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Mark, Schaffung von Luxussteuern, reichliche Mittel ge⸗ funden werden könnten, die Kosten der Heeresvorlage zu bestreiten. Die Militärvorlage entspreche aber auch den Forderungen der Gerechtigkeit und den langjährigen Wünschen des Volks; durch Annahme der Vorlage sei die allgemeine Wehrpflicht nahezu verwirklicht und die ies laß Dienstzeit gesichert. Würde die Wehrvor⸗ age abgelehnt, so würde die Ungerechtigkeit weiter be⸗ stehen, daß viele Tausende wehrhafte Männer in Folge ohen Looses zu Hause blieben. Endlich entlaste die

ilitärvorlage auch die Landwehr, da unverheirathete und jüngere Männer zuerst berufen seien die Grenzen des Vaterlandes zu schützen, während die verheiratheten Landwehrmänner erst in zweiter Linie in's Treffen kämen. Unser Candidat verbreitete sich hierauf über die weiteren Aufgaben, die im demnächstigen Reichs⸗ tage zu verwirklichen seien. Er erklärte, daß alle Kraft daran zu setzen sei, den Mittelstand und Bauernstand zu erhalten. Ohne daß Landwirthschaft und Handwerk blühe, sei auch ein Blühen von Handel und Industrie nicht denkbar. Unser Mährstand, die Landwirthschaft, welcher 42 pCt. der Bevölkerung ausmache, müsse be⸗ wahrt und geschützt bleiben von weiterer Herabsetzung der Zölle, da sie sonst in ihrer Existenz bedroht sei. Mit dem Rufe, daß es gelte den Wahlkampf für Kaiser und Reich zu führen, schloß der Redner, der mit jubeln⸗ dem Beifall belohnt wurde. Hierauf bat ein Führer der Frankfurter Sozialdemokraten, Westphal, um das Wort und wurde diesem auch solches ertheilt. Derselbe wendete sich gegen die Nothwendigkeit der Wehrvorlage und führte unter anderem aus, daß ein äußerer Feind ja gar nicht vorhanden sei. Mit schlagenden Worten wurde der Redner durch den in Bad⸗Nauheim zur Kur befindlichen Oberstlieutenant von Schmid aus Stutt⸗ gart, der die Feldzüge 1866 und 1870 mitgemacht, widerlegt, der ausführte, daß die Geschichte doch klar beweise, wie Frankreich stets seit Jahrhunderten der Erbfeind Deutschlands sei, das jetzt nur noch nicht den . Augenblick der Revanche gekommen sehe. Fine Vermehrung der Armee sei unabweisbar, da heute mehr wie je die Ueberlegenheit an Truppenzahl den Ausschlag gebe und bei Weißenburg, Spichern und Wörth unsere tapferen Truppen in Folge ihrer Ueber macht über das französische Heer den Sieg so rasch er⸗ rungen hätten. Nachdem auch Graf Oriola noch einige

s. w. schlagen in

jungen Mannes. verheerenden und vernichtenden Folgen des 30jährigen Krieges zu verdanken, daß dieses edle Kampfspiel unter⸗ Wie lange Zeit bedurfte es doch, um in Deutsch⸗

ging.

land überhaupt wieder den Uebungen zu beleben.

nicht wieder

unseres Volkes verharren in dem lethargischen und un⸗ gesunden Zustand von Bewegungslosigkeit.

r. Bad⸗

capelle erfreuen sich auch in diesem Jahre eines zahl⸗ reichen Besuches der K urfremden.

läßt es sich

nur Gutes, sondern auch manches Neue zu bieten; also brachte er unter anderm am letzten Montag Nachmit⸗ tag auch den von dem hiesigen Lehrer Auffarth im 74.

Lebensjahre Ausführung

Wort warmen Lobes für die prächtige Excutirung dieses Tanzes aussprechen.

Nidda, Uhr in

sonenzug entgleiste vor dem hiesigen Bahnhof die Maschine rungslosigkeit hat die und ein Packwagen.

die Kunst, den Ballen mit der Raggeten zu]Laden stehe.

