Dreise d: Jeld drteisigung in der Gemarkung Groß⸗ u. Kiein⸗Karben. Die Arbeiten des 2. Abschnittes rubr. Verfahrens nämlich:
1) 100 Blatt Bonitirungskarten,
2) 4 Bände Besitzstandsverzeichniß,
3) 511 Gütergeschosse,
4) Zusammenstellung der Güͤtergeschosse, 5) das Protokollbuch und
6) das Verzeichniß der Obstbäume und deren Taxwerthe liegen in der Zeit vom 14. bis 28. November auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Groß-Karben
und vom 30. November bis 14. Dezember auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Klein-Karben zur Einsicht der
Steckbrief.
wurde am 3 Nov. I. J. von Großh. Amtsgericht Friedberg, Ich ersuche um Vollstreckung des letzteren,
stehlen versuchte, Haftbefehl erlassen.
Erledigungen. Karl Gottschalk von Erfurt,
Friedberg den 6. November 1890.
Gegen die Katharine, geb. Dönges, Wittwe des Georg Rupp,
Bekanntmachung. Betheiligten offen. gegen
ausgeschlossen sind. Friedberg den
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weil sie am 3. Okt. l. J. zu Christtan Erker von Pfaffenwiesbach,
Ablieferung der Rupp in das Haftlokal des nächsten Amtsgerschts und 1 Katharina Schmidt von Lauterbach, Anna oder Katharina Schmitt von Queck,
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Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen diese Arbeiten findet statt: 15 Montag den 15. Dezember l. Js., Vormittags von 10—11 Uhr, in dem Rathhause zu Groß Karben und Mittwoch den 17. Dezember l. Is., in dem Ratbhause zu Klein-Karben, wozu ich die Betheiligten unter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen M
Vormittags von 10—11 Uhr,
8. November 1890. Der Vollzugs Commissär: Dr. Wallau.
geb. am 21. Februar 1887 zu Wommelshausen, zuletzt in Nieder ⸗Girmes wohnhaft Friedberg dem Johann Adam Emrich von Gelnhaar einen gefüllten Geldbeutel zu
Mittheilung hierher,
Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht.
Deutsches Reich. Darmstadt. tation aus den Hauptstädten des Landes, die sich an den Großherzog gewandt hatte, wurde seitens des Ministeriums erwiedert, daß von den seit einiger Zeit in mehreren Theilen des Groß— herzogthums stattfindenden, von Außen herein— getragenen, gehässigen Anfeindungen der Ju— den der Großherzog mit Bedauern Kenntniß ge— nommen habe. Derselbe mißbillige diese An— feindungen auf diese Ernstlichste und erwarte von dem sonst gesunden und christlichen Sinne der betheiligten Kreise ein baldiges Aufhören jener gehässigen Angriffe, wozu übrigens we— sentlich mitbeitragen würde, wenn der sittlich höher stehende Theil der israelitischen Bevölke— rung es sich nach Kräften angelegen sein ließe, den Ursachen zu Klagen über die Handlungs— weise mancher seiner Glaubensgenossen nachzu— forschen und mit den geeigneten Mitteln abzu— helfen.
Berlin, 7. Nov. Bei der gestrigen Sitzung des Bundesraths wurde vor der Berathung der Anträge Bayerns und Sachsens, betreffs Rindvieheinfuhr aus Oesterreich beschlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, über den gegenwär— tigen Gesundheitszustand der Schlachtthiere in Oesterreich Ungarn, sowie über die dort vor— handenen Schutzmaßregeln gegen die Einschlep pung von Seuchen aus dem Osten eingehende Erkundigungen einzuziehen und das Ergebniß derselben dem Bundesrath mitzutheilen. Der Entwurf einer Verordnung wegen Aufhebung des Einfuhrverbots von dänischen, schwedischen und norwegischen Schweinen, von Schweine— fleisch und Wurstwaaren wurde einem Ausschusse üͤberwiesen.
— 9. November An der heutigen Sitzung der vereinigten Innungsverbände nahmen die Vertreter von 22 Verbänden theil. Es wurde beschlossen, eine Petition an den Reichstag um Annahme der Novelle zum Krankenversicherungs— gesetze, betreffend die Einverleibung der Ver— bandskrankenkassen zu richten; ferner wurde der Centralausschuß beauftragt, die gegen die Gefängnißarbeit gerichtete Petition an den preu— ßischen Landtag, sowie die Petition über die Einschränkung des Hausierhandels an den Reichs— tag zu erneuern.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 6. Nov. Nach dem heutigen Diner fuhren der Kaiser und der Großfürst-Thronfolger zur Oper, wo die„Afrikanerin“ gegeben wurde. Um 10 Uhr begab sich der Kaiser mit seinem Gaste nach dem Südbahnhof, von wo nach herzlicher Verabschiedung der Großfürst nach Triest abreiste. Der Kaiser fuhr eine halbe Stunde später nach Gödöllö.
