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Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Gerichtsassessor Nispel aus Gedern wurde zum Amtsrichter in Schotten und der Gerichtsassessor Hill aus Darmstadt zum Amtsrichter in Fürth ernannt meister Muhl von Groß⸗ versetzt.
Berlin. Das fernere Erscheinen der„Volks⸗ Zeitung“ wurde nach dem„Fr. J.“ auf Grund des Sozialistengesetzes verboten. Die„Volks— Zeitung“ hat dagegen zwar bei der Reichsbe— schwerdecommission Rekurs eingelegt, der Erfolg gilt jedoch für sehr unwahrscheinlich. Einem Gerüchte zufolge steht die Ausweisung zweier Redacteure der„Volkszeitung“ aus Berlin be— vor. Der Verlag der„Volkszeitung“ ließ sofort ein neues Blatt erscheinen unter dem Titel „Berliner Arbeitsmarkt“, das aber auch ver— boten wurde.
— 18. März. Der japanische Minister des Innern ist heute in besonderer Sendung hier eingetroffen.
— 19. März. Reichstag. Bei der zweiten Berathung des Antrages Hitze-Ackermann(Be⸗ fähigungsnachweis) bekämpft Frohme den An— trag, welcher die Innungen lediglich zu politi— schen Zwecken benutzen wolle. Graf Mirbach empfiehlt den Antrag, v. Kardorff will keine Meisterprüfung, nur ein dreijähriges Lehrzeug— niß, Duvigneau ist für Staͤrkung der freien Innungen.
— 19. März. Abgeordnetenhaus. Bei dem Etat der Staatsschuldenverwaltung erklärte der Finanzminister auf die Aufrage, ob die Regie— rung willens sei, weitere Conversionen vorzu— nehmen, daß er jede diesbezügliche entschiedene Erklärung ablehne, um zu verhüten, daß die Speculation sich seiner Erklärungen bemächtige. Die Art und Weise wie die Regierung bisher mit der Convertirung vorgegangen, gebe die beste Garantie, daß auch fernerhin fiskalische Gesichtspunkte nicht zur Geltung kommen werden.
— Das deutsche Kanonenboot„Hyäne“ soll, nach dem„Fr. J.“, nach englischen Berichten am 10. Februar bewaffnete Mannschaften in Bibundi im Kamerungebiet gelandet haben, welche diesen Ort, sowie einen anderen niederbrannten, als Züchtigung der Küstenstämme, welche die Stämme im Innern angriffen und deren Hauptstadt ein— geäschert hatten. Nach neueren Meldungen eng— lischer Blätter aus Capstadt hat im Damara— land der Engländer Lewis die Häuptlinge für sich gewonnen und derart gegen die Deutschen aufgehetzt, daß diese es gerathen fanden, sich vorläufig nach der Walfischbai zurückzuziehen und Verstärkungen abzuwarten.
Ausland.
Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Der„Presse“ zufolge wird sich die Kaiserin wegen Wiederein— stellung des früheren Leidens auf Aurathen der Aerzte und auf besonderen Wunsch des Kaisers in Begleitung der Erzherzogin Valerie zu drei— wöchentlichem Kuraufenthalt nach Wiesbaden zu Professor Mezger begeben.
— 18. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget der Landes ⸗Vertheidigung an.— 19. März. Das Abgeordnetenhaus begann die Berathung des Unterrichtsbudgets. Abg. Fuß erklärte, die Volksschule müßte Staatsschule bleiben, die ganze Linie stehe für den Grund— satz zusammen: Nicht rückwärts, sondern vor⸗ warts. Abg. Prinz Alois Lichtenstein versicherte,
Gerau nach Darmstadt
Ministerpräsident Tisza widerlegte in Beant⸗ wortung einer Interpellation des Abg. Eötvoes schlagend die Beschuldigung, daß er sich bei dem Eisenbahnbau im Biharer Comitate persönliche Vortheile verschafft habe. Nach Schluß der Sitzung wurde der Abg. Rohoncy im Vestibule durch einen jungen Mann insultirt, worauf Rohoncy denselben durch einen Revolverschuß in den rechten Schenkel leicht verwundete. Vor dem Parlamente hatte sich eine große Menschen⸗ menge angesammelt, die sich jedoch freiwillig zerstreute. Das Individuum, welches den Ab— geordneten Rohoncy insultirte, ist der 19jährige Realschüler Koloman Schamozil. Seine Schuß⸗ wunde, 8 Ctm. tief, dürfte baldigst geheilt sein. Ungefähr 1000 Studenten zogen Abends nach dem Clublocal der liberalen Partei und der Wohnung Rohoncy's, um anläßlich des heute Nachmittag stattgehabten Zwischenfalls zu de⸗ monstriren. Die Stndenten zerstreuten sich auf polizeiliche Aufforderung, traten dann jedoch wieder zusammen und zogen vor das Clublocal der Unabhängigkeitspartei, wo Eötvoes eine An— sprache an die Versammelten hielt, welche hierauf auseinander gingen. Zur Verhinderung etwaiger Ausschreitungen war Militär ausgerückt. Schweiz. Zürich. Hier sind wegen der Bomben- Affaire neuerdings zwei Russen verhaftet worden. Großbritannien. London. Der„Times“ wird aus Sansibar unterm 17. ds. gemeldet: Der englische Consul forderte alle in Saadani ansässigen Britten auf, den Ort zu verlassen und zwar wegen der amtlichen Kundmachung des deutschen Admirals, er beabsichtige den Ort zu züchtigen. — 18. März. Unterhaus. Hamilton theilte mit, England übernehme das Protectorat über 11 dem Cook- bezw. Hervey-Archipel angehörige Inseln. Ferguson erklärte, es gebe keinen Grund—
satz des internationalen Rechts, auf Grund dessen von Deutschland eine Entschädigung für die
Verluste der britischen Indier in Sausibar ge— fordert werden könne.
