Ausgabe 
18.3.1890
 
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gestellt worden. Friedberg den 14. März 1890.

ompagniebezirk Büdingen bestehen.

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Darmstadt den 10. März 1890.

ehalt 700 Mark nebst freier Wohnung und Heizung. zumen abzugeben, woselbst auch die Dienstanweisung einzusehen ist.

Bekanntmachung.

Bekanntmachung.

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Winter, Major z. D., Komm

Bekanntmachung.

Zu demselben treten ferner be

Nach Mittheilungen des Großherzoglichen Kreisamts Büdingen ist zu Wallernhausen bei 5 Stück Rindvieh die Maul- und Klauenseuche

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Vom 1. April 1890 ab tritt in dem Landwehrbezirk Friedberg folgende Neueintheilung in Kraft:

Der Bezitk der bisherigen 1. und 3. Bezirkskompagnie, zu welchen sämmtliche Ortschaften des Kreises Friedberg gehören, wird zu einem dauptmeldeamt Friedberg(Klosterkaserne Friedberg) vereinigt. Meldepflichten unterworfenen Angehörigen nachstehende Ortschaften des Kreises Büdingen: Berstadt, Echzell, Bisses, Gettenau, Heuchelheim, Pingenheim, Blofeld, Leidhecken, Altenstadt, Oberau und Hoͤchst an der Nidder. 5 Der seitberige Beurk der 2. Kompagnie(Kreis Büdingen) bleibt nach Abgrenzung der vorgenannten 11 Ortschaften alsSelbststänndiger

hufs Kontrolirung sämmtlicher den militärischen

Es wird noch bemerkt, daß die vorstehende Neueintheilung das Ersatz- und Oberersatz-Geschäft in keiner Weise berührt.

andeur des Landwehrbezirks Friedberg.

Die Stelle eines zweiten Dieners bei Großherzoglicher Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein soll vergeben werden. Militäranwärter werden bevorzugt. Meldungen sind bis zum 1. Mai in unseren Dienst

Großherzogliche Ceutralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein.

Sonne.

Dr. Hesse.

eeä s Großberzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat derAllianz Versicherungsgesellschaft in Berlin die Erlaubniß zum

Steckbrief.

Uatstathe

ie, Paftbefehl erlassen worden. Erledigt:

on Enkheim.

1 Frledbera den 10

1 erf ehr

Mär 1890

Gegen den Wilhelm Brand von Stadthagen, 21 Jahre alt, ledig egen der Anschuldigung, am 24. Juni 1889 zu Büdes heim den Franz Kaver Wurm, früher Unterverwalter in Büdesherm, Ind Taxis'schen Gute zu Berling bei Regensburg, vorsätzlich körperlich mißhandelt und an der Gesundheit geschädigt zu haben, indem er demselben mitt- Ind eines Peitschenstlels mehrmals auf den Kopf schlug, sodaß blutende Wunden entstanden, Es wird ersucht, den ꝛc. Brand zu verhaften, Großberzoglichem Amtsgericht Vilbel vorführen und sofort Nachricht Die Ausschreiben vom 6. September 1889 gegen Heinrich Häßler

don Battenberg, ducch Gend

evangelisch, ist von Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel unterm 7.

und ihm mittelst einer Heugabel Verletzungen

Betriebe der Unfall- und Transportversicherung im Großherzogthum auf Widerruf unter den hierfür vorgeschriebenen Bedingungen ertheilt.

Jakob Böhmer aus Goͤllheim in Bayern wurde aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen.

