entwurf 5 in Frankfurt.
Maskenball.
aus. Gewöhnl. Preise. Gewöhnl. Preise.
Rüctporio beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort gerechnet wird. Die Exped. des Oberh. Anz.
Geld- Cours. Frankfurt am 10. Juni 1893. Geber. Nehmer. 20⸗Frankenstücke 5 in ½ Dollars in Gold. Ducaten. „ al mares Englische Sovereigns Ruff Imperial
Mittel gegen Abfall des Mauerverputzes. Von praktischen Oekonomen wurde mir, schreibt Baron Schell-Kalladey(Böhmen) in dem„Oestr. landw. Wochenblatt“, ein Mittel Bei iedberg ist gegen Mörtelabfall bei Fenstern und Thüren oorrelhi: Dindernsgel in Fee Neuester
von Stallungen als vollkommen entspechend Taschen⸗ Fahrplan.
mitgetheilt, welches ich nachstehend anführe. Dienst.
16.
Die abgefallenen Mörtelstellen werden bis auf die Ziegel und Steine fest abgekratzt, die Fugen so tief als möglich ausgekratzt, letztere mit heißem Pech verschmiert, die abgekratzten Stellen mit sehr heißem Pech überzogen, darauf der Anwurf aus reschem, grobkörnigem Sand, Cement, etwas Kalk in gleicher Höhe mit dem Anwurf der alten Mauer festgetragen(mit aller Kraft darauf geworfen). Da ich mit
bestem Erfolge bei Neubauten die innere Stall- Hessen, wand bei Fenstern und Thüren mit einem zwei—
Sommer-
Für die Mittel⸗Nheingegend, Nassau, Frankfurt, Rhein- Preußen. Preis 25 Pf.
Stallwärme und des an den
Paar Mk. 0,70— 0,90, Hühner pr. Stück
Heu kostete der Centner 4.60
Anfang
Schriftlichen Anfragen
wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das
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Manipulation nicht schaden könnte, da ich das 9
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Gewöhn. Preise. g


