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Beilage.
Oberhessischer Anzeiger.
9.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 17. Januar. Fürst Alexander von Battenberg reiste heute nach Wien, um dem Kaiser die österreichischen Orden seines verstor— benen Vaters zu überbringen.
— 18. Jan. Der Erbgroßherzog und Prinz Wilhelm haben sich nach Berlin begeben, um dem von dem Kaiser abzuhaltenen Ordenscapitel des Schwarze Adler-Ordens, an welches sich die feierliche Investitur der neu aufgenommenen Ritter reiht, beizupvohnen. Die Herrschaften werden auch bei der Feier des Ordensfestes, welches nächsten Sonntag stattsindet, in Berlin anwesend sein.
— Der Verwalter am Gefängnisse zu Darm— stadt, Schneider, wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.
Berlin. Der„Reichs-Anzeiger“ publicirt Folgendes:„Auf Ihren Bericht vom 13. d. M. beauftrage ich Sie, den Bundesregierungen und dem„Reichs⸗Anzeiger“ die amtlichen Mitthei— lungen zu machen, welche erforderlich sind, um den Regierungen und den Reichs-Angehörigen ein eigenes Urtheil über das Verhalten der Reichsjustizverwaltung in der Untersuchungssache wider den Professor Geffcken zu ermöglichen.
Zu diesem Zwecke bestimme Ich, daß die An—
klageschrift gegen den Dr. Geffcken im„Reichs— Anzeiger“ veröffentlicht und nebst den Anlagen derselben dem Bundesrath bebufs Verwerthung im Sinne Ihres Berichtes mitgetheilt werde. Berlin den 13. Januar 1889. Wilhelm 1. R. von Bismarck.— An den Reichskanzler.“ In dem hier angezogenen Berichte weist der Kanzler nach dem„Fr. J.“ auf die Entstellungen hin, welche ein Theil der Presse des In- und Aus⸗ landes in der Geffcken'schen Sache begangen, wodurch das Bedürfniß entstanden sei, die Mög— lichkeit eines eigenen, durch die reichsfeindliche Presse nicht gefälschten Urtheils beim Volke zu schaffen. Aus der umfangreichen Anklageschrift geht hervor, daß Kaiser Friedrich, sowohl v. Stosch wie Gustav Freytag gegenüber, ausdrücklich er— klärt hat, daß das Tagebuch nicht vor einer langen Reihe von Jahren veröffentlicht werden könne, weil zu viel Politisches darin sei, daß Geffcken sich zur deutschconservativen Partei zählte, aber, wie aus seiner Correspondenz mit v. Roggen— bach hervorgeht, dem Reichskanzler auf allen Ge— bieten und persönlich auf das feindlichste gegen— übersteht. Die Briefe Roggenbach's an Geffcken vom 24. August und 6. September v. J. er⸗ geben, daß der Erstere Geffcken zu einer Denk— schrift für Kaiser Wilhelm II. angeregt hat. Roggenbach hat später Bedenken gehabt, als ihm der Entwurf vorlag; er hat denselben nach der Verhaftung Geffckens dem Vertheidiger desselben übergeben. Die Concepte zu dem Erlaß Kaiser Friedrichs an den Reichskanzler bei der Thron⸗ besteigung und der Aufruf„An mein Volk“ haben sich bei Geffcken gefunden, welcher sich als den Verfasser beider Actenstücke bezeichnet. Auf Veranlassung des damaligen Kronprinzen hat v. Stosch im Jahre 1885, als Kaiser Wil— helm in Ems schwer erkrankte, diese Kundge— bungen vorbereiten wollen und ist zu diesem Zwecke mit Geffcken auf seinem Gute in Oest— rich a. Rh. zusammengetroffen, wo die Procla— mation besprochen wurde. Geffcken hat dieselbe verfaßt und v. Stosch dieselbe im August 1885 dem Kronprinzen auf der Mainau überreicht. Der in der Geffcken-Roggenbach'schen Corre— spondenz wiederholt genannte beiderseitige Be⸗ kannte und Vertraute Morier ist früher der englischen Botschaft in Berlin attachirt gewesen, war dann Gesandter in Darmstadt und ist jetzt Botschafter in Petersburg.
