Ausgabe 
26.7.1888
 
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deren Ersatz Geld kostet und der auf dem Lande oft nur mit schweren Zeitopfern verbunden ist.

gaben, aller Guthaben und Schulden, worüber wir uns noch eingehender unterhalten wollen.

phbätten. Die Unpünktlichkeit, ist haufig eine Ge l wohnheit junger Leute, welche wir mit Entschieden heit und Ausdauer bekämpfen müssen, denn sie führt zur Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit, den

% Habe, denn sie verschleudert nichts und läßt nichts unter Staub und Schmutz zu Grunde

lichkeit auf unser Behagen und auf unsere Schaffens

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Durch kluge Eintheilung ihrer Vorräthe und Aus

zeit herzustellen wissen, die für eine gleichgültige Finer solchen Frau beschließt es(gibt es aus),

Mitteln zu bestreiten.

Zur Ordnung gehört namentlich auch die pünkt liche Aufzeichnung aller Einnahmen und Aus

Die Unpünktlichkeit ist häufig die Veran lassung, daß wir eine Arbeit zweimal thun müssen und trotz der doppelten Muͤhe nicht das erreichen, wie wenn wir es aufs erstemal recht gethan

größten Feinden alles wirthschaftlichen Gedeihens.

Durch die Reinlichkeit arbeiten wir stets der Zerstörung der Gegenstände durch die Natur kräfte entgegen, sie wirkt erhaltend auf unsere

gehen und erhöht dadurch die Dauer der Gegen stände bedeutend. Welchen großen Einfluß Ordnung und Rein

lust ausüben, haben wir schon erwähnt und mit ihrer Hilfe koͤnnen gar viele Ausgaben für Doktor und Apotheker erspart werden.

Durch die richtige Eintheilung und Aus nützung lassen sich jährlich ebenfalls tausende won Pfeunigen ersparen. Denkt dabei der Haus water an die richtige Vewendung seines Futters, so daß er das geringere mit dem guten mischt und dadurch eine stets gleichmäßige Fütterung herstellt, die dem Vieh gut bekommt und Nutzen abwirft, so denkt die Frau nicht weniger an ihre Rüche, wo die gleichen Grundsätze gelten müssen.

Schreiben ihr nun auch die Verhältnisse vor, ihren Küchenzettel moͤglichst einfach zu machen und Speisen zu wählen, in welchen die für die Er nährung erforderlichen Stoffe in weniger schmack hafter und den Gaumen reizender Form vor Handen sind, so liegt es doch vielfach in ihrer wand, dieselben durch eine gute Zubereitung und Jurch kleine Zuthaten schmackhafter und durch pünktliches Kochen weich und mundgerecht zu nachen. Ist eine solche Kost schmackhaft und Derdaulich, so werden sich die Kostgänger leistungs ähig und gesund bei derselben fühlen und das Behagen ist ein größeres, als da, wo man nicht part und in Folge mangelnden Fleißes stets klagen über schlechte Kost hat.

Neben der Darstellung schmackhafter Speisen nuß eine sparsame Köchin dieselben auch richtig einzutheilen wissen; sie wird das richtige Maß der zu verwendenden Nahrungsmittel kennen und

zützung aller Reste gar manche schmackhafte Mahl

verloren sind, so daß man glauben möchte, sie Hesitze das Oelkrüglein der Wittwe von Sarepta.

sagt man im Volksmunde, sie besitzt ein beson deres Geheimnis, um ihren Haushalt mit wenigen

Dasselbe ist es mit der Kleidung, denn in gar vielen Fällen wird man durch das zweck mäßige Auftragen alter Kleider die neuen er sparen und schonen und kann so mit geringeren Mitteln stets sauber und anständig gekleidet sein. Eine weitere Bedingung der Sparsamkeit ist die Voraussicht. Wir sollten stets Vor räthe an Leder, Seife, Lichtern haben, da diese Dinge an Brauchbarkeit gewinnen, wenn sie aus getrocknet sind. Ebenso muß man sich mit Butter, Eiern, Most ꝛc. versehen, wenn dieselben billig sind, da man sie sonst kaufen muß, wenn sie nur in kleinen Mengen auf den Markt kommen und theuer sind. Eine verkehrte Sparsamkeit ist es auch, alle Bedürfnisse des Haushaltes in möglichst kleinen Mengen zu kaufen, weil die selben bei größerem Bedarfe meist billiger und besser zu haben sind, jedoch muß man bei größeren Vorräthen auch um so mehr der Ver suchung zu größerem Gebrauche widerstehen können, da diese leicht hiezu reizen.

(Schluß folgt.)

Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗

zogthum Hessen während des Monats Mai 1888.

