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Die Schüler koͤnnen entweder zu dem ganzen Kursus, dem 0 Theil desselb saͤmmtlich das 16. Lebensjahr vollendet haben und ein Wohlverhaltungszeugnis ihrer Bürgermeisterei beibringen. besuchen und seitens einer Gemeinde, oder eines landwirtbschaftlichen Bezirkvereins als demnächstiger Baumwaͤrter empfohlen werden,
Unterricht frei, die anderen müssen ein Unterichtsgeld von M. 10 entrichten.
meldeten die Auswahl zu treffen.
Am Schluß des Kursus findet eine Prüfung statt, un die Brauchbarkeit als Baumwärter übernimmt, dagegen soll eine nochmalige tbeoretisch praktische Prüfung günstige Ergebnisse
Anmeldungen sind bis spätestens 1. Maͤrz an den
zu richten.
Friedberg den 10 Februar 1890.
zeigt.
Vorsteher des pomologischen Gartens hiesiger Ackerbauschule, Herrn Dr. von Pete 6 Der Aufsichtsrath der Ackerbauschule zu Friedberg: f
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Für solche, welche beide Theile
d wird ein Zeugniß ausgestellt, womit jedoch die Schule keine Verantwortung für solche übernommen werden, wenn eine weitere einjaͤhrige Uberwachung und eine
Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Die zweite Kammer tritt am 4. März zu einer kurzen Session wieder zusammen.
Berlin. Der Kaiser wird, der„Nat.⸗Ztg.“ zufolge, bestimmt im Spätsommer einem Theile der russischen Truppenübungen beiwohnen; ferner beabsichtigt der Kaiser, an den österreichischen Herbstmanövern theilzunehmen, während der Kaiser von Oesterreich den deutschen Kaiser— manövern in Schlesien anwohnen wird.
— Für die Wißmann Expedition ist, nach den„Hamb. Nachr.“ eine Sendung von zerleg baren Häusern bestimmt, welche bereits in Ham— burg verladen wird. Die Häuser sind nicht aus Holz und Eisentheilen allein, sondern auch aus sonstigen Baumaterialien, besonders Mauer⸗ steinen, Fensterrahmen und Fenstern zusammen— gesetzt.
Kiel. Prinz Heinrich von Preußen und Gemahlin werden Ende April wiederum in Kiel eintreffen. Die von dem Prinzen befebligte Kreuzer Corvete„Irene“, macht die Rückreise in die Heimath in Gemeinschaft mit dem Uebungs geschwader.
München, 10. Febr. Reichsratskammer. Der Präsident Graf Törring widmete der Kaiserin Augusta, Dollinger und ev Franckenstein Nach rufe und ließ als Beileidszeichen eine einstündige
Pause eintreten. In der hierauf folgenden Debatte motivirte Neumayer sein ablehnendes Votum bezüglich des Placetanutrags. Minister
von Crailsbeim schloß sich den Ausführungen des Referenten an. Schlieplich wurde der Aus- schußantrag nach langer und lebhafter Debatte mit allen gegen eine Stimme angenommen. Bezüglich der Altkatholikeufrage wurde dem Aus
schußautrag gemäß eine motwirte Tagesordnung
angenommen, welche Minister v. Crailsheim vorbet angenommen hatte.— 11. Febr. Die Reichsrälbe nahmen nach längerer Debatte bezüg lich des Centrumsautrags auf Zulassung der Redemptoristen eine mottwirte Tagesordnung mit 29 gegen 20 Stimmen an.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 11, Febr. Abgeordnetenhaus. Der Finanzminister erklärt zu der Interpellation Steinwender's, betreffend die Steuer Rü formvorlagen, die Reformvorlage über die directen Steuern sei fertig gestellt. Eine mäßige Progressivsteuer treffe das persönliche Reineinkommen mit ½6 bis 3 pCt. Die Actien— gesellschaften sollten besteuert werden.
Teplitz, 10. Febr. Der gestrige deutsch— bömische Parteitag nahm einstimmig eine Reso— lution an, in welcher er seine Befriedigung über die Vereinbarungen der Ausgleichsconferenz aus spricht und die weitere Pflege des deutschen Volksstammes als die Pflicht aller Kreise der deutschen Bevölkerung bezeichnet. Der Partei⸗ tag sandte ein Telegramm an den Minister⸗ präsidenten Grafen Taaffe, in welchem die Huldi— gung und die treue Dankbarkeit für den Kaiser ausgesprochen wird.
