Ausgabe 
15.6.1889
 
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ere, Oberhessischer Anzeiger.

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Aus Stadt und Land.

S8. Bad⸗Nauheim. Am verflossenen Samstag wurde die alljährliche General Versammlung des Taunus-Clubs

5 Wetterau auf dem Johannisberg abgehalten. Nach einer furzen Begrüßung settens des Vorsitzenden kam der Rechen⸗

schafts⸗Bericht zur Verlesung. Derselbe ergab eine Ein nahme von 242 M. 10 Pf. und eine Ausgabe von 137 M. 27 Pf. Der seitherige Thurmbau Fonds beläuft sich auf 122 M. Von diesem Fonds wurden 1000 M. zur Er⸗ bauung einer Wirthschafts halle auf dem Forsthaus Winter ein verwendet. Der Rest von 122 M., somie der dies- jährige Ueberschuß von 104 M. 03 Pf. wurde im Vor⸗ schuß und Credit-Verein zu Frledberg verzinslich angelegt. Der Thurmbau⸗Fonds hat als solcher vorläufig zu existiren zufgehört. Sollte der Gemeinderath zu Ockstadt eines Tages seinen Widerstand gegen die Erbauung eines Thurmes auf dem Steinkopf aufgeben, so werden sich wohl Mittel und Wege finden lassen, dieses Lieblingsprojeet des Vereins Die Halle ist soweit fertig und soll am 7. Juli eingeweiht werden. Da sich zum piederholtenmale erwlesen hat, daß zu größeren Ausflügen tin Bedürfniß nicht vorliegt, beispielsweise bethelligten

ch bel der letzten Tagestour nur fünf Mitglieder so

nuß sich der Verein mit kleineren Touren begnügen. Der Vorstand hofft, daß durch die Erbauung der Wirthschafts halle den Mitgliedern ein willkommenes Ziel gesteckt ist und daß sie allen Besuchern die erwünschte Erholung und Ferner wurde die Anbringung einer weiteren Anzahl von Bänken und Schil dern beschlossen und hlerbei der wiederholte und dringende Punsch ausgesprochen, daß doch rohe Hände es endlich ünmal unterlassen möchten, ihr Zerstörungswerk an solchen Anlagen fortzusetzen. Sollte nach einem Beschluß des lreistages der sogenannteStädter Weg zur Kreisstraße gemacht und mit Bäumen bepflanzt werden, so hat die Lersammlung projectirt, die Weiterbepflanzung des soge zannten grünen Weges bis zum Hochwalde in's Auge zu Auf diese Weise wäre es den Friedbergern er möglicht im kühlen Schatten der Kastanien den Wald zu erreichen. Auf einstimmigen Vorschlag der Versammlung

wahrnahm. Ein großes Glück war es, daß der Schlag ein kalter war, sonst wäre unsre alte ehrwürdige Kirche wohl ein Raub der Flammen geworden. Der entstandene Schaden beläuft sich jedoch, soweit man ihn jetzt schon zu beurtheilen vermag, immerhin auf 300400 Mark

? Klein Karben. Das Jahresfest des Zweig Vereins der Gustav-Adolf Stiftung findet, wie wir hören, in diesem Jahre dahier statt.

s. Büdingen. Sonntag den 2. Juni fand im Saale des Rathhauses dahier der Delegirtentag des Krtegerver bandsHassia statt. Die Präsenzliste ergab, daß sämmt⸗ liche Vereine, mit Ausnahme von Waldmichelbach und Seligenstadt vertreten waren. Oberst Gerlach eröffnete um zehn Uhr mit einem Hoch auf den Großherzog die Versammlung. Nachdem nun der Schriftführer Dr. Vogt

den Rechenschaftsbericht pro 1888 kurz vorgetragen und Rechner Waldecker die Rechnung der Hassia und der Prinz

Ludwig⸗Stiftung verlesen und demselben auf Antrag der Rechnungsprüfungs Commission Decharge ertheilt wor den war, ging man zur Besprechung der eigentlichen Tages ordnung über. Der Antrag des Präsidlums, den Jahres beitrag der Mitglieder von 5 Pf. auf 20 Pf. zu erhöhen, wurde stark bekämpft. Der Vertreter für Gleßen, Keller, stellt den Antrag statt 20 Pf., nur 10 Pf. zu setzen. Der Vertreter für Vilbel, Lehrer Will, bringt hierauf den An trag ein: die Delegirten⸗Versammlung wolle beschließen, den Antrag des Präsidtlums, die Erhöhung des Jahres beltrags betreffend, auf den nächsten Verbandstag zurück zusetzen, damit die Sache nochmals auf den Bezirkstagen besprochen werden könne. Nach Schluß der Debatte wurde über den Antrag Gleßen abgestimmt und derselbe mit knapper Majorität angenommen. Der Antrag des Vereins von Brauerschwend, die Errichtung einer Sterbekasse betreffend, wurde abgelehnt, während der Antrag von Büdingen, welcher eine bessere Revision der Rechnung verfolgt, gut geheißen wurde. Als nächstjähriger Ort des Verbands tages wurde Offenbach bestimmt, und das Präsidium per Acclamatlon wieder gewählt. Nachdem noch der Voran schlag pro 1889 berathen und einige minder wichtige Gegenstände ihre Erledigung gefunden, schloß der Vor

purde der seitherige Vorstand mit Acelamation wieder ge sitzende die Versammlung Mittags Uhr. Es folgte

bählt. Mit dem deutschen TouristengrußFrisch auf! wurde die Versammlung geschlossen.

th. Ilbenstadt, 13. Juni. Bei dem heute Mittag gegen 5 Uhr niedergehenden Gewitter schlug der Blitz in den nördlichen Thurm der Kirche, und zwar beinahe an derselben Stelle, wo dies auch im vorigen Jahre ge shehen ist. Zum Glücke war es ein sogenannter kalter Schlag. Aber immerhin ist am Dach und auch am Mauer werk, sowie an der Uhr ein Schaden zu beklagen.

m. Bönstadt, 13. Juni. Bei dem heute Nachmittag zwsschen 4 und 5 Uhr dahier stattgehabten schweren Ge gitter schlug ein Blitzstrahl in den Kirchthurm und zer⸗ torte einen Theil seiner Schleferbekleidung auf verschie denen Seiten, fuhr dann im Innern in den Uhrkasten und ürsplitterte da einen Theil desselben, ohne die sehr gute srchenuhr in irgend einer Weise zu beschädigen, und scheint alsdann durch die Decke, wobei er einen Theil derselben lͤschädigte, in dem hohlen Raume der Kirche sich vertheilt zu haben, da man keine weitere Spur desselben mehr be merken konnte, wohl aber einen starken Schwefel-Geruch

nun das Fest⸗Bankett imStern. Die ausgebrachten Toaste auf Kaiser und Großherzog, die Stadt Büdingen, das Präsidlum und andere fanden begelsterte Aufnahme. Mit den Abend Zügen fuhren die Delegirten wieder in ihre Heimath und trennten sich gewiß mit dem Gedanken, einen recht schönen und anregenden Tag verlebt zu haben. b. Pfeddersheim. Von einigen Blättern ist eine schwere Anschuldigung des Wendel Busch verbreitet worden, welche sich auf eine ganz haltlose Aeußerung des Haupt mann a. D. Willenbücher in der kürzlich stattgehabten Hassia-Versammlung zu Büdingen gründet. Die betr. Aussage gipfelt in der Behauptung:Wendel Busch habe den Sturm auf Schloß Chambord gar nicht mitgemacht! Diese unwahre Mittheilung sindet am Besten ihre Wider legung durch die amtlichen Angaben aus dem uns im Original vorliegenden Militärpaß des Wendel Busch welche wir hier zum Abdruck bringen: Feldzug 1870%71. Schlacht bei Verneville 18. August 1870. Noisseville 1. Sept. 1870.

**

Belagerung von Metz vom 19. Aug. bis 27. Oct. 1870. Schlacht bet Artenay 3. Dez. 1870.

5 Orleans 4. Dez. 1870. Avantgardegefecht bei Lailly 8. Dee. 1870.

5Stk. Die 9. Dec. 1870. Sturm auf Chambord 9. Dez. 1870. Mainz, 25. Juni 1871. Kattrein, Hauptmann und Comp.⸗Chef.

Ebenso unhaltbar ist die Angabe, Busch sel ein ver

kommener Mensch. 5

Allerlei.

r. Homburg. DerSchmuckplatz an der Prome nade, der wohl bald den Namen Katser Friedrichsplatz führen und den später das Denkmal des Kalsers Friedrich zieren wird, ist zur Zeit Gegenstand allgemeiner Be wunderung. Gartenbaudirektor Stesmayer, der Schöpfer und Arrangeur des unvergleichlichen Frankfurter Palmen gartens, schafft uns hier ebenso schöne Blumenbeete wie dort und ist bemüht, das Publikum stets durch Abwechsel⸗ ung und Neuheiten zu erfreuen. DerSchmuckplatz ist in diesem Jahre besonders schön ausgestattet und zeigt uns ein prächtiges Teppichbeet, darstellend ein Wappen⸗ schild in den Farben des deutschen Reiches mit reicher Verzierung. Das Beet ist ein Meisterwerk zu nennen. Dasselbe fand auch die besondere Anerkennung und das Lob der Kaiserin Friedrich, welche vor einigen Tagen in Be⸗ gleitung des Kronprinzen von Griechenland das Beet be sichtigte. Nach eingezogener Erkundigung waren zur Her⸗ stellung dieses Prachtbeetes über 4000 Pflanzen nöthig.

Offenburg, 18. Juni. Ada, der Mörder des Dekan Förderer, ist heute früh 6 Uhr in Gegenwart des Oberstaatsanwalts Kraus, des stellvertretenden Bezirks⸗ arztes Dr. Rothmund und des katholtschen Pfarrverwesers Reuschling durch den Scharfrichter Burkhardt aus Endingen hingerichtet worden.

Augsburg, 10. Juni Die Allgemeine Deutsche Lehrer-Versammlung wurde heute eröffnet. Gegen 1600 Lehrer sind eingetroffen.

Hürschberg(in Schlesien), 13. Juni. Infolge eines dreistündigen heftigen Gewitters mit Wolken bruch sind alle Straßen des östlichen Stadttheils, sowie die Sandvorstadt überschwemmt.

London, 12. Juni. Eine Depesche aus Armagh (Irland) meldet: Zwei Vergnügungszuͤge, worin größten⸗ theils Schulkinder sich befanden, wurden kurz hinter einander abgelassen. Bei einem steilen Abhange löste sich der hintere Theil des ersten und stieß auf den zweiten Zug. Gegen 100 Kinder sollen getödtet und verletzt sein.

Literarisches.

Daheim Nr. 36 enthält: Die weiße Dame von Blumeck.(Forts.) Aus der Deutschen allgemeinen Aus⸗ stellung für Unfallverhütung. Von Schubert. Kirche und Schule in Kamerun. Von Meihof. Mit Illustr. Der Orkan auf den Samoainseln. Mit 2 Illustr. Butterblumenzeit. Gedicht. Ein Pfingstchoral. Mit Bild. Eine polnlsche Todtenfeier 1750. Der Haarschmuck des Königs Philipp V. Das Ende eines Kaperkapttäns. Ueberzteher aus Vogelfedern 3 Beilagen.

In der Privatklagesache

des Heinrich Ludwig Krämer von Ober-Ros bach, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker, Privatklägers, gegen die Elisabetha Stengel daselbst,

Angeklagte,

wegen Beleldigung, hat das Großherzogliche Schöffen gericht zu Friedberg am 28. Mai 1889 für Recht erkannt: daß die Angeklagte in eine Geldstrafe von zwanzig Mark dent. vier Tage Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen gothwendigen Auslagen zu verurtheilen sei und dem Pri dotkläger die Befugniß zuerkannt werde, den Urtheilstenor uf Kosten der Angeklagten einmal im Oberhessischen

Anzeiger innerhalb vierzehn Tagen, von Rechtskraft des

Urtheils ab gerechnet, zu veröffentlichen. Die Richtigkeit ter Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und Ae Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Friedberg den 9. Juni 1889. Weber, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.

ür die Richtigkeit der Abschrift J N 2 Windecker, Rechtsanwalt.

Arbeits⸗ Vergebung.

Montag den 17. Juni, Vormittags um 10 Uhr, sollen

1 auf dem Rathhaus zu Butzbach die zur Einfriedigung des israelitischen Friedhofes nöthigen Arbeiten öffentlich

in Aecord gegeben werden. 5 Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 18, Mark, Lieferung von Sandsteinpfosten 110,.s 1 Zimmer⸗ oder Schreinerarbeit 124. Schlosserarbeit 1 Weiß binderarbeit 31,50

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Butzbach den 13. Juni 1889. Metzger, Bezirks bauaufseher.

Grösste Solidität,

Die Opel- Fahrräder sind zu haben bei:

(H. 61118bj).

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Ersatz für Oelfarbe.

Brochuren und Gebrauchs-Anweisungen in den Niederlagen: Nieder-Wöllstadt: M. Brauburger Erben; Bad- Nauheim: Carl Schmidt; Ober- Mörlen: Jacob Rühl; Butzbach:

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In voriger Saison wurden auf Opel-Fabrrädern 57 Preise errungen und bereits in dieser Saison an den ersten Renntagen 55 Preise, worunter die Meisterschaft von Westfalen, Preussen u. Süddeutschland.

Ph. Dan. KMümmich, Friedberg.

Carbolineum Wingenroth,

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e Adam Opel, Rüsselsheim. eutsche Fabrikate erster Güte.

Die Opel-Fahrräder Modell 1889 zeichnen sich aus durch: Unübertroffene Construction,

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(H. 62080.) Leichtesten Gang.

und Mauerschvamm

P. F. Wagner; Friedberg: Jean Huber.

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