1880.
Donnerstag den 24. Yctober.
N 26.
Oberhessischer Anzeiger.
, Alende 0 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch senkeller.„ und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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noncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto be
Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von i uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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November:
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Der vorsan de noch der Abwickelung harrenden Lieferungen
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ur, 50 gößeren Schwierigkeiten begegnet. 8 Pagenumlaufs geeignet ist, eine erhöhte Leistungsfähigkeit herbeizuführen, sehr. eden werden, so liegt es im Interesse der Versender und Empfänger gihrend der nächsten Wochen ganz besonders angelegen sein zu lassen. t vergeß: enn die Be- und Entladung der im Laufe eines Tages gestellten Wagen noch vor Ablauf an Heß, At den Nachtzügen ihrem Bestimmungs-, beziehu . d Entladestationen sich aufhalten. aße 6 offenen als auch der in gedeckten Wagen verladenen,
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Köln den 6. Oktober 1889.
0 . Angesordnung: Ueber Genossenschaftsmolkereien:
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it, per Pfd. 3 u. 4 6 J. A. Win dean
hiermit in Erinnerung.
E Filzhü Friedberg den 19. Oetober 1889.
00 offene Kohlenwagen bereits längere Zeit von fremden Gesellschaften angemiethet haben,
keförderungsanstalten in den letzten Wochen in einer Weise gestiegen, daß die Befriedigung der Soll daher die Maßnahme einer allgemeinen Abkürzung der Ladefristen, welche durch Beschleunigung des für den Frachtverkehr aber manichfache Belästigung zur Folge hat, ver—
urch Einstellung vermehrter Arbeitskräfte und Fuhrwerke die Eisenbahnverwaltungen in der mit dieselben in den Stand gesetzt werden, allen Anforderungen auch ohne Einführung von
che Eisenbahn-Direktion(rechtsrheinische), zugleich im Namen der Königlichen Eisenbah 17 Sonntag den 27. Oktober findet eine Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins in Melbach im Philippi'schen Saale statt.
Ueber Einrichtung einer Molkerei: Molkereitechniker Weckbrodt aus Darmstadt.
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
der nächsten Monate zunehmen wird, obwohl
von Massengütern sich
Maßregeln zur Beschleunigung des Wagenumlaufs. Obwohl der Güterwagenpark der preußischen Staatsbahnen in den letzten Jahren eine sehr
beträchtliche Vermehrung erfahren hat und durch ferner die westlichen Staatsbahnverwaltungen sind die Anforderungen an die Leistungen der
Ansprüche allen Austrengungen ungeachtet immer
die schleunigste Be- und Entladung derselben
Für die Eisenbahnen ist es insbesondere von hervorragendem Werth, desselben beendigt wird,
so daß die Wagen noch
ngsweise Wiederverwendungsort zugeführt werden können, und möglichst kurze Zeit auf den Be—
Landwirthschaftslehrer Dr. v. Peter.
Unerledigte frühere Ausschreiben: Meinen unterm 24. August l. J. gegen den Kutscher Karl Busch aus Stallupöne
Wir richten deßhalb an die Auftraggeber und Empfänger von Wagenladungsgütern aller Art sowohl, der das dringende Ersuchen durch beschleunigte Abwickelung des Ladegeschäfts, nöthigenfalls Bewältigung ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen, Ladefrist⸗Verkürzungen möglichst zu entsprechen.
n⸗Direktion(linksrheinische) hier und Elberfeld.
Der Vorsitzende der Sektion Friedberg.
Dienst.
n in Ost⸗Preußen erlassenen Steckbrief bringe Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
5 Deutsches Reich. Darmstadt. Der Forstinspektor Winheim Michelstadt wurde unter Anerkennung seiner
ienste, auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt,
id der Landrichter bei dem Landgericht der
Irovinz Rheinhessen Thaler zum Landgerichts⸗
th ernannt. Berlin. Der Kaiser wird der„Post“
folge in Konstantinopel im Kiosk Saleh wohnen. rei türkische Panzerschiffe werden im Goldenen jorn Auker werfen, um dort dem Kaiser militä—
9 sche Ehre zu erweisen.
