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22. August.
1888.
Donnerstag den 26. April.
N 49.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
auswärtigen Einsendern(
Annoncen: die einspaltige 1 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung
Friedberg den 21. April 1888.
Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886.
11. August. 717. Das am 1. bezw. 2. Osterfeiertag 1886 in Auerbach und Umgegend als Flugblatt ver breitete, mit den Worten:„Weißt Du wie viel Sternlein stehen“ beginnende Lied für Alt und Jung.
. August. 718. Das von A. Vogel und Comp. in Braunschweig verlegte und gedruckte Flugblatt mit der Ueberschrift:„An die Reichstagswähler im Herzogthum Lauenburg.“)
719. Das im Verlage von W. Blos und im Druck von Georg Basler zu Stuttgart er— schienene Flugblatt mit der Ueberschrift: I. Braun⸗ schweigischer Reichstags-Wahlkreis; An meine Wähler!“ und mit der Unterschrift:„Stuttgart im August 1886; Wilhelm Blos.“
„ August. 720. Die Druckschriften, beginnend mit den Worten: 1) Aufruf! An die Maurer Königs—
Bezeichnung der Druckschrift.
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bergs! Schon seit geraumer Zeit u. s. w.;
2) Aufruf! An die Metallarbeiter aller Bran— 1) Das Verbot wurde unterm 29. October 1886 wieder aufgehoben.
mäßig erkannt und der Unterzeichnete zum Commiss
Amtlicher Theil. Dortelwell. Bekanntmachung.
Verzeichniß XI. (Fortsetzung aus Nr. 47.) Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886. chen Königsbergs! Schon seit geraumer Zeit ꝛc. 3) Aufruf! An die Schneider Königsbergs! Schon seit geraumer Zeit ze. 4) Aufruf! An die Zimmerer Königsberg! Schon seit geraumer Zeit ꝛc. Verantwortlich G. Slomke, Hinter-Roß garten 61 B. Köuigsberg i. Pr. Gleichzeitig wurde die von dem Polizei-Präsidium in Königsberg vorge— nommene Beschlagnahme der bereits gedruckten Exemplare obiger Flugblätter, sowie des Manu skripts zu einem gleichen Aufruf an die Tapezirer, Schuhmacher und Tischler Königsbergs aufrecht erhalten. eptember. 721. Das in polnischer Sprache ge druckte Flugblatt, welches mit der Ueberschrift: „Robotniey“(Arbeiter) und der Unterschrift: „Komitet robotnicy“(Arbeiter-Comité) versehen ist, und auf welchem weder der Ort, noch der Drucker und Verleger angegeben ist. 7. September. 729. Das Flugblatt mit der Ueber⸗ schrift: Arbelter! Bürger! und den Anfangs worten:„Nun schon 8 Jahre versucht eine
Bezeichnung der Druckschrift. 0 8
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Druck von H. Suter Nachfolger
Nachdem von dem Ortsvorstand zu Dortelweil am 7. l. Mts. einstimmig die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baum— stücken der Gemarkung Dortelweil beantragt und das Verfahren von der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung als sehr zweck— är zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der betheiligten Grund-Eigenthümer auf Mittwoch den 16. Mai l. J., Vormittags von 10 bis 12 Uhr im Rathhause zu Dortelweil anberaumt.
Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persöulich noch durch gehörig Bevoll—
mächtigte abstimmen, werden als für die Bereinigung stimmend angesehen. Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung:
Dr. Wallau.
Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Soeialdemokratie vom 21. Oktober 1878 sind ferner verboten worden:
Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886.
wüthende Reaktion u. s. w.“, und den Schluß⸗ worten:„Hoch die Sozialdemokratie!“ angeblich gedruckt in der Vereinsdruckerei Hottingen-Zürich.
23. September. 723. Die Druckschrift:„Anarchismus, Sozialdemokratie und revolutionäre Taktik.“ Ein Wort an Freund und Feind. Schweiz. Genossen⸗ schaftsdruckerei Hottingen-Zürich.
25. September. 724. Die Druckschrift:„Arma parada fero! Ein soziales Gedicht von John Henry Mackey.
Zürich 1887. Verlag-Magazin(J. Schabelitz).“
16. Oktober. 725. Die Druckschrift: Sozialdemokratische Bibliothek XI. Der wirthschaftliche Materialismus nach den Anschauungen von Karl Marx,— von Paul Lafargue— Hottingen-Zürich, Verlag der Volksbuchhandlung 1886.
