Aus Stadt und Land. Plötzlich kam der Mensch näher und stach hierbei mit . Friedberg. Vollzog sich auch am 30. Nov. einem Pferdemetzgermesser von ungewöhnlicher Länge der Aufmarsch der Besucher der jüngsten Strohecker dem ihm zunächststehenden 22jährigen Taglöhner Val.
Vorlesung ohne Schieben und Drängen— Influenza, Rupp mit folcher Wucht in den Kopf, daß die Schadel⸗ Concert, mehrere Abendunterhaltungen in Sicht wirkten decke eingeschlagen ist. Der Schwerverletzte wurde als⸗
ungünstig— so hatte das aus Fr. Stoltze's, Quilling's, bald in das städtische Krankenhaus verbracht, woselbst Strohecker's Schatzkästein Gebotene die durchschlagende er bewußtlos darniederliegt. Der Thäter wurde durch Wirkung, wie sie Strohecker's Vortragskunst eigenthüm⸗ die Schutzmannschaft verhaftet.
lich ist, nämlich, die Lacher auf seine Seite zu bekommen.
0: 5 f 11 g Wie gelang es ihm, uns die Personen, die der Dichter 9„ Allerlei.. 3 schildert, so vor das Auge zu rücken, daß wir glaubten, Frankfurt, 2. Dez. Der Maurerlehrling Bach
sie sehen und greifen zu können. Die Kunst Fr. Stoltze's, war gestern Nachmittag mit anderen Arbeitern an der die aus dem Vollen schöpft, ist groß in behaglicher elektrischen Freileitung hinter dem Bahnhof in Bocken⸗
Kleinmalerei, welche die Sonne des Humors erhellt heim, mit dem Aufstellen eines Gerüstes beschäftigt.
und durchwärmt. Dank G. A. Strohecker wurde uns ODierbei kam er einem Leitungsdraht zu nahe, blieb an
ein trübseliger Novemberabend sehr kurzweilig und der fn dee 1 und wurde durch den elektrischen Strom ünstler darf versichert sei ß wir ihm seinen Vortrag sort getodtet.
h. Fauerbach b. F. Am 1. Adventsonntag feierte des Fabrikarbeiters Dreesen, die ohne Aufsicht in der hier der nahezu 90jährige Gerhard Holler. mit Wohnung zurückgelassen waren, spielte heute Morgen seiner Ehefrau Maria geb. Michel unter herzlicher An- eins mit Feuer, dieses entzündete die Kleider und die theilnahme der Gemeinde das Fest der goldnen Hoch— Kommode und sämmtliche Kinder erstickten, ehe Hilfe zeit. Nachmittags zog das Jubelpaar, gefolgt von den zur Stelle war. 2 5 8 Kindern und Enkeln und geleitet von den Vertretern, Spandau, 2. Dez. Ein Mann, anscheinend den der Gemeinde, in die dichtgefüllte Kirche, wo eine gottes— besseren Ständen angehorig, beraubte am Postschalter dienstliche Feier stattfand, an der auch der Männerchor eine Dame. Er entriß ihr eine Summe von etwa des Ortes freundlich sich betheiligte. S. K. H. der 1000 M. und entkam 25 Dunkel der Nacht. Großherzog hatte in huldvoller Weise das Jubelpaar Löwenberg, 2. Dez. Großes Aufsehen erregt durch ein Gnadengeschenk erfreut, sowie auch der Patron ein Raubanfall, der auf die von Goldberg nach hier der Gemeinde, der Graf Solms-Rödelheim. fahrende Personenpost durch 4 Strolche gemacht wurde.
