die allerhöchsten Herrschaften im Theater ein. ab. Bis dahin werden nur fünf Pence gezahlt.
— 8. Sept. Der Kaiser und die anderen hier anwesenden Fürstlichkeiten fuhren heute Vor⸗ mittag zum Bahnhofe, um sich nach Oschatz und von da zu Wagen nach Kleinforst zu begeben und an dem dort stattfindenden Festgottesdienste der Manövertruppen Theil zu nehmen. König Albert von Sachsen wohnte dem Gottesdienste in der katholischen Hofkirche bei. Der Kaiser hat sich nach beendigtem Festgottesdienst auf der Eisenbahn von Oschatz nach Coswig und sodann mittelst Wagens nach der Moritzburg begeben, woselbst König Albert bereits eingetroffen war, um mit dem Kaiser eine Pürschjagd abzuhalten.
Homburg. Die Abreise der Kaiserin Friedrich ist auf Samstag, den 14. Sept. fest⸗ gesetzt. Die Kalserin begibt sich zunächst nach Berlin, von wo aus sie nach kurzem Aufenthalte nach Kopenhagen reisen wird. Am 10. Sept. wird sich die Kaiserin zur Kaiserin Augusta nach Schlangenbad begeben.
Bremerhaven, 6. Sept. Die aus Samoa heimgekehrten Mannschaften des„Adler“ und des„Eber“ wurden heute an Bord der „Braunschweig“ von dem Viceadmiral Paschen mit einer Ansprache begrüßt. Der hiesige Krieger— verein überreichte bei der Landung einen Lorbeer— kranz mit einer Gedenkschrift. Capitänlieutenant Arend dankte namens der Mannschaften, welche nach Bewirthung in der Lloydhalle die Reise nach Kiel fortsetzten.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die „Wiener Zeitung“ veröffentlicht die Genehmigung der erbetenen Eutlassung des Statthalters von Böhmen, Baron Kraus, und die Ernennung des Grafen Thun zum Statthalter.
— Das„Armee-Verordnungsbl.“ publicirt die Errichtung je einer weiteren mit dem 1. Januar 1890 vorläufig auf vermindertem Friedensstande aufzustellenden schweren Batterie bei jedem Corps— artillerie Regimente; ferner eine Verordnung zur Durchführung der vom Kaiser am 15. Mai ge— nehmigten Aufstellung von weiteren vier bosnisch— herzegowinischen Jufanterie-Compagnien und von vier Bataillonsstäben für die bosnisch-herzego— winischen Jufanterietruppen im Herbst 1889.
Pest, 6. Sept. Der Minister Baroß begab sich nach Orsova, um der Eröffnung der Regu— lirungsarbeiten am Elsernen Thore beizuwobnen. Der Minister feuerte von der festlich geschmückten Tribüne aus den ersten Sprengschuß ab.
Frankreich. Paris. Der russische Artillerie— oberst von der Howen und ein schwedischer Lieu— tenant sind die einzigen fremden Officiere, welche den Kavallerie-Manövern bei Chalons beiwohnen.
Großbritannien. London, 6. Sept.
Die Directoren der Dockgesellschaften bewilligten Reisenden Kükenthal und Walter sind mit erfreulichen die Forderung der Rheder, ihre Schiffe selbst zu Resultaten nach Tromsoe wieder zurückgekehrt.
löschen. Der Lordmayor lud den Kardinal Man⸗
ning, den anglikanischen Bischof von London, sowie
ie hre Streske T
die Führer der Streikenden, Burns und Tillet, Werkstatt aus, wo alte Patronen auseinandergenommen ein, über die Mittel zu berathen, welche erforderlich] wurden Die hierauf von denen die Hälfte bereits auseinandergenommen war.
seien, den Streik zu beseitigen.
Nachmittags im Mansionhouse abgehaltene Con— ferenz empfahl, den Arbeitern vom Januar 1889 Die Opfer sind meistens Arbeiter. Burns einen großen Schuppen, der fast ausschließlich Petro
ab sechs anstatt fünf Pence zu bezahlen.
und die anderen Führer des Streiks erklärten leum enthlelt. sich bereit, den Arbeitern zu rathen, das Arran—
gement
Mansion-House vorgeschlagenen Bedingungen an
Es sind folgende: Erhoͤhung des Arbeitslohnes In der ganzen Stadt herrscht unbeschrelblicher Jammer; auf sechs Pence pro Stunde vom 1. Jauuar 1889 die Zahl der Todten beträgt mindestens 30).
N anzunehmen.— September. Die von forigeschleuderten Patronen herzurühren scheinen. Directoren der Dockgesellschaften nahmen die vom In fast allen Häusern sind die Fensterscheiben zerbrochen; Lordmayor infolge der gestrigen Conferenz im en Theil des Daches des Börsengebäudes ist beschädigt.
