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daß mit beiden Entweichungen der Zweck verfolgt werde, in der Herzegowina Banden zu bilden.
Aus Stadt und Land.
Friedberg, 28. Mal. Heute Vormittag ½10 Uhr traf der aus 6 Wagen bestehende Hofzug, der die Prin— zessin Irene nach Berlin führt, unter dem Geläute der Glocken und brausenden Hochrufen hier ein. Zum Empfange hatten sich die Spitzen der Behörden, Bürger⸗ meister und Gemeinderath, die Beamten, die Lehrer— kollegten, die Vereine mit fliegenden Fahnen, dle Feuer⸗ wehr, der Bürgermeister von Vad⸗ Nauheim und viele Andere, alle in Gala, eingefunden; als Festdamen waren Frl. Hirsch, Frl. Jockel und Frl. Schäfer in Weiß er⸗ schlenen mit einem prachtvollen Bouquet. Im Zug be⸗— fanden sich außer Gefolge und Dienerschaft: Seine König liche Hoheit der Großherzog und Erbgroßherzog, die Prinzessin Braut, die Prinzessin Ludwig von Battenberg und Prinzessin Allg. Nachdem der Zug gehalten und die allerhöchsten Herrschaften ausgestlegen, hielt Kreis, rath Dr. Braden folgende Ansprache: Ew. K. H. wollen Allergnädigst genehmigen, daß ich Namens der Bewohner Ihrer getreuen Stadt und Ihres getreuen Kreises Fried- berg den Gefühlen aufrichtigster Ergebenheit und unver⸗ brüchlichster Treue gegen Ew. K. H., unseren Allergnä⸗ digsten Landesfürsten und Herrn, sowie gegen das ge⸗ sammte Großherzogliche Haus andurch unterthänig Aus- druck gebe. Wir verbinden hiermit den Herzens wunsch und die sichere Hoffnung, daß die bevorstehende Ver⸗ mählung der von dem gesammten Hessenvolke hochge⸗ schätzten Prinzessin Irene, Großh. Hoheit, mit Sr. Koͤnigl. Hoheit, dem Allerdurchlauchtigsten Prinzen Heinrich von Preußen, wodurch die schönen Familien⸗Bande zwischen unserem vlelgeliebten Fuͤrstenhause und dem mächtigen deutschen Kalserbause noch enger geknüpft werden, eine
Quelle reichen Segens für die belderseltigen Allerhöchsten Herrscher-Famillen und insbesondere den unversiegbaren Born des reinsten, auf gegenseitige Liebe und Zuneigung felsenfest begründeten ungetrübten häuslichen Glückes für das demnächstige hohe Fürstliche Ehepaar werden möge.“ Ew. Kgl. Hoh. wollen zugleich allergnädigst gestatten, daß wir diesen unseren Gefühlen und Wünschen, in welchen wir uns einig wissen mit der Gesammtbevolkerung des Kreises Frledberg, dadurch unterthänigen Ausdruck geben, daß wir mit Herz und Mund zusammenstimmen in dem ehrerbietigen Gruße und Rufe:„Ew. Köngl Hoheit, unser Allgeliebter Großherzog und Herr, sowie sämmtliche Fa— millenmitglteder unseres Allerdurchlauchtigsten Fürsten hauses, sie mögen leben glücklich, sie leben lange, sie leben hoch!!! Hlerauf sprach Frl. Jöckel bei Ueber— reichung des Straußes folgendes Gedicht:
Irene, was an Wünschen wir im Herzen tragen, Die armen Worte sind zu arm, es Dir zu sagen,
In Deinem Hochzeitsbunde eint sich wieder Nord und Suden,
Heil ist durch ihn dem Deutschen Volk beschleden.
Gott möge, holdes Fuͤrstenkind, durch Deines Namens Zeichen
Uns geben, daß aus unseren Herzen weichen
Die bangen Sorgen für des Vaterlandes Frledensstreben
Und unsres heißgeltebten Kalsers theures Leben
Glück möge Dich auf Deiner Lebens bahn begleiten,
Nach Hessenart steh treu dem sturmerprobten Mann zur Seiten.
Nachdem nun noch die Braden'schen Kinder Sträuße überreicht hatten, bestlegen die höchsten Herrschaften wie— der die Wagen, die beiden oberen Mädchenklassen sangen ein Heimathslied und der Zug setzte sich unter fortgesetzten Hochrufen in Bewegung, um noch einmal in Gießen zu halten, wo ein ähnlicher Empfang vorbereitet ist.
Allerlei.
Stargard(in Pommern), 18. Mal. Das unserer Stadt benachbarte Dorf Zarnikow ist gestern bis auf zwel Gehöfte niedergebrannt.
Bern, 17. Mal. In Eschen, Canton St. Gallen, sind 18 Häuser und 17 Ställe bei Föhnwind nieder⸗ gebrannt; dret Kinder sind umgekommen.
Handel und Verkehr. Friedberg, 23. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.20— 1.30. Eier 2 Stück 9 Pf. Friedberg, 23. Mat. Fruchtpr. Walzen M. 19.50— 75., Korn M. 14.— 14.50, Gerste M. 14.00 15.00, Hafer M. 14.00— 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpfund.
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Jeratlitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 26. Mai 1888. Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 27. Mal an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 45 Min.
Beginn:
Oeffentliche Aufforderung.
Nachdem Georg Arbogast Freiherr von und zu Francken⸗ stein in Ullstadt darum nachgesucht hat, verschiedene in den Gemarkungen Friedberg, Ockstadt und Straßheim gelegene Immobilien, über welche Grundbuchsauszüge da⸗ hier vorgelegt worden sind, dem früher errichteten Frei⸗ herrlich von Franckensteln'schen Familien⸗Fideicommiß ein⸗ zuverleiben, werden in Gemäßhelt des Gesetzes vom 13. September 1858 alle hierbei Bethelligten und etwa vorhandene unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, etwaige Einsprüche gegen die Fideicommiß⸗ Errichtung, bezw. Ergänzung des selben binnen einer Frist von
drei Ronaten dahler vorzubringen, als sonst nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist, ohne Rücksicht auf solche Einsprüche, Beur⸗ kundung dahin, daß der Errichtung, bezw. Ergänzung des Fideicommisses Wege stehe, ertheilt werden wird.
Friedberg den 22. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.
Sellheim.
Bekanntmachung.
In der General- Versammlung vom 27. v. Mts. wurde die Auflösung des Vorschuß⸗ und Credit Vereins zu Bruchenbrücken beschlossen. Phillipp Best II. daselbst ist zum Liquidator ernannt, bei welchem die Gläubiger sich zu melden haben. Die Löschung des Eintrags im Genossenschafts⸗ register ist erfolgt.
Friedberg den 1. Mai 1888.
Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 1782 Süßffert.
—— Edicetalladung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nach⸗ laß des verlebten Obersöͤders Johannes Horn von bier find binnen 8 Tagen dahier anzumelden, wenn sie bei Regulierung des Nachlasses berücksichtigt werden sollen.
Bad⸗Nauheim den 16. Mai 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim.
Bauer. Schütz.
Bekanntmachung.
Dienstag den 5. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr, werden dahter für das Rechnungsjahr 1888/89 durch schriftliches Angebot vergeben:
ungefähr 3000 Ctr. Steinkohlen, melirte, I. Gute,
1 4000 5 Nußkohlen, 7 250 Braunkohlenbriketis, 7 600„ Coaks.
Die Lleferungs bedingungen llegen auf der Geschäfts stube der Direetlon zur Einsicht offen, auch können Ab⸗ schriften derselben gegen Einsendung von 50 Pf. be⸗ zogen werden.
Angebote, versehen mit der Aufschrlft„Angebot auf Kohlenlieferung“, sind bis zu obigem Zeitpunkt kostenfrei bierher einzureichen.
Marlenschloß den 17. Mal 1888. Großherzogliche Landeszuchthaus-Directlon.
Bornemann.
1226
1941
1928
Kinderwagen
in großer Auswahl billigst bei 1768 Carl Damm, Usagasse.
in rechtlicher Beziehung nichts im
Arbeits-Vergebung.
Die bei Erweiterung des Friedhofs zu Assenheim und Erneuerung von Kanälen in der Kreisstraße Bruchen⸗ brücken— Assenheim nöthig werdenden Arbeiten und Ltefe— rungen sollen Freitag den 25. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Ratbhause zu Assenheim öffent⸗ lich vergeben werden, nämlich:
Maurerarbeit, veranschlagt zu 850 Mark, Steinhauerarbeit(Mauerdeckplatten
lieferung) 480 5 Brechen von Mauersteinen in den
Assenheimer Brüchen 465„ Diese Steine anzufahren r Liefern von Grubensand 62„
9„ Schlackensand 4
5„ hydr. Kalk 19
1 Cement 22 5 Friedberg den 22. Mai 1888.
Zörb II., 1949 Bezirks bauaufseher.
Mit den neuen Schnelldampfern des
Norddeutschen Lloyd
kann man die Reise von Bremen nach Amerifa
Ferner fahren Dampfer des
Uorddeutschen Lloyd
Bremen
in 9 Tagen
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Alleinverkauf bei 5 J. A. Windecker.
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Colliers, Armbänder, Ohrringe und Ohrenschrauben mit Gold⸗ und Double⸗Schloß von 3 Mark an. L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter.
Eine Sack'sche
Rübenhackmaschine
wird preiswürdig abgegeben. 1950 *
1754
Dorheimer Hof.
Wormser Lotterie.
Ziehung 30. Mal. Haupttreffer 20,000 Mark und 10,000 Mark in Gold. Loose à 2 Mark sind noch zu haben bei
1952
Ph. Dan Kümmich.
Eherstädter Eisengitßerti,
Ofenfabrik u. mechanische Werkstätte
F. Bens& Cie.
in Eberstadt bel Darmstadt empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Banguß: Verandas, Balkone, Stallein richtungen, Treppen, Ge⸗ länder, Saulen, Brunnen- und Pumpenstöcke, Rohr⸗ leitungen, Kanalplatten ꝛc.; Maschinenguß, roh und bearbeitet; Röste und Roststäbe de. 1730
Medieinal-Tokayer, ehem. untersucht von r Professor Dr. Dietrich, Marburg, vom Weinbergebesitzer
Ern. Stein
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