Gießen, 4. Dez. Unter dem Vorsitz des Landgerichts Der Postkasten wurde erbrochen und 2 Geldbeutel mit raths 7. Möbius wurden heute die Schwurgerichtssitz- 680 M. geraubt. Ein Räuber wurde bereits ermittelt. ungen eröffnet. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Wien, 4. Dez. Aus Saaz wird gemeldet: Der den Wagner Adam Rohn von Hainbach, wegen Todt- Luftschiffer Heinrich Fleißig, der kaum von seinem letzten schlagsversuchs u. Bedrohung. Nachdem die Geschwornen Absturze sich erholt hatte, stürzte gestern bei einer Luft⸗ die ihnen vorgelegten, auf Todtschlagsversuch und Be- schifffahrt ab und blieb sofort todt. b 5 drohung gerichteten Schuldfragen bejaht, dem Angeklagten Wien. Graf Rechberg, der ehemalige Minister des auch mildernde Umstände bezüglich des Todtschlagsver⸗ Aeußeren, ist schwer erkrankt; er verweigert den Aerzten suchs bewilligt hatten, erfolgte dessen Verurtheilung in den Zutritt zum Krankenbette. Rechberg ist 88 Jahre alt. eine Gesammtgefängnißstrafe von einem Jahre, sechs Budapest. Großes Aufsehen erregt die Verhaf⸗ Monaten und 2 Wochen, nebst Kosten. Ferner wurden tung des Baron Barkoczy und des Architekten Grill, dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf drei die beschuldigt werden, in Gemeinschaft mit dem Klausen⸗ Jahre aberkannt, auch die Einziehung des Gewehrs burger Gutsbesitzer Bela Berde ein zu Gunsten der und der Munition angeordnet. unitarischen Kirche gemachtes Testament von 800,000 fl.
Offenbach. Obgleich das Kelterobst in diesem gefälscht zu haben. a a b Jahre zu Spottpreisen verkauft wurde, ließen die Wirthe Paris. Bei der Verhaftung eines Diebes Namens vereinzelter Gemeinden des Mainthales vom 19. Nov. an Marpeaux wurde ein Polizeibeamter von demselben mit einen Preisaufschlag des neuen Apfelweines von 8 Pf. einem im Griffe feststehenden Messer tödtlich verwundet auf 10 Pf. pro Schöppchen(3/10 Liter) eintreten. Der und ist heute gestorben. Der Uebelthäter ist ein gefähr— Schoppen stellt sich demnach auf 162 3 Pfennig. Billig licher Pariser Anarchist. f kann man den„Hohenastheimer“ unter diesen Umständen New⸗Nork, 2. Dez. In Whitehaven, Pennsyl⸗ nicht nennen. Der Preisaufschlag erfolgte auf Verein- vania, sind mitten in der Stadt zwei Güterzüge der barung der verbündeten Wirthe. Lehigh-Valley-Bahn aufeinandergestoßen. Die inein—
Worms, 1. Dez. Gestern Abend gegen 11 Uhr ander geschobenen Wagen bildeten einen hohen Trümmer⸗ machte ein früherer Schornsteinfegermeister, welcher seit haufen und geriethen in Brand, welcher auf ein Hotel einiger Zeit hier wohnt, einen Mordversuch. In der und andere Gebäude in der Straße übersprang. Drei Handwerker'schen Wirthschast in der Bauhofgasse saßen Personen sind verbrannt.
mehrere Gäste und unterhielten sich. Zu denselben ge— 2 2 5 sellte sich später obengenannter Schornsteinfegermeister, Schutz für die Ziehhunde. welcher über sämmtliche Beamten der Stadt schimpfte. Beim Eintritt der kalten Witterung ist oft or* rde er zur 9 o nhermieso dom 8 2— 2 Hierüber wurde er zur Ruhe verwiesen und, nachdem zu bemerken gewesen, daß Zughunde längere Zeit angespannt auf der Straße stehen müssen
er noch einige Gäste mit seinem Stock schlug, vor die Thür gesetzt. Als die Gäste nichts ahnend das Wirths—
zittern. An dieser Stelle mag darauf aufmerk⸗ sam gemacht sein, daß solch rücksichtsloses Ver⸗ halten den armen Thieren gegenüber als Thier⸗ quälerei anzusehen ist und als solche bestrast wird. Den Thieren ist, sobald sie stehen ge⸗ lassen werden, eine wärmende Unterlage unter— zulegen; außerdem sind dieselben mit einer Decke zu bedecken. 3
