Einzelbild herunterladen

!!!!!!

tz 1889.

M.. Doctol

Heinemann. Die Direllin,

labust

d Umgegei Generalversamnh Mts., Nach mh in Reschelshil eingeladen werd ng:

zahres rechnung, ngen.

.

Der Vorsun

enbauverein in Dun er vermittelt bie rein. Angabe der Köpfe erbeten. d zugeschickt, kleb ständen in Buß

owie Garten A nebst Pfropfen Hochstamm. 99 umsetzen und besf, chachtend 1 lbel, Gärtner,

4 g 1 1

indecker.

Negenschümeů 5 bes

9. steim⸗ 1 gedrich/

Beilage.

1 31.

Aus Stadt nud Land.

W. Bad⸗ Nauheim, 9. März. Gemeinderaths sitzung. 1. Der Bürgermeister legte einen Vertrag zwischen ihm, namens der Stadt, und dem Jagdpachter Fritz Koch dahier vor, wonach der Stadt jetzt schon, ein Jahr vor Ablauf der Bestandzeit, deren Jagdgerechtsame zurück gegeben und alsbald eine neue Verpachtung in Aussicht genommen wird, um die Stadt in den Stand zu setzen dem neuen Pachter eine gehegte Jagd, welche einen schönen Wildstand aufzuweisen hat, überliefern zu können. Der Vertrag fand die einstimmige Genehmigung des Gemeinde raths. 2. Die Kanalisation der Neustadt wurde definitiv beschlossen, der hierfür erforderliche Credit von 13,000 M. vorlagsweise bewilligt und alsdann über das Ergebniß des Submissionstermins für den Kanalbau verhandelt. 3. Der Kanal der Kurve soll bis an die östliche Grenze der Staatsstraße verlängert werden und hierzu die Ge nehmigung der Großherzoglichen Regierung nachgesucht werden. 4. Die Herstellung eines Fahrwegs, von der Mittelstraße nach dem Reservolr, südlich des Friedhofs wurde beschlossen.

Mainz, 8. März. Aus dem Festungsgefängniß suchte heute Morgen ein dort untergebrachter Militärsträfling zu entfliehen. Derselbe wurde von dem Posten vergeb lich angerufen. Da er weiter lief, gab der Posten Feuer und brachte dem Sträfling eine anschetnend erhebliche Verletzung bei.

Allerlei.

st. Frankfurt. In Folge zahlreicher Wünsche wird Friedrich Haase in der mit so vielem Beifall aufgenom- menen Vorstellung vonMichel Perrin undWiener in Paris nochmals im hiesigen Schauspielhause auftreten. Dessen Abschledsvorstellung findet somit erst Mittwoch den 13. im Schausptelhause statt.

Cassel, 8. März. Heute Nachmittag ist im hiesigen Zuchthause großes Feuer ausgebrochen, es brennt noch, doch ist die Gesahr beseitigt. Das oberste Stockwerk mit dem Arbeitssaal in dem ein Züchtling das Feuer ange legt, ist eingeäschert. Niemand ist verletzt, kein Züchtling entwichen.

Erfurt. Eine Falschmünzerbande wurde heute hier aufgehoben, welche in letzter Zeit die Stadt und die Umgegend mit falschen Thaler- und Mankstücken preußi schen Gepräges überschwemmt hatte.

Halle a. S., 7. März. Der vor einigen Tagen aus dem Gefängniß entsprungene Raubmörder Steinig ist heute früh in Ammendorff ergriffen worden. Sein Genosse Weber, der mit ihm gemeinsam ausgebrochen war, hat sich freiwillig gestellt. l f

Berlin Das Kaisermanöver zwischen dem 7. und 10. Armeecorps in diesem Herbst soll nach derMind. Ztg. auf demselben Terrain stattfinden, auf welchem 1758 die Schlacht bei Minden stattgefunden hat, und die große Parade vor dem Kaiser soll auf den Fluren zwischen Weser und dem Hiller Moore abgehalten werden.

Zürich, 8. März. Anläßlich eines Sprengstoffver⸗ suches wurden ein(nih'listischer) Russe und ein Pole ver⸗ wundet. Dex Russe ist bereits gestorben. Eine Unter suchung ist eingeleitet.

