Ausgabe 
24.4.1888
 
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1888. Bienstag den 24. April. 48.

berhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag.

15 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Bekanntmachung. Betreffend: Die Entwässerung in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach. Nachdem der von den Herren Freiherr von Buchenröder und H. Reitz zu Butzbach gestellte Antrag auf Bildung einer Genossenschaft behufs Entwässerung der Grundstücke in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach von der fachlichen Centralbehörde als zweckmäßig und zulassig erkannt und die Einleitung des Verfahrens angeordnet worden ist, so wird hiermit bekanntgegeben, daß die Drainagepläne, Verzeichniß

der betheiligten Grundstücke, Nachweis über die Drainröhren und die Kostenanschläge in der Zeit von Donnerstag den 3. bis Donnerstag den

Annoncen: die einspaltige 2 15 15 Pf., auswärtigen Einsendern

Friedberg den 17. April 1888

brücken offen liegen.

geltend zu machen. Friedberg den 20. April 1888.

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Friedberg den 21. April 1888.

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17. Mai l. J. auf dem Gemeindehause zu Butzbach zur Einsicht der Betheiligten offen liegen. Besitzer zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl der Vertreter für das weitere

in der Zeit vom Samstag den 28. April bis Samstag den 5. Mai J. J. auf dem Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständi Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, mittelst s

Freitag den 18. Mai, Vormittags 11 Uhr,

in das Rathaus zu Butzbach unter dem Anfügen eingeladen, daß die Nichterscheinenden, sowie die Nichtabstimmenden al nehmen beistimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden angesehen und

nicht mehr gehört werden. Weiter werden die bei dem Unternehmen nicht direkt gegen das Unternehmen in dieser Tagfahrt geltend zu machen, widrigenf

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Bruchenbrücken.

Nachdem die am 12. l. Mts. abgehaltene Abstimmung über rubricirtes Pro Grundbesitzer, welche mehr als die Halfte der in Betr gestimmt haben, so wird dieses Resultat unter dem Hinweis bekannt gemacht, daß das Ab

acht kommenden Fläche besitzen, für die Feldbereinigun

Gleichzeitig werden hiermit die betheiligten Grund

Verfahren auf

Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V: Dr. Wallau.

jekt ergeben hat, daß mehr wie ein Fünftheil der betheiligten g in der Gemarkung Bruchenbrücken stimmungsprotokoll nebst Zusammenstellung des Resultates Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Bruchen gkeit des Ergebnisses sind binnen 14 Tagen, von dem Tage des chriftlicher Beschwerde bei der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung

Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung:

Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Dortelweil. Bekanntma ch ung. Nachdem von dem Ortsvorstand zu Dortelweil am 7.

eitung der Abstimmung ernannt worden ist, f

Dr. Wallau.

J. Mts. einstimmig die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baum stücken der Gemarkung Dortelweil beantragt und das Verfahren von der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung mäßig erkannt und der Unterzeichnete zum Commissär zur L der betheiligten Grund-Eigenthümer auf Mittwoch den 16. Mai l. J., Vormittags von 10 bis Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten Abstimmun mächtigte abstimmen, werden als für die Bereinigung stimmend angesehen.

Dr. Wallau.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Ernannt und verpflichtet wurde: Johannes Wilhelm Schultheis von Ober-Florstadt als Wiesenvorstands-Mitglied und Obstbaumwärter Georg

Ruths von Friedberg als Feld-Schütze.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Dem Schullehrer Buchinger

zu Wies⸗Oppenheim wurde das Allgemeine Ehren zeichenFür langjährige treue Dienste verliehen. Berlin, 20. April. Trotz seines Zustandes erledigt der Kaiser seine Geschäfte, soweit es geht. Er empfing gestern Nachmittag und heute Vormittag den General v. Winterfeldt zu Vor trägen. Gestern Nachmittag empfing der Kaiser auch den Flügeladjutanten Corvettencapitän von Seckendorff. Wahrhaft ergreifend ist die dul dende Ergebung unseres Kaisers in das unver meidliche Schicksal. Von den nächsten Zeugen, welche fast täglich am Krankenbette weilen, er fährt man rührende Einzeluheiten, die um so bewundernswürdiger sind, als dem Kaiser der

