Bekanntmachung.
Landwirthschaftlicher Bezirksverein Friedberg. 7 Samstag den 2. März, Nachmittags ½4 Uhr findet in Nieder-Erlenbach bei Herrn Michael Liebach zum Darm städ Tagesordnung: Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrer Engel über Getreidekrankheiten und deren Bekaͤmpfung 17
Hof eine Versammlung statt. sowie über die Saat.
3. Zu zahlreichem Besuch wird freundlichst eingeladen. Der Vorstand der Sektion Vilbel: er
Stahl. 1 Die Herren Büͤrgermeister in der betreffenden Sektion werden gebeten, obige Versammlung in ihren Gemeinden auf ortsübliche W. 5 ol
bekannt zu geben. Friedberg den N. Februar 1890.
Dr. Braden.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: J. Gg. Schimpf IV. und Jakob Hildebrand XII. von Nieder-Weisel als Fleischbeschauer.
Bekanntmachung.
Betreffend: Fund einer unbekannten männlichen Leiche in der Nähe von Wachenbuchen. 1 Am 18. d. Mts., Vormittags, ist in der Nähe des Dorfes Wachenbuchen, diesseitigen Kreises, eine unbekannte männliche Lelche aufgefunden worden. Diest zeigte eine Schußwunde in der Stirne, der Revolver lag neben der Leiche. 1 Der Verlebte war ea. 24 bis 28 Jabre alt, 1,50 m groß, von schlanker Statur, hatte hellblonde Haare, bellblonden schwachen Schnurrbart, blaue Augen, längli⸗ 1 10 K
Gesicht, spitze Nase, kleinen Mund, etwas Pocken im Gesicht, an der linken Kinnseite eine lange Narbe.— Die Leiche war bekleidet mit hellgrauem Filzbut, im Innern deb selben weißseidenes Futter und einem Stempel, bestehend in einer Krone mit 4 Fahgen, darunter die Worte: Viribus-Unitis; hellbrauner wollener Unterjacke, weißleine feinem Faltenhemd ohne Zeichen mit leinenem Umlegekragen, seidenem stablblauen Sblips mit rothen Streifen, auf der Innenseite die Bezeichnung Karl Schüler, Hei berg Nr. 3186, zwei weißbaumwollenen Unterhosen, grauwollenen Strümpfen, Zugstlefeln, braun karrirtem Buxkinanzug und schwarzem Sommerüberzieher. 11 nn Außerdem fanden sich bei der Lelche ein Paar schwarzwollene Handschuhe, ein weißes Taschentuch ohne Zeichen, ein Zwicker mit Stahlbügel und schw arg
Schnur, eine silberne Cylinderuhr, im Innern die Nr. 488, 1 Nickelkette, 1 Taschenmesser mit Hirschhornschale, an den Enden mit Messingplättchen belegt, 2 Klingen, lebe
von die kleine abgebrochen ist, 1 neuer Spazierstock mit schw. Horngriff, 1 neuer Revolver Nr 6469, Fabrikzeichen J. B., 1 Romanbuch, betitelt: Engelhards allgem. Ni* Bibl., 3. Jabrg. Band 14; die Glocken von Piurs v. Ernst Pasqué Stuttgart, Verl. v. J. Engelborn 1887, sowie eine Karte: Deutschland v. Rudolf Groß. Die Kleidungsstücke werden zur evtl Agnoseirung der Leiche bei dem Bürgermeisteromt zu Wachenbuchen aufbewahrt. Der Verlebte hat anscheinend den besseren Ständen angebört, auch ist nicht aus geschlossen, daß derselbe ein Student gewesen ist. Um Anstellung geeigneter Recherchen, sowte Anzeige anher wird ersucht, falls etwas über die Persönlichkeit des Verlebten bekannt werden sollte. Hanau am 21. Februar 1890. Der Königliche Landrath. v. Oertzen.
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Wir hätten dies bereits be.