Bologna, 8. März. Heute früh wurden zwei Erd⸗ stöße verspürt. Dleselben verursachten keinen Schaden.

Wilen. Kaiser Franz Joseph hat beschlossen, das Jagdschlößchen Mayerling vom Erdboden verschwinden zu lassen und einen Eichenwald an der Stelle anzulegen. Wald und Grund gehen sodann in das Eigenthum des StiftesHeiligkreuz über.

London. Aus ganz England laufen Nachrichten von gefährlichen Ueberschwemmungen sämmtlicher Nie derungen des Landes ein.

Die Bereitung der Maccaroni.

Neulich war ich im gelobten Lande der Mac caroni, wenigstens in der Hauptstadt dieses Landes, in Gragnano. Der betriebsame Ort liegt nicht weit von Castellamare entfernt, am Eingang zu einem schönen, waldigen Thal, in dessen Tiefe, von Bäumen überwachsen und von einer Reihe malerischer Mühlen begleitet, ein schmales rasches Bergwasser einherfließt. Ein überraschender An blick bietet sich dar, sobald man die Stadt be tritt. Zuerst glaubt man, es sei ein Fest und die Einwohner hätten ihren Straßen und Häusern diesem Feste zu Ehren einen seltsamen Schmuck bereitet. Vor jedem Hause stehen zahl reiche Gerüste aus Holz, die ungefähr wie kleine Galgen mit drei Stockwerken aussehen, und von jedem der drei Querhölzer hängt etwas herab, das von weitem wie ein cremefarbenes Gewebe erscheint. Dasselbe bewegt und wellt sich im Luftzuge, und man kann denken, die Leute von Gragnano hätten in Ermanglung bunter Teppiche

eine Unzahl gleichfarbig gelblicher Tücher zur

Schau und zum Schmuck hinausgehängt. Ueber⸗ 0 e sich dieses Schauspiel. An allen Straßen ziehen sich diese Gerüste entlang, auf

allen Plätzen bauen sie sich auf, den sprudelnden Brunnen des Marktplatzes umgehen sie im Kreise, und zwischen ihnen hindurch drängen die Maul thiere sich zur Tränke.

Tritt man näher heran, so schwindet jener erste Eindruck; was ein Gewebe schien, löst sich in ein zelne Bestandtheile auf, uud anstatt eines Tuches erblickt man, gleichmäßig aneinander gereiht, die langen gelblichen Stabe der Maccaroni, welche hier an der freien Luft ihre Trockenheit und Festig keit erlangen sollen. In diesem Lande erleichtert eine gütige Sonne dem Menschen sein Leben und seine Arbeit, und er sucht dankbar die freund liche Helferin, ihre Kraft zu nutzen. Das Haus ist nur Zufluchtsort für die Nacht, oder für die Regentage; fast ohne Fenster, aber mit weiter, bogenüberspannter Thür öffnet sich das Erd geschoß nach der Straße, und hier in der Thür öffnung, oder draußen vor derselben spielt sich das Leben des Tages ab. Jede Arbeit, die hier verrichtet werden kann, wird an diese Stelle ver legt. Der Schuster klopft und hämmert, die Frauen spinnen und schwatzen dazu, der Schneider führt seine Nadel, und der Händler breitet in gefälliger Anordnung seinen Kram aus. Nur wo Geräthe und Maschinen erforderlich, die nicht auf die Straße geschafft werden können, bleibt der Süd-Italiener mit seiner Arbeit im Hause. Auch die eigentliche Fabrikation der Maccaroni muß dort vorgenommen werden, und in den dunklen, weiten, höhlenähnlichen Räumen, zu welchen man durch die Thüröffnung hinein blickt, sieht man geschäftige Gestalten schatten haft sich hin und her bewegen.