Die Arbeiter aller in den Docks und an den Ufern des Flusses beschäftigten Kategorien sollen am Montag die Arbeit wieder aufnehmen und sich verpflichten, den Arbeitern, welche nicht streikten, gut zu begegnen. Burns und Tillett nahmen ebenfalls diese Bedingungen an, ver— langen jedoch von den Directoren die Verpflich— tung, die Streikanhänger nichts entgelten zu lassen.— 8. Sept. Trotz der Annahme der vom Lordmayor vorgeschlagenen Bedingungen erklärten die Streikführer Burns und Tillett heute, sie müßten, bevor sie die Wiederaufnahme der Arbeit anempfählen, vorher mit den ver— schiedenen Streikcomités darüber berathen. Ein gestern Nacht veröffentlichtes Manifest des Cen⸗ tralcomités erklärt, die Dockarbeiter seien nicht gewillt, den Dockgesellschaften günstigere Beding— ungen zu bewilligen, als die Werftenbesitzer bereits angenommen hätten.
Italien. Rom. In der vatikanischen Hof— druckerei erscheint demnächst eine Broschüre mit diplomatischen Enthüllungen über den Einzug der Italiener in Rom. Die Broschüre soll namentlich die damalige Politik Preußens be— mängeln.
— 7. Sept. In Aden traf ein Courier mit Briefen für den Führer der Gesandtschaft des Königs von Schoa ein; er theilte mit, daß in Harrar völlige Ruhe herrsche. König Menelik wartet in Antotto die gute Jahreszeit ab, um Tigreh zu occupiren.
Rumänien. Bukarest. Dem in voriger Session votirten Gesetze gemäß bringt die Regie— rung in dieser oder nächster Woche 28,500 Hektar Grundstücke in kleineren Parzellen an die Bauern zum Verkauf.
Jassy. Der Beginn der Manöver bei Jassy ist endgiltig auf den 10. October anberaumt. Der König wird sein Hauptquartier in Bakan aufschlagen. Sämmtliche Militärattachés wurden zu den Manövern eingeladen.
Aus Stadt und Land.
Bingen, 6. Sept. Der rheinische Nachtzug 558 aus Coblenz ist morgens bei der Einfahrt in Binger— brück mit einem dort stehenden Rangierzug, wahrscheinlich infolge falscher Weichenstellung, zusammengestoßen. Die Reisenden und das Zugspersonal sind unverletzt, die Maschine ist jedoch stark beschädigt. Die angerannten Güterwagen wurden theilweise ineinander geschoben.
Allerlei.
Berlin. Die Spareinlagen bei der städtischen Spar kasse dahter sind von 23 473 280 Mark im Jahre 1870 auf 101351496 Ende 1888, also durchschnittlich um 8 Millionen per Jahr gestiegen. Die thatsächliche Steige— rung im Jahre 1887 betrug 14137 287 Mark, im Jahre 1888 13 969045 Mark.
Bremen, 7. Sept. Ein Telegramm aus Tromsoe meldet:„Die von der Bremer Geographischen Gesellschaft zu zoologischen Forschungen nach dem Elsmeer entsandten
Antwerpen, 6. Sept. Heute mittag 2 Uhr fand in der Cartouchenfabrik nahe des Hafens eine furchtbare Dynamit Explosion statt. Die Explosion ging von der
Daselbst befanden sich 50 Millionen Patronen, Die Zahl der Todten beträgt 250, die der Verwun⸗
deten 400. Beide Zahlen stehen jedoch noch nicht fest. Das Feuer ergriff
0
Paris. In Angers, sowie in St. Clement an der Loire, in Landemont bei Cholet und in Nantes sind ig der Nacht vom letzten Dienstag auf Mittwoch Erdstöße wahrgenommen worden. 1 Konstantinopel. Das kleine 60 Kilometer nörd⸗ s
lich von Erzerum gelegene Dorf Kantzorik, welches“ s Bed 215 Einwohner hatte, ist am 28. August durch eine furchte n
bare vulkanische Eruption zerstört worden. Das Dor lag, wie man dem„Daily Cbrontele“ telegraphirt, 1600 Meter über dem Meeresspiegel, an einem Abhang. Als die Einwohner ein unterirdisches Geräusch vernabmem
und bemerkten, daß die Quellen versiegten, wandten se
sich an die nächste Behörde. welche ihnen rieth, das Don 00 1
zu verlassen. Für die Meisten kam jedoch die Warnung
zu spät, denn gegen Mtttag, während die Einwohner sig 1
zur Flucht rüsteten, stürzte ein mit Steinen und Erde vermischter Lavastrom auf das Dorf und verschüttete 1 dasselbe mit 136 darin befindlichen Personen und allen Mu Thieren. Von dem Dorfe ist kaum mehr eine Spur zu ur. sehen. Der Berg ist nach allen Richtungen gespaltenz Prä die Hauptspalte ist 400 Meter breit. Man hört nog Il. Oct unterirdisches Geräusch, es erfolgen große Erdrutschungen 1 gur und Staubwolken erfüllen die Luft. f