— 17. Jan. Reichstag. Bei dem Etat der Eisenbahnverwaltung weist der Abg. Petri auf die Uebelstände hin, welche sich in Folge des Paßzwanges ergeben haben, und ersucht den
Reichstag, auf die Aufhebung dieser Maßregel hinwirken zu wollen. Staatsminister v. Böt— ticher erwiedert darauf, zur Zeit sei diese Maß— regel im Interesse des Friedens und der Wohl fahrt des Reiches nothwendig. Beim Postetat klagt der Abg. Singer über die Postverwaltung, die den Socialisten gegenüber ihre sonstige Fin— digkeit vermissen lasse, auch unberechtigterweise Kreuzband-Sendungen an Socialisten öffne— Staatssekretär Stephan weist diese Beschwerden als in keiner Weise begründet zurück. Die Vor— enthaltung von Briefen und Drucksachen erfolge einzig und allein auf Verfügung des Staatsan- walts oder des Richters.
— 16. Jan. Das Abgeordnetenhaus wählte das bisherige Präsidium wieder. Der Finanz— minister brachte den Staatshaushalts-Etat ein und gab gleichzeitig ein Finanz-Exposé. Für das neue Etatsjahr wurde sich hiernach die Finanz— lage des Staates, so weit sich übersehen läßt, um 62 Millionen verbessern. Dasselbe balancirt mit 1,513,894,875 M. in Ausgaben und Ein— nahmen. Der aus vorigem Etatsjahre her— rührende Verwaltungsüberschuß von ca. 36 Mill. soll zur außerordentlichen Schuldentilgung ver— wendet werden.
— Wie die„Köln. Ztg.“ vernimmt, reichte Justizminister v. Friedberg wegen Alters und Kränklichkeit sein Abschiedsgesuch ein und wurde dasselbe vom Kaiser unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers angenommen.
— Einer amtlichen Meldung aus Apia vom 8. d. M. zufolge ist der am 18. Dec. verwun— dete Lieutenant Spengler am 31. Dec. gestorben. Das Befinden der übrigen Verwundeten ist gut
Bückeburg, 16. Jan. Der Kaiser, der Fürst und der Erbprinz begaben sich heute Vor— mittag zur Jagd nach dem Forstrevier Baum, wo ein für die drei Fürstlichkeiten eingestelltes Jagen auf Hirsche veranstaltet wurde. Der Kaiser fuhr mit dem Fürsten im offenen Wagen. Auf dem Schloßhofe bildeten 600 berittene Bauern in Nationaltracht, langen weißen Röcken, niedrigen schwarzen Hüten auf mit Blumen ge— schmückten Pferden, in den Straßen Vereine, Schulen und die Knappschaft mit ihren Fahnen Spalier. Nachmittags wurde eine Jagd auf Hirsche veranstaltet, an welcher auch das Ge— folge und die Gäste theilnahmen.— 17. Jan. Der Kaiser kehrte heute Nachmittag von der Jagd zurück, auf welcher er 31 Hirsche, darun— ter fünf Vierzehnender, acht Zwölfender, sowie drei Thiere erlegte. Um 5 Uhr fand ein Diner im Schlosse statt, nach welchem der Kaiser mit dem Fürsten und den fürstlichen Damen die im Schloßhofe bereitete Strecke besichtigte, wo ihn eine zahlreiche Menge mit enthusiastischen Hoch— rufen begrüßte. Der Kaiser reiste sodann wie— der nach Berlin ab.
Kiel. Am 23. Januar geht von hier ein Ersatzctommando von 30 Mann unter Führung des Unterlieutenant Funke von Bremerhaven nach Apia ab. Die Ankunft dort soll am 1. April erfolgen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Jan. Viel bemerkt wird, daß Kaiser Franz Joseph die heute auf der Durchreise nach Petersburg hier weilenden zwei Töchter des Fürsten von Monteregro im Hotel besuchte, was bisher nie— mals geschehen ist, ferner, daß der Kaiser den montenegrinischen Senatspräsidenten Petrowitsch, den Begleiter der beiden Prinzessinnen, in Au⸗ dienz empfing. Graf Kalnoky besuchte ebenfalls die Prinzessinnen und Petrowitsch und erhielt später den Gegenbesuch des Letzteren. i
— Das„Fremdenblatt“ bezeichnet auf Grund authentischer Informationen die Nachricht eines Wiener Correspondenten der„Nowoje Wremja“, Oesterreich-Ungarn schicke sich an, das ganze Sandschak Novibazar zu occupiren, sowie alle
an diese Behauptung geknüpften Mittheilungen für vollständig erfunden.
Schweden. Stockholm, 17. Jan. Die Thronrede bei der Reichstagseröffnung spricht die Freude über den Besuch des deutschen Kai— sers aus. Unter den Gesetzvorlagen sind Maß— regeln betreffend die Arbeiterversicherung ange— kündigt. Der Budgetüberschuß beträgt ungefähr 10 Million Kronen und ist hauptsächlich durch Zolleinnahmen herbeigeführt.
Belgien. Brüssel, 16. Jan. Wie die „N. fr. Pr.“ in Wien von hier erfährt, sollte der hier wohnende deutsche Photograph Ehrlich gestern auf Antrag der deutschen Regierung ver— haftet werden. Derselbe wird bezichtigt, an Frankreich Festungspläne, u. A. von Straßburg, gegen eine große Geldsumme ausgeliefert zu haben. Es gelang Ehrlich jedoch, zu flüchten.
Frankreich. Paris. In der Abgeordneten— kammer erklärte Andrieux, er wolle die Regie— rung über die Lage in Hinter-Indien interpelliren; er glaube, daß die Lage in Tongking sich ver— schlimmert habe und dringende Maßregeln er— heische. Die Kammer vertagte die Interpella— tion auf einen Monat.
Amerika. Washington, 16. Jan. Präsi⸗ dent Cleveland übermittelte dem Congresse eine Botschaft über die Samoafrage, worin es heißt, Deutschland erkläre zwar: weder wünsche noch beabsichtige es, die eingeborene samoanische Re— gierung zu stürzen oder die vertragsmäßigen Rechte der Unionsstaaten zu ignoriren; viel— mehr lade es die Unionsregierung fortgesetzt ein, gemeinschaftlich den Frieden und die Ruhe der Inseln herzustellen; immerhin schienen die be— treffenden Vorschläge Deutschlauds dazu ange— than, zu einem Uebergewicht der deutschen Macht in Samoa zu führen, wie solches die Unions— staaten niemals beabsichtigt hätten. Solches sei mit den früheren Vereinbarungen und Verstän— digungen unvereinbar. Die jüngsten Ereignisse in Samoa machten den Argwohn rege, Deutsch— land begnüge sich nicht mit einer neutralen Stellung. Der Präsident fügt hinzu, seine Ansichten be— treffs der in der Samoa-Frage einzuschlagenden Politik seien in dem Schriftwechsel und den Documenten ausgedrückt, welche dem Congresse mitgetheilt worden seien. Die behufs eingehen— der Eröterung seitens der Legislatur erwähnten Documente seien bis jetzt noch nicht veröffentlicht.
Egypten. Kairo. In London ist von hier die Nachricht eingetroffen, daß eine Armee Der⸗ wische den Marsch von Dongola nach Wady— halfa angetreten hat.
Afrika. Sansibar. Die katholische Mis— sionsstation bei Pubu wurde am 13. ds. von den Rebellen überfallen. Zwei Bruder und eine Schwester wurden ermordet; drei Brüder und eine Schwester gefangen genommen. Einem Bruder ist es gelungen, sich durch die Flucht zu retten.
Aus Stadt und Land.
J. Friedberg, 16. Jan. Heute wurde ein Arbeiter auf einer hiesigen Russensteinfabrik durch herunterfallende Erdmassen verschütttet. Er war wiederholt gewarnt wor⸗ den, an der fraglichen Stelle ohne Sprießen weiter zu arbeiten, kümmerte sich aber nichts um diese Warnungen. Als er zu der gewohnten Mahlzeit nicht erschien, sah man nach ihm, fand ihn verschüttet und konnte ihn nach einstündiger Arbeit nur als Leiche ausgraben.
s. Friedberg. Nach einem vom Mainthal-Sänger⸗ Bund am 12. August v. J. in Offenbach gefaßten Be⸗ schlusse soll der diesjährige Sängertag in hiesiger Stadt abgehalten werden. In wohlwollendster Weise hat das Hofmarschallamt den Schloßplatz als Festplatz genehmigt; auch sind die wirthschaftlichen Angelegenheiten geordnet. Zur Bestreitung der Kosten wird der„Liederkranz“, der einzige hiesige Verein, der dem Mainthal-Sänger-Bund angehört, eine Liste eirkuliren lassen, um einen Garantie fonds zu beschaffen, von dem nur dann Gebrauch ge— macht wird, wenn die Einnahmen bei dem Coneert nicht hinreichen sollten. Hoffen wir, daß die Zeichnungen ge— nügend ausfallen werden.
r. Bad⸗ Nauheim. Sonntag den 27. Januar, Nachmittags 4 Uhr, findet im neuen Kurhause dahier zu Ehren des Geburtstags des Kaisers Wilhelm II. ein