Wir können unserm Orchester nur ein ihnen der Meister gab, alle ihre Angehörigen,

0 f Das läßt doch darauf schließen, das Repertorium eines wohlerzogenen daß Leute, die sonst kauften, hungrig blieben. Wir haben es einzig und allem den Einer von unseren Brüdern berichtet, noch nie, wie im letzten Winter habe er weinende es doch, utsch⸗Männer gesehen, weinend über ihre Brot- und u. ee e Arcbelslosaleite Dare, fe ee gewonnen: gerade die gebildeteren Schichten begegnet mit neun, mit zwölf Kindern, die Monate lang ohne jeden Unterhalt waren. In dem einen Hause erhielten zwei kleine Knaben nothdürftig ihre Eltern Wochen lang, Muͤsikdirektor Machts indem sie bei bitterer Kälte ohne Ueberzieher, f recht angelegen sein, dem Publikum nicht mit zerrissenen Stiefeln, fast auf Strümpfen früh und spät umherliefen, um Zeitungen aus⸗ zutragen. In einer anderen Familie waren es drei Lehrlinge, die mit dem Bischen, was

Nauheim. Die Coneerte unserer Kur⸗

komponirten Terrassen⸗Polka⸗Mazurka zur

14 Köpfe, ernähren mußten. Es war in der That ein furchtbarer Jammer, der über Tau⸗ senden lag. Fast noch schlimmer als die Nah, große Kälte auf die Leute gedrückt. In einer Familie war wenig

6. Juni. Von dem gestern Nachmittag

der Richtung nach Schotten gehenden Per⸗

p. Frankfurt. f 9 11. Juni, Nachmittags 3 Uhr, auf der Rennbahn am gewandert; die Leute hatten kein Holz, um zu

Forsthaus a

santen Verlauf zu nehmen. welche 94 Meldungen gemacht wurden zur Entscheidung.

Darunter 2

zum Schluß die Große Frankfurter Subscriptions⸗ Steeple-Chase mit einem Preis von 11,500 Mark; für] Wasser gefroren,

diese sind d genannt, so

welches bis

Kreuzn

Ausführungen des ssozialistischen Führers unter dem Beifall der Versammlung auf ihre Unhaltbarkeit zurück

blieben todt,

geführt hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch verwundet.

auf den Kaiser seitens des Vorsitzenden geschlossen.

b. Friedberg. Der überaus ungünstige Stand der meisten Futtergewächse und die daraus sich ergebende Befürchtung einer Futternoth hat Großh. Ministerium veranlaßt, den Kreisämtern zu empfehlen, den bezüg⸗ lichen Zuständen und den durch dieselben der Land

wirthschaft drohenden Gefahren ihre besondere Auf- insoweit

merksamkeit zu widmen. Insbesondere soll, erforderlich, nach vorgängigem Benehmen mit kundigen

Landwirthen und nach Ermittelungen an Ort nud Stelle Stand der am vorigen Montag früh Berlin verließen, ist als erster heute Nachmittag 4 Uhr 45 Min. der sächsische Schrift⸗

baldigste Vorlage über den dermaligen Futtergewächse und darüber erfolgen, ob begründete

Aussicht vorhanden sein dürfte, daß die Viehzucht und setze überhaupt Landwirthschaft treibende Bevölkerung in der traf um 6 Uhr der Ingenieur Elsässer ein.

Lage sein wird, aus eigenen Mitteln den Viehstand zu erhalten, oder ob hierzu irgend welche besondere Maß nahmen und durch wen und in welcher Form erforder lich erscheinen dürften.

K. Friedberg. Die Untersuchungen des Limes sind vor vierzehn Tagen wieder aufgenommen worden. Es wurden zunächst die zwischen der hessischen Grenze bei Wehrheim und der Kapersburg gelegenen Pfahl grabenthürme untersucht, welche zum Theil sehr über- raschende, von der seitherigen Annahme abweichende Resultate ergaben. Die Kapersburg selbst, in welcher vor zehn Jahren durch G. Dieffenbach gegraben wor den war, soll in zwei oder drei Jahren, wann der dasebst befindliche Wald durchforstet werden wird, genau und vollständig untersucht werden. In den letzten Tagen wurde das zwischen Hochweisel und Hausen gelegene, unter dem Namen Hunnenkirchhof bekannte kleine Zwischenkastell in Angriff genommen und große Theile der Mauer derselben freigelegt. An diese Arbeit wird sich die Untersuchung des dicht davor liegenden, vor Kofler gefundenen kleinen Kastells und einer bei dem Exerzierplatz der Butzbacher Garnison gelegenen Schanze anschließen. Ein Besuch des ausgegrabenen Kastells, das bis zu Ende dieser Woche offen liegen wird, ist ge wiß lohnenswerth..

