Ausgabe 
23.7.1889
 
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Ochsensleisch per Pfd. 6470 Pf., guß- und Rindfleisch 856 Pf., Schweinefleisch 60 70 Pf., Hammelfleisch 066 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo

l 0 J N. 5.00 7.00, Zwiebeln per Ctr. M. 78. orbach, Frankfurt, 19. Juli. Engros⸗Markt. Heu pro 100 , Ste en 8 kilo M. 4.606 60, Stroh pro 100 Kilo M. 4805.40, fa aatspreg 70 Hutter pro 50 Kilo M. 100-105, Eier das Hundert 17 5 00 U. N. 67, Erbsen 100 Kilo M. 18 23.00, do geschälte 1 D N. 20 30, Linsen M. 34 52, weiße Bohnen M. 23

s 25.50, Blumenkohl 100 St. M. 30 bis 60, Carotten r Pack 812 Pf., Grünekern M. 2228, Sellerie as Stück 4 10 Pf., Romainsalat 1525 Pf., Kar⸗

1 6

10 8 offeln per 100 Kilo M. 6.508.00, Malteser Kartoffeln 5 0 N. er Ctr. M. 14., Erbsen per Pfund 4050 Pf., Gurken N. g er Stück 415 Pf., Aprikosen der Centner M. 5060,

ö Sinnen der Ctr. M. 25 30, Melonen das Stuck M. 24. rmesster He 0 Frankfurt, 20. Juli. Wochenmarkt. Erbsen ganze 1195 er Pfd. 12 18 Pf., do. geschälte 14 18 Pf., Linsen

. 8-28 Pf., weiße Bohnen 16-18 Pf., Kartoffeln per

9 Bescheid 10 12 Pf., Butter per Pfd. M. 1.20 1.35, Gg. Eier das Stück 56 Pf., Radieschen 23 Pf. das else 1 9 gäckchen, Blumenkohl 40 80 Pf., Kopfsalat 56 Pf., se. Mcab 5 B. Sellerlekßpfe 10 15 Pf., Romainsalat per Stück 10 25 Ur ee e Pf., Zwiebeln 25 Pf., per Centner M. 8.9., M.: Farotten das Päckchen 8 12 Pf., Kohlraben das Stück K6 Pf., gelbe Rüben die Portion 68 Pf., rothe

üben die Port. 30 40 Pf., Erbsen per Pfund 1520 Pf., Malteser Kartoffeln per Pfd. 12 15 Pf., neue Kartoffeln

MW 1 J Carl Val 80

1 Ul. Beg, das Gescheid 12 16 Pf., Mauskartoffeln per Gescheid 17 400 9025 Pf., Rettig das Stück 48 Pf., Weißkraut das Alappahe Sh Stück 20 30 Pf., Rothkraut 40 50 Pf., Wirsing Bubel eim, 520 Pf., franz. Endivien das Stück 1020 Pf., re, weng selonen das Stück M. 14, Einmachgurken 100 Stück

0 Pf. bis M. 1, Salatgurken 3 4 Pf.

Sparen ohne zu entbehren. (Gutgemeinte Worte und Winke für das Haus.) (Schluß des Artikels in Nr. 77.)

Im Jagen nach Erwerb wird der Mensch um Lastthier; jede höhere Regung muß da im keime ersticken. Man macht es den Männern um Vorwurf, daß sie wenig Sinn für Litera ur, für schöne Künste haben, abends matt und 9 abgespannt aus ihren Bureaus und Arbeitsstätten heimkehren, keinerlei Interesse für ihre Kinder, sich durch die ge ür deren geistige Entwicklung u. s. w. zeigen: also zum größten 12 müßten Wundermenschen sein, wenn sie nach 1 u g A der aufreibenden Tagesarbeit abends in ihrer int worden sind, fot Familie den Sinn für das Ideale pflegen wollten nacthelltgungenn? und könnten. Wäre ihnen Zeit gegeben, sich auf Beamten zu u. schh selbst zu besinnen, sie würden wohl auch er erfolgung der 1 sennen, daß in diesem ewigen Jagen nach Erwerb Wen ge hre Kräfte erlahmen müssen, sie würden ihrem wpsäene Haushalt einen andern Zuschnitt geben, von der cke bel Köpensc hal Hattin beanspruchen, daß sie da und dort durch bel drel Peron? Innötige Ausgaben in ihrem Wirthschaftsbuche d. Bets sib inen Strich mache, von ihren Kindern verlangen, 1 10 70 dam sie, des Lebens Ernst erkennend, den Vater unngellche S licht als eine unerschöpfliche Ausgabequelle be er werden vert! richten, nicht, wie heute zumeist die Söhne des ittelstandes, noblen Passionen fröhnen, sondern die Eltern nach Kräften stützen, wo es gilt, den amilienwohlstand zu fördern. Ungeachtet aller Hausfrauen-, Maßigkeit⸗ und Einfachheitsvereine issen unsere Frauen sehr wenig von einem kon

Böcke di hausen, Staatszr 5 eidlrektor hat suhg Berechtigung uu

len hiesitgen Ble achtheilgt werden, lergefäß bis zun zu einem großen N.

