Ausgabe 
28.11.1889
 
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Donnerstag den 28. November. M 141.

SOberhessischer Anzeiger.

N Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittw und Freitag Abend 1 5 1

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Areisblatt für den Kreis Friedberg. ee ee ee

Innoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli f 5 7771 5 2. 5 lok zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Rückstand.

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an dieselben.

Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1889.

5 b 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg dil 5 1 5 5 g 5 5 un die Großberzoglichen Bürgermeistereien Büdesheim, Butzbach, Dorheim, Griedel, Hausen, Kirch-Göns, Melbach, Münzenberg, Nieder-Florstadt, Ober⸗Florstadt, Okarben, Ostheim, Petterweil, Reichelsheim, Rockenberg, Steinfurth, Vilbel, Weckesheim, Wisselsheim, und das Großher⸗

Betreffend: Die neue Dienstanweisung für die Hebammen; hier Vertheilung von Temperaturmeßzetteln

Amtlicher Theil. Friedberg den 25. November 1889.

zogliche Polizeicommissariat Wickstadt.

5 sind mit Einsendung der alljährlich bis zum 1. November zu erstattenden Commissionsberichte bezw. der ausgefüllten Formulare im Wir sehen nunmehr baldigster Erledigung entgegen und erinnern Sie an unser Ausschreiben vom 1. August l. J.

Dr. Braden.

Friedberg den 26. November 1889.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit der nächsten Post wird Ihnen eine Anzahl Temperaturmeßzettel zugehen. Hemeindehebammen und Privathebammen zu vertheilen.

Wir beauftragen Sie, dieselben gleichmäßig unter die Dr. Braden.

Steckbrief: Gegen 1. Joseph Jahn aus Neuenburg, Kreis Fulda, geboren am 18. Juni 1865, Küfer, ledig, und 2. Friedrich Wilhelm Schulz aus Zandersdorf gel Konitz, geboren am 14. September 1854, Schlosser, ledig, ist seitens Großherzoglichen Amtsgerichts Vilbel unterm 21. November 1889 unter der Anschuldigung, als

merhafter Waare ee bandstreicher umhergezogen zu sein, Haftbefehl erlassen worden. Es wird ersucht, dieselben zu verhaften, Großherzoglichem Amtsgerichte Vilbel vorzuführen und sofort Nach-

icht anher gelangen zu lassen. Diehl, Aang, 1

Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Johannes Heck, umherziehender Korbmacher von Astheim, Kreis Groß-Gerau; Johann Moser nau in Bayern, zuletzt Russensteinmacher zu Friedberg(welcher als Zeuge vernommen werden soll.)

on Thur . Unerledigte frühere Ausschreiben. Meinen unterm 6. August l. J. gegen Russensteinmacher Wilhelm Langer, unbekannt woher, erlassenen Steckbrief bringe ich

piederholt in Erinnerung.

. Erledigung. Mein unterm 14. October l. J. Gilbel erledigt zurück.

Friedberg den 25 November 1889.

gegen Anton Bennsinger aus Presetz(Oesterreich) erlassenes Ausschreiben nehme ich als durch Gendarm Gries in Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.

1 Deutsches Reich. Darmstadt, 26. Nov. Der Großherzog st gestern von Leipzig nach Rosla weitergereist, bo derselbe von dem Fürsten von Schwarzburg Rudolstadt zur Jagd abgeholt wurde.

Berlin, 25. Nov. Der Kaiser ist heute, iner Einladung des Grafen Eulenburg, des

hreußischen Gesandten in Oldenburg, zur Jagd

ntsprechend, nach Liebenberg abgereist.

25. Nov. Reichstag. Auf der Tagesord⸗

kung stehen die Anträge Aichbichler und Genossen

setreffs Arbeiterschutz. Hitze, Schrader, Duvigneau ind Meister befürworteten die Anträge. Stumm sehauptet, eine Einschränkung der Frauen und

Einderarbeit werde vom Gros der Arbeiterwelt

lurchaus nicht erstrebt. Stumm behält sich die

Einbringung eines besonderen Antrags bezüglich 1 Sonntagsarbeit vor. 26. Nov. Bei der

bertgesetzten Berathung des Etats des Auswär⸗

gen Amtes erklärte Staatssecretär Graf Bis⸗ ., es bestehe deutscherseits durchaus keine Abneigung, mit der befreundeten Schweiz einen

k. Hoflieferant; Smack. babie

Bernbech

Knaben seuen Niederlassungsvertrag abzuschließen. Eile ei aber nicht nothwendig, da der bestehende scher. ertrag noch bis Juli laufe. Im weiteren Ver⸗

. auf der Sitzung kommt Richter auf die Ange genheit der Royal Niger Company zurück. . bittet die Regierung, dafür zu sorgen, daß die neue Compagnie, die sich an der Mün⸗ dung der Oelflüsse bilde, von England kein Royal Charter erhalte, Deutschland aber in der

ein Consulat errichte. In

Tortigen Gegend * Debatte bekämpfen hierauf Richter,

Bamberger und Windthorst die Colonialpolitikz pährend Kardorff, Mirbach und Bennigsen auf

8 a ür dieselbe eintreten. 25 das wärmste für dies iston(Mili

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der ersten Lesung an. Bei der Berathung der Trias, welche den europäischen Frieden lange Ausweisungs-Befugnisse(§ 24) wurde die Sitzung Zeit vor Umsturz schütze. Redner hob sodann der Commssion bis zum 4. December vertagt. die ausgezeichneten Verdienste Tisza's hervor. Die Fractionen sollen sich inzwischen verständigen. Apponyi rechtfertigte die Haltung der Opposition DieNordd. Allg. Ztg. schreibt zur und sprach sich gegen das Budget aus. Die gegenwärtigen Lage in Brasilien, soweit dieselbe Beseitigung Tisza's sei die Vorbedingung für aus den vorliegenden telegraphischen Meldungen sersprießliche Reformen.

zu erkennen sei, dürfte sie den Mächten Anlaß Fiume, 25. Nov. Zu Ehren des deutschen zu Beunruhigungen nicht geben. Der proviso- Geschwaders gab Gouverneur Zichy gestern ein rischen Regierung fehle anscheinend weder die Essen, an welchem Admiral Hollmann mit seinem Macht noch der Wille, die Ordnung aufrecht ganzen Stabe, der Herzog von Mecklenburg, zu erhalten, es liege daher auch kein Bedürfniß obe österreichische Offiziere und die Spitzen der

vor, deutsche Kriegsschiffe nach Rio de Janeiro Civilbehörden theilnahmen. zu entsenden. Schweiz. Bern, 25. Nov. Der National Friedrichsruh, 25. Nov. Der württem-rath und der Ständerath wurden heute eröffnet. bergische Ministerpraͤsident v. Mittnacht traf am Italien. Rom, 25. Nov. Der König hat Samstag zum Besuche des Reichskanzlers hier ein. heute die parlamentarische Sesston 1889/90 Frankfurt. Der Kaiser wird anläßlich eröffnet. Der Eingang der Thronrede betont, seines Besuches in Darmstadt und Worms am daß der König darauf stolz sei, daß das Werk 9. December Mittags hier eintreffen, un Palmen⸗ der Einheit und Freiheit Italiens so gefestigt garten speisen, Abends einer Galavorstellung im sei, daß Italien weder Hinterhalte noch Gefahren Opernhause beiwohnen und nach Schluß derselben zu fürchten brauche. Die Thronrede sagt hinsicht⸗ nach Berlin weiterfahren. g lich der auswärtigen Politik:Der Friede scheint Elberfeld, 26. Nov. In der gestrigen Europa mehr als je gesichert zu sein dank den Sitzung des Soclalistenvrozesses wurde der von Rathschlägen der Großmächte, sowie Meiner und den Socialisten für einen Polizeispion gehaltene Meiner Verbündeten Bestrebungen. Die Fragen Bandwirker Weber verhaftet. Bei demselben welche den Frieden stören könnten, sind nicht fanden geheime Versammlungen statt. sämmtlich beseitigt; wir werden daher fortfahren München, 25. Nov. Der Reichsrath nahm mit wachsamer Sorgfalt, jedoch ohne den Staats den Gesetzentwurf betreffend die Doppelgeleise haushalt allzusehr zu belasten, den Bedürfnissen sowie den Militäretat ohne Debatte einstimmig an. der Armee und der Marine zu entsprechen, welche Straßburg. Der Statthalter ernannte die Vertheidiger der Einheit und Unabhängigkeit das Gemeinderaths-Mitglied Leiber zum Beige⸗ und welche mit unserem guten Recht der beredte ordneten des Bürgermeisters. Leiber ist Alt- Ausdruck unserer Interessen in der Welt sind. deutscher. Aber Ich hege das Vertrauen, daß dank der Ausland. Weisheit der Regierungen und der klugen Vor Oesterreich-Ungarn. Pest, 26. Nov. sicht der Völker es nicht nöthig sein wird, die

26. Nov. Die Budgetcomm

ee angestellte Mehrforderung von ie⸗ behufs Erhöhung der Haferration der 15

rtl erde um 250 Gramm; sie e ibn inverändert das Kapitel Bekleidung, 1 5 2

Garnisonservicewesen, Garnisons baute Socialistencommission nahm in zweiter ue die§§ 1 bis 23 des Entwurfs in der Fassung

1 j i ili ie bei 8 egung Da 5 duch liretat) bewilligte die bei der e 1 17 167, großem Beifall aufgenommenen Rede die Uner- den größten Ruhm seiner Regierung in dem Wohl

mit Gut und Blut.

s Abgeordnetenhaus setzte heute die Budget- von Allen vorbereiteten Waffen anzuwenden. Jokai betonte in einer mit Ferner besagt die Thronrede, der König suche

läßlichkeit des engsten Anschlusses Ungarns an ergehen der kleinen Leute. Unter den angekündigten

Oesterreich und der Unterstützung der auswärtigen Vorlagen befinden sich solche betreffs des Schutzes

Politik Oesterreich Ungarns nicht nur moralisch, der Arbeiter bei der Ausübung ihres Berufes, sondern auch thatkräftig und wenn nothwendig betreffs der Verbesserung der Lehrergehälter, des Der Dreibund bilde die einheitlichen Unterrichts in den Elementarschulen

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