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8 N 1 kohl er zu Fuß war, hielt er doch mit meinem Naulthier gleichen Schritt und machte nur des oca⸗Kauens halber Ruhepunkte. Als er mich zerließ, erklärte er, daß er sich gern anheischig gache, dieselbe Arbeit noch einmal zu machen, hne Nahrung zu bedürfen, wofern ich ihm nur lie nöthige Quantität Coca geben wolle. Der zu Dorfgeistliche versicherte mir, daß dieser Mann a 2 Jahre alt und seines Wissens niemals krank ewesen sei. Indeß ist es dennoch nicht möglich, eim Coca-Genuß auf längere Zeit ohne wirk
8 bete che Nahrung auszukommen. Man kann der — dun in soca nur soviel zugestehen, daß sie den Körper datt efähigt, einige Zeit lang sozusagen von seinen
genen Mitteln zu zehren, ohne daß wie sonst bpungerqualen eintreten. Eine weitere ungewoͤhn—
che Eigenschaft der Coca ist die, daß sie ein Forbeugungsmittel gegen Athmungsbeschwerden
eder Fett gibt. Tschudi kletterte tagelang an den steilen eiten S bhaͤngen der Cordilleren herum, ohne irgend a0 elche Athmungsbeschwerden zu haben. Die es und le zurcht vor der Coca wurde hauptsächlich durch erstreht er u die übertriebenen Schilderungen hervorgerufen Uad bi ind ist ja auch insofern berechtigt, als über—
gäßiges Coca-Kauen vollständiges Siechthum und ann nach wenigen Jahren den Tod bringt. Dabei tritt zuerst Verdauungsstörung ein, dann ach und nach qualvolle gallige Affektionen, Biderwillen gegen alle Speisen. Später stellen ch Wassergeschwülste und Beulen ein, und zu— itzt nimmt der Bedauernswerthe seine Zuflucht um Branntwein, als einem Erleichterungsmittel. zederzeit haben die Peruaner der Coca die außer— irdentlichsten Wirkungen zugeschrieben, ja sie be— achten sie heute noch als etwas Heiliges und HBeheimnißvolles. Die Priester der alten Inkas ebrauchten sie, um Rauch bei den Opfern zu irzeugen, die sie den Göttern brachten. Wahrend es Gottesdienstes kauten die Priester Coca. Noch jetzt geben die Eingeborenen den Verstor— enen Cocablätter in den Mund, womit sie ihnen
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und ehrerbietig einige Cocablätter als frommes Opfer. Nach der Didask.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 29. Jult. Fruchtyr. Wetzen M. 22.50 bis 00.00, Korn M. 16.50 17.00, Gerste M. 16.00 bis 17.00, Hafer M. 18.00-18.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund.
Friedberg, 30. Juli. Buttermarkt. Butter kostet ver Pfd. M. 1.00— 1.20, Eter 1 St. 7 Pf., 2 St. gr. 13 Pf.
Grünberg, 26. Juli. Fruchtpr. Weizen M. 21.50, Korn M. 19.70, Gerste M. 17.80, Hafer M. 19.00, Erbsen M. 20.00, Wicken M. 00.00, Lein M. 00.00, Kartoffeln M. 5.10.
Gießen, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. M. 1.05— 1.10, Eter 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pfg., Käse per St. 5—7 Pfg., Tauben per Paar M. 0.90 1.00, Hühner per St. M. 1.00 1.50, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70—74 Pf., Kuh und Rindfleisch 60—64 Pf., Schwelnefleisch 60 bis 70 Pf., Hammelfleisch 58 68 Pf., Kalbfleisch 5660 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50—5 00. Frankfurt, 28. Juli. Fruchtbericht. Hlesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.50-34.00, Nr. 1 M. 31.25 bis 32.75, Nr. 2 M. 27.50 28.50, Nr. 3 M. 25.75 bis 27.25, Nr. 4 M. 22.50— 23.50, Nr. 5 M. 18.00—-19., Milchbrod und Brodmehl im Verband M.6 1.0064, Nord⸗ deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 29 00 bis 30.00, Roggenmehl loco hier Nr. 0 M. 27.00 bis 27.50, Nr. 0/1 M. 25.00- 25.50, Nr. 1 M. 23.50— 24.50, ab Magdeburg Nr. 0 M. 00 0000.00, Nr. 0/1 M. 00.00 bis 00.00, Nr. 1 M. 00.00 00.00, Weizen ab unserer Umgegend M. 22.75—23 00, frei Bahn hier M. 23.00 bis 23.25, fremder nach Qualität M. 21.50— 22.50, kurhessischer und norddeutscher Mk. 00.00— 00.00, Roggen biesiger M. 00 00—00., russischer M. 17.40— 17.60, Mahlgerste M. 13.75 14.25, Hafer prima M. 18.00 bis 19.00, mittel M. 17.50— 18.00, Raps M. 25.60 bis 26.00, Mais(mixed) M. 12.25— 12.50, Roggenkleie M. 9.00— 9.50, Weizenkleie M. 8.00—8.50, Selzspreu M. 2, Rüböl im Detail M. 71—72. Obige Preise ver⸗ stehen sich pro 100 Kilo ab hier, jedoch auch loco aus- wärtiger Stationen.
