Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche ist in den Gemarkungen des Kreises Schotten erloschen. Friedberg den 7. August 1890.
Bekanntmachung.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Vieh, welches zum Schlachten bestimmt ist und ohne we scheinigungen des Inhalts auszustellen, daß der Ort und das Gehöft, K auch kein Seuchenausbruch in den 100 Dieser Scheine bedarf der Viehhändler; Ueberhaupt bedarf nur der Viehhändler,
der Landwirth, der selbstgezogenes
Zustande am Orte der Untersuchung befunden habe. Diese Scheine müssen enthalten: Ort, Dat transportirenden Thiere, jedes mitzuführende Stück Rindvieh nach Geschlecht, Schweine und Ziegen. Führt der Händler das Vieh von einem nichthessisch Bescheinigung noch weiter bescheinigt sein, daß die Gemarkung,
en Orte ein,
sehen sein. Schotten den 2. Auaust 1890.
Nachbarorten im Umkreise von 3 Stunden bekannt geworden ist.
welcher Vieh verbringt(also auch zu oder von einem Markte, des Gesundheitsscheines eines hierzu ermächtigten Thierarztes, durch welchen bescheinigt wird, daß das fragliche Vieh sich mindestens seit 7 Tagen in seuchefreien
aus welcher das Vieh eingeführt wird, vollständig seuchenfrei ist. Alle hier einschlägigen Zeugnisse sind 5 Tage gültig, müssen datirt, unterzeichnet und mit dem Dienstsiegel der zuständigen
Großh. Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau.
Vieh ausführt, und der Metzger dagegen nichl,
um der Ausstellung, Namen des Besitzers der zu
Alter, Farbe, Abzeichen, die Zahl der mitzuführenden Schafe
so muß in der von dem Thierarzte ausgestellkaff
Behörde ver 11
Großherzogliches Kreisamt Schotten. fe 6
Schönfeld.
Deutsches Reich. Helgoland, 6. Aug. Der Geh. Regie⸗ Darmstadt. Die Lehrer an dem Ludwig⸗ rungsrath im Reichsamt des Innern Wermuth Georgs⸗Gymnasium zu Darmstadt Dr. Balser, und Corvettencapitän Geißler trafen gestern Dr. Forbach, Fritz, Dr. Goldmann, Dr. Hahn, Abend hier ein und wurden von dem Gouverne— Lenz und Dr. Nehmeyer wurden zu Lehrern an mentssekretär empfangen. Am 9. August findet dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt ernannt, die Uebergabe der Insel statt. Der„Nordd. dem Ortseinnehmer Jochim zu Birkenau wurde Allg. Ztg.“ zufolge trifft Kaiser Wilhelm am das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: 10. August hier ein. Die durch Maueranschlag „Für fünfzigjährige treue Dienste“, dem Lehrer verbreitete Bekanntmachung des Gouverneurs an der ersten Knabenschule zu Schotten Kleberger gibt das Ceremoniell der am Samstag erfolgenden
der Charakter als Mitprediger verliehen, der Kreisbauaufseher Schwarz von Dieburg nach Darmstadt, der Kirchenrath Ewald in Darmstadt, unter Anerkennung seiner Dienste und Verleihung des Charakters als Geh. Kirchenrath in den Ruhestand versetzt, dem ev. Pfarrer Waas von Lampertheim die erste Pfarrstelle zu Darmstadt, dem ev. Pfarrverwalter Loos zu Flonheim die Pfarrstelle zu Flonheim, dem ev. Pfarrer Wissig, zu Rodheim die Pfarrstelle zu Lampertheim über- tragen.