Iba 22. Oct. Der Reichstag wurde heute
dom Staatsminister v. Boetticher mit einer Thron⸗
ide eröffnet. Die Thronrede bezeichnet als Ziel bes gegenwärtigen Reichstags die Sicherung des 7 sußeren und inneren Friedens. Wie vordem en-Lagll ird auch jetzt um die Mitwirkung des Reichs- ugs ersucht, um die Schlagfertigkeit und Tüchtig—
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uswahl„egen des Heeres auszugestalten, um dadurch den Negensch aaf Erhaltung des Friedens gerichteten Bestre—
00 bangen Deutschlands gebührenden Nachdruck zu geben. Die Rede kündigt ein neues Militär⸗ i besetz an, betr. eine anderweitige Armeeeinthei— eng. Hieraus und aus einer entsprechenden Weiterentwickelung der Seemacht entstehen Mehr⸗ gusgaben, die eine nicht unbeträchtliche Steige— rung der Matrikularbeiträge bedingen, welche
15teuultbo doch durch den Bundesstaaten aus Reichsein⸗ ien, Slut ahmen zugehende Ueberweisungen nicht uner⸗ Diel leblich übertroffen werden. Die Rede erwähnt
den durch die Invaliditätsversicherung gethanenen neitreichenden Schritt zur Ausgleichung der socialen Gegensätze und hebt die Nothwendigkeit er Abwehr gegenüber den staatsfeindlichen, lamentlich die Arbeiterbevölkerung verführenden Elementen hervor. Angekündigt werden ein Socialistengesetz, das Bankgesetz, eine weitere Creditforderung für Ostafrika, endlich die Errich⸗
nungen, welche bei der letzten Reichstags-Eröff— nung bezüglich der Erhaltung des Friedens aug. gesprochen wurden, hätten sich nicht nur verwirk⸗ licht, sondern durch die persönlichen Beziehungen des Kaisers zu den verbündeten oder befreundeten Herrschern der Nachbarländer an Sicherheit gewonnen. Dieselben dürften dazu dienen, im Aus- lande das Vertrauen auf eine ehrliche Friedens— liebe der deutschen Politik zu befestigen und zu dem Glauben berechtigen, daß der Friede auf der Grundlage der bestehenden Verträge auch im nächsten Jahre erhalten bleiben werde. Präsident v. Levetzow eröffnete sodann die erste Sitzung und berief provisorische Schriftführer. Die Auszählung ergab 159 Anwesende. Das Haus war also nicht beschlußfähig. Chemnitz, 21. Oct. Der hiesige Arbeiter⸗ streik ist beendet, dauert aber noch fort in Limbach und Thalheim. Essen, 21. Oct. Der„Rhein.-Westf. Ztg.“ wird über den Verlauf der gestrigen Bochumer Delegirtenversammlung für die Wahl des Wahl⸗ vorstandes des Verbands der Bergleute in Rhein⸗ land und Westfalen gemeldet, daß polizeiliche Auflösung nothwendig wurde und nach den Reden der Bergleute Schröder, Bunte, Siegel, Brodem und anderer auf Grund des Socäalistengesetzes erfolgte. Kiel. S. M. Kanonenboot„Iltis“, Com— mandant Capitän-Lieutenant Ascher, ist am 19. Oc⸗ tober in Nagasaki eingetroffen und beabsichtigt am 23. die Reise nach Shanghai fortzusetzen. Baden-Baden, 19. Oct. Die Sansibar— Gesandtschaft ist heute über Frankfurt nach Ham—
burg abgereist. Stuttgart, 21. Oct. Das Attentat auf der Villa Marienwahl verübt. Die Prinzessin Pauline saß bei ihrem Vater im Wagen. Der Prinz, welcher den Schuß nicht beachtet hatte,
ung einer Colonial-Abtheilung des auswärtigen Amtes, um dasselbe zu entlasten. Die Hoff⸗
erhielt erst nach der Rückkehr aus der Kirche
den Prinzen Wilhelm wurde bei der Umzäunung
Kenntniß von dem Attentat. Der Prinz war der Gegenstand freudiger Ovationen in Ludwigs— burg und Stuttgart, wohin er sich zum Besuche seiner Mutter begeben hatte. Sämmtliche Minister und Hunderte von Privatpersonen beglückwünschten den Prinzen. Der ständische Ausschuß überreichte eine Adresse. Es verlautet, der Thäter sei nicht geistesgestört und der von ihm angegebene Name Klaiber sei erdichtet. Ferner wird gemeldet, der
Thäter halte die Angabe betreffs des„katholischen
Königs“ nicht aufrecht, und behaupte jetzt, Mit— glied eines Anarchistenbundes zu sein, der be⸗ schlossen habe, alle Fürsten aus der Welt zu räumen. Das Loos, den Prinzen Wilhelm zu tödten, sei auf ihn gefallen. Ein amtlicher Bericht über das Attentat liegt noch nicht vor. Nach den neuesten Nachrichten heißt der Attentäter Gotthold Martin Müller, ist Gerber aus Oeth— lingen bei Kirchheim, protestantischer Religion, und der entartete Sohn einer wohlsituirten Fabrikantenfamilie. Müller hielt sich im letzten Jahre in Bayern auf. Die Angelegenheit wird hierdurch noch räthselhafter.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 21. Oct. Der Erzherzog Albrecht reiste heute Abend 5 Uhr zum Besuche seiner Nichte, der Königin-Regentin von Spanien, nach Madrid ab. Erzherzog Johann soll sämmtliche Titel und Würden nieder— legen und längere Zeit im Ausland bleiben wollen.
Belgien. Brüssel, 22. Oct. Prinz Fer⸗ dinand von Bulgarien, welcher heute hier eintraf, hatte nach dem Fr. J. eine lange Unterredung mit dem Grafen von Flandern. Der König lehnte den Empfang des Prinzen ab. Abends reiste derselbe nach München ab und erklärte, am nächsten Montag wieder in Sofia einzutreffen.
— Lüttich, 21. Oct. Zur hundertjäh— rigen Feier der Lütticher Revolution vom
Jahre 1789 wurde gestern Abend ein Bankett
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