1
1390. Donnerstag den 17. Juli.. 83.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,
Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Domerfiag und Ein
—
noncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. g Amtlicher Theil. treffend: Die allgemeine Bauordnung für das Großherzogthum Hessen II. Theil bearbeltet vo„ 8 a 1 5. Pfaff Rechtsanwalt in Darmstadt. eff 5 0 Friedberg den 15. Juli 1890. N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß in dem Verlage von J. Diemer in Mainz ein 2. Theil des Werkes die allgemeine Bauordnung das Großherzogthum Hessen bearbeitet von F. Pfaff in Darmstadt erschienen ist. Dieser Theil enthält die Gesetzes- und Verordnungs— Mvellen, Ministerialausschreiben, die hauptsächlichsten neueren Lokal-Baustatuten und Polizeireglements nebst einer tabellarischen Uebersicht und ehem ausführlichen Sachregister. Laut Mittheilung der Verlagsbuchhandlung beträgt der Preis pro Exemplar bis zu 1. Januar 1891: 3,50 M., 1 da an 4 Mark. 0 Dr. Braden.
g reffend: Die Bezirks bauaufseherstelle zu Vilbel; bier die Uebernahme derselben durch den„; 8. pr. Bezirksbauaufseher Jungmann. Friedberg den 15. Juli 1890.
. berg. 105 9. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
1 0 Wir bringen hiermit zur offentlichen Kenntniß, daß an Stelle des erkrankten Bezirksbauaufsehers Brod zu Vilbel der bisherige Kreis⸗
5
b. Sate amts⸗Aspirant Jakob Jungmann zu Vilbel mit der vorläufigen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Bezirkes Vilbel beauftragt worden ist. ene. Dr. Braden. ein gert Mreffend: Definitorialprüfung der Schulamtsaspiranten ze. im Herbste 1890. Friedberg den 15. Juli 1890.
Die Großherzogliche Kreisschulkommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. a ö Die betreffende Prüfung soll Montag den 13. Oktober l. J., Vormittags 8 Uhr zu Darmstadt beginnen. Inge 1 Sie wollen darum diejenigen Schulamtsaspiranten bezw. Schulamtsaspirantinnen, welche sich als Verwalter und Gehülfen bezw. Ver⸗ 5 alterinnen an Ihren Schulen befinden und sich dieser Prüfung unterziehen können bezw. wollen, auf die in der Darmstädter Zeitung(ek. Nr. 191 Winde, im 12. Juli 1890, zweites Blatt) erschienene Bekanntmachung hierüber, insbesondere aber darauf aufmerksam machen, daß sie die fraglichen
g 2 f Ke nebst vorgeschriebenen Anlagen bis spätestens 13. September l. J. bei uns einreichen müßten. Dr. Braden. 3 Lilbelm Peter Gottfried Schütze von Schönebeck bei Magdeburg wurde auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen. n 1 Deutsches Reich. regenten von Braunschweig sind vollständig unbe- haftete nennt sich Jacob, ist Chemiker und N Darmstadt. Sicherem Vernehmen nach gründet. Der Prinzregent befindet sich durch- beschaftigungslos; derselbe erklaͤrte bei seiner — ht es nunmehr fest, daß S. K. H. der Groß-⸗[aus wohl.— 15. Juli. Der Prinzregent von Vernehmung, er sei der Urheber zahlreicher Er— 8„nog das Doppelfest der Einweihung der neuen Braunschweig begibt sich morgen zur Kur nach findungen, womit er keine Erfolge erzielte, und f iiten und der Enthüllung des Liebig-Monu⸗ Baden bei Wien. 8 wolle mit dem Schuß nur die Aufmerksamkeit memntes, welches am 28. Jali stattfindet, mit Wiesbaden, 13. Juli. Heute reiste der der Polizei auf sich lenken. Jacob wies that⸗
Erbprinz von Meiningen von hier ab und begab sächlich nach, daß der Revolver nur mit Pulver sich direkt über Frankfurt nach Berlin. Zahl- ohne Kugeln geladen war. reiche officielle Persönlichkeiten hatten sich am Großbritannien. London, 12. Juli.
n ren. saner Gegenwart verherrlichen wird.