Serbien. Belgrad, 18. März. Bei dem gestrigen glänzenden Fakelzuge beantwortete König Milan namens des Königs Alexander die Ansprache des Bürgermeisters und betonte, Alexander sei von Dankbarkeit und Liebe zu den treuen Belgradern erfüllt, zumal er der erste Serbenbeherrscher sei, der in Belgrad geboren wurde. Alexander sei von ebenso inniger Liebe zur ganzen Nation erfüllt, weil er als erster Serbenbeherrscher in einem freien und unab— hängigen Serbien geboren sei. Milan beschwor die Nation einig zu bleiben, die Liebe zu Alexan— der durch Achtung vor dem neuen Rechtszu stande und vor den Regenten zu bekunden. Die Stadt war glänzend beleuchtet. Der Bür— germeister überreichte eine prachtvoll ausge— stattete Denkschrift. König Milan reiste heute nach Budapest ab und bleibt daselbst einen Tag; dann begibt er sich nach Wien, wo er sich einige Tage aufhält. Von da kehrt er nach Belgrad zurück, um alsbald seine Orientreise anzutreten. Auf die Anfrage König Milans, ob sein Besuch in Konstantinopel angenehm sei,
die Conservativen wollten nicht die alte Concor⸗ datsschule, wohl aber die confessionelle Schule. — Der österreichisch-ungarische Gesandte v. Hengelmüller in Belgrad reist mit Urlaub hierher. Derselbe soll um seine Versetzung nach— ö aben. eee 19. März. König Milan ist heute in Begleitung des deutschen Gesandten Grafen Bray hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe won dem serbischen Vice-Consul, dem Oberstadt—
den König baldigst begrüßen zu können.
in seinem letzten Concert dem hies. Publikum eine neue Komposition,„Harald“ von J. Krug— Waldsee, vor. Die⸗ selbe bietet dem Chor sowohl nach der rhythmischen und harmonischen wie auch der stimmlichen Seite hin viele Schwierigkeiten dar, welche indessen von dem Musikverein siegreich überwunden wurden; Wiedergabe der Mendelssohn'schen„Loreley“, bekannt⸗
antwortete der Sultan, er werde sich freuen,
Aus Stadt und Land.
t. Friedberg.(Verspätet.) Der Musik-Verein führte
ebenso gelang ihm die
43 28 0 N 35. ————...— ͤ—— hauptmann und dem Director der Staatsbahn lich eine Perle cen Chorliteratur. Auch die zuf j f 55 fe] Ausführung zweier Lieder ohne Begleitung Mailied“ empfangen. Der König stieg in einem Gasthofe 9 3 95 ne een * 8 0 70 v 2. L E t 1 1 1 8 Fo ab. Um 1 Uhr wurde der König vom Kaiser Kea ngen ene eee empfangen, dessen Gast er später bei der Hof den ersten Baritonisten der Gegenwart, was er auch hier sowie der Forst⸗ tafel war. durch die Wiedergabe der Baritonpartie im„Harald“ 19. März. Abgeordnetenhaus. Der] und den Vortrag einer Ballade von Löwe, sowle eines
reizenden Liedes von Jan Gall glänzend bewies lein Johanna Dietz— Frankfurt ist eine junge Sängerin, welche die Zuhörer schon durch die einfache und unge⸗ zwungene Art ihres Auftretens für sich gewinnt. Herr⸗ lich gelangen ihr ihre Solovorträge:„Variationen“ von Proch,„Mach' auf““ von Dessauer und„Mein Schatz der ist ein Weber“ von Hildach, während dle Wiedergabe der„Leonore“ etwas durch zu starkes, Tremollren litt. Seminarlehrer Gatzert spielte ein Klaviereoncert von Mendelssohn mit großer Meisterschaft und führte die Begleitung der Chöre und Sologesänge vortrefflich aus.
t- Butzbach, 16. März. Heute fand unter dem Vorsitz des Oberschulraths Soldan aus Darmstadt die erste Ab- gangsprüfung unserer Realschule statt. Die Schüler be⸗ standen dieselbe gut und erhalten dadurch die Befähigung zum Einjährig⸗Freiwilligen-Dienst. Das Gesuch unserer Schule ist also bewilligt worden.