C. T. Friedberg. Ueber das auch in Friedberg in Aufnahme kommende Lawn-Tennis-Spiel entnehmen wir der empfehlenswerthenZeitschrift für Turnen und Jugendspiel das Folgende: Lawn-Tennis ist ein alter Freund, den wir in neuem Gewand nach ungefähr 200 jähriger Trennung wieder begrüßen. Dies verhält sich folgendermaßen: Lawn Tennis mit seinem Spiel- Princip, dem Schläger, dem Ball, dem Netz, der Art zu zählen u. s. w. ist dem uralten Tennis, in Frank reich jeu de Paume genannt, entnommen. Der einzige in die Augen springende Unterschied ist der, daß der Kampfplatz bei Tennis ein geschlossener Raum, Ball haus, bei Lawn-Tennis dagegen ein durch Linien abge grenzter freier Platz ist. Um die Wende des 16. Jahr hunderts war Tennis in Deutschland weit verbreitet und viel geübt. Die Acten nennen es überhaupt nur das Ballspiel, als ob es sonst keins gegeben hätte. Ballhäuser waren an fast allen Universitäten und in größeren deutschen Städten, an den Höfen der Fürsten,

und es gehörte gerade wie Tanzen, Reiten, Fechten u. das habe er noch

Freibu

wurden wegen langjähriger Milchpantschereien zu hohen kommen sie aufs Ungewisse in den Irrgarten Geld- und Gefängnißstrafen verurtheilt.

Rottenburg, 5. Juni. deutender Kirchenhistoriker, ist heute gestorben.

München. f Influenza und typhösen Erscheinungen zur Zeit 400[auf dem Lande Mann erkrankt.

1 1

Zeugremisen Wien,

Pest, 6 stiegen die

entgleist. 25 verletzt. 1

Paris, 4. Juni. platzte gestern Nachmittag eine dort gelegte Dynamit⸗ patrone. D

sind tödtlich

verhaftet. Nimes

Nimes

Theater nach Schluß der Vorstellung Feuer aus. lust an Menschenleben ist nicht zu beklagen.

5 Rom.

Crisafulli in Catania drangen am 31. Mai am hellen

Tage sechs . den Haush

und raubten ungefähr 50,000 Lire in Werthgegenstän den und in baarem Gelde. wegen dieser Räuberthat große Aufregung.

Athen.

wird, hat

marmorne Apollostatue freigelegt.

der besten lichkeit mit d

kund ist mi

wohl erhalten.

doine, Great Paul, Sandown, Dunkelmann, Pleurui⸗ cheuse, u. a.

und wenn je, so wird sich diesmal ein Ausflug nach samen und Frankfurt lohnen.

explodirte gestern Abend in Kirn ein durchfahrender Menschen. Pulverwagen

setzer am Floridsdorfer Start eingetroffen; als zweiter

vielen Orten werden Ueberschwemmungen gemeldet. 3 Pest, 6. Juni. Strecke Kecskemet-Pußta⸗Pakay ein stark besetzter Zug 17.40 M., Korn 16.80 M., Gerste 16.00 M Hafen

tillerie-Regiments im Feuer platzte ein Bronzegeschütz Norddeutsche älteren Syfs a 5 0 (wurden getödtet. bis 25.50 M., Nr. 0/1 23.0 24.00 M., Nr. 1 21

Hausrath; sechs Stühle war alles. Fünf da⸗

9 Allerlei. von sind im Laufe des Winters in den Ofen

Die Hindernißrennen, welche am

bgehalten werden, versprechen einen interesc heizen. In einem elenden Stübchen fand der Es kommen 6 Rennen für] Stadtmissionär eine richtige Eisbahn. Das kleine Kind hatte aus Versehen den Eimer um, geworfen. Bei der grausigen Kälte war das ie besten Steeplechase-Pferde Deutschlands a* 5 hatten Funny, Face, Frondeur, Rosabella, Sar⸗ e e 0 Wan 1 Dies ist das größte Hindernißrennen, eigentlich solche Noth der Arbeitslosigkeit in jetzt in Frankfurt und Umgegend stattfand, unserem aufstrebenden Reich, in der betrieb fleißigen Millionenstadt Berlin! Zum großen Theil durch die Thorheit des Es ist, als ob die großen Städte inmitten der Stadt. Zwei Personen eine magnetische Kraft an sich hätten, welch drei Personen sind schwer und zehn leicht, die Leute aus den Provinzen, wo sie es of

Gegen 20 Häuser wurde beschädigt. 5 rg i. B. Mehrere große Oekonomen so gut haben, unwiderstehlich anzieht. De

Flach⸗, 2 Hürden⸗ 1 Jagdrennen und

DemTageblatt zufolge

ach, 4. Juni.

curtheilt. i unserer Residenz, und manchmal nach wenigen Bischof Hefele, ein be- Wochen oder Monaten sind sie nicht bloß em täuscht, sondern zu Grunde gerichtet. Bleib. und nähre dich redlich! Daß Die gesunde Mannschaft bezieht die ist der beste Rath, den man Großstadtluftbe⸗ auf Oberwiesenfeld. gierigen geben kann.