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Friedberg, 5. Dez. Die Jufluenza hat das Lehrerseminar zu Friedberg mit einer kleinen Epidemie heimgesucht. Von Sonntag den 26. Nov. bis Samstag den 2. Dezbr. erkrankten 48 Seminaristen, außerdem einige Lehrer und ein Pedell. Der Charakter der Er⸗ krankungen war im Ganzen leicht, die Durchschnittsdauer
5 Tage, der Ausgang in allen Fällen günstig(ein Fall
schwebt noch). Die Epidemie kann heute als völlig beendi„ n bezeichnet werden. Betroffen waren ausschließlich die albwolle im sogenannten Schlafbau vereinigt wohnenden Schüler e der beiden jüngeren Jahrgänge; die erste Klasse(ältester Farbige ke Jahrgang) deren Angehörige bei Familien in der Stadt wolle wohnen, blieb verschont. Durch dankeswerthes Entgegen—* kommen des städtischen Hospitales war es möglich alle Neiße Cr erheblicher Erkrankte sofort aus dem Seminar zu enk Tllvorhä fernen; aus dem Krankenhause wurden sie nach Eintritt 13 der Genesung für einige Tage in die Heimath entlassen, ima Be Dadurch wurde in dieser Anstalt Raum für Nachschub a l F 1 45 f sanellbet geschaffen und zugleich die Möglichkeit gewonnen die im 4 Seminar wohnenden noch Gesunden von dem Ansteckungs⸗ zondtüche Einfluß soweit irgend thunlich frei zu halten. Die Uchtücher Schließung des Seminars konnte vermieden werden; Ach 9 doch wurde behufs Ermöglichung einer gründlichen zahentüt Reinigung und Desinfektion des ganzen Schlafbaues gurkinhose (etwa 40 Räume), und der darin enthaltenen Geräthe urtin
die Entlassung der in diesem Bau wohnenden Seming,. duxkin⸗A risten für die Dauer von 6 Tagen verfügt. Diese I 0 15 Maßregel erstreckte sich indeß nur auf Gesunde bezw. wie san sicher Genesene(hiervon nur eine Ausnahme auf ligsten Verlangen der nahe wohnenden Eltern). Der volle Dienst des Seminars wird, soweit wir hören, am 11. Dezember wieder aufgenommen werden. Um den günstigen Verlauf dieser Massenerkrankung, welche sich leicht zu einem ernsten Nothstand hätte entwickeln können, hat sich das wohlwollende und energische Eintreten des städtischen Hospitales zweifellos ein großes Verdienst erworben. L.
Israelit. Gottesdienst in Friedberg. le
Sabbath⸗, Chanuka- und Neumonds-Feier vom
9. Dezember 1893. Neumond Thebet.
Vorabend 4 Uhr 15 M., Samstag Morg. 8 Uhr 30 M., Samstag Nachm. 3 Uhr, Sabbathausgang 5 Uhr 15 M. (Neumond).
Montag den 11. Dez.: Ende des Chanukafestes.
Wochengottesdienst von Sonntag den 10. Dez. Morgens 7 Uhr, Nachmittags 3 Uhr 45 Min.
Von Dienstag den 12. Dezbr. an findet der Wochen- gottes dienst wieder im Gemeindezimmer statt, Morgens 7
an
zimmer verließen, fielen 3 gegen sie gerichtete Schüsse. und dabei so frieren, daß sie am ganzen Körper]? uhr 15 Min., Abends 6 Uhr 30 Main. 1 Looe Versteigerung. Heinstes Vorschussmelt, ge- Ein zweith. und zwei einth. Wanalb
Milch.
Kleiderschräuke,
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zu Friedberg in dessen Hofraithe: 2 Fahrkühe, 1 Wagen, 1 Fegemühle, 1 Dickwurzmühle, 1 Häckselmaschine, 71 1 Schrotmühle, 1 Parthie Heu, Stroh, Spreu u. Dickwurz, Kuhgeschirre, große u. kleine Bütten, Ackergeräthe, 1 Sopha, 1 runder Tisch, 1 Kleiderschrank, 1 Küferstoßkarren, sowie sonstige Ge 5 genstände versteigert. 705 Friedberg im Dezember 1893. F Franz Joseph Nees, 4810 Auctionator
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Lanolin gen- Lanolin
der Lanolintabrik, Martinikentelde b. Berlin.
5 Vorzuglch e S.
14 Vorzüglich 1 Vorzüglle
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