Ausgabe 
16.5.1889
 
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für die besh g. a Monat An M. 440. Friedberg.

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Aus Stadt und Land.

r. Friedberg. Die neue Wochenmarkt Ordnung ist zun bereits über einen Monat in der Ausübung, wir gaben aber noch keinen merkbaren Unterschied gesehen gegen ie früher bestandene. Der Gemeinderath dachte bei der Umgestaltung derselben nicht allein daran, eine kleine Ein zahme für die Stadtkasse zu erzielen, er war vielmehr der Insicht, ein stark besuchter und benutzter Wochen- Markt müßte sehr im Intereresse der Käufer und Verkäufer liegen. Hewiß werden die Letzteren das geringe Standgeld gerne zahlen, wenn sie ihre Produkte nun auch so rasch als nöglich absetzen können und sie nicht nach der Marktzeit n der Stadt hausiren zu müssen gezwungen sind, denn uch sie werden das Sprüchwort kennen:Zeit ist Geld. Aber leider sind unsere Hausfrauen in Friedberg zu be zuem, um selbst auf den Markt zu gehen, wie dies in stößeren Städten fast ohne Ausnahme geschleht. Wenn huch durch strenge Aufsicht der Pollzei verhindert werden ann, daß das Hausiren und Bringen der Produkte in zie Häuser vor Ablauf der Marktzeit nicht stattfindet, so ange unsere Hausfrauen nicht selbst zur Einsicht kom nen, daß die kleine Mühe, auf den Markt zu gehen, viel

s. Bad Nauheim, 14. Mai. Gestern fiel hier an einem Neubau ein Maurerlehrling von dem Gerüste und brach den Arm. Heute Nacht stürzte ein hiesiger jun Dachdecker aus dem Fenster und brach das Genick.

ger bis 00.00, Korn M. 15.75 bis 16.00, Gerste M.

Handel und Verkehr. Friedberg, 14. Mat. Fruchtpr. Waizen M. 19.00 14.00

bis 14.50, Hafer M. 14.00 14.50. Alle Preise verstehen

Hungen, 9. Mal. Gestern entluden sich über unserer sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.

Gegend zwei schwere Gewitter, welche uns den erwünsch ten reichlichen Regen brachten. Leider gingen die Wetter nicht vorüber, ohne in einigen benachbarten Gemarkungen großen Schaden anzurichten. In den Gemarkungen Ber- stadt und Utphe hat der wolkenbruchartige Regen die frisch ausgestellten Saatfelder arg verwüstet. Auch bat der Blitz an zwei Stellen gezündet; im gräflichen Oeco nomiehof in Utphe sind drei Scheunen abgebrannt und im oberen Theile des Dorfes ist dem Landwirth Schwab eine erst vor einigen Jahren neu erbaute Scheuer nieder gebrannt.

Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 2. Quartal beginnen Montag den 17. Juni; zum Vor⸗ sitzenden wurde Landgerichtsrath Schaefer ernannt.

Gleßen, 11. Mai. In Folge drohenden Kohlen mangels, hervorgerufen durch den großen Streik in den

ach belohnt wird durch bessere Auswahl und billigeren westfälischen Revieren, ist für die Main⸗Weserbahn(Han⸗

Zreis, so lange wird unser Wochen-Markt nur auf ge⸗

rucktem Papier stehen, aber keineswegs das vorstellen, das er hier sein könnte, wenn unsere Hausfrauen denselben räftig unterstützten.

nover- Frankfurt a. M.) bereits Anordnung ergangen, durch Ausnutzung jeden Platzes in den Personenzügen

deren Länge möglichst zu beschränken, damit der Kohlen

verbrauch in engsten Grenzen gehalten werde.

Friedberg, 15. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.05 1.20, Eier 1 Stück 5, 2 Stück 00 Pf.

Brodpreise vom 16. Mai bis 1 Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert.

Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. Mai bis 1. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert.

Joraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 18. Mai 1889. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 35 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 19. Mai an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 35 Min.

1298 Submission. Die zur Erbauung einer Lehrerwohnung für die Hemeinde Schwalheim nöthigen Arbeiten sollen auf

em Submissionswege vergeben werden: M. Pf. Maurerarbeit, veranschlagt zu 31

Steinhauerarbelt 1094 52 Zimmerarbeit 1348 89 Dachdeckerarbeit 447 90 Schreinerarbeit 894 84 Schlosserarbeit 300 85 Glaserarbeit 335 58 Spenglerarbeit 99 70 Weißbinderarbelt 518 Grubensandlieferung 35 Weißkalklieferung 36

Pläne, Voranschlag und Submissionsbedingungen segen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht ffen, woselbst auch Offerten bis zum 22. d. Mts., Sormittags 11 Uhr, eingereicht werden können.

Friedberg den 15. Mai 1889.

Zörb,

940 8 Bezirks baugufseher.

Mobiliar⸗Versteigerung.

Freitag den 17. Mal, Vormittags 9 Uhr anfangend, oll in Fauerbach b. Fr. in der Behausung der Georg Nartin Philippi IV. Wittwe sämmtliches Mobiliar, ser Frau Landgerichtsdiener Bechtold Wittwe gehörend, lestehend in Betten, Weißzeug und Frauenkleidern, gegen leichbaare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert verden.

Bemerkt wird, daß sämmtliche Gegenstände noch in ehr gutem Zustande sind.

Fauerbach b. Fr. den 12. Mai 1889.

In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Schmidt.

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2 Danksagung. 2 Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der

Krankheit, sowie bei der Beerdigung unseres unvergeß lichen, Gatten, Vaters, Großvaters, Schwlegervaters

und Schwagers, des Großh. Bürgermeisters

Wilhelm Schmid,

sagen innigsten Dank Reichelsheim den 13. Mai 1889. 1918

Die trauernden Hinterbliebenen.

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