Ausgabe 
28.2.1888
 
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wos

Bienstag den 28. Februar.

M 25.

berhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag,

Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Alreisblatt für den Areis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

0 Annoncen: die einspaltige 1 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von te trennt* d. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

dung* 28* 8 Amtlicher Theil.

* 3 Betreffend: Gesetz, Aenderung der Wehrpflicht. B 2 k nr ma B n 9. ange 1 N 9* N 0 8 Latddun Unter Bezugnahme auf die in Nr. 22 des Kreisblattes von 1888 enthalteneAufforderung des Großherzoglichen Landwehr-Bezirks⸗

alle Infanteristen aus 8 alle übrigen

Ist diese Meldung bis zum

die oben erwähnteAufforderung Friedberg den 2

kihkrung.

5. Februar 1888. Betreffend: Gesetz, Aenderung der Wehrpflicht.

Obige Bekanntmachung wollen Plakate an zweckmaͤßigen, besonders ins Auf den einzeln gelegenen

Küchte, at.

zu Ober⸗Wöllstadt ausgebrochen war, w

Freitag den N 2 1 Friedberg den 24. Februar

1888. 1

Jo. Nees,

Erledigung. Me

Crenberg erledigt zurück Friedberg den 21. Februar 1888.

Commandos Friedberg wollen wir hiermit nocht sich alle Die jenigen, im Jahre 1830 und spã 8 als Ersatz⸗Reservisten geübt haben und bereits dem Kreise Friedberg Waffengattungen aus dem Krei mündlich oder schriftlich unter Vorlage ihrer Mil 13. März 188s noch nicht bewirkt, Damit den in Frage kommenden Mannschaften G auf besondere Plakate

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr.

Es wird hiermit zur offentlichen Kennti leder erloschen ist.

n unterm 21. November v. J. erfolgtes Ausschreiben gegen Kaspar Benn

nals darauf aufmerksam machen, da

ter geborenen Personen N

ß in Folge welche in

se Friedberg bei dem Bezirksfeldwebel itärpapiere anzumelden haben.

so tritt Bestrafun elegenheit geboten ist, sich mit den b

iiß gebracht, daß die Maul- und Klauenseuche,

Die über Hofraithe und Stall des

don

Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Sie sofort mehrmals durch die Schelle veröffentlichen Auge fallenden Stellen anbringen lassen. Gehöften, Bergwerken, Mühlen

Froschhausen

des neuen Wehrgesetzes vom der

11. Februar 1888 Armee und Marine gedient oder

zum Landsturm entlassen sind, sofort und zwar: bei dem Bezirksfeldwebel Meyer,

Schnellbacher

g gemaͤß§ 67 des Reichsmilitärgesetzes ein. ezüglichen Bestimmungen vertraut zu machen, ist

gedruckt und sind letztere an öffentlichen Stellen ausgehängt.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Friedberg den 25. Februar 1888.

Polizeicommissariat Wickstadt.

und die Ihnen kurzer Hand zugehenden

u. s. w. ist dieAufforderung besenders zu publiciren.

Dr. Bradeu.

die in der Stallung des Heinrich Gondolf III. ꝛc. Gondolf verhängte Sperre ist aufgehoben. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. nehme ich

7 1 114 Dec Greßherzogli

Der Erbgroß

etphosphat Deutsches Reich. 1 Fbiehn * der Großher

Darmstadt, 24. Febr. herzog begibt sich im Auftrage

herzogs zur Beisetzung der Leiche Ludwig von Baden nach Karlsrube in tung des Gene allieutenants v. Westerweller und des Hauptmanns v. Schwartzkoppen.

p. Darmstadt. Die Sitzungen der zwei en Kammer vom Donnerstag und varen der Berathung über die Ausgaben für . das Schulwesen gewidmet. Zunächst wuͤnschte ii Regierung das Schulgeld für Gymnasien ind Realgymnasien mit Rücksicht auf den das Zedürfniß meist übersteigenden Zudrang zu brling iesen Schulen und die dadurch dem Staat

and den Gemeinden erwachsenden Mehrausgaben

im 12 M. zu erhöhen. Nach sehr lebhafter Debatte, in welcher die Abgg. Wasserburg, Schade, Arnold, Osann gegen die Erhoͤhung, Volfskehl, Friedrich, Metz(Darmstadt), Berg sräßer, Schroeder, Lautz, Böhm, Ohly fur Ape Erhöhung sprachen, wurde durch Mehrheits = beschluß die beantragte Erhöhung genehmigt. Leine Erhöhung des Schulgeldes für die Real culen ist keineswegs beabsichtigt, man gab viel nehr allseitig dem Wunsche Ausdruck, daß die

Zahl dieser Anstalten, welche sehr segensreich vken, ständig wachsen möge. Ferner will die segierung die academisch gebildeten Lehrer an de Realschulen, welche zur Zeit einen Gehalt n 20003800 M. beziehen, den mit einem Gehalt bis zu 4600 M. versehenen Lehrern an e Gymnasien und Realgymnasien gleichstellen, den Realschulen tüchtige Lehrer zu erhalten. De Vorlage wurde angenommen. Als Folge