Frankreich. Paris. Die„France“ meldet aus Obok, auf dem Wege nach Harrar sei eine französische Karawane mit 160 Kameelen und 85 Mann Eskorte durch Somalis niedergemetzelt worden.
Italien. Rom, 11. Febr. Crispi erklärte in der Kammer, der Vertrag mit dem Negus, welcher dem Staate keinerlei Finanzlasten auf— erlege, werde dem Parlamente vorgelegt werden, ebenso die Additional- Convention mit dem Ar—
tikel betreffs des abessynischen Anlehens. Die Vortheile aus den Beziehungen mit Abessynien wären sehr beträchtliche und würden alle Erwar— tungen übertreffen.
Portugal. Lissabon. Infolge einer ge⸗ planten republikanischen Kundgebung am 11. Febr., dem Jahrestage der Ausrufung der ersten spani— schen Republik, trifft die Regierung umfassende Maßregeln. Die ganze Lissaboner Garnison bleibt an dem genannten Tage in den Kasernen consignirt.
— 11. Febr. Eine Bekanntmachung des Civilgouverneurs untersagt im Interesse der Auf— rechterhaltung der öffentlichen Ordnung die auf heute zusammenberufene Versammlung im Co— loseum sowie Straßenkundgebungen. Das„Amts— blatt“ veröffentlicht Erlasse, wodurch die Regie— rung ermächtigt wird, die Vervollständigung der Befestigungswerke des Landes zu bewirken, Armir— ungsgeräthe und Kanonen anzuschaffen, ferner vier Kreuzer, vier Kanonenboote und Torpedo— boote anzukaufen.
Spanien. Madrid. Der Finanzminister erklärt, das Budget enthalte genügende Credit— summen zur Bezahlung der Coupons der Staats— schuld. Er beabsichtige nicht ein Anlehen zu contrahiren, welches nicht nothwendig sei.
Türkei. Constantinopel. dent des„Exchange Telegraph“ dahier erfährt von angeblich glaubwürdiger Seite, daß russische Intriguanten gleichzeitige Aufstände in Arme— nien, Macedonien und Kreta vorbereitet hatten. Die Verschwörung sei soeben zur Kenntniß der Pforte gelangt. Mehrere tüͤrkische Beamte seien datin verwickelt.
Bulgarien. Sofia. Der russische Unter— than Nadin wurde in Rustschuk in Folge der Panitza-Affaire als schuldverdächtig verhaftet. Die bei ihm beschlagnahmten Papiere sollen unzweideutige Beweise der Beziehungen Kalop— koff's zu dem Dragoman der russischen Gesandt— schaft in Bukarest enthalten.— 11. Febr. Ob⸗ gleich Panitza und weitere drei verhaftete Offi— ciere den Civilbehörden überliefert wurden, kom— men sie doch vor ein in etwa 14 Tagen zusam— mentretendes Kriegsgericht, da es sich um Hochver— rath handelt. Den Angeklagten wurden die Epau— lettes abgenommen und soll die äußerste Strenge des Gesetzes gegen sie in Anwendung kommen.
Griechenland, Athen, 11. Febr. Depu— tirtenkammer. Komunduros richtete eine Anfrage an die Regierung, ob die Nachrichten begründet seien, wonach Officiere in Larissa den Gehorsam verweigert und dem Könige ein Memorandum überreicht hätten, worin sie für die Armee Unab— hängigkeit vom politischen Einflusse verlangen. Ministerpräsident Trikupis stellte die Behauptung entschieden in Abrede und erklärte, die Oppo— sition habe den Zwischenfall aufgebauscht.“
Amerika. Newyork, 10. Febr. Nachrichten aus Rio de Janeiro zufolge gedenkt die provi— sorische Regierung vor den allgemeinen Wahlen die Armee um 10,000 Mann zu verstärken.
Afrika. Sansibar, 10. Febr. Die„Times“ meldet von hier, Emin Pascha sei gaͤnzlich wieder hergestellt und beabsichtige demnächst nach Sansibar zu kommen. Der Versuch Banaheris, die Massais gegen die Deutschen aufzuwiegeln, sei fehlgeschlagen, weil Lieutenant Grafenreuth die zu diesem Zwecke gesandten 200 Ladungen Geschenke erbeutete. Grafenreuth nahm auch den Bruder Busbiri's gefangen, welcher gehängt wurde.
Aus Stadt und Land.
2 Fried ber g. Indem auf die Annonee im Inseraten⸗
Der Correspon-
Theil des Anzeigers an dieser Stelle noch extra auf merksam gemacht wird, ladet man zu möglichst zahlreichem Besuche der gerade in dieser Zettpertode ganz besonders wichtigen Generalversammlung des Stadtkirchenbau Ver eins freundlichst ein.
wenn nicht triftige Gründe dies verboten hätten. nochmals die Bitte um recht zahlreiches Erscheinen. e. Assenheim Wir wollen nicht
gegend“ mitzutheilen, daß das Kreisamt nach einer Vist tation dem Vorstand der Ortskrankenkasse mittheilt daß diese Revision in jeder Beztehung zu einem günstigen Ergebniß geführt hat. der Rechner ebenso gewissenhaft als prakttisch verfährt
Rücklage an den Reservefonds ermöglicht. Ein solches Resultat ist nur bei richtigem Zusammenwirken alle betheiligten Faktoren zu erzielen und sprechen wir deshal sowohl dem Vorstand als dem Rechner unsere volle Aner- kennung aus.“ Auch die Mitwirkung der Bürgermeiste des Kassenverbands's zur Förderung der Kasse verdient hier hervorgehoben zu werden.
Jseraeklitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 15. Februar. Beginn: Freitag Abend 4 Uhr 50 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr. Wochengottesdtenst von Sonntag den 16 Februar an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr 30 Min.
EEC ͤͤ ²˙ AA Oeffentliche
Glaͤubiger-Aufforderung.
Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nach⸗ laß des verstorbenen Heinrich Born J. von Ober-Mörlen sind binnen 8 Tagen bei unterzeichnetem Gericht anzu⸗ melden, wenn sie bei der Nachlaßregultrung berücksichtigt werden sollen.
Bad Nauheim den 8. Februar 1890.
Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim.
Bauer. Schütz.
Gläubiger⸗ Aufforderung. Forderungen. jeder Art an 10 Nachlaß des Johannes König Zöter von Ober Mörlen sind binnen 8 Tagen dahier anzumelden, wenn sie bei Regultrung der Nachlaßverhältnisse berücksichtigt werden sollen. Bad⸗Nauheim den 8. Februar 1890. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim.
Bauer. Schütz. 9 Maurerarbeit. Die zur Herstellung von Ablaßkanälen im Bade⸗ baus III erforderlichen Maurerarbeiten, veranschlagt zu 594 M. 40 Pf., sollen öffentlich vergeben werden. Vor⸗
anschlag und Bedingungen liegen auf unserem Büreau zur Einsicht offen und schriftliche Angebote sind längstens
698
699
reichen. Bad⸗Nauheim den 11. Februar 1890. Großherzogliche Badedtreetion Bad-Nauheim. Jäger.
Holz-Versteigerung.
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Klappertannen und Rabennest werden versteigert: 1. Samstag den 15 Februar: 313 Kiefernstämme von 15—42 em Durchm., 4— 17 m Länge= 160 ebm. 16 Eichen⸗ und 6 Buchenstämme. 2. Montag den 17. Februar: Buchen Scheiter, Kiefern⸗Schelter, Buchen Knüppel, rm Kiefern-Knüppel, rm Kiefern Stöcke, Stück Kiefern-⸗Wellen, Stück Buchen-Wellen.
6 rm
55 15 250 29 5500 450
636
ist der
Die Gesammtzahl der Theilnehmer soll über 12 nicht hinausgehen, und behaͤlt sich die Schulleitung das Recht vor, unter den Ange⸗
Der Vorstand hätte angesichts dex Reichstagswahl gerne die Versammlung noch 185. 0
41 verfehlen den
Mitgliedern der Bezirkskrankenkasse dabter, sowie den Bürgermeistern des Kassenverband's„Assenheim und Um
und daß der pecunläre Stand der Kasse die vorgeschriebene
bis zum 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, bel uns einzu—
In den Freih. von Franckensteln'schen Waldbistritten
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„Wir haben uns überzeugt, daß
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oder nur zu dem theoretischen Theil desselben angenommen werden. Sie müff n 0
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Zusammenkunft jedesmal morgens 10 Uhr am Born⸗ wäldchen zunächst des Löwenhofs. 9 Ockstadt den 6. Februar 1890. Der Freih. von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf.
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