Frankfurt, 28. Juli. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 391 Ochsen, 33 Bullen, 317 Kühen, Stieren und Rindern, 280 Kälbern, 70 Hämmeln, 254 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 69 bis 72, 2. Qual. M. 65-67, Bullen 1. Oual. M. 54 bis 56, 2. Qual. M. 50-53, Kühe, Stiere und Rinder
ine gute Aufnahme in der andern Welt sichern vollen, und wenn sie in Peru unterwegs auf ine Mumie stoßen, so präsentiren sie ihr schüchtern
eri io 2 Nuuchen
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1. Qual. M. 65-67, 2. Qual. M. 55—59, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 67—72 Pf., 2. Qualität 5762 Pf., Hämmel 1. Qual. 64-66 Pf.,
2. Qual. 46-48 Pf., Schweine 1. Qual. 66-67 Pf., 2. Qual. 63- 65 Pf.
Frankfurt, 29. Juli. Engros Markt. Heu pro 100 Kilo altes M. 6.00 7.00, neues M. 4.80 5.60, Stroh pro 100 Kilo M. 5 60- 6.60, Haferstroh M. 4.80, Butter 50 Kilo M. 100—00 Eier 100 Stück M. 4—8, Erbsen 100 Kilo M. 16— 23, do. geschälte M. 20— 80, Linsen M. 18—41, Grünekern M. 22—28, Kartoffeln das Malter M. 4.25— 5.00, neue Kartoffeln per 50 Kilo M. 5.00 6.00, Rüböl çraff) 50 Kilo 30 Mark.
Berloosung.
Badisches 4proc. Eisenbahn⸗Anlehen von 1875. Ziehung vom 10. Juni 1890.— Heimzahlung am 1. Februar 1891. Lit. A., B., C., D. und E. je 88 Stücke zu 2000, 1000, 500, 300 und 200 Mark Nr. 198 303 372 391 600 850 913 951 1121 1200 1345 1354 1365 1410 1461 1494 1557 17311770 1844 1922 2314 2340 2433 2461 2563 2609 2715 2721 3099 3200 3299 3303 3437 3607 3624 3631 3647 3650) 3656 37013799 3919 3968 4166 4251 4355 4387 4507 5002 5104 5 26 5127 5156 5230 5236 5292 5315468 5522 5591 5592 5623 5628 6014 607 6120 6160 6356 6367 6392 6490 6492 6509 6573 6731 6887 6922 7060 7085 7094 7101 7136 7161 7250 7302 7438 7483.
Brodpreise vom 1. bis 15. August.
Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 15. August. Nach eigener Angabe der Mezger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert.
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg
Sabbatbfeier vom 2. August 1890. Sabbath⸗Nachmu.
Freitag Abend 7 Uhr 5 Min.
Samstag Morgen 8 Uhr.
Samstag Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 8 Uhr 35 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 3. August an
Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr.
Beginn:
Geld- Cours. Frankfurt am 29. Juli 1890.
Geber Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20⸗Frankenstücke 46. 22 16. 18 do. in ½ 16. 22 Dollars in Gold. 4. 20 4. 16 Ducaten f 9. 60 9. 55 „ al marco 9. 60 9. 55 Englische Sovereigns. 20. 39 20. 35 Russische Impertales a 16. 70 16. 65
iht Nolune 8 des Hufe
1 5 Mata br
f Bekanntmachung.
Der David Rotbschild III. von Heldenbergen, z. Z. nbekannt wo? in Amerika, Inhaber einer hier noch ein— setragenen Firma gleichen Namens, oder dessen Rechts— * tachfolger werden hiermit aufgefordert, einen etwalgen eben ethenm Widerspruch gegen die Löschung dieser Firma binnen „ en Ae, Monaten hier geltend zu machen, widrigenfalls die 10„ Tirma gelöscht würde.
ndedenen 4 9 Friedberg am 25. Juli 1890.
eee den Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. tler Luattlu Bötticher.
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Bekanntmachung.
In unserem Firmenxreglster ist heute die dem Heinrich
brich zu Friedberg seitens der Firma Bender& Schwarz
laselbst ertheilte Proeura gelöscht worden.
Friedberg am 25. Juli 1890.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Bötticher.