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unbekannt ist. Die Aerzte waren gestern bis gegen ½10 Uhr um den Kaiser versammelt. Die Kalserin ließ sich von dem Resultat Bericht erstatten, der stronprinz wurde brieflich verständigt. Nach starker Eiterentleerung mit Blut vermengt wurde gegen Abend die Athmung leichter und die Puls frequenz geringer. Wie das Fr. J. erfährt, hat die Entleerung von Eiter, wenn auch in maͤßigem Grade, während der Nacht angedauert und fand ben Zeit zu Zeit in größeren Zwischenräumen,

offenbar aus der Umgebung des künstlichen

Athmungsweges, statt. Die dadurch eingetretene Erleichterung ist unverkennbar, wenngleich in der

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gefahrdrohende Zustand seines Leidens nicht mehr

Beurtheilung des Zustandes noch Vorsicht ge boten ist, da ein völliges Nachlassen des Fiebers noch nicht konstatirt werden kann. Indessen scheint doch ein Ergriffensein der Lungen ausge schlossen zu sein. Weitere krankhafte Erschei nungen, wie besonders das mehrfach gemeldete Anschwellen der Füße, sind nicht vorhanden. Heute Nacht ist an Stelle der silbernen eine an Gewicht wesentlich leichtere Aluminiumcanüle ohne Schwierigkeit eingelegt worden. 21. April. Ueber das Befinden des Kaisers ist heute minder Günstiges zu berichten. Das Fieber hat nicht in erwartetem Grade abgenommen, auch der Appetit ist nicht so rege, so daß die Kräfte weniger gehoben erscheinen, als gestern. Die Thatsache, daß die Temperatur nicht so herunter gegangen ist, wie es wünschenswerth gewesen, beunruhigt die Aerzte. Bei der Permanenz des starken Fiebers sehen dieselben den nächsten Nächten mit Bangigkeit entgegen, zumal Schüttel frost, der sich gestern Abend nebst dem Fieber eingestellt hatte, mit den letzteren zusammen die ersten und Hauptanzeichen der Pyaemie bilden. Nach Berichten, welche um 3 Uhr hier eingingen, soll man denn auch im Charlottenburger Schlosse auf das Schlimmste gefaßt sein; die Beamten des Hofmarschallamtes, wie die des Auswärtigen Amtes sollen die Ordre erhalten haben, die Bureaus nicht zu verlassen. Hiermit würde in Ueberein

nach welcher Professor von Bergmann bei der heutigen Berathung der Aerzte sehr ungünstige Aeußerungen über die Prognose abgegeben haben soll. Der Name Professor v. Bergmanns fehlte unter den Unterschriften des heutigen Morgen Bulletins. Die Stimmung bei der Umgebung des Kaisers und den Aerzten ist heute eine recht sernste, auch Prof. Leyden und Prof. Senator standen bei der Rückfahrt von Charlottenburg nach Berlin dem Publikum nicht Rede, sondern verwiesen auf das Bulletin. 22. April. Das Befinden des Kaisers war bis gestern Mittag ziemlich unverändert. Die Kaiserin Augusta, die badischen und die meiningen'schen Herrschaften weilten seit 12½ Uhr im Schlosse. DieN. Allg. Zeitung meldet vom Kaiser: Das Fieber dauert an, ebenso die Eiterentleerung, die aber etwas vermindert ist. Der Appetit ist nicht be deutend, doch genießt der Kaiser genügende Quantitäten entsprechend zubereiteter Speisen. Die geistige Klarheit und Arbeitslust sind un geschwächt. Das Blatt hebt die seltene Stand haftigkeit des Kaisers hervor und theilt die er schütternden Worte mit, welche der Kaiser kürz lich dem Kronprinzen auf ein Papier-Blatt ge schrieben hat:Lerne leiden ohne zu klagen; das ist das Einzige, was ich Dich lehren kann. Der Kaiser ist bei vollständig klarem Bewußtsein, er hat gestern und selbst heute noch Unter

stimmung stehen eine Nachricht derVoss. Ztg.,

schriften vollzogen und trägt sein schweres

s dem beantragten Unter mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später betheiligten Grundeigenthümer aufgefordert etwaige Einsprachen alls Einsprachen nach Ablauf der Frist Berücksichtigung nicht mehr finden.

als sehr zweck⸗ o wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung 12 Uhr im Rathhause zu Dortelweil anberaumt. gstagfahrt weder persösulich noch durch gehörig Bevoll Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: