Ausgabe 
12.1.1889
 
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1889.

Famstag den 12. Januar.

N.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige n e 15 Pf.,

die a 5 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns ade welchen der 8

11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von etrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Einsendung der für die Landeswaisenanstalt zu erhebenden Collekten- und Büchsengelder.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr 5 von 1877 weisen wir Sie an, 31. I. Mts. unter Zuziehung des Controleurs zu öffnen und die hieraus entnommenen Beträge bis längstens zum 31.

durch eine Kosten nicht veranlassende Gelegenheit an uns abzuliefern. Wir erwarten pünktliche Einhaltung des Einsendungstermins.

Friedberg am 10. Januar 1889.

Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

die in Ihren Gemeinden vorhandenen Waisenbüchsen am

März l. J. Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt. DiePost will wissen, daß die Reise des Großherzogs zum Neujahrsfeste an den Berliner Hof den Zweck gehabt habe, gewisse Schwierigkeiten verwandtschaftlichen Verkehrs, die sich eingestellt hatten, zu beseitigen, und daß dies auch gelungen sei. Dieser Ausgleich sei wegen der bevorstehenden Verlobung der Prinzessin Alix

mit dem Großfürsten-Thronfolger von Rußland

herbeigeführt. Obwohl dies Verlobungsprojekt in Darmstadt abgeleugnet werde, sei es doch vor handen. Der Großherzog werde um Ostern nach Petersburg reisen und die Verlobung solle dann

dort proklamirt werden.

Der Hofjunker M. v. Biegeleben wurde zum Kammerfunker, der Ministerialrath Emmer⸗ ling zum ständigen Mitglied und Vorsitzenden des Landesversicherungsamtes, der Regierungs⸗ rath Dr. Zeller und der Oberfinanzrath Fuhr zu ständigen Mitgliedern des Landesversicherungs⸗ amtes ernannt, dem Ministerialsekretär Dr. v. Wede⸗ kind die Funktionen des Sekretärs bei diesem Amte übertragen, der Gerichtsschreiber Kohlheyer in Grünberg zum Gerichtsschreiber in Lich er⸗ nannt, dem General-Major Fr. v. Rotsmann das Comthurkreuz 1. Kl. des Philipps Ordens verliehen und der Fürst zu Psenburg und Büdingen zum ersten Präsidenten der ersten Kammer ernannt.

Berlin, 9. Jan. Reichstag. In zweiter Berathung der einmaligen Ausgaben des Etats für das Reichsheer wurde der Titel des ordent⸗ lichen Etats, welcher für den Neubau einer Kavalleriekaserne in Darmstadt 500,000 Mark fordert, auf Antrag des Abg. Böhm, der die Babenhausener Kavallerie-Garnison auch ferner in Babenhausen belassen wissen will, an die Budgetcommission zurückverwiesen. Die übrigen Titel wurden nach unerheblicher Debatte den Anträgen der Budgetcommission gemäß erledigt und hierauf alle Titel des ordentlichen und des außerordentlichen Heeresetats, sowie die Etats des Reichseisenbahnamtes, des Reichsrechnungs hofes und des Invalidenfonds unverändert ge⸗ nehmigt. 10. Jan. Bei der Verhandlung über die Wahl des Abg. Götz fand eine längere Debatte über die politische Thätigkeit der Krieger⸗ vereine statt, woran Singer und Rickert, die sächsischen Bundesbevollmächtigten v. Hohenthal und v. Schlieben, sowie v. Zeitz theilnahmen, welch letzterer die Haltung der Kriegervereine gegenüber den Socialisten, als ihrem Grund⸗ satze der Treue gegen Kaiser und Reich ent⸗

10. Jan. Fürst Bismarck ist heute hier eingetroffen. 5 N Dem Rochefort'schenIntransigeant ist

der Postdebit in Deutschland entzogen worden.

