Betreffend: Die Vertilgung der Blutlaus.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die daß nach F. 2 des Local-Reglements rubricirten
Wir machen Sie darauf aufmerksam,
Großherzoglichen
Nr. 55 von 1887— die in jeder Gemeinde gewählte Commission von Sachverständigen in der u 0 i schützen und Baumwärter die Gemarkung zu begehen und unter Zuziehung der betheiligten Grundbesitzer die Apfelbäume auf die Blutlaus zu
untersuchen hat.
Im November dieses Jahres ist uns zu berichten,
auch darüber, ob den Vorschriften des Reglements genau nachgelebt worden ist.
aus der von Großherzoglicher Ob
Rubr.⸗Nr. Einnahme.
1) Kassevorrath aus vorhergehenden Jahren 2) Ausstände aus vorhergehenden Jahren. 3) Beiträge der Kreise.. 4) Kapttalzinsen. 5 5) Prozeßkosten 6) Beitrag aus der Staatskasse 8) Ersatzpostenn 12) Zurückempfangene Kapftalten. Summe der Ausgabe. 14) Besol dungen 15) Diäten und Gebuͤbre n 16) Botenlohn und Verkündigungskosten. 17) Für Bureaugegenstände und Geräthschaften. 18) Erbauung und Unterhaltung von Krelsstraßen. 23) Ausgeliehene Kapitalie n
Gießen den 24. April 1889.
Auszug
Friedberg den 2. Mai 1889.
Bürgermeistereien des Kreises. Betreffs vom 6. Mai 1887— Kreisblatt Zeit bis zum 15. Mai in Begleitung der Feld⸗
welche Beobachtungen die betreffenden Commissionen gemacht haben, sowie
Dr. Braden.
er⸗Nechnungskammer revidirten Rechnung der Probpinzial⸗Kasse der
Provinz Oberhessen für 1886087.
M. Pf. Abschluß. M. Pf. 6,239 40 Gesammtsumme der Einnahmen. e 219,737 74 —— 5„ Ausgaben„ 193,377 83 152,000— Verglichen bleibt Rest 28,359 91 5 50 welcher in barem Vorrath mit. 26,275 91 24,320 nud in Vorlagen mit„ 84— 123 45 gleiche Summe wie oben 28,359 91 e 36,640— besteht. Einnahmen 219,787 74 Gießen am 1. März 1888. Der Rechner der Provinzialkasse für Oberhessen: M. Pf. Grüneberg, Rendant. 2,500— r 22 5 Revidirt, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. 674 73 Darmstadt den 3. April 1889. 188,180 78 Großherzogliche Ober-Rechnungskammer.
Summe der Ausgaben 193,377 88 In Gemäßheit des Artikel 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzial-Ordnung wi
In Vertretung:
Strecker. Pusch.
rd der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Der Vorsitzende des Provinztal-Ausschusses der Provinz Oberhessen:
von Gagern
Deutsches Reich.
Darmstadt, 3. Mai. Der Großherzog, der Erbgroßherzog und Prinzessin Alix haben sich zur Taufe nach Kiel begeben, ersterer über Berlin.
Potsdam, 2. Mai. Der Kaiser verlieh heute in feierlichster Weise dem ersten Bataillon des ersten Garderegiments eine neue Fahne. Anwesend waren außer dem Kaiser: die Kaiserin mit ihren drei ältesten Söhnen, die übrigen Peinzen des Königshauses, der Großherzog von Hessen, zahlreiche Fürstlichkeiten, die Generalität mit Graf Moltke an der Spitze.
Berlin, 1. Mai. Das Diner, welches gestern beim Reichskanzler stattfand und an wel⸗ chem der Kaiser und die Kaiserin theilnahmen, zählte 28 Gedecke. Der Kaiser führte die Fürstin Bismarck zu Tische; zur Linken saß die Gräsin Hohenthal. Der Reichskanzler führte die Kaiserin zu Tische; zur Rechten der Kaiserin saß der Graf Hohenthal. Außerdem waren noch anwesend die Gesandten Württembergs und Badens mit ihren Gemahlinnen, sowie Graf Herbert Bismarck und mehrere Herren des auswärtigen Amtes und der Hof⸗Gesellschaft. Das Kaiserpaar verblieb bis 9/9 Ubr im Reichskanzlerpalais.