Ein kleiner Herd mit einem Kessel darin ge nügt, den Teig für die Maccaroni zu bereiten. Dann kommt derselbe in einen großen Trog, wo er mit den Händen durchgearbeitet wird, und von dort auf ein großes eigenthümliches Holzgefäß, wo er die letzte, gründliche Verfeine⸗ rung erfährt. Mit gewaltiger Anstrenung wird die Presse, mittels der die Maccaroni fertig ge stellt werden, in Bewegung gesetzt. Hier wird der Teig durch Bronzeplatten mit verschieden großen Oeffnungen hindurchgepreßt, so daß die fertigen Stäbe unten aus der Presse herabhängen. In einer Vertiefung, unterirdisch, sitzt ein Mann mit einem großen Fächer und trocknet die Stäbe mit dessen Wehen soweit, daß sie abgeschnitten und auf eins der dreistöckigen Gerüste gebracht werden können. Dort werden sie gleichmäßig geordnet, mit einer Scheere zu gleicher Länge abgeschnitten und dann geht es hinaus in die freie Luft; nur zum Nachtrocknen kommen die Maccaroni in die Magazinräume des Hauses, wo sie im scharfen Zuge zur vollen Härte aus gedörrt werden.

Verloosungen.

Augsburger 7 fl.⸗Loose von 1864. Gewinn⸗ Ziehung vom 1. März 1889. Heimzahlung sofort. Ser. 469 Nr. 73 à 6000 fl. S. 495 Nr. 82 à 1000 fl. S. 133 Nr. 89, S. 146 Nr. 18, S. 1192 Nr. 41, S. 1409 Nr. 56, S. 1766 Nr. 38 à 100 fl. S. 133 Nr. 75, S. 141 Nr. 1 100, S. 981 Nr. 49 99, S. 1192 Nr. 73, S. 216 N 1439 Nr 78, 8 2099

Nr. 47 89 à 50 fl. S. 133 Nr. 5 44 60 94, S. 146 Nr. 6183, S. 469 Nr. 3 60 76 87, S. 495 Nr. 26 29 80 99, S. 576 Nr. 31 40 47 76 82 86 92, S. 966 Nr. 15 27, S. 981 Nr. 31 58 91, S. 1192 Nr. 3 50 97 99, S. 10% N es 9 92, S. 1216 Nr. 38 89, S. 1409 Nr. 9 41, S. 1433 Nr. 19 71 75 99, S. 1439 Nr. 3 29 50 76, S. 1553 Nr. 45 52 54 88, S. 1766 Nr. 2 60 75, S. 1823 Nr. 10 89, S. 1958 Nr. 29 38 53 56 66 85 87, S. 2016 Nr. 36 51, S. 2099 Nr. 49 93 99, S. 2130 Nr. 18 82 83 à 30 fl. 727 alle übrigen in den am 1. Februar 1889 gezogenen Serien: Nr. 133 146 469 495 576 966 9811192 1201 1216 1409 1433 1439 1553 1766 1823 1958 2016 2099 2130 enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 9 fl. Oesterreichische 100 fl.⸗Loose von 1864. Serien⸗ und Gewinn-Ziehung vom 1. März 1889. Heim⸗ zahlung am 1. Juni 1889. Serien: Nr. 144 213 505 584 854 918 1264 1336 1425 1496 1526 1762 1819 1873 1975 2065 2118 2244 2347 2485 2895 2952 2969 3011 3480 3720 3815. Gewinne: S. 3480 Nr. 49 à 150,000 fl. S. 3011 Nr. 45 à 20,000 fl. S. 2347 Nr. 49 à 10,000 fl.

S. 1264 Nr. 10 33, S. 1336

Nr. 25 37 77, S. 1425 Nr. 13, S. 1496 Nr. 55,

S. 1526 Nr. 10, S. 1762 Nr. 7 32, S. 1819 Nr. 1 44 55, S. 1873 Nr. 8 22 90, S. 1975 Nr. 61 89,

S. 2118 Nr. 29, S. 2244 Nr. 84, S. 2347 Nr. 3 53, S. 2485 Nr. 3, S. 2895 Nr. 96, S. 2952 Nr. 14 39, S. 2969 Nr. 7, S. 3011 Nr. 28 31, S. 3815 Nr. 88 a 400 fl. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien ent⸗ haltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 200 fl. ö. W.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 9. März. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfund M. 0.85 0.90, Eter 1 Stück 6 Pf.