19. Oktober. 726. Die in deutscher Sprache abgefaßte Druckschrift:„Sozialrevolutionäre Lichtstreifen über Ehe und Familie von Friedrich Stackelberg Nice, 1883.“
(Fortsetzung folgt.)
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Inzug
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sonen gestorben, von j als das Mittel der vorhergehenden 5 Jahrgänge(= 1212), wird aber von dem Jahre 1886, welches eine Gesammtsterbeziffer von 1282 aufweist, erheblich übertroffen
Während des Jahres 1887 sind im Kreise Friedberg im Ganzen 1253 Per 1000 Personen 20,1. Diese Sterbeziffer ist etwas größer
Nach Altersklassen gehören von diesen 1253 Verstorbenen 173 dem ersten Lebens jahre an, 217 dem jugendlichen Alter vom 2. bis 15. Jahre, 849 dem Erwachsenen— stande. Die im ersten Lebensjahre Befindlichen sind verhältnißmäßig wenig heimge sucht worden(Mittel der 5 Vorjahre 212); etwas stärker die im 2. bis 15. Lebens— jahr Stehenden, deren Todesfälle die jährige Mittelsumme von 188 um 29 über⸗ schritten haben; etwa in gleichem Verhältniß sind mehr Erwachsene gestorben(849
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gegen 813).
Die Reihenfolge der Monate nach der stärksten Betheiligung derselben an der Sterbezahl ist nicht ganz die gewöhnliche: Januar 143, November 114, März 111,
Mai 110, Februar 103, April 103, Juni 99, Oetober 99, Dezember 99,
Juli 93, August 90, September 89; es erscheinen der Monat November be— sonders stark und die Monate Februar bis April verhältnißmäßig wenig bedacht.
Nach größeren Zeitabschnitten zusammengestellt ist am meisten belastet das 1. Jahresviertel(357), ihm folgte 2. und 4. Quartal mit der gleichen Zahl(312), am wenigsten Todesfälle brachte das 3. Quartal(272); von den beiden Jahres— hälften übertrifft die erste(669) die zweite(584) um 85 Todesfälle
Das starke Hervortreten des Monats Januar mit 143 Todesfällen ist um so bedeutsamer als diese Ziffer auch eine sehr hohe Sterblichkeit der ganz jungen Kinder umfaßt(24), deren Spitze gewöhnlich in die Herbstmonate fällt, und als der vor hergegangene Monat Dezember des Vorjahres 1886 durchaus ein ähnliches Verhalten
gezeigt hatte(125 Todesfälle wovon 24 Kinder im 1. Lebensfahr),
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nicht endigten, sondern in das Jahr 1888 hinüber sich fortsetzte. gebracht in folgenden Gemeinden: Assenheim(3), Bad-Nauhelm(2), Butzbach(1), Dorheim(6), Dortelweil(1), Fauerbach b. Fr.(1), Friedberg(9), Grtevel(4), Harheim(1), Heldenbergen(2), Hoch-Weisel(1), Holzhausen(10), Melbach(3),
Die Betheiligung der einzelnen Krankheiten und Krankheitsgruppen an der Verursachung, die Jahressterblichkeit anlangend, so brachten die ansteckenden Krank heiten(Masern, Scharlach, Diphtherie, Keuchhusten, Typhus, Wochenbettfieber und Elterfieber) 147 Todesfälle. Diese Zahl ist verhältnißmäßig sehr groß, übersteigt das Mittel der vorherigen fünf Jahre um volle 51.
Unter den einzelnen ansteckenden Krankheiten tritt besonders die Diphtherie als Tod bringend hervor; sie fordert die große Zahl von 81 Opfern, weitaus die größte Zahl von Diphtherlesterbefällen im Kreise seit überhaupt Zählung statt— findet. Die Mittelzahl der Diphthertesterbefälle der letzten 5 Jahre betrug nur 3, und selbst in den früheren als schlimme Diphtheritisjahre bekannten Jahrgängen war die Zahl von 60 nur eben überschritten worden(61 in 1880), obwohl die Krankheit hat kaum an einem einzigen Orte(J. unten) gefehlt. Länger dauernde Epidemien von Diphtherte bestanden zu Steinfurth, Dorheim, Harheim, Holzhausen, Nleder⸗Erlenbach und Nieder⸗Wöllstadt, welche fast sämmtlich mit dem Berichtsjahre Todesfälle hat sie
Die Gesundheits⸗ und Sterblichkeitsverhältnisse des Kreises Friedberg im Jahre 1887.