N— 0
Handel und Berkehr. Leun e Friedberg, 7. Sept. Buttermarkt. Butter kostet, per Pfund M. 1.10— 1.20, Eter 1 Stück 6—7 Pf. Butzbach, 7. Sept. Wochenmarkt. Butter kostet, per Pfund 1.15— 1.20 M., Käse per Pfund 45—46 Pf. Eier 1 St. 6 Pf. Gießen, 7. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarlt kostete: Butter per Pfund M. 1.10— 1.18, Eier 1 St. 6, 2 St. 11 Pf., Käse per Stück 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0.60, Hühner per St. M. 0.90— 1.90, Hahnen per St. M. 0.55— 1.20. Enten per St. M. 1.50— 1.90, Gel Ochsenfleisch per Pfd. 60—72 Pf., stuh⸗ und Rindfleisch de Verl 50—60 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Hammelslesh 50— 66 Pf., Kalbfleisch 56— 58 Pf., Kartoffeln pus en Bull 100 Kilo M. 3.50—5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6. Pr. Frankfurt, 7. Sept. Wochenmarkt. Erbsen gange 0 per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., gelbe Kartoffeln pn Gescheid 14— 16 Pf., rothe Kartoffeln per Gescheld 12 bs 3381 14 Pf., neue Mäuschenkartoffeln per Gescheld 30 W Butter per Pfd. M. 1.20— 1.35, Eter das Stück 5 bis Rest 6 Pf., Blumenkobl 30—70 Pf., Kopfsalat 3—6 Pf. Sellertleköpfe 10—25 Pf., Romainsalat per Stück 10 bis D 20 Pf., Zwiebeln 25 Pf., per Centner M. 8.—9. laß Carolten das Päckchen 12— 15 Pf., Kohlraben das Stüc aß ich 46 Pf., gelbe Rüben die Portion 6—8 Pf., rothe vor; Rüben 56 Pf., Rettig das Stück 4—8 Pf., Wesßkraut daß 0 Stück 15— 25 Pf., Rothkraut 20—30 Pf., Wirsing 17, Jun bis 20 Pf., Endiviensalat 5— 10 Pf., Einmachgurk 100 Stück M. 1— 1.20, Salatgurken das Stück 2—3 Pf., Einmachzwiebel das Gescheld 40 Pf., Perlzwiebel das Pfund 0-60 Pf., Schwarzwurzel 7080 Pf. 2
Repertoir⸗ Entwurf 8 L
der bereinigten Stadt-Theater in Frankfurt. 1 Opernhaus. um Se Dienstag den 10.: Fidelio. Große Preise. 0 Mittwoch den 11.: Lobengrin. Außer Abonn. Gr. Pr.* Donnerstag den 12.: Undine. Große Preise. F Freitag den 13.: Relse um die Erde. Außer Abonn Große Preise. Samstag den 14.: Hamlet(Oper). Große Preise. d Sonntag den 15. Arda. Große Preise. wulcht de Montag den 16: Reise um die Erde. Außer Abom 9 Große Preise. zogen Schauspielhaus. Tolr. Dienstag den 10: Pbilippine Welser. Gewöhnl. Preise] daster Mittwoch den 11.: Es bat so sollen sein. Hierauf Stuten Spielt nicht mit dem Feuer. Gewöhnliche Preise, 2 Donnerstag den 12.: Geschlossen. 2 Freitag den 13.: Zum ersten Male: Die schoͤne Helene,. Operette von Jaques Offenbach. Gewöhnl. Preise.— Samstag den 14.: Zum ersten Male: Gespenster. Ein N Familiendrama in 3 Aufzügen von Henrik Jbsen 1s Aus dem Norwegischen von M. von Borch O1. r
wöhnliche Preise. 1 Sonntag den 15.: Es hat so sollen sein. Hierauf: Spiel!!“ 5297 nicht mit dem Feuer. Gewöbnliche Preise. 24
Die brennende Fläche beträgt etwa einen Hektar; die Flammen schlagen gegen 200 Meter hoch auf und man hort fortwährend Detonattonen, welche
Es stehen 60000 Fässer Petroleum in Flammen.— 7. Sept:
Der Brand dauert fort und umfaßt einen vollen Hektar.
Montag den 16.: Zum ersten Male wiederholt; Dl 2 schöne Helena. Gewöbnliche Preise. l 9
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Obstversteigerung.
Freitag den 18. September, Nachmittags 2 Ubr be
ginnend, wird das diesjährige Obst von dem fisealischen 3277
Friedberger Burgberg in einzelnen Loosen versteigert. Ober⸗ Rosbach am 8. September 1889 Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach. 3289 Strack.
Ein junger tüchtiger Bäcker
sucht per sofort Stelle. Zu erf. in der Epd. d. Anz.
2 Schlossergesellen
sucht Carl Rupp, Schlossermeister, in Bad Nauheim.
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Zwangs-Versteigerung. Dienstag den 10. September, Nachmittags 5 Ubr, wird vor dem Rathhause dahier 1 Pferd gegen Bat zahlung versteigert. Friedberg am 8. September 1889. 6 König, 0 3292 Gerichtsvollzieher. Ein junger Mann mit schöner Handschrift wünselt seine freie Zeit mit schriftlichen Arbeiten, Büchernack tragen ꝛc. ꝛc. gegen mäßiges Honorar auszufüllen. 0 1 Offerten unter A. Z. 1 an die Exp. d. Anz. 32