astle Alle, einen fi el, wurde in de 5 deutigen Rufts b durchschnitten, u.

sst keine Spur,

liter habe h; sequent durchzuführenden Sparsystem, das sie der groß bee befähigen könnte, sich im edelsten Sinne als die gegenwirlg 1 die Beraterin und Helferin des Gatten ge eint Schlan inzustellen. Durch ihre Hände geht jahraus n ahrein der größte Theil seines Erwerbes. Ge⸗

10 960 ü dankenlos, planlos wird derselbe von unendlich 11 5 Ona vielen verwirthschaftet. Die junge Frau, die in ini vu die Ehe tritt, ist sich in den seltensten Fällen nen sollen der Pflicht bewußt, wie sie mit dem vom Manne . Ju 1 in% üft recht schwer Erworbenen zu schalten habe. 200 Höre Vaon seinen Einkünften, dem Stande seines Ver⸗ sͤlge heftige, mögens hat sie oft eine falsche Vorstellung. Das hole in en, unrechtmäßige Verlangen, das nur leider zu oft abe, Tele g, gestillt wird, ist die Ursache, daß die Menschen sowle duct gu 5 wenig zum Sparen kommen. Die meisten w schr ben 0 leben wie der triviale Ausdruck lautet 1 genknal 10 bon der Hand in den Mund. Man kapitalisirt % een icht und leider gar zu oft wird der ersparte nthült.gz 1 Naothgroschen zu zweifelhaften Spekulationen ver⸗ vid naue b wendet, die, wenn sie fehlschlagen, den Lebens ses vag l muth der Getroffenen untergraben. Der Frauen 1 nt 1 Einfluß als sparende, mehrende, erhaltende Kraft

sst noch in vielen Fällen unterschätzt worden.

lter 1 vielem nicht reichen. Eine richtige Küche führen, eg die dem Körper all die Stoffe liefert, die zu

feinem Aufbau nöthig sind, ihr selbst vorstehen,

den meisten Frauen, namentlich der sogen. besseren Stände, so fern, daß sie nur ungläubig lächeln, wenn man es von ihnen verlangt. Und doch, was kann eine Frau, die zum Wohle der Ihrigen in der Küche steht,ersparen ohne zu entbehren. Kräftige Kost ersetzt die leckere; sie dient dem Aufbau des Körpers, schafft gesunde, willens kräftige, körperlich und geistig gesunde Menschen, während die raffinirte Kochkunst den Magen ver weichlicht und die Säfte verdirbt. Und wenn die gestrengen Eheherrn sehen, wie die Frau Gemahlin mit Ernst und Wurde und richtigem Verständniß überall selbst thätig ist, wie sie denkt und spart, wie bei allem Spartalent, das sie entfaltet, der Geist echter Poesie das Haus be lebt, wie alles vom goldigen Scheine der Zu friedenheit durchleuchtet ist, da wird auch ihnen, und gehörten sie selbst zu den leichtfertigsten, die durch Trinkgelage ꝛc. den Wohlstand des Hauses ruiniren, ein Verständniß dessen aufgeben, was die Frau mit ihrem unermüdeten Wirken beab sichtigt: Freude am einfachen, mäßigen Genuß! Wohl den Kindern, die im Verkehr und unter der Leitung solcher Eltern aufwachsen; sie werden sich dereinst als glückliche Menschen und brauch bare Staatsbürger bewähren, ihr Ziel fest vor Augen haben und auch die sittliche Kraft finden, es zu erreichen.

Das Külner Wasser und seine Geschichte.

Im Jahre 1709 ließ sich ein italienischer Händler Namens Giovanni Maria Farina, in Deutschland nieder. Er wurde der Erfinder des Kölner Wassers und schuf damit eine Dynastie Wie die meisten Erzeugnisse, deren Bestimmung eine Beherrschung des Weltmarktes ist, aus be scheidensten Anfängen hervorgegangen sind, so auch das Kölner Wasser. Der Kleinhändler aus Domo d'Ossola hatte sein Vaterstädtchen im Alter vor 25 Jahren verlassen, um sein Glück an den Ufern des Rheins zu suchen. Er verkaufte Seife, Parfümerien und andere Toilettegegenstände, die er aus Italien bezog. Auch fand man in seinen bescheidenen Geschäftslokalitäten gegenüber dem Jülichsplatz ein neues Parfüm, dessen Bereitung sein Geheimniß war. Er hat ihm den Namen der Stadt gegeben, die er zu seinem Wohnsitz erkoren hatte, um sich das Wohlwollen seiner neuen Landsleute zu sichern. Viele Jahre hin durch drang der Ruf des von ihm erfundenen Erzeugnisses kaum über die Grenzen der rhein schen Provinz hinaus. Der siebenjährige Krieg dagegen und der Durchmarsch der französischen Armee verschaffte der Entdeckung einen europät schen Ruf. Johann Maria Farina lebte lang genug, um den Triumph seiner Entdeckung noch zu schauen. Er starb im Jahre 1766, fast achtzig Jahre alt. Sein Neffe ererbte sein Bermögen und sein Geheimniß. Dieser Erbe des ersten der Farina hat die Fabrik gegenüber dem lichsplatze bis zum Jahre 1792 geleitet. Er hinterließ drei Söhne: Johann Baptist, Johann Maria und Karl Anton. Der gegenwärtige Chef des Hauses Johann Maria ist der Enkel von Karl Anton. Sein Theilnehmer ist Johann Maria Herrmann, der die Enkelin von Johann Baptist geheirathet hat. Seit dem Jahre 1709 sind nur 10 Personen in das Geheimniß der Fabri kation des Kölner Wassers eingeweiht worden. Niemals ist ein Staatsgeheimniß mit größerer Wachsamkeit gehütet worden. Es scheint, daß das Kölner Wasser durch langes Lagern an Güte gewinnt. In den Kellern des Juülichsplatzes ruhen Flaschen aus dem Jahre 1750. Für ge wöhnlich wartet man natürlich nicht zweihundert Jahre mit dem Verkauf. Das Kölner Wasser wird durchschnittlich nach sechsmonatlicher Lage rung versendet.