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43
In der Privatklagesache der Wittwe des Gastwirths Karl Dillenburger von
Södel, Privatklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd, gegen 1) den Kaspar Väth II. und
. 2) den Karl Väth J. von Södel, Angeklagte, 8 Bergnügtt bertreten durch Rechtsanwalt Windecker, ien tegen Beleldigung. bat Groß, Schöffengericht zu Fried— ven U,% berg am 15. Juli 1890 für Recht erkannt: 1) Der An— act und steg getlagte Karl Väth J. wird der ihm zur Last gelegten icbetent Peleidigung der Privatklägerin im Sinne des§ 186 2 u St.G.⸗B. für schuldig erklärt und dieserhalb in eine Aibtu Acben Strafe von fünfzig Mark, die im Falle der Uneinbring— tettt Ut Ichkeit mit zehn Tagen Gefängniß zu verbüßen sind, und zegtn Hung ir die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Idudi e Zugleich wird der Prlvatklägerin dle Befugniß zu— — 16 gesprochen, den erkennenden Theil des Urtbells innerhalb einde en ß Wochen nach Rechtskraft desselben in dem Oberhessischen deu beau Fnzelger auf Kosten des Verurthellten zu veröffentlichen. 4 bauen“ 2) Der Angeklagte Kaspar Väth II. wird freige— — ell brochen und die durch Erhebung der Privatklage gegen ren de in erwachsenen Kosten einschließlich der dem Angeklagten n ke wachsenen nothwendigen Auslagen der Privatklägerin hene Jr Last gelegt. 27 allt Die Nichtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird * ib b glaubigt und die Vollstreckbarkelt des Urtheils bescheingt. „ ee, riepberg den 26. Juli 1890. 1. 10 f Weber. 3038 4 iel 2 GSerichtsschrelber des Großherzoglichen Amtsgericht.
Versteigerungs-Anzeige.
Montag den 4. August l. J.,
Nachmittags 2 Uhr, werden in Windecker's Felsenkeller zu Friedberg nach— verzeichnete, gut erhaltene Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert:
3 vollständige Betten,
1 rothes Plüschsopha und 6 do. Stühle, 1 Spiegelschrank,
1 Wascheommode mit Marmorplatte,
2 Nachttischchen mit Marmorplatte,
1 Nähmaschine,
1 Regulator,
1
Kaffeeserviee für 12 Personen, eine Parthie Wein- und Biergläser, Bierflaschen mit Patentverschluß, Gläseruntersätze, Teller, Schüsseln, Messer, Gabeln, Kleldungsstücke u. dergl. m. Friedberg am 27. Juli 1890.
König, Gerichtsvollzieher.
Iumobiliar⸗Versteiger Immobiliar⸗Versteigerung. Freitag den 1. August, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die zum Nachlaß der Elise Leißner Wwe. gehörenden Immobilten öffentlich meist— bletend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. 34 qm Grabgarten in der Vorstadt zum Garten, 68 qm Hofralthe daselbst, 206 qm Hofraum, Stallung, die ideelle Hälfte. Gemarkung Fauerbach. Flur IV Nr. 170= 362 qm Kappesgärten auf dem Krämer. Frledberg den 29. Juli 1890 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer.
3032
Flur III Nr. 48
III III
51 52
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Faselochs⸗Versteigerung.
Nächsten Freitag den 1. August l. J., Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde Leldhecken gebörtger zu schwer gewordener Faselochs auf dem Bürgermeisterel⸗ Büreau meistbletend versteigert werden,
Leldhecken den 28. Jult 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken.
Weil.
3031
N 2* Schälholz⸗Versteigerung in Bad-Naubeim.
Nächsten Donnerstag den 31. Juli l. I., von Vor⸗ mittags 8 Uhr, werden in biesigem Stadtwalde folgende Holzsortimente öffentlich meistbtetend versteigert, nämlich:
11 Rmtr. Eichen⸗Knüppel, 27050 Schäleichen Wellen, prima Qualität, 28 Ratr. Hauspähne. Die Zusammenkunft ist am Lichtenberg. Bad Nauheim den 28. Juli 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim,
3029 Wörner.
Faselochs⸗Ver⸗ und Ankauf. 5
Donnerstag den 31. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, soll ein der Gemeinde Ostheim gehöriger, ea. 1000 Pfd. (Schlachtgewicht) schwerer Fasel, Prima-Qualität, loco Ostbeim versteigert werden.
Ein zur Zucht tauglicher, mindestens zweijähriger Fasel wird für die Gemeinde Ostheim zu kaufen gesucht. Be— sitzer solcher Thiere wollen ihre Offerten per Postkarte bet unterzeichneter Stelle einreichen
Ostheim(Kreis Friedberg) den 21. Juli 1890.
Großherzogliche Bürgermeisteret Ostheim. 3047 Schneider.
2 2 1 1 1 2 Mildeste VTeilchen-Rosen-Leile. garantirt rein und sehr aromatisch, empfiehlt in Packeten à 3 Stück= 40 Pf.
2520 Apotheker Georgi. Erfolg durch Annoncen
stattet sind, ferner die richtige Wahl der geeig- neten Zeitungen getroffen wird. Um dies zu er— reichen, wende man sich an die Annoncen Expedition Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Roßmarkt 20; von die er Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrel u erthellt, sowie Inse— raten Entwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original- Zetlenpreise der Zeltungen unter Bewilligung hoͤchster Rabatte bei großeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Institutes neben den sonstigen großen Vortheilen eine Ersparniß an Insertlonskosten
erzielt man nur, wenn die Annoncen zweckmäß. abgefaßt
erreicht wird.