Gießen, 6. März. Der heute und gestern dahter abgehaltene Viehmarkt war trotz der großen Kälte gut befahren. Es waren aufgetrieben: 1567 Stück Rindvieh und 287 Schweine. Fast sämmtliches Vieh war schön und gut genährt, der Handel bei Zucht- und Arbeitsvteh war lebhaft, namentlich bei Ochsen. Nächster Markt Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt lerster in 1889), und findet an diesem Tage von Morgens 8 Uhr ab die Ver loosung der Krämmerstände für dieses Jahr statt.

Frankfurt, 8. März. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo M. 7.00 9.20, Stroh pro 100 Kilo M. 6.60 bis 7.60, Butter pro 50 Kilo M. 92.00 99.00, Eter das Hundert M. 5.006., Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 23.00, do. geschälte M. 20-30, Linsen M. 34 bis 52, weiße Bohnen M. 23. 25.50, Blumenkohl 100 Stück M. 60.00 70.00, Sellerteköpfe 100 Stück M. 5. 10, franz. Kopfsalat 100 Stück M. 1012, Romainsalat M. 1, Endtvien 100 Stück M. 20, Nüsse per Centner M. 20 bis 25., Haselnüsse per Centner M. 35 45, Aepfel per Pfund 6 10 Pf., Birnen per Pfund 5 bis 15 Pf., itallenische Kastanien 1418 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 6.50 7.50, französische Zuckerschoten M. 1.20.

Frankfurt, 9. März. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12 18 Pf., do. geschälte 1418 Pf., Linsen 1828 Pf., weiße Bohnen 16 18 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10 12 Pf., krause Endivien 2030 Pf., Butter per Pfd. M. 1.00 t. 20, Eier das Stück 5 bis 6 Pf., Blumenkohl 3060 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 20 50 Pf., frische Spargeln das Pfd. M. 2.50 bis 4.00, franz. Kopfsalat das Stück 14 18 Pf., Sellerie⸗ köpfe 5 20 Pf., franz Sellerie 40 50 Pf., engl. Sellerie 5060 Pf., franz. Romainsalat per Stück 6080 Pf., Wirsing per Stück 1015 Pf., Zwiebeln per Gescheid 20 00 Pf., per Centner M. 7.00 8.00, Weißkraut per St. 15 25 Pf. neuer Lattigsalat die Port. 3050 Pf., Aepfel per Pfd. 15 20 Pf., Birnen per Pfd. 510 Pf., Nüsse per Pfund 20 28 Pf., Mauskartoffeln per Ge scheld 20 bis 25 Pf., Spinat 70 100 Pf., Rosenkohl 6080 Pf., Schwarzwurzel 5070 Pf., gelbe Rüben die Portion 15 20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., rothe Rüben per Portion 2030 Pf., Grünkohl 40 bis 50 Pf., Kastanien das Pfund 15-16 Pf.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 9. März 1889.

Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf.

20-Frankenstücke 16. 21 6 do. N 16. 17 16.4 Englische Sovereigns 20, 40 0 Russische Imperiales.. 16. 73 eaten, 9. 62 9. 57 9, 8 9 Dollars in Golde. 4. 21 4. 17

Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt.

Opernhaus.

Dienstag den 12.: Walküre. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 13.: Zigeunerbaron. Kleine Preise. Außer Abonnement.

Donnerstag den 14.: Stumme von Porttei.

Freitag den 15.: Geschlossen.

Samstag den 16.: Beltisar. Hierauf: Wiener Walzer. Ge wöhnliche Preise.

Sonntag den 17.: Nachmittags Uhr: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Wasserträger. Hierauf: Carnevalsfest. Ge⸗ wöhnliche Preise.

Montag den 18.: Geschlossen.

Gew. Pr.

Schauspielhaus.

Dienstag den 12.: Durch's Ohr. Hierauf: Der Atzemer und sein Sohn. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 13.: Abschieds⸗Vorstellung des Herrn Fr. Haase. Michel Perrin. Hierauf: Wiener in Paris. Außer Abonnement. Erhöhte Preise.

Donnerstag den 14.: Geschlossen.

Freitag den 15.: Erbonkel. Gewöhnliche Preise.

Samstag den 16.: Zum ersten Male: Die Maus. spiel in 3 Akten von Pailleron. Gewöhnliche Preise.

Lust⸗ Deutsch von Otto Brandes.