Schutzmittel gegen jede Art Ungeziefer.

Ein Pfund Alaun wird in 2 Liter Wasser aufgelößt und diese Flüssigkeit in siedend heißem Zustand in alle Spalten und Risse der Zimmer- döden ꝛc., wo Ratten und Mäuse ihre Ein- und Aus gangs-Löcher haben, gebracht. Das Holz

wachen das liegt

selbst den Kochprozeß über

und selbst viele Steine nehmen die Alaun

1

Lösung auf, und während das Wasser verdunstet, bleibt der Alaun in Krystallen im Holz und in den Wänden zurück. Wanzen verschwinden so fort, wenn man die Wände, Bettstellen ꝛc. mit kochender Alaunlösung bestreicht und kehren nie wieder an diesen Ort zurück. Auch Fliegen halten sich in Zimmern nicht auf, deren Wände mit Kalk bestrichen sind, in dem Alaun beige mengt war. Einen nachtheiligen Einfluß auf die Gesundheit des Menschen hat Alaun nicht.

Gekochtes Futter für Schweine.

Ueber den Einfluß der Fütterung der Schweine mit gekochtem Futter auf die Ouali tät des Fleisches macht der bekannte englische Züchter von Vollblutschweinen, Spencer, sol gende Mittheilungen: Einige der größten Speck und Schinkenhändler erklärten, daß die mit ge kochtem Futter ernährten Schweine den feinsten und wohlschmeckendsten Speck und Schinken liefern. Es entsteht aber die Frage, ob die Unkosten des Kochens des Futters durch einen höheren Preis der damit gefütterten Schweine ausgeglichen werden? Die Antwort darauf ist eine verneinende, weil es keine Mittel gibt, um diesen Vorzug auf den Viehmärkten zu er kennen. Wohl aber ist die Möglichkeit ge geben, daß die großen Schlachter unmittelbar bei den Landwirthen die vorzüglich ernährten Schweine auswählen. Als bestes Futter für die Mästung der Schweine wird die Milch mit einem Zusatz von Gerste und Kartoffeln empfohlen, weil dadurch das zarteste und wohl

schmeckendste Fleisch und Fett erzeugt wird. Bei dem Steigen der Milchproduktion und deren Verarbeitung mittelst des Separators

wird der Absatz der abgerahmten Milch immer schwieriger und es bleibt oft nichts übrig, als die Verfütterung derselben mit den Schweinen. Die Consumenten kennen die Vorzüge des auf diese Art gewonnenen Schweirnefleisches und werden sich nicht sträͤuben, einen angemessenen Preis für diese bessere Waare zu zahlen.

Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. Opernhaus.

Dienstag den 23., Mittwoch den 24., Donnerstag den 25., Freitag den 26., Samstag den 27.: Der Courier des Czaaren. Außer Abonnement. Große Preise.

Schausplielbhaus. Bis inel. 27. Juli 1889 bleibt das Schauspielhaus geschlossen.

Literarisches.

Daheim Nr. 42 enthält: Die weiße Dame von Blumeck.(Forts.) Zärtliche Puppenmütter. Bild. In Spanten. VII. Reisebrief von Wilh. Thiele. Kaiser Wilhelm II. und die Marine. Von R Werner. Mit

4 Illustr. Aus den Werkstätten der Goldschmiedekunst. Pforzbeim. II. Schluß. Sprüche. Von Fr. Schanz. Das Erdbeben von Basel. 3 Beilagen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 20. Juli 1889. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke 1 29 do. 1 92 16. 28 16. Englische Sovereigns 20. 39 20. 34 Russische Imperiales. 16. 73 16. 69 Ducaten.. 9. 63 9. 58 bare, 9. 68 9. 63 Doll rs in Golde. 4. 19 116

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PEP ̃ͤvmꝑe,ö Zur gefl Beuchtung.

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriese sind, soweit keine bestimmten gegentbeiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen.

Die Expedition des Oberhess. Anzeigers.