4. Juni. Von den Distanzgehern, welche Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Juni. Fruchtpr. Weizen M. 17.20 bis 00.00, Korn M. 15.50 16.00, Gerste M. 15.50 der Ingenieur Elsasser ein. nausse bis 16.00, Hafer M. 18.00 0 able Preise ver⸗ Flüsse enen ee stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. ö 9 seh 1 n Friedberg, 7. Juni. Buttermarkt. Butlez kostete per Pfund M. 1.001.20, Eier 1 Stück 6 N. Grünberg, 3. Juni. Fruchtpreise. Weizen

Vom Infanterie-Leibregiment sind an

Gestern Nachmittag ist auf der Passagiere wurden theils leicht, theils schwerf 19.00 M., Erbsen 18.00 M., Linsen 00.00 M., Wicke

5 5 16.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 5.60 M. S In einem Kaffeehaus in Alais 00.00 M. N15) M., Kartoffeln 5.60 M., Saum Hiesigeg

Frankfurt, 5 3. Juni. Beim Ererzieren des 19. Ar⸗ ee Verband 17.503080 N Zwei Offiziere 23.0024.00 M. Wee 9 243

Juni. Fruchtbericht.

as Lokal wurde arg verwüstet, 2 Personen verwundet.

tems beim sechsten Schuß. 6. Juni. Heute Nacht brach im Scala⸗ bis

Ver 22.50 M. Umgesetzt wurde: Weizen neuer 11

unserer Umgegend 17.50 00.00 M., frei Bahn hien 17.5017.60 M., Redwinter la. Qualität 17.25 bei 1800 M., do. Steamer rade 17.25 17.50 M., Kaufen 95.18 75 5 375 9 1 Briganten ein, fesselten und mißhandelten hiesiger n 1 See errn, seine Familie und die Dienerschaft M., Hafer 17.0018.00 M. Raps 60.0000 00 Ml. herrscht Mais beschädigt 12.00 M., Malzkeime 10.0010.25 K. Roggenkleie 11. M., Weizenkleie 9.501000 N. Wie demStandard von hier gemeldet 5 7 5 e Pease gere man in Delphi am Dienstag eine tolossale per 100 Kilo ab hier, häufig loco auswärtiys 0 t. Die Sculptur gehort] Stationen und bei mindestens 10,000 Kilo. antiken Kunst an. Die Statue zeigt Aehn Frankfurt, 5 Juni Viehmarkt Der heut 3 München befindlichen Apoll von Trura Markt war mit 418 Ochsen 10 Bullen 686 Kühen, Stien⸗ t Ausnahme eines Bruchs der Nase schr. Rindern, 447 Kälbern, 170 Hämmeln, 592 Schwer befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Och n

In das Haus des Universitäts-Professors

In der Stadt

in eine folgendes Berliner fand im

besuchen in acht Tagen 17 arbeitslose Familien. Pfg., 2. Qual. 5758 Pfg. Ein Bäcker erzählte, es seien ihman einem

einzigen

1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 60 K 63, 2. Qual. M. 52 56, Bullen 1. Qual. M. 43 10

Wer gern Großstadt ziehen möchte, der lese 15, 2. Qual. M. 4042, Kühe, Stiere und Rinder Qual. M. 5053, 2. Qual. M. 3842. Alle

Bruchstück aus einem Berichte der e f 5 25 5 hte der 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. 5357 Mf. Stadtmission: Ein Stadtmissionär 2. Qual. 9 95 3 8 5658 Pf letzten Winter bei seinen Armen⸗ 2. Qual. 48.92 Pfg., Schweine 1. 594

Qual. 5 Alles per Pfund. Frankfurt, 6. Juni. Heu kostete der Centre 7.408.00 Stroh der Ctr., Roggenstroh M

ane 50 Brote übri I 12 g N 5 Ben 35 Tage 50 Brote übrig geblieben, bis 4.80, Weizenstroh M. 4.20, Haferstroh M. 330

nicht erlebt, solange sein Wirrstroh M. 3.30. Angefahren waren 15 Wagen.

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