auff— Der Steuerrath Kritzlet in Michelstadt
„ Ua
5 1 rurde nach Darmstadt versetzt und dem Mini⸗
ferialprotokollisten Schönberger der Charakter ass Ministerialregistrator verliehen. Berlin. Der Correspondent des„Berl. dagebl.“ erfährt, nach dem Fr. I., von kompe⸗ iter Seite, daß die Haltung des Papstes gegen⸗ er dem Dreibund seit dem Rücktritt des Fürsten kismarck eine kühlere sei. Die Vorstellungen Is Vatikans über Crispi's schärfere Handhabung s opere pie-Gesetzes sind von dem Berliner d Wiener Kabinet mit höflichem Bedauern rückgewiesen worden. Die Herstellung eines dus vivendi zu Italien werde nach dem nächsten Ponclave absolut eintreten. l f — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt, die eee verschiedener Blätter, daß der Kaiser ine Nordlandreise abgekürzt habe, weil er vom ichskanzler, unter Hinweis auf polttische Vor⸗ iage, um die Rückkehr gebeten worden sei, sei krchaus unbegründet. Das Reiseprogramm sei ganz unwesentlich geändert worden, und Rar wegen des im Anfang der Reise durch das ingünstige Wetter verursachten Zeitverlustes, nicht us politischen Gründen. — Der Afrikareisende Oskar Borchers steht einer Zuschrift an die„Nattonalztg.“ auf dem Standpunkte Wißmann's betreffs der Thätigkeit jeg Missionen in Afrika. Borchers sagt, daß ii kath. Mission durch die Art und Weise der Abeit die größten Erfolge habe. Die evange— sche Mission sollte davon lernen. Auszunehmen allein die„Neukirchner evangelische Mission“ 0 Wapokomoland, welche eine autorattve Stel— ig besitzt. Camenz(Schlesien), 14. Juli. Die wieder- lacten Gerüchte von einer Erkrankung des Prinz⸗
Bahnhofe eingefunden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die vom Kriegsminister angemeldete Vermehrung der Friedenspräsenzstärke wird bis Herbst durch Ein— stellung von 20 Mann in jede Compagnie und jede Eskadron vollendet. Das Mehr beträgt dadurch 30,000 Mann.
— Der österreichische Studentenverein hierselbst ist wegen Uebergriffe in politisches Gebiet auf— elöst. b Norwegen. Eide(Nordfiord), 14. Juli. Nach einer siebzehnstündigen Fahrt, welche zum Sognefiord hinaus, dann ein Stück an der Küste entlang, durch die Scheeren und in den Nord⸗ fiord hineinführte, traf Kaiser Wilhelm auf der „Hohenzollern“ gestern Mittag bei schönstem Wetter in Olden ein. 15. Juli. Kaiser Wilhelm wurde gestern durch das Regenwetter verhindert, einen Ausflug zu unternehmen und verblieb an Bord der„Hohenzollern.“ Heute geht abermals ein starker Regen nieder.
Holland. Haag, 15. Juli. Die erste Kammer genehmigte gestern das Uebereinkommen mit Frankreich, daß der Zar Schiedsrichter in der Surinamgrenzfrage sein solle.
Frankreich. Paris, 14. Juli. Die große Truppenparade anläßlich des Nationalfestes ist glaͤnzend verlaufen. Präsident Carnot wurde von dem zahlreich erschienenen Publikum lebhaft und sympathisch begrüßt. Als Carnot auf der Rückfahrt sich bis auf wenige Minuten dem Elysce genähert, schoß ein Individuum am Wege einen Revolver in die Luft ab. Der alsbald Ver—
Prinz und Prinzessin Heinrich von Battenberg haben sich nach Deutschland begeben. — 15. Juli. Gladstone ist an einem Magen— leiden schwer erkrankt. 15. Juli. Das Oberhaus dritter Lesung die Helgolandbill an. Spanien. Barcelona, 15. Juli. In Mom— resa bei Barcelona ist nach dem Fr. J. ein Streik ausgebrochen. 10000 Arbeiter feiern. Die Ausdehnung des Streiks auf die Umgegend wird befürchtet. Es fand ein blutiger Zusammen— stoß zwischen Arbeitern und Militär statt. Serbien. Belgrad. Es circuliren Ge— rüchte von neuen Differenzen zwischen der Königin Natalie und den Regenten. Danach soll die Königin-Mutter von den letzteren verlangt haben, daß dieselben die Ungesetzlichkeit und Nichtigkeit der Scheidung ihrer Ehe mit dem Exkönig Milan in einer offictellen Erklärung öffentlich verkündigen. Bulgarien. Sofia. Der bulgarische Ge— sandte Dimitroff erklaͤrte in Belgrad amtlich, die Geruͤchte über eine Abdankung Ferdinand's seien grundlos. Der Prinz besitze ein so stark ausgeprägtes Ehrgefühl, daß auch nicht ein Schatten Wahrheit den Gerüchten zuzuerkennen sei. Wohl suche man den Prinzen dem Lande zu entziehen, aber der Prinz habe ihm, Dimitroff, erklärt, er werde Land und Thron so lange er lebe nicht verlassen, wenn auch drei Armeecorps in Bulgarien einrückten!
Rußland. Petersburg. großen Manoͤver, zu welchen der deutsche Kaiser erwartet wird, werden zwischen Gatschina, Kraszuoje Selo, der Kuste des finischen Meerbusens und Narwa stattfinden und vom 19. bis 25. August dauern.
5 in
nahm
Die
5 1 5 14 1 1 0 19 1 . .
6 0
N
—
r———