Münzenberg(1), Nieder Erlenbach(6), Nieder⸗Eschbach(1) Nieder- Mörlen(4), Nieder-Wöllstadt(5), Ober-Eschbach(1), Ober-Mörlen(3), Okarben(1), Oppers⸗ hofen(2), Reichelsheim(1), Rendel(1), Rockenberg(1), Schwalheim(1) Sodel(1), Steinfurth(10). Von den einzelnen Monaten brachte der November 20 Diphtheritis- Todesfälle, ihm folgten der Dezember mit 13, der Oetober 8, September 7, Januar 5, Februar, März, Mal, Juni und Juli je 4, April 8. Die größere Sterb— lichkeit der Wintermonate, die sich auch nur in einzelen Orten zeigte, ist durch zufällige Verhältnisse bedingt.
Scharlach trat vereinzelt an sehr vielen Orten auf; eigentliche Epidemien bildete er nur in Weckesheim und Rockenberg. Die des letzteren Ortes war sehr stark. Todesfälle traten ein im Februar(Nieder- Florstadt 1), im Juni(Rocken⸗ berg 1), im Juli(Beienheim 1, Ober-Rosbach 1), im August(Rockenberg 6, Söoͤdel 1, Weckesheim 3), im September(Butzbach 1, Friedberg 1, Harbeim 1, Weckesheim 1), im October(Heldenbergen 1), Gesammtzahl der Scharlach Todesfälle 19.
Masern bildeten in einigen Orten(Rendel, Klein-Karben, Okarben, Petter⸗ weil, Dortelweil und Kaichen) zlemlich starke Epidemien; einzelne Erkrankungen an verschiedenen Orten. Todesfälle nur 2(Harheim, October und Kaichen, November).
Keuchhusten herrschte ziemlich allgemein; leider ist amtlich die Spur dieser Krankheit noch immer erst durch die bekannt werdenden Todesfälle zu erkennen, da die wenigsten Fälle zur ärztlichen Kenntniß und Behandlung kommen. Es starben daran 14 Kinder. Noch immer wird die Gefahr, welche Kindern(besonders kleinen) durch Keuchhusten droht, unterschätzt.
Unterlelbstyphus, die hierzuland fast ausschließlich vorkommende Typhus: art, ist, soweit die uns zugegangenen Nachrichten reichen, vorgekommen in Vilbel, Bruchenbrücken(einzeln stehendes Bahnwärterhaus), Burg Gräfenrode, Friedberg, Kirch-Göns, Klein-Karben, Nieder Florstadt, Rendel und Budes heim l Am letzteren Orte begann am Ende des Jahres eine Epidemie, deren eigentliche Entfaltung jedoch dem Jahre 1888 angehört. Eigentliche Typhus Epidemien hatten wir(abgesehen von Büdesheim) nur zwei, zu Vilbel und zu Kirch-Höns. Die erste derselben, zu Vilbel in den ersten 3 Monaten des Jahres, war eine außerordentlich bedeutende; es waren 175 Personen erkrankt, gestorben sind glücklicherwelse nur 12. Die Ursache derselben war Infeetion eines das Trinkwasser des ganzen Ortes liefernden Mineralbrunnens durch Belmischung ausgelaufenen Abtrittsinhaltes. Die Kirch Goönser Epidemie war sehr wahrscheinlich Ausläufer einer in einem preußischen Nachbarorte stattgehabten Epidemie; Abtritt und Miststätte eines Würthshauses waren durch Typhusstühle durchreisender Kranker inflelrt, von da scheint das Typhusgift in den Hausbrunnen und in einen sumpfigen Graben der an dieser Stelle nicht gepflasterten Ortsstraße gelangt zu sein. In dem zunächst befallenen Wirthshause erkrankten 5 Personen (1 starb) und in 2 Nachbarhäusern je 1 Person. 8 2
Sicher bekannt ist nur die Zahl der durch Typhus bewirkten Todesfälle; der Erkrankungen an Typhus waren es wahrscheinlich mehr als amtlich bekannt geworden sind. Einschlleßlich der Vilbeler Falle, welche allerdings als das Ergebniß eines ganz besonderen Unglücks betrachtet werden muͤssen, kann man daher die Zahl