— Triest, 7. Nov. Das russische Geschwa⸗ der ist, mit dem Großfürsten-Thronfolger an Bord, um ½3 Uhr abgereist.
Frankreich, Paris, 7. Nov. In der Abgeordnetenkammer wurde die Debatte über das Kriegsbudget fortgesetzt.
— 7. Nov. Die Anwesenheit des Grafen
[Kalnoly, welcher seit vorgestern hier weilt, hängt Einer israelitischen Depu⸗ lediglich mit Privatangelegenheiten zusammen.
Belgien. Brüssel. Der klerikale Abge ordnete für Namur, Advokat Melot, wurde zum Minister des Innern und des Unterrichts ernannt.
Italien. Mailand, 7. Nov. Caprivi traf heute früh auf dem Bahnhofe ein, wo eine große Menschenmenge sich eingefunden hatte und wurde von Crispi, dem Präfecten, dem Poli— zeichef und dem Botschaftsrath Dörnberg em pfangen. Caprivi und Crispifuhren gemeinsam zum Hotel Cavour. Crispi stattete gegen Mittag dem Reichskanzler v. Caprivi einen Besuch ab. Nach dem Dejeuner fand eine abermalige einstündige Un— terredung statt. Um 3 Uhr empfing Caprivi den Bürgermeister und eine Delegation der Stadtbehörde. Dieselben begleiteten den Reichs— kanzler später bei der Besichtigung der Sehens— würdigkeiten der Stadt. Caprivi und Crispi dinirten gemeinschaftlich.— 9. Nov. Caprivi und Crispi reisten gestern Abend nach Monza zum Diner beim König. Caprivi hat heute Vormittag mit dem Zuge der Gotthardbahn die Rückreise nach Berlin angetreten.
Portugal. Lissabon. Ein endlich zwi— schen England und Portugal über die Besitz— verhältnisse in Afrika vereinbarter modus vivendi soll 6 Monate in Kraft bleiben.
Serbien. Belgrad. König Milan trifft diese Woche in Paris ein und begiebt sich so— dann zu einem längeren Jagdausflug nach England.
Türkei. Konstantinopel, 8 Nov. Anläß— lich des Demetriusfestes wurde in vergangener Nacht Gottesdienst in der Demetriusvorstadt gehalten, weil der Patriarch befürchtete, daß das Schließen der Kirchen Ruhestörungen her— vorrufen könnte.
Rußland. Petersburg. Neuesten Nach— richten zufolge ist eine strengere Bewachung der kaiserlichen Schlösser angeordnet worden.
Amerika. Newyork, 7. Nov. Nach den neuesten Berichten sind 242 Domokraten, 98 Republikaner und ein Arbeitercandidat für den Congreß gewählt. Die Tarifzölle sind die un— 1 b Ursache der republikanischen Nieder— age.
Afrika. Sansibar. Der„Times“ wird von hier unterm 7. November eine Bekauntma— chung des Viceadmirals Freemantle gemeldet, worin er bis auf weiteres allen Europäern das Betreten des Witugebietes, wo noch Kriegs— recht herrscht, außer auf besondere Erlaubniß verbietet. Ueber den Sultan Fumo Bakari liegen keine Nachrichten vor. Freemantle segelt morgen auf dem Flaggenschiff nach Trincomale und Calcutta.