Nach demBerl. Fremdenbl. hat eine Commission für die Einrichtung der Einjährig⸗ Freiwilligen im deutschen Heere in Bezug auf die an die Einjährig Freiwilligen zu stellenden Anforderungen verschiedene Beschlüsse gefaßt, die in Folgendem wiedergegeben werden:Es so

zum einjährig- freiwilligen Dienst in Zukunft nicht mehr das Reifezeugniß für Secunda ge nügen, sondern dasjenige für Prima erforderlich sein. Erweist sich der Einjährig Freiwillige inner⸗ halb der ersten sechs Mouate als geeignet für den Posten eines Reserveofficiers, so soll ihm durch Zutheilung eines militärischen Instructors und durch Besuch einer Schule, ähnlich der Kriegsschule, eine weitere militärische Ausbildung zu Theil werden. Quallficirt sich der Einjährig Freiwillige nicht, so soll er seine Berechtigung zum Einjährigen⸗Dienst verlieren und zwei Jahre dienen müssen. Diese zweijährig⸗freiwillige Dienst⸗ zeit soll außerdem eingeführt werden für die⸗ jenigen jungen Leute, welche mit der Bildung ausgestattet sind, wie sie heute die neueingerich teten sechsklassigen höheren Bürgerschulen bieten.

DasDeutsche Wochenblatt veröffent licht einen Brief des Afrikareisenden Junker vom 5. Januar, welcher darlegt, alle Nachrichten über Stanley und Emin seien nicht zuverlässig. Er(Junker) stelle zwei Behauptungen auf: Stanley's Karawane sei nicht vernichtet und es sei nicht wohl anzunehmen, daß Emin in die Gefangenschaft des Mahdi gerathen sei. Soll⸗ ten die Mahdisten wirklich Weiße gefangen ge nommen haben, so könnten dies der Grieche Marko oder der maltesische Jude Vita Hassan sein. Emin würde sich, wenn er Wadelai auf gab, mit Dampfern südwärts nach dem Albert See gewendet haben. Betreffs Tippo Tipp's glaubt Junker fest an dessen freundschaftliche Gesinnung, Nothwendigkeit vorschreibe. DemFr. I. schreibt man: Ueber Emin Pascha liegen keine wichtigen Neuigkeiten vor. Die über Wady Halfa nach Kairo gelangte Meldung, daß Emin die Mahdisten in einem Treffen besiegt habe, läßt sich, wie sich jetzt herausstellt, ganz gut mit der Behauptung Osman Digma's von der Ge⸗ fangennahme Emin's vereinigen. Jenes Treffen soll nämlich in der zweiten Woche des Sep tember stattgefunden haben, während Osman Digma die Uebergabe Emin's in Lado auf den 10. Oktober angibt. Man kann also die beiden Nachrichten dahin vereinigen, daß Emin anfangs mit Glück die gegen ihn ausgesandten Mahdisten bekämpfte, spaͤter aber von seinen Leuten ver⸗ rathen und ausgeliefert wurde. f

Nach englischen über London aus Capstadt hier eingetroffenen Berichten hat der deutsche Reichscommissär Dr. Göring nach Einsichtnahme der seitens Kamahereros mit dem Engländer Lewis geschlossenen Verträge anerkannt, daß er keine Rechte in Damaraland habe.

Kiel. S. M. S.Nixe, Commandant Corvetten⸗Capitän Büchsel, ist am 4. Januar in Kingstown auf St. Vincent(Westindien)

eingetroffen. l Ausland. Brüssel. Allgemeines Aufsehen

Belgien. I. eine von König Leopold

erregt nach dem Fr.

lll verfaßte Broschure,

welche die Schaffung einer

welche ihm seine Klugheit und die

belgischen Marine, den persönlichen Heeresdienst, Vermehrung des Truppen-Contingents und die Uebernahme des Congostaates als belgische Colonie befürwortet.

10. Jan. Trotz des Ausweisungsdekrets reiste der Herzog von Aumale gestern nach Paris.

Frankreich. Paris, 10. Jan. Der Senat wählte Leroyer mit 182 Stimmen aufs neue zum Präsidenten; 16 Stimmzettel waren unbeschrieben.