— Die Kaiserin Augusta reist am Samstag nach Baden Baden ab.
Dresden, 30. April. Der König und die Königin sind heute nach Sibyllenort abgereist, woselbst sie zwei Wochen zu bleiben gedenken
Straßburg. Alle verläßlichen Nachrichten stimmen darin überein, daß nicht die geringste Veranlassung vorlag zur Verhaftung Wohlge— muths. Derselbe reiste nach Rheinfelden, um ihm aus der Schweiz angebotene Aufklärungen über die im Elsaß stattfindenden socialistischen und anderen staatsfeindlichen Umtriebe zu em— pfangen. Inspektor Wohlgemuth wurde während seiner Haft brutal behandelt. Die„Nordd. Allg. Zig.“ sagt im Anschluß an diese Meldung, es werde sich jetzt darum handeln, für das gegen den deutschen Beamten eingeschlagene, mit den völkerrechtlichen Gewohnheiten und nachbarlichen Beziehungen unter befreundeten Mächten im Widerspruch stehende Verfahren amtliche Auf— klärung und, je nach deren Ergebniß, Genug— thuung zu erlangen.
Kiel. Die Manöverflotte unter dem Befehl des Contre-Admiral von Kall ist auf die Dauer von 6 Monaten in Dienst gestellt worden. Die Schiffe dieser Flotte werden im Monat Mai in der Ostsee einzeln üben und alsdann Ende dieses Monats, zu welcher Zeit der Kaiser Wilhelm
mit seinem Gast König Humbert von Italien hier erwartet wird, wieder hier eintreffen.
Ausland.
Holland. Haag, 2. Mai. Die General⸗ staaten beschlossen heute einstimmig, der in Ar⸗ tikel 38 der Verfassung vorgesehene Fall(Ein— setzung der Regentschaft) höre hiermit auf zu ezistiren; der König übernehme wieder die Re— gierung.
Luxemburg, 1. Mai. Ein an den Herzog Adolf zu Nassau gerichteter Brief mit der Unter— schrift des Königs traf heute hier ein, worin derselbe dem Herzoge für die Uebernahme der Regentschaft dankt und zugleich ankündigt, daß er selbst vom 3. d. M. ab die Regierung wieder übernehme. Der Brief des Königs ist die Ant— wort auf ein Schreiben des Herzogs, in welchem sich dieser bereit erklärt, die Regentschaft abzu— geben, sobald der König sich zur Uebernahme der Regierung kräftig genug fühle. Herzog Adolf wird am Sonntag Luxemburg verlassen.
Frankreich. Paris. Hier werden am 14. Juli zwei internationale Arbeiter-Congresse tagen; die französischen Sozialdemokraten haben sich entschlossen, neben den Possibilisten einen selbstständigen zweiten Congreß einzuberufen.
— 2. Mai. Die Royalisten veranstalteten gestern ein Bankett, an welchem gegen 1000 Personen theilnahmen. An den Grafen von Paris wurde eine Ergebenheitsadresse abgesandt.
Großbritannien. London, 1. Mal. Das Unterhaus nahm mit 113 gegen 103 Stimmen den von der Regierung bekämpften Antrag Samuel Smiths gegen das jetzige fiscalische System in Indien in Betreff des Verschleißes geistiger Ge— träuke und Opiums an.
Italien. Rom, 1. Mai. Die Deputirten— Kammer nahm heute die Sitzungen wieder auf. Der Präsident theilte mit, acht Deputirte hatten betreffs der afrikanischen Angelegenheiten, zwei wegen des Menabrea bewilligten Urlaubes Inter— pellationen angemeldet. Crispi wird die ersteren am Freitag, die letzteren nächsten Dienstag be⸗ antworten.