Milzbrand wurde festgestellt in Altenburg, im Kreise Alsfeld am 14. Mai bet einer geschlachteten Kuh, in Hirzenhain, im Kreise Büdingen, am 18. Mat bet einem krepirten Rinde und in Echzell, in demselben Kreise, am 21. Mai bei einem kreptrten Pferde, ferner in den Orten des Kreises Friedberg, Griedel am 27., und Ober- Mörlen am 30. Mat bei je einem krepirten Rinde.

Rotz wurde festgestellt in Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg, bet einem am 3. und zwei am 4. Mat auf polizeiliche Anordnung getödteten Pferden eines Besitzers; ferner in Dudenhofen, im Kreise Offenbach, bei einem am 24. Mat auf Veranlassung des Besitzers getödteten Pferde. Bei letzterem Pferdebesitzer steht noch ein Pferd wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Be obachtung.

Mit den rotzkranken Pferden in Groß Umstadt haben

vorübergehend zusammengestanden und wurden daher unter polizeiliche Beobachtung gestellt, im Kreise Dieburg, in Ober⸗Roden 5 Pferde, von denen je zwei bei zwei Be sitzern und eines bei einem der weiteren Besitzer stehen, in Heubach bet zwei Besitzern je ein Pferd und in Lang⸗ stadt ein Pferd; ferner in Sandbach, im Kreise Erbach, 5 Pferde eines Besitzers. In Darmstadt wurde die über ein Pferd wegen Ver dachts der Ansteckung verhängte polizeiliche Beobachtung wieder aufgehoben, weil dasselbe innerhalb 6 Monaten keine verdächtigen Erscheinungen gezeigt hat.

Der Bläschenausschlag in Beerfelden, im Kreise Erbach, ist erloschen. Die Seuche herrscht fort in Anne rod, im Kreise Gießen, in Ober-Kainsbach, im Kreise Erbach, in Lanzenhain und Maar, im Kreise Lauterbach, und in Bieben, im Kreise Alsfeld. Festgestellt wurde die Seuche in Gumpen und Lindenfels, im Kreise Erbach, am 6. Mai, in den Orten des Krelses Gleßen Belters hain am 4. und Lumda am 8. Mai, in den Orten des Kreises Alzey Neu- Bamberg am 5. und Heppenheim i. L. am 9. Mai, in Nieder⸗Ohmen, im Kreise Alsfeld, am 17., in Bauernheim, im Kreise Friedberg, am 20. und in Harpertshausen, im Kreise Dieburg, am 23. Mat.

In Gumpen, Lindenfels, Neu-Bamberg und Heppen heim 1. L. ist die Seuche bereits wieder erloschen.

Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Renzendorf Brauerschwend und Fischbach; in den Orten des Krelses Büdingen: Wallernhausen, Blofeld, Leidhecken und Berg

heim, und in den Orten des Kreises Schotten: Boben hausen, Ober⸗Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Ober Seemen, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen und Steinberg.

Während des Monats Juni 1888.

Milzbrand wurde fsestgestellt in Nordheim, im Kreise Bensheim, am 13. Junt bei zwei krepirten Rin⸗ dern, in Gießen bei einem in das dortige Thierspital aus Ruttershausen, im Königreich Preußen, verbrachten und am 22. Juni krepirten Pferde, und in Mühlheim, im Kreise Offenbach, bei einem krepirten Pferde am 23. Junt.

Rotz wurde in Offenbach bei einem am 7. Junk auf polizeiliche Anordnung getödteten, und bei einem am 17. Juni von einem Pferdeschlächter geschlachteten Pferde eines anderen Besitzers festgestellt.

Bei dem Besitzer des am 7. Junk zu Offenbach ge⸗ tödteten Pferdes befinden sich noch dret der Ansteckung verdächtige Pferde unter poltzeilicher Beobachtung. Der⸗ selben Maßnahme unterstehen noch 5 Pferde in Ober Roden, zwei in Heubach und eines in Langstadt, im Kreise Dieburg.

Die über 5 Pferde in Sandbach, im Kreise Erbach, angeordnete polszeiliche Beobachtung wurde aufgehoben, well sich bei denselben innerhalb 6 Monaten, nachdem sie der Ansteckung ausgesetzt waren, keine verdächtigen Er scheinungen gezeigt hatten.

In Ober Ingelheim, im Kreise Bingen, haben vom 6. bis 24. Juni vier der Ansteckung verdächtige Pferde aus Kreuznach, im Königreich Preußen, gestanden, welche der Besitzer während der erwähnten Zeit dort hatte un terbringen lassen.

Der Bläschenausschlag in Ober-Kains bach, im Kreise Erbach, in Annerod, Beltershain und Lumda, im Kreise Gießen, in Nieder- Ohmen, im Kreise Alsfeld, in Bauernheim, im Kreise Friedberg, und in Lanzenhain, im Kreise Lauterbach, ist erloschen. Die Seuche herrscht fort in Bieben, im Kreise Alsfeld, und in Maar, im Kreise Lauterbach. Festgestellt wurde sie am 14. Juni in Ilsdorf und am 25. Juni in Rainrod, im Kreise Alsfeld. In Ilsdorf ist sie bereits wieder erloschen.

Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Renzen⸗ dorf, Brauerschwend und Fischbach; in den Orten des Kreises Büdingen: Wallernhausen, Blofeld, Leidhecken und Bergheim, und in den Orten des Kreises Schotten: Ober⸗Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Bobenhausen, Ober-Seemen, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Stein berg und Gedern.

Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. Juli 1888. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 55 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. 1 Sabbathausgang 8 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 29. Jult an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 25 Win.

Versicherungssache. Als ein Zeichen des bedeutenden Verkehrs unserer Versicherungs-Institute mag folgende Mitthellung di-nen: Bei der im Jahre 1854 in Wirksamkeit getretenen Lebens-Versicherungs⸗ und Ersparnißbank in Stuttgart wurden bis Ende, Juni d. J. 96,365 Versicherungsanträge mit eirea 463 Million Mark eingereicht und 73,852 Pesonen mit 380 Million Mark fanden Aufnahme. An Prämien wurden ea 111 Millionen und an Zinsen ea. 28 Milltonen, zusammen 139 Millionen vereinnahmt, dagegen allein auf angefallene Polieen 41,400, 00 M. ausgezahlt und als Dividende ca. 21 Millionen an die Versicherten zu⸗ rückvergütet, während weitere 11,617,000 M. zur Ruͤck vergütung und außerdem noch extra 1,400,000 M. in Reserve liegen. Der Bankfonds erreicht derzeit eirea 70 Million Mark. Die Versicherungsbedingungen dieser Bank sind nicht nur sehr günstig, sondern auch äußerst liberal und hat sich solche demzufolge eines stetigen guten

Zugangs zu erfreuen. 2712

Schälholz-Versteigerung.

Es werden versteigert:

Montag, 30. Jul, im Domanialwald Burgwald, Schläge XXII und XXIII, Zusammenkunft Morgens 9) Uhr, am Forsthaus Winterstein: 370 Baumstützen, 30 Rm. Knüppel, 19700 Wellen und 23,4 Rm. Spähne.

Dienstag, 31. Jult, in den bei Ober-Rosbach gelegenen Domanialwaldungen, Zusammenkunft Morgens 9 Uhr un der dicken Eiche, Westerfeld'scher Wald, Schlag VIII: 300 Baumstützen; Kaßenstirn, Schlag XX: 316 Baum- Hützen, 19 Rm. Knüppel, 7400 Wellen und 3,1 Rm. Spähne.

N Rosbach, 25. Juli 1888.

Großherzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach. 2717 Strack.

Versteigerung. Freitag den 27. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, sollen

n ber Behausung der verstorbenen Georg Hensel II. Sheleute dahler öffentlich gegen Baarzahlung versteigert

werden: 1 Schweln, 3 Zlegen, 3 Gänse und 4 Huͤhner. Rödgen am 24. Juli 1888.

in Bad⸗Nauheim.

In hiesigem Stadtwalde, Distrikt Raud, werden nächsten Montag den 30. Juli I. J., von Vormittags 8 Uhr ab, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert, nämlich:

120 Raummeter Schäleichen-Knüppel und 17000 Schäleichen⸗Reisholzwellen.

Die Zusammenkunft findet an der Waldwirthschaft statt.

Bad⸗Nauheim den 24. Juli 1888.

Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauheim. 2707 Wörner.

Porträts

werden nach kleinen Photographien sprechend ähnlich in Oel gemalt. Näheres bel 8 eee Mayer, Kaiserstraße gegenüber dem tel Trapp, wo⸗ selbst einige Bilder ausgestellt sind. 2557

Ein braves jüngeres Dienstmädchen

. 704 Luft, Ortsgerichtsvorsteher.

um baldigen Eintritt gesucht bel 2715 5 Emmerich Hanstein.

Faselochs-Versteigerung. Freitag den 27. Jult, Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei Bureau ein schwerer Faselochs öffentlich meistblend versteigert werden. Grtedel den 24. Juli 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel. Wetz.

2708 5 5 R 0** 4 Holz-Versteigerung. Dienstag den 31. d. Mts., des Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Cleeberger Gemeindewald, Distrikt Gauls kopf, nachstehendes Holz zur Versteigerung: 526 Stück Eichen-Derbholzstangen, 12465 Eichen-Lohwellen, 9705 gemischte Wellen. Die Zusammenkunft ist im neugebauten Wege. Cleeberg den 21. Juli 1888. Der Buͤrgermeister

2703 Keil.

Neue Grünekerne

2714 empfiehlt J. A. Windecker.