Die erweiterte Handwerkerschule in Fried⸗ ber zählt seit Beginn des Wing ehe über 100 Schü ler aus Friedberg und Umgegend. Der Vorstand des Ortsgewerbvereins hat gerne die Gelegenheit eines so starken Besuchs benutzt um in ausreichendster Weise den Un— terricht einzurichten, und hat, unterstützt durch das be⸗ reitwillige Ueberlassen zweler weiteren Schulsäle durch die Stadt, nunmehr sechs Lehrer gewonnen, die an der Anstalt thätig sind. In zwel unteren Parallel-Klassen werden in den Sonntag Vormittags-Stunden die An— fänge des Frethand- und geometrischen Zeichnens, in einer! westeren Klasse darstellende Geometrie und Bau- Con-
struktionszeichnen, und in einer oberen Klasse welteres Bau Construktionszeichnen bis zum Entwerfen von Wirth⸗ schafts und Wohngebäuden gelehrt. Außer den genann— ten Klassen besteht noch eine abgesonderte, in welches den Schülern nach dem ersten Jahresunterricht, oder nach
Erreichung der in demselben geforderten Fähigkeit, für ö fel ben
Kunsthandwerker u. d. gl. Frethandzeichenunterricht er—
theilt wird, je nach dem gewerblichen Bedürfniß und der angeeigneten Fertigkeit, bis zu den möglichst weit- damft
jedem strebsamen jungen Mann günstige Gelegenheit ge— g bonnter Bus
gehenden Anforderungen. Der Vorstand glaubt boten zu haben, sich die Kenntnssse und Fertigkeiten an; zueignen, dert werden, und deßhalb sollte Niemand es unterlassen diese Gelegenheit zu benutzen. Die Lehrkräfte und Räumlichkeiten gestatten der größtmöglichsten Zahl von Anmeldungen zu entsprechen. Nicht nur für Bauhand⸗ werker ist das Zeichnen eine unumgängliche Nothwen⸗ digkeit, sondern jeder Mensch sollte eine gewisse Fertig⸗ keit sich in dieser schönen Kunst erwerben, und wenn dieselbe auch nur dazu dient, eine Zeichnung verstehen und beurtheilen zu lernen, das Augenmaß zu üben und den Schönheitssinn zu bilden. Aber ganz besonders soll doch jeder Handwerker, welches Gewerbe er auch betreiben möge, eine gewisse Fertigkett darin haben, weil es für ihn unentbehrlich ist, wenn er den heutigen Anforderengen auch nur einigermaßen entsprechen will. Anschließend an den Sonntagszeichenunterricht ist für Schüler hier am Platz an den Wochentagen ein Abend⸗ unterricht eingerichtet. Die Schuler, welche diesen Un⸗ terricht besuchen, sind von dem Besuch der Fortbildungs- schule befreit. In diesem Abendunterricht wird von 3 Lehrern in wöchentlich 7 Stunden Unterricht ertheilt in dem Hand perker speztell nöthigen Fächern, und zwar in Baumaterialienkunde, Geometrie, geometr. und kaufm. Rechnen, Naturlehre, Buchführung und Aufsatz. Es ist somit auch hierin das dem Handwerker in späteren Jah⸗ ren so schwer Nachzuholende jetzt leicht zu erlernen ge⸗ boten. Noch weitere Fürsorge ist in unserer Anstalt ge— troffen für junge Leute, welche zu weiterem Studium im Baufach oder eines Kunsthandwerks sich entschlossen haben, indem denselben Gelegenheit geboten ist, sich an den Wochentagen während der 5 Wintermonate in Fach— und Freihandzeichnen, darstellender Geometrie, Baucon— struktion, Baumateralienkunde, Formenlehre, Rechnen, Physik, Buchführung und Modellieren die nöthlgen
Kenntnisse zu erwerben, die sie zum Ablegen einer Prü-
fung oder zum Eintritt in eine höhere Baugewerkschule befähigen, die aber auch einem tüchtigen Gehülfen oder Meister nicht fehlen sollten. Durch die berettwilligst gewährten Mittel von der Centralstelle des Landesgewerbvereins, dem Mathildenstift Friedberg und Vilbel, sowie der Stadt Friedberg ist es möglich, die Schule in dseser Weise zu erhalten. Das geringe Schulgeld, das für Unbemtttelte selbst ganz erlassen wird, kann doch Nle⸗ mand abhalten von der hier gebotenen Gelegenheit Ge— brauch zu machen. Der Vorstand sieht eine Anerkenn⸗ ung seines Strebens darin, wenn Eltern und Lehr⸗— meister ihre Söhne, Lehrlinge und Gehülfen der Anstalt überweisen und sie auf die Wichtigkeit derselben auf; merksam machen. Leider ist aber zu beklagen, daß trotz des jetzt ziemlich starken Besuchs der Sonntagszeichen⸗ schule, die Schüler-Zahl nicht erreicht ist, die den Ver⸗— hältnissen nach errelcht werden könnte; besonders sind es Söhne von Friedbergern, die der Sache sich noch fern halten. Möchten diese Zeilen dazu beitragen, alle Interessenten auf die Wichtigkeit der Schule nochmals aufmerksam zu machen und möchte Jeder dazu beitragen, daß die Anstalt recht nutzbringend für unsere jungen Leute verwerthet werden kann.
Briefkasten.
Sämmtliche uns heute früh zugegangenen redak⸗ tionellen Einsendungen mußten zurückgestellt werden, da uns in letzter Stunde amtliche Veröffentlichungen zu gingen, die selbstredend nicht zurückgestellt werden können. Die Redaetson.
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