März 1890 jetzt Unterverwalter auf dem Fürstlichen Thurn⸗ ls eines Rechens Händen betbrachte, anher gelangen zu lassen. Magnus Schneider

e Amtsanwalt.

an deiden

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arm Oestreich 0

1 Der Großbetzo

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Deutsches Reich. Berlin, 14. März. Der Reichskanzler hatte leute eine längere Unterredung mit Dr. Windt lorst, der ihn aufgesucht hatte. Jedenfalls burden dabei die gegenseitigen Zugeständnisse festgesetzt über die in den neuen Reichstagsver

zung dei

Führer des Centrums bewilligt nichts ohne eine Gegenleistung. 15. März. DerKreuzztg. Ufolge hat Windthorst heute Nachmittag aber

nals dem Reichskanzler einen Besuch abgestattet.

durch vorbeugende Maßnahmen

landlungen vorgesehenen Gegenstände, denn der

gemeinsam zu begegnen, gerechtfertigt. Das Programm ergebe die Bahnen der technischen Berathungen. Die Eutschließungen der Conferenz blieben den hohen Regierungen vorbehalten. Sodann erfolgte die Präsidentenwahl. Auf den Vorschlag des oͤsterreich ischen Delegirten Migerka wurde Minister v. Ber- lepsch per Acclamation gewählt. Derselbe nahm die Wahl dankend an. Staatssecretär Magdeburg wurde sodann zum Stellvertreter ernannt.

DieVoss. Ztg. meldet, Wißmann werde

zenten del Zu der Artillerievorlage wird gemeldet, daß, Ende April nach Deutschland kommen.

übgesehen von der Errichtung neuer Batterien,

ebracht werden müßten.

1 lusgabe von 20 Millionen erforderlich. ä Post stellt außer der Vermehrung der Feld 3 ertillerie sowie der Aufstellung eines Pionier

und zweier Trainbataillone auch eine Vermeh ung der Fußartillerie in Aussicht. Das mindeste väte wohl die Aufstellung von je einem Bataillon Ar die drei Armeecorps, welche deren entbehren. 15. März. DerReichsanzeiger mel bet: Minister v. Berlepsch hieß um 2 Uhr die Delegirten der Conferenz in dem Congreßsaale

f les Reichskanzlerpalais willkommen und sprach len Dank des Kaisers für das Erscheinen der sfsielben aus. Die Einladung sei nicht die erste lieser Art gewesen, die Schweiz habe im Jahre 881 eine ähnliche Einladung ergehen lassen und auf dieselbe vor wenigen Wochen zurückge bommen. Der Kaiser sei erfreut, darauf hin heisen zu können, daß Dank der entgegenkommen zen Haltung der Schwelz seine Bestrebungen kleichzeitig mit denen der Eidgenossenschaft Gegen fand der Conferenzberathungen bilden. Nach Ansicht des Kaisers verlange die Arbeiterfrage die Ausmerksamkeit aller ciwilisirten Nationen, 2 itdem der Friede der verschiedenen Bevölkerungs klassen durch den Wettbewerb der Industrie be 0 troht erscheine. Nach einer Loͤsung dieser Frage 8 suchen, sei nunmehr nicht allein eine Pflicht enfals der Menschenliebe, sondern auch staatserhaltende f Weisheit, welcher es obliege, für das Wohl der bürger zu sorgen und gleichzeitig das unschäßz

bare Gut einer jahrhundertalten Civilisatton zu

.

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5 erhalten. Alle europaͤsschen Staaten befänden ssch in ähnlicher Lage, deswegen sei der Versuch,

ges ger den Regierungen eine Verständigung herbel 1 giführen, um den gemeiuschaftlichen Gefahren

auch die 77 jetzt noch 4 bespannte Geschütze heute die Berathung des Bergetats fort. Nach 1 ählenden Batterien auf 6 bespannte Geschütze längerer Debatte bemerkte Ebenso alle neu zu örterung habe eigentlich kein Zeel. rrichtenden Batterien. Hierfür ist eine einmalige lichen Erlasse würden sicherlich Nutzen stiften; ab, worin van Die sum aber einen völligen Wandel in der socialen als Souverain des Congostaates, die Es klärung

14. März. Das Abgeo'rdnetenhaus setzte

Win

dthorst, die Er⸗

Die kaiser⸗

Frage zu schaffen, müsse man Kirche und Schule auf gemeinschaftliche Grundlage bringen.

Emin Pascha soll sich grundsätzlich zur Uebernahme der Civilverwaltung in Deutschost⸗ afrika bereit erklärt haben.