Berlin. Der Minister für Handel und Gewerbe hat die Ober-Bergämter beauftragt, Ermittellungen über den vorhandenen Kohlen- reichthum zu pflegen und die Resultate je nach Teufen von unter 700, zwischen 700 und 1000 und über 1000 Meter getrennt zusammenzustellen. Es sollen hierbei nicht blos die zur Zeit betriebenen Gruben berücksichtigt werden, sondern auch die Kohlenfelder derjenigen Zechen, welche jetzt nicht in Betrieb sind. Die Anordnung kann nur den Zweck haben, eine ungefähre Schätzung der Kohlenmenge vorzunehmen, welche nach den bis jetzt gemachten Aufschlüssen als vorhanden ange- sehen werden darf. Eine genauere Berechnung ist selbstverständlich ganz ausgeschlossen, immer— hin wird durch planmäßige, auf das vorhandene reichhaltige amtliche Kartenmaterial begründete Ermittelungen eine befriedigendere Beantwortung der Frage, wie lange der nach den bisherigen Auf— schlüssen vorhandene Kohlen reichthum Preußens noch vorhalten kann, ertheilt werden, als es bisher möglich war.
Dr. Peters erklärte dem Correspon— denten des„Newyork Herald“ in Kairo, er werde nicht an die afrikanischen Seen zurück— kehren, sondern wolle das noch unbekannte So— maliland durchforschen. Er kenne Emin Pascha's Absichten, dürfe dieselben jedoch nicht verrathen.
— Die auf Befehl des Kaisers angestellte Untersuchung der Verhältnisse der Weber im Eulengebirg hat ergeben, daß der durchschnitt— liche Wochenlohn eines Webers vier bis sieben Mark beträgt.
Kiel. Wie verlautet, kommt der Kaiser am 14. August hier an und tritt, begleitet vom Prinzen Albert von Sachsen Altenburg und dem Reichskanzler v. Caprivi von hier aus Abends 10 Uhr auf der Kaiser-Vacht„Hohenzollern“ die Reise nach Rußland an.
Carlsruhe, 7. Aug. Der Kronprinz von Dänemark ist gestern von dem Großherzog von Baden in Konstanz empfangen und nach Schloß Mainau geleitet worden. Der Kronprinz gedenkt bis zum Freitag auf Schloß Mainau zu bleiben.
gabe.
Uebergabe der Insel kund. Der deutsche Re— präsentant wird mit 17 Salutschüssen der Kriegs— schiffe und vom Gouverneur in Begleitung der Beamten und Einwohner empfangen. Bei der formellen Uebergabe den Artikel des Abkommens betreffend die Ueber—
der englischen gehißt und von den britischen und deutschen Kriegsschiffen mit 21 Schüssen salutirt. Beide Flaggen werden dann bei Sonnenunter—
gang gleichzeitig eingeholt. Am folgenden Morgen
wird die deutsche Flagge allein gehißt. Der britische Gouverneur verabschiedet sich nach dem Salute der Flagge und begibt sich an Bord des englischen Kriegsschiffes„Enchantreß.“ Von dem deutschen Gouverneur wird er bis zum Landungsplatz begleitet und mit 17 Schüssen begrüßt.
Ausland.
Oesterreich- Ungarn. Ischl. Der König von Rumänien trifft am 15. August hier ein, um den Kaiser von Oesterreich zu besuchen.
Frankreich. Paris, 6. Aug. Der Senat nahm den Gesetzentwurf über die directen Steuern mit einigen Abänderungen mit 264 gegen 9 Stimmen an.
— 6. Aug. Das englisch-französische Ab— kommen wurde gestern unterzeichnet. In den zu London ausgetauschten Erklärungen willigt die französische Regierung ein, die Abmachung von 1862 dahin abzuändern, daß sie die Errichtung
des englischen Protectorates in Sansibar und Mascat gestattet und England in Anerkennung
des französischen Protectorates auf Madagascar die englischen Consuln dem Exequatur der fran— zösischen Regierung unterwirft. Außerdem erkennt England die Grenze der Interessensphäre Frank— reichs in Ostafrika in der Verlängerung der französischen Besitzungen in Algier, am Senegal und Nigger an. Diese Erklärungen werden dem— nächst veröffentlicht werden. Wie die„Liberté“ vernimmt, betrage die von England in dem englisch-französischen Uebereinkommen anerkannte Grenzlinie der Einflußsphäre Frankreichs unge— fähr 1000 Kilometer in der Gegend des Nigers und des Tschadsees.
