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1889.
Donnerstag den 13. Zuni.
N 609.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Areisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
——
auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Amtlicher Theil. Bekanntmachung.
In Gemäßheit der Instruction vom 30. August 1887 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntuiß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Mai 1889 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Hafer M. 8.00, Heu M. 4.70, Strob M. 40,
Friedberg den 5. Juni 1889.
Bekanntmachung.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß nach Mittheilung Königlich Preußischen Proviantamts zu Bockenheim die Heu- und Roggenstroh⸗Ankäufe bei dem dortigen Magazin sogleich nach Beginn der Heu- resp. Roggen-Ernte aufgenommen werden und daß das genannte
N Proviantamt zu jeder schriftlichen und mündlichen Auskunft über die Preis- und Qualitäts-Verhältnisse stets bereit ist.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen hierüber ortsübliche Publikation vollziehen lassen.
Friedberg den 7. Juni 1889.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: Konrad Weil von Assenheim als Feldschütze.
Deutsches Reich.
Berlin, 8. Juni. Fürst Bismark ist mit seiner Frau heute nach Varzin abgereist.
— Die„Nordd. Allg. Zeitg.“ tritt der won der„Kreuzzeitung“ verbreiteten Behauptung entgegen, daß den Bergbehörden Westfalens die mißliche Lage der Bergarbeiter entgangen sei; ie sagt, daß eine solche mißliche Lage gar nicht bestanden habe, Niemand zweifle mehr daran, daß der Streik nicht eine Lohnfrage und nicht
Das Bestreben wäre, eine bestehende mißliche Lage zu verbessern, sondern daß er künstlich„von
außen hineingetragen“ worden sei. — 10. Juni. Der Schah von Persien traf
gestern Abend auf dem reichgeschmückten Central—
Hahnhof ein. Bei der Ankunft intonirte die Musik die persische Nationalhymne, während die Ehrenwache präsentirte. Der Kaiser, welcher die Garde du Corps-Uniform mit dem persischen Orden angelegt hatte, empfing, umgeben von ämmtlichen Prinzen, dem Staatsseeretär Grafen
„Herbert Bismarck, dem Feldmarschall von Blumen— hal, den General- und Flügeladjutanten, der
gesammten Generalität, dem Gouverneur, dem
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unft daselbst wurde der Schah
Stadtcommandanten, den Stadtverordneten, dem „weiten Bürgermeister, dem Personal der persi⸗
schen Gesandtschaft und des persischen Consulats,
dem russischen Militär-Attaché ꝛc., den Schah,
umarmte ihn, drückte ihm die Hand und stellte die Prinzen vor. Dann bestiegen der Kaiser und der Schah den vierspännigen Galawagen, welchem Spitzreiter und eine Eskadron Ulanen vdorausritten und nachfolgten. Beim Passteren des Brandenburger Thores ertönte der Salut ver Geschütze. Bei der Ankunft am Schloß Bellevue dräsentirte die Ehrenwache. Heute Morgen 9 Uhr traf der Schah auf dem Bahnhofe in Potsdam ein, wo die Leib-Compagnie des 1. Garde—
Rnegiments z. F. mit der Fahne und der Re⸗ zimentsmusik Aufstellung genommen hatte. Die— Neelbe spielte die Nationalhymne und den Parade—
narsch. Inzwischen hatte der Schah den vier⸗ spännigen Wagen bestiegen und fuhr unter Eskorte ver Leibschwadron des Leib⸗Garde-Husaren⸗Re⸗ giments nach Schloß Friedrichskron. Bei der An⸗ von dem Kaiserpaar begrüßt. Hierauf fand das Stiftungsfest des Lehr⸗ Infanterie-Bataillons vor Schloß Friedrichskron in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin, so⸗ vie des Schahs in der üblichen Weise statt.
— 11. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin ahmen Nachmittags zwischen 5 und 6 Uhr vom
Mittelportal des Schlosses den Festzug der Brauer entgegen, der als Huldigung und Dank für die Uebernahme des Protectorats über die anfangs nur von dem Brauereigewerbe geplanten Unfall— ausstellung. Der Schah von Persien wohnte mit seinem Gefolge an einem Seitenfenster dem Schauspiel bei.
Straßburg, 11. Juni. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen hat sich auf einige Tage nach Berlin begeben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Nach einer amtlichen Angabe werden die 15 österr. Armee— corps im Monat October mit dem neuen Repetir— gewehr vollständig ausgerüstet sein. Die Bestel— lungen Deutschlands wird die Steyrer Waffen—
— 11. Juni. Der Kaiser stattete dem Fürsten von Montenegro einen Besuch ab. Der Fürst begleitete den Kaiser zum Wagen und verab— schiedete sich von ihm auf das herzlichste.
Gesellschaft gestand allen wieder angefahrenen Bergarbeitern vollen Anspruch auf die Bruder— lade zu. Die Befürchtung, daß sich der Streik erneuern könne, ist geschwunden.
Krakau, 11. Juni. Die in Russisch-Polen verhafteten Studenten wurden gestern nach drei— tägiger Arreststrafe entlassen, gegen ihr Ehren— wort, auf der österreichischen Grenze gegen Ruß— land nicht zu demonstriren.
Schweiz. Bern. England sagte seine Theil— nahme an der internationalen Arbeiterschutzeon— ferenz zu.
— 11. Juni. Ein bestimmtes Verlangen der deutschen Regierung auf Zurückziehung der Aus— weisung Wohlgemuth's ist nicht gestellt worden. Der deutsche Gesandte erklärte daher nach dem Fr. J. gestern dem Bundesrath, die deutsche Re— gierung erkenne die Nutzlosigkeit eines ferneren Meinungsaustausches betreffs Wohlgemuth, da die beiderseitigen Standpunkte zu verschieden seien, und werde sich danach richten.
Luzern. Ein internationaler Antisklavereicon— greß findet hier vom 4. bis 11. August statt.
Belgien. Brüssel. Gestern fand in Ant— werpen eine große Entrüstungsversammlung gegen die Regierung statt, welcher mehrere tausend Personen beiwohnten. Wie verlautet, wurde die Correspondenz des Ministers mit Pourbaix auf⸗ enn, welche neue, die Regierung stark be⸗ lastende Enthüllungen bringen soll.
fabrik im September in Angriff nehmen können.]
Kladno, 8. Juni. Die Prager Eisenindustrie-
— 11. Juni. Bei der heutigen Stichwahl zur Repräsentauten-Kammer wurde Janson(Oppo⸗ sition) mit 1900 Stimmen Mehrheit gegen Debecker (Katholik) gewählt.
Frankreich. Paris. Der Senats-Gerichts— hof ordnete neue Haussuchungen bei den hervor— ragenden Boulangisten an. Es wurden zahlreiche Papiere beschlagnahmt, welche angeblich die Be— theiligung Boulanger's an dem Complot gegen die Sicherheit des Staates feststellen.
— 8. Juni. Auf Anordnung des obersten Gerichtshofes ist in letzter Nacht der Unterinten— dant Reichert, der im Ministerium Boulanger an— gestellt war, verhaftet worden. In Folge der bei Reichert gefundenen compromittirenden Schrift— stücke hat der Staatsgerichtshof heute auch einen gewissen Fleuchat, seinerzeit Kapitän vom Ge— neralstabe des Kriegsministers, verhaften lassen.
— 8. Juni. In der Kammer wurde bei der weiteren Berathung des Unterrichsetats Ferry auf das heftigste angegriffen. Der Name des⸗ selben allein genüge, um blutige Thränen im Lande fließen zu machen.(Stürmischer Beifall rechts.) Das Land sei der unerträglichen Diktatur endlich satt.(Lärmende Proteste im Centrum.) Der Redner wurde zur Ordnung gerufen. [Spanien. Madrid. Der Ministerrath be— schloß, über die Frage betr. die Briefe des früheren Gesandten in Berlin, Grafen Benomar, an Vejo di Armijo das Gutachten von Rechtsgelehrten einzuholen. Benomar wird beschuldigt, geheime Staatspapiere veröffentlicht zu haben, was er jedoch entschieden bestreitet. f— Der Staatsrath beschloß, den Grafen Benomar wegen Vertrauensbruchs vor Gericht
zu stellen; man erwartet, daß der Ministerrath sich heute abermals mit der Angelegenheit be— schaͤftigen werde.
Portugal. Lissabon. Die erste Kammer nahm einstimmig einen Antrag an, wodurch die Rechtsansprüche Portugals auf seine Gebiete in Ost⸗Centralafrika bestätigt werden und die Re— gierung aufgefordert wird, dieselben aufrechtzu— erhalten. Das Votum richtet sich besonders gegen England, wo man eben im Begriffe steht, der englischen Gesellschaft, welche sich vom Cap bis zu den Nil-Quellen festsetzen will, einen könig— lichen Freibrief zu ertheilen.
— 8. Juni. Die Deputirtenkammer nahm einen Antrag, ähnlich dem von der ersten Kammer beschlossenen, betreffend die Rechtsansprüche Por⸗ tugals in Ost, Centralafrika, an.