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wollt, de Gleichstellung der Lehrer wurde von der IL gierung eine Erhöhung der Gehalte der ee! Direktoren der Realschulen und Seminarien f Celle, e 4800 M. verlangt, auf Antrag der Abgg

ae, egroeder, Osann, Graf Oriola aber diese Ge 1. hate auf 40004800 M. festgesetzt, damit 1

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des Prinzen

Freitag bewilligte man

nicht der Mißstand eintrete, daß junge toren von vornherein einen zu hohen beziehen. Die auf dem vorigen Landtag stellten

ge

lksschulen auf auf Anfrage des Abg. Schroeder erklärt wurde, von der Regierung auf ihre finanzielle Tragweite geprüft. Ferner die Bedürfnisse der sämmtlichen Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen und genehmigte die Umwandlung des Offenbacher Realgymnasiums in ein Gymnasium. Die Ge hälter der Vorsteher und Lehrer der Lehrer Präparanden-Anstalten wurden um 200 Mk. er⸗ höht. Es wurde der Wunsch laut, man moge die Frage der Gehaltserhöhungen nicht von Fall zu Fall, sondern allgemein und endgültig regeln. Als Staatsbeitrag zu den Besoldungen und Pensionen der Volksschullehrer wurden 622,000 M.(42,000 M. mehr) bewilligt. Der Zwischen fall der Inhaftirung des sozialdemokratischen Abg. Joͤst fand befriedigende Erledigung. Die

Kammer ersuchte die Regierung, ohne auf die Rechtsfrage einzugehen, Jöst mit Rück

sicht auf die Interessen seines Wahlkreises frei zu lassen. Die Regierung entsprach diesem Er suchen. Die Regierung will die Bücher unserer Hofbibliothek gegen Feuersgefahr versichern, die Kammer war damit einverstanden und wünschte auch Versicherung der Kunstsamm lungen unseres Museums und der Gemälde gallerien. Für Kreisärzte und Kreisveterinär ärzte wurden 118,000 M. bewilligt und nach! Befürwortung durch die Abg. Schade, Pfann stiel u. A. heschlossen, die Regierung zu ersuchen die Bezahlung praktischer Thierärzte auf dem Lande in Erwägung zu ziehen, damit auch die ärmeren Landeskheile keinen Mangel an Thier ärzten haͤtten. Bei dieser Gelegenheit erklärte die Regierung auf Anfrage des Abg. Schade,

Anträge auf Uebernahme der Kosten dee Beglei- hoheren Schulwesens und der Vo den Staat werden, wie

daß nur die angestellten Aerzte gesetzlich zur

Direk- Hilfeleistung in Krankheitsfällen verpflichtet seien. Gehalt] Bei Alicestift bei Darmstadt regte Abg. Schroeder

dem Etat der Anstalt für Blödsinnige

an, ob nicht das Pflegegeld für Unbeuttelte eine Herabsetzung erfahren könne. Die Regie rung verhält sich zu dieser Frage nicht ganz ab⸗ lehnend. Im Laufe der Samstagssitzung ging man zu den Ausgaben für die Landwirthschaft über und gaben hierbei die Abgg. Graf Oriola, Michel, Osann, Erk den Klagen über die in den Handen des Generalsekretärs liegende Lei tung des Landwirthschaftlichen Vereins beredten Ausdruck..

Berlin, 23. Februar. Nach hier ein⸗ getroffenen Meldungen aus San Remo hatte der Kronprinz, dessen Befinden gestern Abend recht befriedigend war, leider keine so gute Nacht wie gestern. Heute Morgen indessen war sein Zustand derselbe wie gestern Morgen. Nach derVossischen Zeitung durfte der Kronprinz heute seine Stimme gebrauchen. Auch gestern soll er gesprochen und geäußert haben, er fühle sich wohl. 24. Febr. Dem Kronprinzen ist nach einem Bericht derVoss. Ztg. der gestrige kurze Aufenthalt in der frischen Luft gut bekommen. Derselbe sollte deßhalb heute, da in San Remo sonniges Wetter heerschte, wiederholt werden. Die Stimmung des Kron prinzen ist durch die Trauernachricht aus Baden unguͤunstig beeinflußt. Der erste Theil der letz⸗

ten Nacht war gestoͤrt; in der zweiten Haͤlfte

schlief der Kronprinz recht gut. Er erschien heute Nachmittag auf dem Balcon und hatte spaͤter erfrischenden Schlaf. Husten weniger

haͤufig, Auswurf geringer, kein Kopfweh, Tem peratur normal. Professor Gerhard ist gestern nach San Remo abgereist. Der Prinz von Wales ist gestern von San Remo nach Cannes zurückgereist. 25. Febr. DerReichsanzeiger veroffentlicht folgendes Bulletin aus San Remo

von heute Vormittag: Die Nacht brachte dem