Deutsches Reich. heule folgendes Telegramm abgelandt:„Eine] den einzelnen Orten. 1
8 1 5. 3 f ersten Wahl gethan, wenn es uns möglich ewesen Ian der Darmstadt. Der Großherzog und Prin-] Arbeiterversammlung von 4000 Männern, be— 0 5 Hlich 8 1 ie 8 5 i 5 damals die seitens des natlonalllberalen Comités gefüh. zessin Alix werden am 2. März von Maltafstebend aus Mitgliedern des evangelischen und] Liste zu erlangen. 1 abreisen, dis zum 5. März in Neapel, bis zum des katholischen Arbeitervereins, sowie aus anderen Friedberg. Das hiesige Schullebrerseminar wa 117
8. März in Rom verweilen und am 10. Marz königstreuen Arbeitern Breslaus bringt Eurer] im verflossenen Schuljahr von 104 Zoglingen besue Lan
in Darmstadt eintreffen. Majestät den ehrfurchtsvollsten, tiefempfundenen 8 sämmilich N„ ae 1.0 Ui. 2 85 S 80 illigte[ Dank fu arunter waren Söhne von Landwirthen 45, von üben 26. Febr. Die Landessynode bewilligte Dank für die neuerlich in den herrlichen Erlassen 15, won Handel und Gewerberrelbenden 28, von, ö 1
heute einstimmig zur Erbauung einer zweiten von Eurer Majestät vor aller Welt bekundeten ten 21; aus Städten über 10,00) Ewohnern 2, an evangelischen Kirche in Mainz einen Zuschuß von Entschließungen, das Wohl des Arbeiterstardes] Städten zwischen 10,000 und 2000 Einwohnern 28, au 25.000 Mark in der Weise, daß für die naͤchsten kräftig fördern zu wollen, dar Wir eiflehen] Orten unter 2000 Einwobnern 74; vorberestet in Präf
lat 00 Kastanie * If., fr.
fünf Jahre je 5000 M. aus dem Erlös des Gottes Segen für Eure Majestät und das könig; ee We A 30 Gesangbuchs der Gemeinde überwiesen werden. liche Haus und geloben, weiterhin festzustehen zu Nassau 13 zur Zeit der UAafaabalt in W 2 e.
jabre 9, im sievenzehnten 20, im achtzehnten 28,
Mainz, Kaiser und Reich.“ wurde zum Rentamtmann in Lindenfels, der Kiel. S. M. Kreuzercorvette„Irene“, neunzehnten 22, im zwanzigsten 18, im einundzwang 2 f und älter 7. Die öffentliche Eatlassungsprüfung
2 il 1 i D S 5 Garde, Unteroffiner Gümdlein in Darmstadt Comm. Cp. z. S. Peinz Heinrich von Preußen, am 13. Wärz statt, die Aufnahmeprüfung beginnt zum Amtsgerichtsdiener in Gießen und der ist am 25 Februar von Malia nach Neapel inf den 31. März und das Schuljahr Montag den 21. Ap ne e Steinert zu Darmstadt zum See gegangen. B. Bönstadt. Am 22. Februar wurde hier en Ile Amtsgerichtsdiener in Wald Michelbach ernannt. weitere Versammlung wegen der beschlossenen Feldberein eur Berlin, 27. Febr. Der Kaiser fuhr heute Ausland. gung abgehalten. Wie gewöhnlich stimmte auch hler dit 3 Vormittag 11 Ubr in das Gebäude des Staats— Oesterreich Ungarn Wien, 26. Febr. Versanentuaz für 2 o des verbleibenden Kulturgelinon“ 5 3 f. zur Bestreitung der Bereinigungskosten. Der Vertretg, ministeriums zur Theilnahme an den Abtheilungs⸗ Das Herrenhaus stimmte dem Uebereinkommenf keines Wel- Betheiligten erklärte, er set beauftragt, de sizungen des Staatsratbs, welche bis 6 Ubr zwischen Deutschland und Oesterreich Ungarn] Wunsch auszusprechen, daß das Massengelände auf 4 Abends dauerten. Auch beute wieder dauerte betreffs wechselseitiger Unterstützung hilfsbedürf⸗] Jabres ziele, jedes Ziel in 5% vom Kaufschilling nebf die Sitzung von 10½ bis 6 Uhr. tiger Seeleute zu. Debgebühren des Rechners bestebend. eertouft 15 1
— Der Steuerkontrolleur Rieß zu
4 5 f* 2 g möge. Unter Berufung auf das Wort des Ka — 26. Febr. Abgeordnetenhaus. Der Etat Schweden. Stockholm, 26. Febr. In 9 Fend wirihschaftlich 1 Theil des aon des Ministersums des Innern wurde angenommen. der heutigen Sitzung des leichstags, worin eins mehr gebolfen werden müsse, erläuterte der Beauftrazien Der Antrag Berger, betreffend Aufhebung der Gutachten des Steuerausschusses betreffs Kündi wie Uizses hier möglich und daß hierbei die Gemelnd fiskalischen Brückenzölle, sowie der Antrag Eynern. gung der Handelsveftiäge vorgelegt wurde, en nicht Kosten, sondern Nazen habe, da bei an dete Ol betreffend U.b 3 5 2 f 8 zielen auch der wenigerbemittelte Mann, insofern zem, etreffend ernahme der städtischen klärte der Staatsminister, er sei überzeugt, daß fleißig und sparsam, Gelände kaufen könne, ohne da und sonstiger Kriegsschulden auf den Staatsfonds, eine Verlängerung der jetzigen Handelsverträge f bierbet ein Risieo für die Gemeinde entstehe; denn diesell wurde der Budgetcommission überwiesen. nicht angängig sei. behalte sich das Eigentbumsrecht vor bis zue gänzliche
— Dea„Hamburger Nachr.“ wi ler N 9 7„ Abtragung der Kaufschillinge.„In dleser Weise kann def Sarnt H ger Nachr.“ wird von hier Frankreich. Paris, 27. Febr. Heute Feldbereintgung einer Gemarkung weiteren großen Segen der
gemeldet und wir müssen dem betr Correspon- empfing Spuller den Grafen Müuster und theilte] far deren Gemeinde bringen!“ So schloß der Beauftragl 20 denten die Verantwortung für diese Nachricht demselben mit, daß die französische Regierung. Der Bereinigungs Commissär sprach seine Sympathte übe lassen:„Wie wir aus zuverlässiger Quelle die mündliche Einladung zur Theilnahme an der den aus gesprochenen Wunsch aus und nahm denselben
Protokoll. So wollen wir denn hoffen, daß hier
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erfahren, ist die Frage des Austritts des Fürsten Bismarck aus dem preußischen Staatsministerium bezw. aus seiner Stellung als Reichskanzler zwar ventelitt, ihre Entscheidung vorläufig aber ver— tagt worden. Mit Rücksicht auf den fall der Wablen hat der Reichskanzler seine Eut— schließung wegen des Rücktritts von den Ge— schäften hinausgeschoben.“— Die„Hamburger
Nachr.“ halten gegenüber der gegentheiligen Ver-
sicherung des„Hamb. Corr.“ die Mittheilung aufrecht, daß Fürst Bismarck vor den Wahlen beabsichrigt habe, auch von der Stelle des Reichs— kanzlers zurückzutreten, daß er diese Absicht aber jetzt aufgegeben.
— Den Vorsitz bei der Arbeiterschutzeon— ferenz wird der Handelsminister v. Berlepsch führen. Die Verhandlungen werden in franzö⸗ sischer Sprache geführt werden. Der Zusammen trüt wird, wie verlautet, am 15. Mär; stattfinden.
Breslau, 26. Febr. An den Kaiser wurde
Aus⸗
Berliner Conferenz im Prinzip annehme.
Spanien. Madrid. Ein General Namens Chinchilla wurde zum Generalcapitän von Cuba ernannt.
Portugal. Lissabon. Trotz des Verbotes der Regierung treffen die Republikaner Vorbe— reitungen für den 2. März, den Gedenktag der Landung Vasco de Gama's in Mozambique. Man befürchtet neue Unruhen.
Türkei. Constantinopel. Ein Telegramm des„Standard“ aus Jassy berichtet über russische Rüstungen im Kaukasus, sowie über Verstärkung der Festungen. Ueber 100,000 Mann stünden an der türkischen Grenze bereit, um in Armenien einzufallen.
Amerika. Washington. Sewell wurde zum Generalconsul in Apia ernannt.
Aus Stadt und Land.
Weg gefunden ist, auf welchem auch dem kleinen Lan wirth und dem kleinen Anfänger eine Hilfe zukomm kann, die dringend nötbig. Bei der seitherigen Verkauf weise kann der wenigbemittelte Mann kaum ein Grun stück erwerben. Gewöhnlich werden 8 bis 10 Jahr termine bestimmt. Dies ist zu schwer für den klei Landwirth. So kaufen fast nur die Wohlstehenden, welchen das landläufige Sprüch wort sagt:„Wo Taub sind, da fliegen Tauben zu.“ Der Arme sieht die Zuflug mit Aerger und Unzufriedenheit. Kein Wund Es ist eine entmuthigende Thatsache, daß„im Kat ums Dasein“ der Starke immer stärker, der Schwa immer schwächer wird. Nun aver ist ein Kalserwort, Trostwort gesprochen worden. Hier, in der bezeichne Weise, kann die Befolgung der Kaiserlichen Mahm großen Erfolg haben, ohne daß deshalb Kosten entst b Um so mehr dürfen wir der Erfüllung auch in ande Gemeinden entgegen sehen. 9
Gießen.
Als Geschworene für die am 17. M beginnende Sstzungsperlode des Schwur Gerichts J. Quartal 1890 wurden ausgelbost: 1) H. Leonh in Wisselsheim, 2) G. Lotz in Echzell, 3) Chr. Schwab
Friedberg Das Resultat der Stichwahl werden
wir Montag bringen unter Angabe der Stimmenzahl aus
in Rödgen, 4) G. Geck in Melbach, 5) J Wagne Reiskirchen, 6) J. Braun V. in Staufenberg, 7