Spanien. Madrid, 1. Mai. In der Kammer legte der Finanzminister heute das Budget vor. Die Einnahmen betragen 800,035,687
nister kündigte ferner die amortisirbaren Staatsschuldan
Deficits, von denen das für 1886 108 Millionen, das für 1887 91 und das für 1888 81 Millionen
Pesetas, die Ausgaben 799,943,436. Der Mi- iind ve
Pesetas betrug. Das Deficit des laufenden Jahres werde noch erheblich sein. Für das neue Etatsjahr schlug der Minister eine Ersparniß von 26 Millionen vor.
Rumänien. Bukarest, 1. Mai. Kronprinz Ferdinand ist heute hier eingetroffen. Auf dem Bahnhofe waren das Königspaar, die Minister, das diplomatische Corps und Vertreter aller Parteien anwesend. Wie der„Polit. Corr.“ gemeldet wird, ist die beschleunigte Ankunft des Tbronfolgers Ferdinand, welche ursprünglich Ende Mai erfolgen sollte, auf den nachdrücklichen Wunsch des Königs zurückzuführen, daß der Thronfolger bereits während der Nachsession der Kammer seinen Sitz im Senate einnehme und an den militärischen sowie sonstigen Festlichkeiten zur Feier des Jahrestages der Erhebung Ru⸗ mäniens zum Königreiche theilnehme.
Rußland. Petersburg. Die„Vossische Ztg.“ theilt eine Nachricht der„Dally News“ mit, wonach die russische Polizei bündige Be⸗— weise von der Existenz einer Verschwoͤrung gegen das Leben des Zaren besitzt. Der Zar sollte am Dienstag den Uebungen in Zarskoje-Selo bei⸗ wohnen, ließ aber im letzten Augenblick absagen.
Afrika. Massauah, 2. Mai. Die„Agenzia Stefani“ meldet von hier: Die innere Lage Abessyniens ist unverändert. Maugaschan und Ras Alula sind in Adna und versuchten ver— geblich, die Haͤuptlinge des Königreichs in einer Berathung zu vereinigen. Debeb weilt in Godo— felassi. Die Feindseligkeiten zwischen ihm und Ras Alula haben begonnen.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 30. Aprll⸗ Nachdem Kreisrath Dr. Braden eine Verfügung Großh⸗ Ministeriums der Finanzen, betr. die Stellung des Ge ländes zur Nebenbahn„Friedberg und einer Station der Oberbess. Bahn zwischen Hungen und Nidda“, in der heutigen Sitzung persönlich zur Kenntniß gebracht, wurde folgender Beschluß gefaßt: Die bei der projeetirten Neben, bahn von Friedberg nach Trais Horloff— Hungen interes⸗ sirten Gemeinden haben sich mit Ausnahme der Gemeinden Fauerbach, Bauernheim, Dorheim und Belenheim nicht allein verbindlich gemacht, das zum Bau dieser Neben⸗ bahn erforderliche Gelände lasten und kostenfrel zu stellen, sondern auch vereinbart, in welcher Art und Weise die Kosten des Geländeerwerbs aufgebracht werden sollen, beztehungsweise wie viel jede Gemeinde zu solchen bei! zutragen habe, vorbebaltlich des Negresses gegen die renttenten Gemeinden. An dieses Abkommen sind diejenigen Gemeinden zwischen Reichelsheim und
senten daran etwas zu ändern. Die Stadt Friedberg
kann deßhalb zur Zeit eine bestimmte Erklärung darüber, ob sie zur Stellung des Geländes und zur Leistung eines
Convertirung der Friedberg, welche sich an solchem betheiligt haben, ge“ und begründete bunden und daher nicht in der Lage, ohne vorgängige dieselbe; er sprach rückhaltlos über die letzten Verständigung mit den übrigen Gemeinden und Interes⸗
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