Großbritannien. Cowes, 6. Aug. Kaiser Wilhelm ist mit den englischen Prinzen um 2 Uhr in Eastney eingetroffen, von dem Commandeur der Truppendivision von Portsmouth glänzend empfangen. Der Erzherzog Stephan und andere Officiere des österreichischen Geschwaders waren gleichfalls anwesend. Nach dem Diner wohute der Kaiser mit den englischen Prinzen einem die
verliest der Gouverneur
Hierauf wird die deutsche Flagge neben
neue Angriffsmethode veranschaulichenden Ma⸗ növer verschiedener Truppentheile bei, wobei 4 wiederholt seine Befriedigung über die Leistungeh
derselben kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, woselbst Abends Familientafel stattfand. Portsmouth, 7. Aug. Die Landung Kaiser Wilhelms erfolgte heute programmmäßig. Die Matrosen der„Serapis“ und„Victory“ be,
wo eine Ehrenwache des Vorkshire-Regiments aufgestellt war. Der Kaiser beendete 2 Uhr die Besichtigung der Dockyards. Er ver⸗ brachte den größten Theil der verfügbaren Zeit
in der Fabrik für Torpedomaterial„Vulkan“.
Der Kaiser nahm das Frühstück im Admiralitäts⸗
gebäude ein. Bei der Rückkehr des Kaisers mit
der Dockeisenbahn nach dem Admiralitätshaus
fuhr, als der Kaiser den Eisenbahnwagen ver—
ließ, die Equipage des Admirals Commerell zu
nahe an den Wagen heran. Der Kaiser sprang
behend zur Seite, wodurch jede Collision ver—
hütet wurde. Die Mannschaft des in Exeter
garnisonirenden Artillerie- Detachements zer
schnitt während der letzten Nacht alle Pferde
geschirre und hintertrieb damit die angesagte
Parade.
Bulgarien. Sofia, 6. Aug. Nach officielle
Meldung aus Konstantinopel ist die entgültige
Bestallungsurkunde der bulgarischen Bischöfe in
Macedonien dem bulgarischen Exarchen gestern
übergeben worden. Es verlautet, der ökume—
nische Patriarch habe sein Amt niedergelegt.—
Der König von Rumänien hat seine Abreise in
das Ausland um einige Zeit verschoben, und zwar
wird, einer öfficiösen Meldung zufolge, König
Karl erst nach der Rückkehr des Prinzen Ferdinand
von Coburg das Land verlassen. Obgleich dieser
Meldung keinerlei weitere Bemerkungen hinzu-
gefügt werden, schreibt das Fr. J., so ist sie
doch wohl nur dahin zu verstehen, daß man in
unseren leitenden Kreisen von der Unmöglichkeit
einer Krise im bulgarischen Nachbarstaate doch
nicht in der Weise überzeugt ist, um die Abreise
die Erhaltung der Ruhe und Ordnung im Nacht angezeigt erscheinen zu lassen.
Serbien. Belgrad. Königin Natalie nach Schabatz und in daz Kloster Sveta Petka Demonstrationen befürchten läßt, ersuchte Ministerpräsident Gruitsch, die Königin möge die Reise unterlassen und der Regierung keine Verlegenheiten bereiten.— Zwel türkische Unterthanen wurden bei der Ueber schreitung der serbischen Grenze erschossen, we dieselben angeblich einen Raubanfall beabsichtigt hatten; drei Türken flüchteten verwundet über die Grenze zurück. Es wurden Erhebungen auf diplomatischem Wege eingeleitet. J
Amerika. Buenos Ayres, 6. Aug. Die Kam“ mern genehmigten den Ruͤcktritt des Präsidentes Celman. Pellegrini wurde zum Präsidenten ge wählt, was überall günstig aufgenommen wurd
der Truppen ausdrückte. Nach dem Vorbeimarsch. ö
mannten die Raen, als die„Alberta“ mit dem
an Kaiser und den Prinzen am Dockyard anlangte, I
J
gegen
des Königs vor der eine gewisse Bürgschaft für barstaate gewährenden Rückkunft des Coburger,“ Da die Reise 90 110