10. Jan. Der Marineminister theilte in dem heutigen Ministerrathe ein Telegramm des Gouverneurs von Obokh mit, worin gemeldet wird, daß der Gouverneur mit dem Comman⸗ danten des französischen SchiffesMeteore über eingekommen sei, Maßregeln zur Unterdrückung des Sklavenhandels zu treffen.

Spanien. Madrid, 9. Jan. Auf einer Hintertreppe des Königspalastes fand eine Pe⸗ tarden-Explosion statt, wodurch einige Fenster⸗ scheiben zersprangen; weiterer Schaden ist nicht angerichtet. Der Urheber der Explosion ist bis⸗ her noch nicht entdeckt.

Aus Stadt und Land.

k. Friedberg. Ein Meteor, welcher am Sylvester⸗ Abend in einem großen Thelle Mitteldeutschlands sicht⸗ bar war, ist mehrfach beobachtet worden. Eln Kasseler Architekt berichtet darüber: Er ging genau Abends 8 Uhr 15 Minuten(Ortszeit) in westlicher Richtung, als er plötzlich durch einen sehr grellen Lichtstreifen am Horszont aufmerksam gemacht wurde. Ein Meteor von der schein⸗ baren Größe einer Kegelkugel(etwas kleiner als der Mond gewöhnlich aussieht, aber bedeutend intensiver) und grünlich-gelber Farbe, bewegte sich in scheinbar nur geringer Höhe über den Häusern fast horizontal in der Richtung genau von Norden nach Süden. Besonders fiel dtiesem, wie auch anderen Beobachtern, die über die grelle Erscheinung förmlich erschrocken waren, die schein⸗ bar so überaus mäßige Geschwindigkeit auf, mit welcher das Meteor so zu sagenganz gemüthlich vorübersegelte. An dem Kopfe des Meteors befand sich eln mehrere Meter langer strahlenförmiger Schweif, welcher in allen Regenbogenfarben schillerte. Die Dauer der Erscheinung war etwa 5 Sekunden. Wie aus Marburg, Schmalkal⸗ den und Hanau berichtet wird ist das Meteor dort eben⸗ falls beobachtet worden.

Langen. Hier und in der Umgegend wurde am letzten Sonntag zwischen 2 und 3 Uhr zweimal ein auf⸗ fallendes, entferntem Donner oder vielmehr dem Getöse eines über eine Brücke gehenden Eisenbahnzugs zu ver⸗ gleichendes Geräusch bemerkt. Vermuthlich handelt es sich dabel um eln Bewegen im Innern der Erde, da in den jüngsten Tagen in Süddeutschland wiederholt der⸗ artige Erscheinungen beobachtet wurden.

Allerlei.

München. Der hiesigen Polizei ist es gelungen, eine Bande von sechs Personen abzufassen, welche sich hier und in einem nahen Dorfe mit der Herstellung von falschen Hundertmarkschelnen beschäftigte. Chemika⸗ lien und Druckerpresse wurden gefunden. Die Fälschungen waren noch nicht ganz vollendet.

Konstanz. Am 7. Jan., 3 Minuten vor 12 Uhr Mittags, wurde hier ein ziemlich heftiger Erdstoß ver⸗ spürt, er dauerte etwa 2 Sekunden und bewegte sich in der Richtung von Nordosten nach Südwesten. Die Fen⸗ ster klirrten und die Möbel geriethen ins Wanken, so⸗ daß viele Leute nicht wenig erschreckt wurden.

New⸗Nork, 10. Jan. In Pensylvanlen wüthete gestern ein furchtbarer Cyelon, der beträchtlichen Schaden anrichtete. Aus Keading sind 50 Todesfälle gemeldet. In Pitsburg wurde ein im Bau begriffenes Gebäude niedergerissen; die Trümmer fielen auf die nahestehenden