Gießen, 18. März. Schwurgericht. Unter dem Vorsitze des Landgerichtsraths Pückel haben heute die Schwurgertchts Verhandlungen begonnen. Angeklagt ist der frühere Postgehilfe Carl Immel aus Dexheim, wegen Verbrechens im Amte. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnißstrafe von neun Monaten, abzüglich der Untersuchungshaft von einem Monat, sowie Auferlegung der Kosten des Verfahrens.— 18. März, Nachm. 3 Uhr. Die heutige Verhandlung in der Strafsache gegen den 18jährigen Ackerbau-Schüler Carl Haas aus Ilbenstadt wegen Urkundensälschung, endete mit der Verurtheilung des Angeklagten zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängniß, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 1 Monat.
Allerlei.
Frankfurt,. März. Gestern hat sich in seiner Wohnung ein hiesiger Bahnpackträger, den fast Jeder⸗ mann unter dem Namen„Conrädchen“ kannte, erhängt. Ueber die Ursache zu dem Schritt ist bis jetzt nichts be— kannt geworden. Die wenigsten, welche den Mann ge⸗ kannt, haben aber wohl gedacht, daß derselbe ein Ver— mögen von über 21,000 M. hinterlassen werde. Man fand in seiner Wohnung 2 Sparkassenbücher und Werthpapiere, die zusammen die genannte Summe repräsentiren. Der Todte war ledig. Ein Bruder ist der lachende Erbe.
Cassel, 18. März. So lange es Elsenbahnen glbt, ist wohl solch ein seltsamer Transport noch nicht be— fördert worden, als heute Mittag von Cassel nach Halle, nämlich 107 der schwersten Verbrecher, die, zu den schwersten Strafen verurtheilt, bisher in dem Zuchthaus an der Fulda internirt waren. In Folge des stattgefundenen Zuchthausbrandes muß diese Gesellschaft anderweitig untergebracht werden. Zunächst waren einige sechszig in der neuen Wehlheidener Straftanstalt untergebracht, doch hatte man hier keinen Platz, und so wurden diese Sechszig, sowie die 74 Mann, welche sich noch in den unversehrt gebliebenen Räumen des Zuchthauses befanden, heute Mittag mit der Eisenbahn nach Halle transportirt. Eine Abtheilung Infanterie mit scharf geladenem Gewehr nebst Aufsehern und Schutzleuten begleiteten den Zug. Sämmt⸗ liche Sträflinge waren gefesselt, einige mit Ketten an den Beinen und Eisenstangen an den Händen, eine nothwen— dige Vorsicht, da die gefährlichsten Mörder, Diebe und Ein— brecher dabei waren, allein 10 Züchtlinge, die, ursprüng⸗ lich zum Tode verurtheilt, zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden sind. Prag, 19. März.
Fräu⸗
Bei Cerean⸗Pischely verunglückte ein Eisenbahnzug. Der Zug bestand aus 11 Personen⸗ wagen. In Folge eines Radreifenbruchs rissen sich die Maschine und der Gepäckwagen vom übrigen Zuge ab. Während diese stehen blieben, kippten sieben Personen⸗ wagen um und stürzten die Böschung hinab. Die Insassen der fast durchgängig zertrümmerten Waggons dritter Klasse sind meistentheils verwundet. Vier Personen wurden getödtet, drei davon sind Oesterreicher, Gericht⸗ liche Untersuchung ist eingeleitet.
Brüssel, 18. März. In der belgisch„französischen Grenzstaßt Avesnes wurde in der verflossenen Nacht der Fabrikbesitzer Devallée von streikenden Arbeitern über— fallen und mißhandelt; sein Haus wurde aus geplündert. Rio de Janeiro. Das gelbe Fieber ist hier aus- gebrochen und greift besorgnißerregend um sich. Die be⸗ sitzenden Klassen und die Einwanderer verlassen die Stadt voll Schrecken.
lleber die Hausordnung.
Auf der Privatbühne einer Erziehungsanstalt sah ich einmal ein kleines Phantasie-Gebild, „Die guten Geister“ betitelt, in Scene gehn. Wissen Sie, verehrte Leserin, wer sie sind, diese guten Hausgeister?
Da stand die verkörperte, blanke Sticknadel, der funkelnde Fingerhut, die blinkende Schere, die fleißige Näh- und Stopfnadel, da plauderte die summende Kasserole mit dem wackelnden Kehrbesen und dazwischen fuhr das geschäftige
Bügeleisen die Kreuz und Quer.