14. März. Die heute abgehaltene Ver- sammlung der Zimmerleute Berlins beschloß, am 10. Mat in den Generalstreik einzutreten, falls bis dahin nicht der gstündige Arbeitstag und 60 Pf. Stundenlohn gewährt seien.

Braunschweig, 14. März. Auf den braunschweigischen Kohlenbergwerken ist ein Ar beiterstreik ausgebrochen; es kam zu Thaͤtlich- keiten, wobet drei Verhaftungen vorgenommen wurden. Die Streikenden sind meist Polen. 15. März. Auf dem BergwerkViktoria bei Hötensleben erfolgten heute mehrere Verhaftungen wegen grober Exeesse seitens der Streikenden. Die Ruhe ist jetzt wieder hergestellt.

Barmen, 14. März. In den letzten Tagen nahmen die Arbeiter der größten Riemendrehe reien ihte Beschaftigung bedingungslos wieder auf.

München, 15. März. Ein heute ver öffentlichter Erlaß des Cultusministers von Lutz stellt fest, daß die Altkatholiken nicht der katho lischen Kirche angehoͤren.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest. DasAmts blatt veroffentlicht die Demission des gesammten Cabinets, ferner ein überaus huldreiches Hand⸗ schreiben des Kaisers an Tisza, durch welches derselbe seiner Stelle als ungarischer Minister⸗ präsident auf eigene Bitte enthoben wird. Ein

weiteres Handschreiben an den Grafen Szapary betraut diesen mit der Bildung des Ministeriums. Ferner veröffentlicht dasAmtsblatt die fol gende Zusammensetzung des Ministeriums: Orczy, Minister des Hauses; Fejervary, Minister für Landesvertheidigung; Baroß, Handel; Czaky, Cultus und Unterricht; Szilagyt, Justiz; Josi⸗ povich, Minister für Croatien und Slavonien; Bethlen, Ackerbau. Mit der Leitung des Mini⸗ steriums des Junern ist der Ministerpräsident selbst betraut.

Holland. Haag, 16. März. Eine halb⸗ amtliche Mittheilung bezeichnet den Zustand des Königs als ungefährlich.

Belgien. Brüssel, 15. März. Der Ant⸗ sklaverei: Congreß hielt gestern eine Plenarsitzung Estrelde Namens des Königs,

abgab, die Beschlüsse der Conferenz wurden energisch und rasch ausgeführt werden. Die maritime Congo-Commission nahm den von den englischen Bevollmächtigten ausgearbeiteten Text zur Regelung der Befreiung von Sklaven, die sich an Bord einheimischer Schiffe geflüchtet, au. Die Abfassung neuer Vorschläge seitens der franzoͤsischen Bevollmächtigten über das schieds richterliche Vorgehen betreffs der Entschädigungen für ungesetzliche Verhaftungen wurde einstimmig genehmigt.

Antwerpen. Hier fanden arge socialistische Unruhen statt. Tausend Socialisten, welche die Einstellung der Arbeit in einer Cigarrenfabrik erzwingen wollten, wurden mit Waffengewalt auseinander gejagt, wobei zahlreiche Verwun dungen vorkamen.

Frankreich. Paris, 14. März. Tirard wies im heutigen Ministerratbe auf die am 20. Marz in der Kammer bevorstehende Debatte über die Interpellation Tuerrel betreffs des franzoͤsisch-türkischen Handelsvertrags hin und erklaͤrt, man müsse diesfalls eines ähnlichen ab lehnenden Votums seitens der Kammer gewaͤrtig sein, wie es gestern der Senat abgegeben habe. Mit Rücksicht hierauf und auf die Erreignisse in der letzten Zeit beschloß das Cabinet seine Demission, welche Carnot annahm.

15. Maͤrz. Der Graf von Paris ist

von Cuba heute in Cadix eingetroffen. Nach einer Meldung des19. Jahr- hunderts waͤre die franzoͤsische Streitmacht bei Kotonn von 30,000 mit Gewehren bewaffneten Schwarzen blocklrt.